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Grundsatzkritik von Bischof Voderholzer am deutschen „Synodalen Weg“

31. März 2022 in Deutschland, 10 Lesermeinungen
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Regensburger Bischof: „Es zeichnet sich ab, dass das Lehramt der Bischöfe durch das Lehramt einer rationalistischen deutschen Universitätstheologie abgelöst wird.“


Regensburg-Bonn (kath.net/pl) Grundsatzkritik am deutschen „Synodalen Weg“ äußert Rudolf Voderholzer, Bischof von Regensburg und selbst auch Mitglied der Synodalversammlung, in der Würzburger „Tagespost“. Er thematisierte, „dass in den entsprechenden Foren des Synodalen Weges eine nur sehr einseitige Auswahl von Theologinnen und Theologen vertreten ist und anderslautende Stimmen von vornherein nicht berufen wurden beziehungsweise abweichenden theologischen Stimmen die wissenschaftliche Dignität abgesprochen wird“. Es komme zu einer „Immunisierung gegen anderslautende theologische Positionen“, bsp. auch „durch ein intransparentes Besetzungsverfahren der Antragskommissionen“, durch welches „weitgehend die Autoren der Texte selbst über die Kritik an den Texten zu Gericht sitzen und die Annahme oder Ablehnung kritischer Einwände mit ihrer Autorität empfehlen“.


Voderholzer stufte es als „notwendig“ ein, „dass im Blick auf die biblische Anthropologie, die katholische Sakramentenlehre, die Lehre von der Kirche als einer ‚apostolischen‘ und als solchen auch ‚synodalen‘ Kirche die gültige kirchliche Lehre zur Sprache gebracht“ werde. Dann erinnerte er bezüglich der „Gestaltung des Miteinanders von Mann und Frau“ daran, dass „unbedingt die ‚Theologie des Leibes‘ rezipiert und angewendet werden“ müsste, „wie sie von Papst Johannes Paul II. in deutlicher Weiterentwicklung der bisherigen kirchlichen Lehre formuliert wurde“. Mahnend notierte er: „Entgegen den immer wieder erhobenen Beteuerungen, es handle sich um legitime Weiterentwicklungen (im Sinne von DV 8), haben wir es in den meisten Fällen mit regelrechten Brüchen und Paradigmenwechseln zu tun.“

Der Regensburger Bischof erinnerte weiter daran, dass auch Papst Franziskus darauf Wert lege, „dass in synodalen Prozessen die Lehre der Kirche als Fundament und nicht als Abstimmungsgegenstand betrachtet werden“ müsste.

Last but not least wies Voderholzer darauf hin, dass die Satzung des Synodalen Weges „immerhin“ vorsehe, „dass die Bischöfe den Texten mit einer Zweidrittelmehrheit zustimmen müssen, damit sie als vom Synodalen Weg verabschiedet gelten können. So haben die Bischöfe noch immer die Möglichkeit, bei den zur Debatte stehenden Glaubensfragen durch entsprechendes Abstimmungsverhalten ihr Lehramt auszuüben.“ Hierdurch nimmt Voderholzer ausdrücklich die beim Synodalen Weg vertretenen Bischöfe in die Pflicht.

Voderholzer hat bereits vielfach Grundsatzkritik am Synodalen Weg geäußert und dafür u.a. auch Zustimmung sogar von Kardinal Walter Kasper erhalten.

Archivfoto Bischof Voderholzer (c) Bistum Regensburg/altrofoto


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Lesermeinungen

 AndreaP 2. April 2022 

Brüche als Weiterentwicklung

zu deklarieren, daran arbeitet man in der Kirche seit mehr als 40 Jahren.
Für mich wenig überraschend. Der SW ist jetzt einer der letzten "Höhepunkte" vor der endgültigen Zerstörung der Kirche.
Aber so weit wird es nicht kommen.


1
 
 Chris2 31. März 2022 
 

Aber hat nicht gerade diese Mehrheit der Bischöfe

schon zu Beginn des SW die Weichen falsch gestellt, als sie zustimmten, dass die Beschlüsse auch dann verbindlich seien, wenn sie der Lehre der Kirche widersprechen sollten? Es bleibt die Hoffnung, dass einige fort-schrittliche Bischöfe den Schritt über den Rand des Abgrunds verweigern werden. Beten wir dafür und für standhafte Hirten wie Kardinal Woelki oder Bischof Voderholzer, die viel Gegenwind abbekommen...


5
 
 CusanusG 31. März 2022 
 

Der Traum von Küng

Endlich sagt es mal einer, dass hier der TRaum von Küng, der den PRimat der Universität (und später seiner eigenen Theologie) verkündete, eine Art Herrschaft installieren will. Küng würde schließlich, weil er den Primat des PApstes ablehnte und sich selbst als höchst-entwicklete Lehrinstanz ansahs Projekt WEltethos, die Lehrerlaubis entzogen. Aber an den dt. Unis hat er gewaltigen Schaden angerichtet und die heutigen Säkulartheologen/Innen haben die fakultäten geentert und auch vielfach die Bischofsernennungen geprägt. da Ergebnis sehen wir jetzt: glaubenslose Menschen im Hirtengewand.

Es ist nur logisch, dass man jetzt dort aufs Ganze geht. Die ALt-68er sind weg, die nächste Generation hat die Theolgie an den Unis zerstört, jetzt ist man dabei die Kirchen ganz zu leeren und sich die Posten zu sichern,m die wenigstens Rundumversorgung garantieren. Da man meist noch ein linksgrünes Standbein hat, dient man ohnehin dem eigenen Lebenssinn.


6
 
 ThomasR 31. März 2022 
 

@Monika32

Ja das stimmt.

Würden manche Oridnairiate insbesodnere in Süddeutschland die Liste der Gehälter an der Spitze der Ordinariate publizieren (das Mehrfache von Rom und deutlich mehr als Priester in den Gemeinden), dann würden sich die bereitsjetzt hohen Austrittzahlen höchstwahrscheinlich noch verzehnfachen.


3
 
 Benediktus2018 31. März 2022 
 

Der synodale Irrweg

Die Position der Bischöfe Voderholzer, Woelki, Oster und von wenigen anderen ist inzwischen eine Minderheitenposition in der DBK. Glaubensstarke Bischöfe haben praktisch keine Chance mehr, sich durchzusetzen gegen die Anpasserfraktion, die angeführt wird von Marx und Bätzing und begleitet wird von zahlreichen Mitläufern. Gegenmeinungen werden – wie Bischof Voderholzer richtig anmerkt – nicht mehr ernsthaft diskutiert.


6
 
 SalvatoreMio 31. März 2022 
 

"In der Seelsorge schlägt das Herz der Kirche"

@Seeker2000: Vielen Dank für den Hinweis. Um diesen Titel handelt es sich wohl. Da wetden wir gewiss wieder viel lesen über Seelsorgerinnen und Seelsorger". Bin gespannt!


3
 
 Monika32 31. März 2022 
 

Sie werfen das Los um mein Gewand?!

Kirchen bieten einträgliche Beschäftigungsverhältnisse. Kein Wunder, dass jetzt viele Laien den letzten Schritt tun und sich "gewaltig" und an erster Stelle in diesen Prozess einbringen wollen.


8
 
 ThomasR 31. März 2022 
 

Vertreter der katholischen Tradition (Besucher der alten Messe)

sind für mich bei der Synode nicht erkennbar
Zwar handelt es sich um eine absolute nicht überall wilkommene Minderheit, aber diese Minderheit gibt

Dazu fehlt mir weiterhin Transparenz über die monetären Kosten der Synode- wieviel Millionen EUR haben die Treffen samt Übernachtungskosten uns die normalen Kirchensteuerzahler gekostet? (Frankfurt ist nicht unbedingt ganz günstig wenn es um die Übernachtungskosten geht)

Auch die Vermögenseinnahmen der Kirche betreffen die Kirche als Ganze nicht nur die Amtskirche und Funktionäre in Ordinariaten

Diese Gelder könnten gut z.B. im Lebensschutz oder momentan für die Hilfe für Ukraine gebraucht werden.


4
 
 Seeker2000 31. März 2022 
 

Leseanregung: dbk-Veröffentlichung

Wer wissen möchte, was den Bischöfen bei den Mitarbeitern (Haupt- und Ehrenamtlichen, aber auch Priestern und Diakonen) wichtig ist, sollte sich mal die anlässlich der Früjahrsvollversammlung erschiende dbk-Broschüre zur Seelsorge (abrufbar auf der Seite der dbk) durchlesen.
Das Werk liest sich wie ein technsiches Handbuch oder ein Audit-Bericht, aber nicht wie wenn es hier um Glaubensverkündigung und das Heranführen der Menschen an den Glauben oder das sie darin begleiten und bestärken zum Ziel hätte.
Wenn das die Zukunft der Kirche in D ist, dann "gute Nacht".


6
 
 Herbstlicht 31. März 2022 
 

Was wären die Konsequenzen?

Wird die Umgestaltung der katholischen Kirche gezielt betrieben und sind sich die Macher des Synodalen Weges (bestimmte Bischöfe sowie Laien) der drohenden Konsequenzen bewusst?
Die Gefahr der Abspaltung! - Nehmen sie sie billigend, gar zustimmend in Kauf?

Die katholische Kirche:
Jesus Christus als ihr Haupt, die Gläubigen als ihre Glieder.
Sind diese Synoden-durchdrungenen Leute bereit, dieses Zerreissen auch zu verantworten, vor Gott und den Menschen?


8
 

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