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Nordirak: Türkische Artillerie richtet Blutbad unter Touristen an

22. Juli 2022 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Hilfswerk Initiative Christlicher Orient berichtet von zehn Toten und Dutzenden teils schwer Verletzten in Region Zahko - Türkei weist Verantwortung zurück und beschuldigt PKK


Bagdad/Linz (kath.net/KAP) Bei türkischen Artillerieangriffen auf einen beliebten Touristenort in Zakho in der Region Kurdistan im Irak wurden am Mittwoch zehn Zivilisten getötet und Dutzende weitere verletzt. Das berichtete am Donnerstag das in Linz ansässige Hilfswerk Initiative Christlicher Orient (ICO). Videos vom Resort, die die ICO vom örtlichen Bischof Felix Dawood Al Shabi zugespielt bekam, zeigten Chaos und Verwüstung, als türkische Artilleriegranaten auf das Ferienressort herabregneten. Unter den Opfern befinden sich laut ICO auch Kinder.


Unklar ist laut dem Hilfswerk noch, ob der Beschuss des Resorts von der nahen Türkei aus erfolgte, oder von einer türkischen Militärbasis innerhalb der kurdischen Autonomieregion. Augenzeugen berichten, dass zunächst die umliegenden Berge bombardiert wurden, bevor dann wenig später plötzlich Granaten im Ressort mit Restaurant und Pool einschlugen. Die Mehrheit der Getöteten oder Verwundeten waren arabische Familien, darunter eine größere Gruppe aus Bagdad.

Die kurdische Regionalregierung hat den Angriff verurteilt und die irakische Zentralregierung in Bagdad sowie die internationale Gemeinschaft aufgerufen, gegen die Türkei vorzugehen. In Bagdad kam es zu anti-türkischen Protesten.

Ankara wies jede Verantwortung für den Artillerieangriff vom Mittwoch zurück. Auf ihrem Twitter-Konto erklärte die türkische Botschaft ihr Beileid für die "irakischen Brüder", die "von der Terror-Organisation PKK getötet worden" seien. Die Türkei hat in den vergangenen 25 Jahren mehrere Dutzend Militärstützpunkte im irakischen Kurdengebiet eingerichtet, um von dort aus die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) zu bekämpfen.

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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