Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  4. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  5. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  6. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  7. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  10. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  11. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  12. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  13. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert
  14. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  15. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“

Gänswein: Bild vom Vatikan ist blühende Phantasie fernab der Realität

6. Juni 2022 in Österreich, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Benedikt-Privatsekretär im Vorarlberger "Kirchenblatt": "Hauptsächlich von Klatsch und Skandälchen die Rede" - Priestermangel: Gott mit Bitten um Berufungen bestürmen.


Feldkirch (kath.net/ KAP)

Wenn vom Vatikan die Rede ist, "dann ist doch hauptsächlich von Klatsch und Skandälchen die Rede". Wie Erzbischof Georg Gänswein, langjähriger Privatsekretär von Papst Benedikt XVI., im Interview des Vorarlberger "KirchenBlattes" (Ausgabe 2. Juni) erklärte, könne man über das Zentrum der katholischen Welt "sehr viele abenteuerliche Dinge lesen oder hören, die zwar einer blühenden Phantasie entspringen, nicht aber die Wirklichkeit darstellen". Nach 27 Jahren in Rom antwortete er auf die Frage nach Veränderungen im Vatikan mit dem Hinweis auf Kontinuität: Vatikanmitarbeiter hätten in erster Linie dem Papst als dem Hirten der Universalkirche behilflich zu sein, damit er seinem Dienst als Nachfolger Petri bestmöglich nachkommen könne.

Konkret geändert hat sich laut Gänswein in den letzten drei Jahrzehnten wenig, "allerdings ist bemerkenswert, dass die Mitarbeiterschaft internationaler und die Anzahl der Laien, Männer wie Frauen, gestiegen ist". Von großer Bedeutung sei vor allem der Austausch zwischen den Bischöfen weltweit und dem Papst. "Es geht um den einen Glauben, aber es geht um unterschiedliche Aufgaben."


Das Leben im Vatikan verglich der Erzbischof mit einem großen Baum. Mitunter müsse "Hand angelegt" und das Geäst und Blattwerk beschnitten werden, "damit es nicht zum Wuchern kommt", so Gänswein. "Manch Dürres und Faules fällt von allein ab."

 

Berufungen: Priesterbild nicht "verwässern"

Um in Mitteleuropa wieder mehr geistliche Berufungen zu wecken, dafür wisse er kein Rezept. Das Jesuswort "Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter" zeige: Offensichtlich gab es schon zu Zeiten des Neuen Testaments Not mit den Berufungen. Als "wegweisend und hilfreich" erachtet der Kurienerzbischof, wie er sagte, den biblischen Nachsatz: "Bittet den Herrn der Ernte, und er wird euch Arbeiter senden." Es gelte, Gott mit Bitten um Berufungen zu bestürmen. "Beten, beten und nochmals beten: Das ist die erste und wichtigste Antwort auf den Mangel an geistlichen Berufungen." Wie lange die gegenwärtige Durststrecke andauert, sei ungewiss, wie Gänswein meinte. "Aber Christus hat sich nicht einfach aus dem Staub gemacht, auch wenn es manchmal so aussieht."

Der Erzbischof warnte zugleich davor, das Priesterbild zu "verwässern". Ein junger Mann auf dem Weg zum Priestertum müsse wissen, worauf er sich einlässt. "Wir müssen den Mut aufbringen, voll und ganz zum Glauben der Kirche und zum Zölibat zu stehen", betonte Gänswein. Dieser sei "kein lästiges Hindernis, sondern ein Geschenk Christi".

Erzbischof Gänswein war auf Einladung des Benediktiners Bruder Fidelis Ellensohn nach Maria Bildstein (Vbg.) gekommen, um einen Jubiläumsgottesdienst zu feiern: Die vom Vorarlberger Ordensmann in Tirol und Vorarlberg aufgebaute Jugendbewegung für Berufungen in der Kirche, KIM (Kreis junger Missionare), feierte ihr 50-jähriges Bestehen.

 

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 

Foto: (C) Armin Schwibach/kath.net


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Rosenkranzmonat Oktober steht im Zeichen des Friedens
  3. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  4. Reliquien der Kinder von Fatima kommen nach Berlin!
  5. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  6. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  7. Frankreich und das Zeichen der Wiedergeburt
  8. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  9. Verletzter Priester: "Wir vergeben!"
  10. 'Wir sprechen deshalb zurecht hier nicht von Neuevangelisierung, sondern von Erstevangelisierung'
  11. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  12. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  13. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  14. Initiative Pro Fide Ecclesiae richtet dringenden Appell an deutsche Bischöfe
  15. Jakobsweg steuert auf neues Pilger-Rekordjahr zu

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz