Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  2. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  3. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  4. Katholische Kirche in Island hilft Menschen mit homosexuellen Neigungen enthaltsam zu leben
  5. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  6. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  7. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  8. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!
  9. Beschließen ohne zu entscheiden?
  10. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  11. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  12. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  13. Die Nazi-Projektion
  14. Frankreich: Neues Gesetz bestraft Versuch, von Suizidhilfe abzuhalten
  15. Abtreibungs-Aktivisten greifen Profemina-Beratungszentrum an

Was ist ein Sturm gegen meinen Gott?!

15. Oktober 2022 in Jugend, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wie oft habe ich schon gebetet:Jesus, ich vertraue auf dich und hatte danach immer noch Angst? Nicht, weil Gott nicht treu ist,sondern, weil das Vertrauen im Kopf sitzt und nicht in meinem Herzen -Die Jugendkolumne von kath.net - Von Lucia Zimmermann


Salzburg (kath.net)

Ich übe mich nachmittags oder abends neuerdings gern im Entspannen. Ich kenne mich nicht anders, darum habe ich gedacht, in ruhigen Momenten bin ich tatsächlich locker und ruhig. Aber in Wahrheit steht mein Körper da immer noch unter Strom und so viele Muskeln sind angespannt. Erst mit den Übungen merke ich den Unterschied. Mittlerweile ist das Ganze kein Punkt auf meiner „To-Do - Liste“ mehr, sondern etwas, auf das ich mich freue. Einfach mal für eine halbe Stunde alles loslassen… Dabei muss ich an den Anblick von Kindern in der Hl. Messe denken, die auf der Schulter vom Papa eingeschlafen sind - tiefenentspannt, mit offenem Mund und baumelnden Gliedmaßen. Herrlich.

Und ich entdecke noch etwas bei diesen Übungen. Nicht nur wie gut es sich anfühlt, sondern auch wie mit der Anspannung tatsächlich meine Ängste und Sorgen innerer Freude und Zuversicht weichen. Eigentlich ja logisch - ich kann nicht entspannt sein und gleichzeitig Angst haben. Aber es tut so gut, dass körperlich zu erfahren. Ein paar Atemübungen und Worte und ich bin nicht nur tief entspannt, sondern auch tief im Vertrauen. Gott ist ganz nah.


Ich erkenne, wie sehr Körper und Geist miteinander verwoben sind. Vertrauen ist nicht nur eine Entscheidung in meinem Kopf. Das muss auch in meinem Körper ankommen.

Gott sagt ganz oft zu mir: „Hab keine Angst. Ich sorge für dich. Vertrau mir.“ Und dann sitze ich da, mit zusammengebissenen Zähnen und verkrampften Schultern und „vertraue“.

Ein Kind, das seinem Vater vertraut, grübelt nicht darüber nach, ob er es wirklich gut meint und ob wirklich alles gut gehen wird. Und es klammert sich auch nicht nervös an ihm fest, weil es Angst hat, fallengelassen zu werden. Nein, es hängt wie ein nasser Sack über seiner Schulter und genießt die Nähe und Geborgenheit.

Was macht Jesus während dem Sturm auf dem See? Er predigt nicht darüber, Gott zu vertrauen und an ihn zu glauben. Sein Körper spricht eine deutliche Sprache. Er schläft. Nichts kann ihn aus der Ruhe bringen. Was ist ein Sturm gegen meinen Gott?! 

Wie oft habe ich schon gebetet: „Jesus, ich vertraue auf dich.“ und hatte danach immer noch Angst? Nicht, weil Gott nicht treu ist, sondern, weil das Vertrauen im Kopf sitzt und nicht in meinem Herzen. Also übe ich. Ich übe, mein Gottvertrauen auch in meinem Körper spürbar zu machen. So wie Petrus einen physischen Schritt aus dem Boot gemacht hat, lasse auch ich meinen Glauben durch meinen Körper lebendig werden. Ich weiß nicht, was kommen wird. Aber ich weiß, was ich zu tun habe, wenn der Wind der Angst mich packt und die Wellen von Sorgen über mich hinwegspülen. Ich lege mich hin. Ich lege mich in den Arm des Vaters, schließe die Augen, atme tief ein und aus und lasse los.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Vier von sieben: Die unglaubliche Berufungs-Geschichte der Familie Morrison
  4. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  5. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  6. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  7. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  8. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  9. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  10. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  11. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  12. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  13. Die Nazi-Projektion
  14. Abtreibungs-Aktivisten greifen Profemina-Beratungszentrum an
  15. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz