Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  2. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  3. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  4. Besser keine Laienpredigt
  5. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  6. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  7. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  8. IOC klärt: Künftig nehmen keine Transfrauen mehr an Frauenwettbewerben bei Olympischen Spielen teil!
  9. „Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln“
  10. Papst sprach mit Familie eines Opfers des Amoklaufs an Grazer Schule
  11. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  12. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  13. Demokratischer Politiker aus Texas behauptet, die Bibel unterstützt Abtreibung
  14. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt
  15. Gericht: HateAid Geschäftsführerinnen dürfen als ‚linkswoke Faschistende‘ bezeichnet werden

Churer Priesterkreis übt erneut Kritik am Verhaltenskodex des Bistums Chur

19. Februar 2023 in Schweiz, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Churer Priesterkreis ist über die jüngsten Änderungen beim Verhaltenskodex des Bistums Chur nicht zufrieden.


Chur (kath.net) Der Churer Priesterkreis ist über die jüngsten Änderungen beim Verhaltenskodex des Bistums Chur nicht zufrieden. In der von Bischof Bonnemain veröffentlichten Stellungnahme zu den Richtlinien «Sexuelle Übergriffe im kirchlichen Umfeld» der Schweizer Bischofskonferenz und der Vereinigung der Höhern Ordensobern der Schweiz" wird vom Bistum Chur festgehalten: "Die Diözesen und die Ordens- und andere kirchliche Gemeinschaften verfügen über ein eigenes Präventionskonzept, welches die Grundkriterien für eine adäquate/professionelle Wahrnehmung von Nähe und Distanz und für einen respektvollen sowie achtsamen gegenseitigen Umgang festlegt. Dieses Präventionskonzept bildet die Grundlage für die Erarbeitung von praktischen Verhaltenskodizes und Standards, welche die Gegebenheiten der einzelnen Institutionen, Stellen und lokalen Strukturen berücksichtigen."

Der Bischof erklärt, dass er als Erster den Verhaltenskodex unterschrieben haben und von der Qualität dieses Instruments der Prävention überzeugt sei. Außerdem sei er überzeugt, dass der Verhaltenskodex im Einklang mit unserem katholischen Glauben stehe. "Bei der Implementierung des Verhaltenskodex geht es nicht um die reine Unterschrift. Es geht um eine Auseinandersetzung mit dessen Inhalt. Es geht um die Verinnerlichung seiner Botschaft und um die Bereitschaft, sich im kirchlichen Umfeld professionell zu verhalten: frei von jeglichem Machtmissbrauch, wie auch von sexuellem und spirituellem Missbrauch. Alle im Verhaltenskodex formulierten Handlungsanweisungen verfolgen dieses Ziel, einen Kulturwandel im kirchlichen Miteinander."


Er erwarte daher, dass alle seine Mitarbeiter den Verhaltenskodex annehmen und sich dementsprechend verhalten. "Sollte jemand beim Unterschreiben des Verhaltenskodex eine Präzisierung anbringen wollen, darf diese nicht dessen Verbindlichkeit relativieren oder seine Kriterien beliebig abändern."

Für den Churer Priesterkreis gibt es allerdings Bedenken. Deshalb bittet der Churer Priesterkreis den Bischof um die Erläuterung seiner Präzisierungen. Der Churer Priesterkreis hatte bereits am 22. April 2022 erklärt, dass er 95 % dessen, was im «Verhaltenskodex» (VK) des Bistums Chur steht, akzeptiere und sich dem Anliegen der Übergriffsprävention verpflichtet fühlt. Er hat zudem inhaltlich begründet erklärt, welche Punkte des VK im Widerspruch zur Lehre der katholischen Kirche stehen und deshalb nicht akzeptabel sind (Link). Unter anderem dürfte zukünftig unter Beachtung des VK die kirchliche Lehre über die Homosexualität nicht mehr öffentlich vertreten werden. Zudem müssten «sexuelle Rechte», zu denen nach heute verbreiteter Lesart auch die Abtreibung gehört, respektiert und die entsprechende Lehre der Kirche unterdrückt werden. Ferner haben die Mitglieder des Churer Priesterkreises die im VK enthaltene Forderung zurückgewiesen, einem «Outing» «unterstützend zur Seite» zu stehen. Dieses stellt bekanntlich seit Jahrzehnten das Mittel par excellence dar, die sogenannte «Gay-Kultur» voranzubringen.

Entgegen der transparenten Stellungnahme des Priesterkreises schreibt der Bischof von Chur nun laut "Churer Priesterkreis" ohne inhaltliche Bestimmtheit: «Sollte jemand beim Unterschreiben des Verhaltenskodex eine Präzisierung anbringen wollen, darf diese nicht dessen Verbindlichkeit relativieren oder seine Kriterien beliebig abändern.» Aufgrund dieser vagen Aussagen bittet der Churer Priesterkreis den Bischof von Chur, folgende Fragen inhaltlich zu beantworten:

1.    Stellt die «Präzisierung», den VK nur unter dem Vorbehalt der kirchlichen Glaubens- und Sittenlehre, wie sie im «Katechismus der katholischen Kirche» enthalten ist, und unter dem Vorbehalt der Stellungnahme des Priesterkreises vom 22. April 2022 zu unterzeichnen, eine unzulässige Relativierung der Verbindlichkeit des VK dar?

2.    Bedeutet ein solcher Vorbehalt nach der Überzeugung des Bischofs, die «Kriterien» des VK «beliebig abzuändern»?

Foto: Symbolbild


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  4. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  5. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  6. Besser keine Laienpredigt
  7. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  8. Kanada: 84-Jährige wegen Rückenschmerzen in Notaufnahme, bekommt als Erstes Sterbehilfe angeboten!
  9. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  10. Blutiger Palmsonntag in Nigeria: Dschihadisten massakrieren über 40 Christen in Jos
  11. Vom Todesurteil zur Hoffnung: 'Irans geistliche Ketten werden brechen'
  12. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  13. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  14. Neuer Präfekt des Päpstlichen Hauses, Erzbischof Rajič, betont kirchliche Lehre zur Homosexualität
  15. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz