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Neue Bunte Kirche

7. März 2022 in Aktuelles, 14 Lesermeinungen
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Der nette Bischof von nebenan, den uns die Bunte präsentiert, fährt einen französischen Kleinwagen und outet sich als Raser - Der Montagskick von Peter Winnemöller


Linz (kath.net)

Inzwischen muss man es nicht mehr besonders erwähnen. Der Vorsitzende der DBK hat dem Boulevardmagazin Bunte ein Interview gegeben. Als erstes löst das einen Lachflash aus. Wieso der Bunten? Lässt er sich scheiden? Hat er ‘ne neue? Georg Bätzings heiße Affäre. Der Bischof sagt alles. So? Nein. Es geht um Framing. Geframt wird der Bischof als der nette Mann von nebenan, der ganz im Sinne der Yellow-Press volles Verständnis für sexuelle Eskapaden jeglicher Art aufzubringen vermag. Tatsächlich verkündet der Bischof, dass Sex ein Gottesgeschenk ist.

Katholiken brauchen dazu Georg Bätzing nicht. Es reicht die Theologie des Leibes vom Heiligen Papst Johannes Paul II. zu lesen. Man erkennt die Methode und ist verstimmt. Dementiere etwas, das niemand behauptet und am wenigsten die Kirche lehrt und stelle dem eine möglichst banale Aussage gegenüber, der niemand wirklich widersprechen kann. Danach folgt der Knaller, der dann nicht mehr wegzubekommen ist, weil man ja schon genickt hat: Der Bischof räumt im Interview mit der Bunten das sechste Gebot Gottes rückstandslos ab.

Die Bunte findet das toll. Denn was sonst findet sich in dem Blatt außer Klatsch und Tratsch unterhalb von Gürtellinie und Bettdecke. Da ist der eloquente Bischof mit seiner neuen Lehre vom guten Sex in jeder Konstellation doch genau am rechten Ort. Und damit das ganze Theater auch gleich was bringt, kündigt er auch gleich die Änderung des Katechismus an. Um an dieser Stelle gleich die Gemüter zu beruhigen, kein Katholik ist verpflichtet an die Lehren eines solchen dekonstruierten Katechismus zu glauben. Ebensowenig sollte man der neuen bunten katholischen Lehre Glauben schenken. Wer einen Katechismus der Katholischen Kirche im Schrank stehen hat, der zehn Jahre oder älter ist, sorge sich nicht. Er gilt fort. Das gilt auch im Hinblick auf den Zölibat, den der Bischof gerne weghaben möchte. Auch dies wird bleiben. Die Signale aus Rom sind eindeutig.

Freundlicherweise redet der Bischof hier mal wieder der sakramentalen Weihe von Frauen das Wort. Katholiken wissen auch hier, dass es diese in der katholischen Kirche niemals geben wird. Nun ist nicht auszuschließen, dass der Kirche, der Herr Bätzing vorsteht, alles dies ganz anders ist als in der katholischen Kirche, aber bitte, dann sollte man sich endlich ehrlich machen und auch gleich einen neuen Namen und neue Finanzierungsmodelle suchen. Es ist ein Unding an den Fleischtöpfen von Kirchensteuer und Staatsleistungen, die der Kirche gelten, das Schisma voranzutreiben.

Der nette Bischof von nebenan, den uns die Bunte präsentiert, fährt einen französischen Kleinwagen und outet sich als Raser. In der bischöflichen Wirklichkeit des dienstlichen Alltags mutiert der französische Kleinwagen. Das Gefährt hat dann plötzlich vier Ringe und ist so klein nun wahrlich nicht mehr. Einem Bischof mit dem Gehalt einen Ministerpräsidenten nimmt niemand so etwas wie Bescheidenheit ab. Auch der Spott über den Vorgänger steht dem Bischof nicht gut zu Gesicht. Dass er dessen angeblich überteuerte Wohnung nicht bewohnt, mag noch angehen. Die grundgesetzlich garantierte Niederlassungsfreiheit sollte auch für Bischöfe gelten. Einzige Einschränkung: Die Residenzpflicht im eigenen Bistum. Was hat denn eigentlich der Umbau der Wohnung gekostet, so dass die Räume nun für Ausstellungen genutzt werden? Die Interviewer der Bunten verpennen hier eine Chance. Und dass der Bischof allein in einem Einfamilienhaus wohnt, wird auch verschwiegen. Warum wird nicht nachgefragt? Ja, Herr Bätzing hat nur eine Haushälterin mit halber Stelle. Puh, wieder diese miefige Bescheidenheit. Früher war mehr Lametta. Und dass ein leicht adipöser älterer Herr im Sommerurlaub Badehose trägt – nunja. Gibt es hier jemanden, der das wirklich wissen möchte? Exzellenz sind ein Tanzmuffel. Interessant. Exzellenz sind als Teenie nie mit einem Mädchen gegangen? Ja, passt schon. Man hört förmlich das Gekicher der Teeniezicken angesichts eines über den Schulflur schwebenden Heiligen Georg. Wollen wir es wissen? Nein, wollen wir nicht.

In seiner Gesamtheit ist das Interview so, wie man sich ein Interview in einer Zeitung wie der Bunten vorstellt. Es ist flach, es ist nett (wir wissen, wessen kleiner Bruder nett ist … ) und es ist schillernd. Georg Bätzing räumt Teile der katholischen Lehre ab, die ihm und vielen anderen nicht mehr passen. So weit, so schlecht. Bleibt dem Kolumnisten nur noch die seufzende Resignation, dass man sich diesen ganzen Kommentar eigentlich hätte sparen können, um stattdessen in einem einzigen Satz auf die mutmaßliche Anwendbarkeit von can. 1364 CIC zu verweisen.


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Lesermeinungen

 ThomasR 8. März 2022 
 

@Zeitzeuge 1786

1786 da war sogar das Leben in München noch in Ordnung - so richtig die Ausrichtung auf das Antropozentrische (und dabei nicht insbesondere auf Arme , Bedürftige , Leidende , schwangere Frauen in Not sondern auf allmächtige Funktionäre, Bürokratie, und Räte jeglicher Art- selbst innerhalb Ordinariats gibt es inzwische ein Ordinariatsrat) kam erst in 20. Jhd
-Folge sind Massenaustritte -
eine antropozentrisch ausgerichtete Kirche braucht eigentlich kaum jemand zum Glück (außer gut bezahlte Kirchenfunktionäre), auch um in den Himmel zu gelangen ist in einer antropzentrisch selbst zum Teil ausgerichteten Kirche viel schwieriger als in einer Kirche die ausschließlich christozentrisch ausgerichtet ist


2
 
 Zeitzeuge 8. März 2022 
 

1786 trafen sich in Bad Ems die Bischöfe von Mainz, Trier, Köln

und Salzburg mit dem Vorhaben, sich von ROM
zu emanzipieren.

Der Mainzer Weihbischof Heimes forderte dabei
sogar die Abschaffung des Zölibats und der
Klostergelübde!!

Das Vorhaben misslang und dann kam die
Französische Revolution......... !

Im Link eine kurze Info über die sog. Emser
Punktation.

katholischglauben.info/lexikon/emser-kongress/


5
 
 Lino 8. März 2022 
 

+

Jeder Hirte muss von Zeit zu Zeit hinter sich blicken, ob ihm die anvertraute Herde noch folgt.

Nur die bunte Wiese macht noch keinen Hirten.


3
 
 Tante Ottilie 8. März 2022 
 

Dieser kirchliche Übermut hierzulande

wird vielleicht bald ein Ende haben angesichts der durch den Ukraine-Krieg und den damit verbundenen massiven Existenzsorgen der Menschen auch bei uns?

Ich hoffe es jedenfalls.


3
 
 Marienbild 8. März 2022 

Ich weiß nicht wie es anderen geht, aber mir fällt es immer schwerer, so manchen Bischof noch mit diesem Titel anzusprechen.

Ein Bischof ist nach meinem Verständnis ein Hirte, der das Volk Gottes weidet, ihm Orientierung in den Wirren der Zeit gibt, es im Glauben stärkt und lehrt und den GANZEN und unverfälschten katholischen Glauben verkündet. So, wie sie es bei ihrer Weihe gelobt haben.

Doch diese Bischöfe, die noch nach ihrem Amt handeln sind im deutschen Teil der Katholischen Kirche eine absolute Ausnahme geworden. Lieber heult ein Großteil mit den Wölfen und wendet alle Kräfte auf, die Kirche zu zersetzen. Nein, das sind nicht "meine" Bischöfe.


