Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  2. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  3. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  4. Bätzing gegen Papst Leo
  5. ‚Ein Doktor der Theologie hat keine Ahnung von der Auswirkung von Gruppeneffekten‘
  6. Der anderskatholische Papstkritiker
  7. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  8. Scott Hahn: Die frühe Kirche war nicht protestantisch
  9. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  10. Musikerlegende Bob Dylan bei Papst Leo XIV. im Vatikan
  11. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  12. Drei Stunden im Fegefeuer
  13. Organspende? - Schweigen ist keine Zustimmung, Hirntod ist kein Tod im landläufigen Sinne
  14. Warum ausgerechnet ein Augustiner-Pater Patron der armen Seelen ist
  15. Manuel Ostermann: „Ich möchte hier widersprechen, liebes WDR“

Kardinal Pell: Beccius Aussagen vor Gericht "unvollständig"

8. Mai 2022 in Chronik, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ex-Präfekt des Wirtschaftssekretariates kritisiert jüngste Aussagen des früheren Substituten des Staatssekretariats im vatikanischen Finanzprozess.


Rom (kath.net/ KAP)

Der australische Erzbischof George Kardinal Pell (80) hat Vorwürfe gegen seinen Dauerwidersacher Giovanni Angelo Becciu erneuert. Die jüngsten Angaben des früheren Kurienkardinals Becciu im vatikanischen Finanzprozess seien "unvollständig" und "bizarr", kritisierte Pell in einer am Freitag veröffentlichten Stellungnahme.

Die beiden Kardinäle verbindet eine jahrelange Rivalität. Pell hatte sich einst als Präfekt des 2014 errichteten Wirtschaftssekretariates im Vatikan um eine stärkere Finanzkontrolle bei den Kurienbehörden bemüht, war dabei allerdings auf starken Widerstand Beccius gestoßen. Dieser war bis 2018 Substitut des Staatssekretariats und damit eine Art Stabschef der kirchlichen Leitungszentrale.


Im laufenden Verfahren vor dem Strafgericht des Vatikans geht es unter anderem um verlustreiche Investitionen des Staatssekretariates. Zu den Angeklagten zählt auch Becciu. Der stellte sich am Donnerstag vor Gericht als Opfer "infamer" und "haltloser" Anschuldigungen dar. Zudem legte er Dokumente vor, die ihn entlasten sollen. Seinem Widersacher Pell warf der Italiener vor, ihn mit "schändlichen und unerträglichen Unterstellungen" in ein schlechtes Licht zu rücken.

Der Australier hatte in einem Interview vor einigen Monaten Spekulationen und Verdächtigungen neue Nahrung gegeben. Darin warf er seinem geschassten Kollegen indirekt vor, für dubiose Überweisungen nach Australien verantwortlich gewesen zu sein. Konkret soll es um 2,3 Millionen Australische Dollar (rund 1,5 Millionen Euro) gehen. Ein Teil des Geldes floss demnach im Jahr 2017, als der inzwischen freigesprochene Pell wegen Missbrauchsvorwürfen in seiner Heimat zusehends unter Druck geriet.

Becciu gab nun im Finanzprozess an, das Geld sei nachweislich für die Bezahlung einer Internet-Domain namens ".catholic" eingesetzt worden. Als Beleg präsentierte er neben anderen Dokumenten eine angebliche Genehmigung Pells aus dem Jahr 2015. Der argumentiert indes, bei den von Becciu veranlassten Transaktionen handele es sich "offensichtlich um ganz andere Zahlungen". "Was war der Zweck?", fragt Pell am Ende seiner neuen Stellungnahme.

 

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Schwindler feierte im Bistum Turin monatelang Messe und hörte Beichten
  3. Regensburger Bischof Voderholzer: „Jungen Menschen zuhören und Perspektiven aufzeigen“
  4. Die ersten US-Märtyrer für die Heiligkeit der Ehe: Seligsprechung der Märtyrer von Georgia
  5. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  6. Neuer Visitator für Medjugorje: Cavina folgt auf Cavalli
  7. Der Tod unter dem Horizont der Auferstehung und die Hoffnung auf das ewige Leben
  8. Der katholische Osten in der Analyse
  9. „Die Kirche gewinnt an Kraft dank eines Anstiegs bei den Konversionen zum Katholizismus“
  10. Manuel Ostermann: „Ich möchte hier widersprechen, liebes WDR“
  11. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  12. Sozialbeauftragter des Papstes bringt Spenden in die Ukraine
  13. IMABE: Sterbehilfe-Entwicklung in Belgien wirft Fragen auf
  14. ‚Lieber ein ‚Fanatiker‘ als ein Verräter für Kataris und Dschihadisten‘
  15. Kirchenhistoriker Wolf: Erwarte von Leo XIV. in Sachen Kirchenreform nichts

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz