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Kardinal Becciu scheitert mit Verleumdungsklage gegen Medien - Muss 40.000 € Prozesskosten bezahlen

24. November 2022 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
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Seiner Ämter enthobener ehemaliger Kurienkardinal warf italienischem Blatt "L'Espresso" eine "Kampagne" gegen seine Person vor - Steht unterdessen weiterhin im Vatikanstaat vor Gericht, u.a. wegen Vorwurf von Veruntreuung von Geld und Amtsmissbrauch


Rom (kath.net/KAP) Der langjährige Kurienkardinal Angelo Becciu ist am Zivilgericht von Sassari (Sardinien) mit einer Verleumdungsklage gegen drei Journalisten gescheitert. Wie das italienische Staatsfernsehen RAI am Donnerstag berichtete, entschied das Gericht, die Berichterstattung des Magazins "L'Espresso" über Beccius mutmaßliche finanzielle Unregelmäßigkeiten und Fehlinvestitionen erfülle nicht den Sachverhalt einer böswilligen Verleumdung. L'Espresso hatte am 24. September 2020 über Beccius finanzielle Aktivitäten berichtet, wenig später zwang der Papst Becciu zum Rückzug von allen vatikanischen Aufgaben.


Becciu hatte deshalb eine Schadensersatzsumme von zehn Millionen Euro gefordert, weil er durch die Berichterstattung seinen Ruf in verleumderischer Absicht ruiniert sah. Laut RAI begründete das Gericht die Entscheidung damit, dass "die in den Presseartikeln vorgenommene Interpretation der Fakten als legitim betrachtet werden muss".

Zwar sei diese journalistische Interpretation und Kritik "zweifellos in einer harten, harten und polemischen Weise" zum Ausdruck gebracht worden, doch sei dies angesichts der hohen Position des Kardinals angemessen. Eine journalistische Interpretation und Kritik von Fakten von vornherein zu verbieten, würde bedeuten, einen kritischen und investigativen Journalismus zu entwerten oder gar unmöglich zu machen, so das Gericht.  

Die Prozesskosten in Höhe von 40.000 Euro muss nun der Kardinal tragen. Er steht unterdessen weiterhin im Vatikanstaat vor Gericht. Dort werden ihm unter anderem Veruntreuung von Geld und Amtsmissbrauch vorgeworfen.

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 canis lupus 24. November 2022 
 

40 000€ sind für einen italienischen Kardinal eine riesen Summe. Die Kleriker bekommen dort lange nicht so viel, wie in Deutschland.


0
 

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