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Rom: Kardinal Koch sieht Friedensgebet als "elementar" an

26. Oktober 2022 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Ökumene-Kardinal am Rande des Friedenstreffens von Sant'Egidio: "Furchtbar, dass im Ukraine-Krieg Christen andere Christen töten" - Friedenstreffen endet mit Gebet am Kolosseum, an dem auch Papst Franziskus teilnimmt


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Für den Schweizer Kurienkardinal Kurt Koch ist das Gebet für Frieden elementar. "Das Gebet um Frieden zeigt, dass Friede immer ein Geschenk Gottes ist und wir die Werkzeuge für diesen Frieden sind", sagte der vatikanische "Ökumene"-Minister gegenüber "Radio Vatikan" (Dienstag) am Rande des Friedenstreffens von Sant'Egidio in Rom. Es sei furchtbar, dass im Ukraine-Krieg Christen andere Christen töteten. "Christen töten Christen und wohl auch orthodoxe Christen andere orthodoxe Christen. Das ist ein schreckliches Zeichen, auch für die Christen auf der ganzen Welt", so Koch.

Das von Sant'Egidio veranstaltete "Gebetstreffen für den Frieden im Geiste von Assisi" finden jährlich an unterschiedlichen Orten statt. Die 1968 in Rom gegründete Bewegung Sant'Egidio widmet sich karitativer Arbeit, Diplomatie in Bürgerkriegsgebieten und dem Dialog der Religionen. Das Sant'Egidio-Friedenstreffen endet am späten Dienstagnachmittag mit einem Gebet am Kolosseum, an dem auch Papst Franziskus teilnimmt.


Auch Frère Alois, Prior der ökumenischen Bruderschaft von Taizé, ist in Rom beim Friedenstreffen dabei. Wie Kardinal Koch, so sah auch er gegenüber Radio Vatikan das interreligiöse, gemeinsame Gebet um Frieden am Kolosseum als grundlegend: "Es ist so wichtig, gemeinsam mit Papst Franziskus zu beten, weil er ein Diener des Friedens ist - nicht nur für die Katholiken, sondern für die ganze Menschheit." Das Gebet sei die Wurzel des Friedens. Es sei beeindruckend, "dass alle Religionen darauf immer wieder beharren", so Frère Alois: "Es gibt viele Unterschiede unter uns, aber das Gebet ist für alle das Wichtigste, das bewegt mich immer wieder sehr. Und im Gebet sind wir vereint und das lässt uns den Frieden der Welt kosten, auf den wir noch warten."

Nicht nur Ukraine im Fokus

Der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Pierbattista Pizzaballa, der ebenfalls am Friedenstreffen in Rom teilnahm, beklagte gegenüber "Radio Vatikan", dass Religion oft fälschlicherweise als Ursache von Konflikten angesehen werde; sowohl in der Ukraine als auch im Nahen Osten: "Leider ist es heute verbreitetes Gedankengut, dass Religionen Auslöser für Konflikte seien. Das sehen wir in der Ukraine, das ist aber auch unser tägliches Brot im Nahen Osten, wo ich herkomme. Es ist da aber nur dann etwas dran, wenn Religion und Politik vermischt werden, das ergibt dann ein wunderbares Manipulationsmittel." Eine Begegnung wie jene in Rom erinnere hingegen daran, "dass wir immer den wahren Sinn des religiösen Glaubens bewahren müssen: nämlich die Begegnung mit Gott. Dann erkennen wir uns auch alle als Geschwister."

Pizzaballa betonte zudem, dass es beim Friedensgebet mit Papst Franziskus am Kolosseum diesen Dienstagnachmittag nicht allein um Frieden für die Ukraine gehe: "Die Medien sind sehr auf die Ukraine und den Westen konzentriert, der Nahe Osten ist quasi verschwunden, sage ich als jemand, der von dort kommt. Das hinterlässt viele Menschen auf der Welt perplex." Das Friedensgebet am Kolosseum sei ein Moment, "um an all die vielen Konflikte auf der Welt zu denken".

Papst Franziskus spreche oft vom "Dritten Weltkrieg in Stücken", so der Patriarch: "Wenn wir all diese Stücke zusammenfügen, dann sehen wir, welch schreckliches Bild von der Welt sich ergibt. Wir wollen dafür beten, dass dieses Bild positiver wird und es bessere und friedliche Zukunftsperspektiven gibt, vor allem auch für die jüngeren Generationen."

Zu dem internationalen und interreligiösen Friedenstreffen in Rom sind Vertreter aus Politik und Religion aus mehr als 50 Ländern gekommen. Dazu zählen etwa der Vorsitzende der italienischen Bischofskonferenz, Kardinal Matteo Zuppi, der Generalsekretär der Islamischen Weltliga, Scheich Muhammad bin Abdul Karim Issa, und Frankreichs Oberrabbiner Haim Korsia. Auch der Außenamtschef der russisch-orthodoxen Kirche, Metropolit Antonij (Sevrjuk), nimmt teil.

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

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