5
 
 elisabetta 7. März 2022 
 

Ergänzung zum Schlußsatz:

Bleibt dem Kolumnisten nur noch die seufzende Resignation, dass man sich diesen ganzen Kommentar eigentlich hätte sparen können... und den "gläubigen" deutschen Katholiken nur noch, so einen Bischof hätten wir uns sparen können!


2
 
 SalvatoreMio 7. März 2022 
 

Ich bin Glied der Weltkirche,

nicht nur Teil der deutschen Häretiker und Schismatiker, die den Ruf Christi: "Kehrt um..." für nicht zumutbar halten und einen Umbau nach menschlichem Gutdünken vorantreiben, sondern auch Teil der weltweiten Mehrheit, die bereit ist, sich erneuern und heiligen zu lassen. - Bitten wir Gott, dass er uns hilft, diese UNGEWÖHNLICHE FASTENZEIT durchzuhalten. Sie währt länger als "40 Tage".


5
 
 stephanus2 7. März 2022 
 

Wenn jemand so rasant wie Bischof Bätzing...

..dumm, machtbesessen,eitel,selbstgerecht, tückisch sich dem Zeitgeist anbiedert und die anvertraute Herde in die Irre führt, ja den Wölfen zum Fraß vorwirft, indem er den heiligen katholischen Glauben ausverkauft, abschaffen will - dann ist das ein Bischof, für den es mir manchmal schwerfällt zu beten, wo ich mir manchmal eher wünsche, dass eine höhere Macht ihn am Schlafittchen packt und ordentlich beutelt !


6
 
 J. Rückert 7. März 2022 
 

Wo beginnt Kollektivschuld?

Wie weit kann ich in dieser Truppe noch mitmarschieren ohne mich schuldig zu machen?
Wer sind die, die austreten müssen? Wer muss den Scheidebrief ausstellen? Er oder ich? Er!


2
 
 Herbstlicht 7. März 2022 
 

Wie der Herr so´s G´scherr?

Sieht sich Bischof Bätzing etwa als der Herr der katholischen Kirche, als jemand, der die Kompetenz hat, sie ganz nach eigenem Gutdünken zu verändern?
Sein G´scherr also?

Gott sei Dank ist jemand anders der Herr!
Jesus Christus als ihr Gründer ist es!
Und das wird auch so bleiben!

Sollte Bischof Bätzing, zusammen mit einigen anderen Bischöfen, die katholische Kirche tatsächlich nach individuellen Vorstellungen verändern wollen, dann wird es nicht mehr die Original-Kirche sein, die Jesus Christus gewollt hat, sondern ein pures menschliches Machwerk.
Ein Machwerk, dem authentisch Gläubige nicht mehr automatisch treu sein müssten.


7
 
 bibelfreund 7. März 2022 
 

Peinlich

Wie hieß es so schön in der Dank Merkel weiter existierenden DDR: ab in die Produktion….,dann gibts nur noch den Kleinwagen u höchstens ein Zimmerchen….. diese Peinlichkeit auf 2 Beinen müßte doch stempeln gehen, gäbe es die üppige Kirchensteuer nicht


2
 
 ThomasR 7. März 2022 
 

irgendwie hat sich im Laufe der Zeit innerhalb der Kirche

eine parelle antropozentriche kirchenähnliche Struktur gebildet, die auch momentan auch ihren Weg des Untergangs geht und die sich z.B. über Ausbau der Bürokratie , teure Bürobauten, Forderung des Priestermangels und Säkulariesierung des Kultes zelebriert. Problematisch ist es vor Allem daß die Vertreter dieser paralellen krichenähnlichen Struktur die Macht in der Amtskirche weitgehendst ergriffen haben und in eigenen Untergang (z.B. über des Fehlen der anbieten der alten Messe als zweite liturgische Ordnung in jeder Pfarre) auch andere Teile der Kirche ziehen möchten


8
 
 Mariat 7. März 2022 

Jesus und das Gesetz

„ Denkt nicht, ichnsei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen. Amen, das
sage ich euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist.

Wer auch nur eines von diesen kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend
lehrt, der wird im Himmelreich der Kleinste sein.

Wer sie aber hält und halten lehrt, der wird groß sein im Himmelreich." (Mt 5,17 -19).


12
 
 bernhard_k 7. März 2022 
 

Diese Pippi Langstrumpf-Kirche wird krachend scheitern ...

Beten wir für unsere Bischöfe, die sich verrannt haben...


13
 

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