Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  2. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  3. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  4. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  5. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  6. „Warum bin ich Christ“
  7. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  8. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  9. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  10. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  11. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  12. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  13. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  14. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  15. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“

Was ist ein Sturm gegen meinen Gott?!

15. Oktober 2022 in Jugend, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wie oft habe ich schon gebetet:Jesus, ich vertraue auf dich und hatte danach immer noch Angst? Nicht, weil Gott nicht treu ist,sondern, weil das Vertrauen im Kopf sitzt und nicht in meinem Herzen -Die Jugendkolumne von kath.net - Von Lucia Zimmermann


Salzburg (kath.net)

Ich übe mich nachmittags oder abends neuerdings gern im Entspannen. Ich kenne mich nicht anders, darum habe ich gedacht, in ruhigen Momenten bin ich tatsächlich locker und ruhig. Aber in Wahrheit steht mein Körper da immer noch unter Strom und so viele Muskeln sind angespannt. Erst mit den Übungen merke ich den Unterschied. Mittlerweile ist das Ganze kein Punkt auf meiner „To-Do - Liste“ mehr, sondern etwas, auf das ich mich freue. Einfach mal für eine halbe Stunde alles loslassen… Dabei muss ich an den Anblick von Kindern in der Hl. Messe denken, die auf der Schulter vom Papa eingeschlafen sind - tiefenentspannt, mit offenem Mund und baumelnden Gliedmaßen. Herrlich.

Und ich entdecke noch etwas bei diesen Übungen. Nicht nur wie gut es sich anfühlt, sondern auch wie mit der Anspannung tatsächlich meine Ängste und Sorgen innerer Freude und Zuversicht weichen. Eigentlich ja logisch - ich kann nicht entspannt sein und gleichzeitig Angst haben. Aber es tut so gut, dass körperlich zu erfahren. Ein paar Atemübungen und Worte und ich bin nicht nur tief entspannt, sondern auch tief im Vertrauen. Gott ist ganz nah.


Ich erkenne, wie sehr Körper und Geist miteinander verwoben sind. Vertrauen ist nicht nur eine Entscheidung in meinem Kopf. Das muss auch in meinem Körper ankommen.

Gott sagt ganz oft zu mir: „Hab keine Angst. Ich sorge für dich. Vertrau mir.“ Und dann sitze ich da, mit zusammengebissenen Zähnen und verkrampften Schultern und „vertraue“.

Ein Kind, das seinem Vater vertraut, grübelt nicht darüber nach, ob er es wirklich gut meint und ob wirklich alles gut gehen wird. Und es klammert sich auch nicht nervös an ihm fest, weil es Angst hat, fallengelassen zu werden. Nein, es hängt wie ein nasser Sack über seiner Schulter und genießt die Nähe und Geborgenheit.

Was macht Jesus während dem Sturm auf dem See? Er predigt nicht darüber, Gott zu vertrauen und an ihn zu glauben. Sein Körper spricht eine deutliche Sprache. Er schläft. Nichts kann ihn aus der Ruhe bringen. Was ist ein Sturm gegen meinen Gott?! 

Wie oft habe ich schon gebetet: „Jesus, ich vertraue auf dich.“ und hatte danach immer noch Angst? Nicht, weil Gott nicht treu ist, sondern, weil das Vertrauen im Kopf sitzt und nicht in meinem Herzen. Also übe ich. Ich übe, mein Gottvertrauen auch in meinem Körper spürbar zu machen. So wie Petrus einen physischen Schritt aus dem Boot gemacht hat, lasse auch ich meinen Glauben durch meinen Körper lebendig werden. Ich weiß nicht, was kommen wird. Aber ich weiß, was ich zu tun habe, wenn der Wind der Angst mich packt und die Wellen von Sorgen über mich hinwegspülen. Ich lege mich hin. Ich lege mich in den Arm des Vaters, schließe die Augen, atme tief ein und aus und lasse los.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. 'The Chosen': Sechste Staffel ab Dezember auf Netflix
  3. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  4. Kanadas führende Tageszeitung verlangt Euthanasie in katholischen Krankenhäusern
  5. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  6. Ermittlungsverfahren gegen christliche YouTuber eingestellt
  7. Grünwidl bei Medjugorje-Friedensgebet: Beten und Frieden stiften
  8. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  9. „Warum bin ich Christ“
  10. Erneut ruhige Spitalnacht für Papst nach Krebs-Operation
  11. Mit dem Rosenkranz im Gym
  12. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  13. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'
  14. 'Jeden Tag sprach ich mit Gott und mit meiner Mutter'
  15. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz