Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  5. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  6. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  7. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  8. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  9. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  10. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  11. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!
  12. Abtreibungsbefürworter begehen Farbanschlag auf Malteserklinikum in Flensburg
  13. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  14. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme
  15. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund

Kardinal Hollerich will ‚Änderung des kulturellen Paradigmas’ der Kirche zur Homosexualität

29. Oktober 2022 in Weltkirche, 56 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Erzbischof von Luxemburg und Generalrelator der Synode über die Synodalität sagte, er halte Homosexualität für eine ‚Frucht der Schöpfung’.


Vatikan (kath.net/LifeSiteNews/jg)

Kardinal Jean-Claude Hollerich, Erzbischof von Luxemburg und Generalrelator der Synode über die Synodalität, will eine „Änderung des kulturellen Paradigmas“ der Kirche hinsichtlich der Verurteilung der Homosexualität. Nach seiner Einschätzung gebe es in kirchlichen Institutionen einen höheren Anteil an Homosexuellen als in der Gesellschaft, sagte er in einem Interview mit der vatikanischen Zeitung L’Osservatore Romano.

Zu Beginn des Interviews lobte er Papst Franziskus, der kein Liberaler sondern ein Radikaler sei. Franziskus’ Radikalität bestehe in der Barmherzigkeit, die uns alle angehe. „Wir müssen uns alle fragen, was es heißt heute ein Christ zu sein“, sagte der Kardinal wörtlich.

Die Schlüsselfrage für das gegenwärtige Pontifikat sei, ob man die Unzulänglichkeit einer Pastoral akzeptiere, welche die Tochter früherer Epochen sei und bereit sei, die Mission neu zu überdenken. Diese Entscheidung habe schwere und mutige theologische Implikationen, stellte Hollerich fest.


Dies werde sich unter anderem in der Balance zwischen Laien und Klerus zeigen, die sich in Zukunft sehr von der gegenwärtigen unterscheiden werde. Das sei sowohl eine Folge der Synode über die Synodalität als auch des Rückganges der Berufungen.

Zur „Diskriminierung“ Homosexueller sagte Hollerich, die Kirche müsse das kulturelle Umfeld ändern, damit der Zugang zur Homosexualität positiver werde. Auf die Frage nach dem Beispiel der protestantischen Kirchen, die trotz der Segnung homosexueller Paare keinen zusätzlichen Zuspruch unter jungen Menschen gefunden habe, antwortete Hollerich: „Natürlich nicht. Weil das nicht genug ist.“ Er forderte von der katholischen Kirche eine „tiefgehende Änderung des kulturellen Paradigmas“ und einen Gesinnungswandel.

Die Öffnung gegenüber Homosexuellen ist nach Ansicht Hollerichs keine Frage des Kirchenrechts, der Normen und Strukturen. Das habe der Papst der Kirche in Deutschland gesagt. Die Verkündigungen des Evangeliums heute heiße die Freude am Leben in Gott verkünden, den Sinn des Lebens in Jesus Christus finden.

Aufgabe der Kirche sei es, die „frohe Botschaft“ zu verkünden, nicht eine Reihe von Regeln oder Verboten. Niemand dürfe ausgeschlossen sein, auch nicht (zivilrechtlich) wiederverheiratete Geschiedene oder Homosexuelle. Das Königreich Gottes sei kein „exklusiver Club“, sagte der Kardinal. Es öffne seine Tore „für jeden, ohne Diskriminierung“. Niemand dürfe sich ausgeschlossen fühlen, verlangte der Kardinal. „Es geht nicht um theologische Feinheiten oder ethische Dissertationen: es geht einfach darum, zu sagen, dass die Botschaft Christi für jeden ist“, sagte er wörtlich.

Er sei der Ansicht, dass Homosexualität eine „Frucht der Schöpfung“ sei. Gott heiße bei jedem Schritt der Schöpfung sein Werk gut.

Zur so genannten „Homo-Ehe“ räumte Kardinal Hollerich zwar ein, dass der Zweck der Fortpflanzung nicht erreicht werden könne. Das bedeute aber nicht, dass die „emotionale Beziehung“ keinen Wert habe. Die Ablehnung der Segnung homosexueller Paare durch die Glaubenskongregation im März 2021 spielte der Kardinal herunter. „Glauben Sie, dass Gott etwas Schlechtes über zwei Menschen sagen kann, die einander lieben?“, fragte er.

Er sei an anderen Aspekten des Themas mehr interessiert, fuhr er fort. Zum Beispiel würde er gerne wissen, was die Ursache für die unübersehbare Zunahme homosexueller Orientierungen in der Gesellschaft sei. Oder warum der Anteil Homosexueller in kirchlichen Institutionen höher sei als in der Gesellschaft.

 

Kontakt Kardinal Hollerich


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Homosexualität

  1. Ein besonderer Tag für ‚unseren‘ Pfarrsekretär
  2. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  3. Erzdiözese Salzburg: Weiterbildungsveranstaltung mit Homosexuellen-Initiative
  4. ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘
  5. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  6. Psychologe verteidigt Therapie bei ungewollter gleichgeschlechtlicher Neigung
  7. Zehn Jahre ‚Sehnsucht der ewigen Hügel‘
  8. Bistum Fulda – stark engagiert beim ‚Christopher Street Day‘
  9. Erzdiözese Salzburg veranstaltet Fortbildungsveranstaltung mit Homo-Aktivisten
  10. Dieses Jahr keine LGBT-‚Pride‘ Parade in Budapest







Top-15

meist-gelesen

  1. Europas Zukunft im Licht des Evangeliums
  2. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  3. Der Katholik Tolkien wird in der anglikanischen Westminster Abbey ein Denkmal erhalten
  4. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  5. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  6. Was ich als Priester von Fulton Sheen gelernt habe
  7. Papst an Klausurschwestern: „Der Herr ruft euch, seine Zeuginnen in Stille, Kontemplation zu sein“
  8. Abtreibungsbefürworter begehen Farbanschlag auf Malteserklinikum in Flensburg
  9. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  10. „Die hl. Märtyrer von Międzyrzecz waren Menschen aus Fleisch und Blut, die bereit waren…“
  11. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  12. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  13. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten
  14. Wer ist der Mann auf dem Tuch?
  15. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz