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Das Gebet für die katholische Weltsynode8. September 2021 in Spirituelles, 2 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
"Lass nicht Parteilichkeit unser Handeln beeinflussen"
Vatikanstadt (kath.net/KAP) Für Treffen und Versammlungen des weltweiten synodalen Prozesses der katholischen Kirche schlägt der Vatikan eine vereinfachte Form jenes Gebetes vor, das seit rund 1.500 Jahren bei Konzilien und Synoden gebetet wird. So etwa auch vor jeder Sitzung des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965). Das Gebet "Adsumus sancte spiritus" geht auf Isidor von Sevilla (560-636) zurück. Die Nachrichtenagentur Kathpress dokumentiert das vereinfachte Gebet in eigener Übersetzung. 
"Vor dir stehen wir, Heiliger Geist,
während wir uns in deinem Namen versammeln.
Allein mit dir uns zu leiten,
beheimate dich in unseren Herzen,
lehre uns den Weg, den wir gehen müssen, und wie wir ihn verfolgen.
Wir sind schwach und sündig;
lass uns nicht Unordnung verbreiten,
lass weder Unwissenheit uns auf einen falschen Pfad führen noch Parteilichkeit unser Handeln beeinflussen.
Lass uns in dir unsere Einheit finden,
damit wir gemeinsam dem ewigen Leben entgegengehen und nicht abweichen vom Weg der Wahrheit und dem, was richtig ist.
Um all dies bitten wir dich,
der an jedem Ort und zu jeder Zeit am Werk ist, in Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn, für immer und in Ewigkeit.
Amen"
Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
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Lesermeinungen| | 1Pace 10. September 2021 | |  | „Weiße Witwe“, inkognito Einmal kam eine fromme verwitwete Frau zu mir und fragte mich, ob ich ihr helfen könne, einen von ihrem Beichtvater in Auftrag gegebenen Brief, in dem ein bestimmtes Anliegen promulgiert werden solle, abzufassen. - Ja, ich habe zugesagt! Nachdem ich ihr allerdings mit leichtem spöttischen Unterton klargemacht hatte, dass wir als Laien nicht beauftragt sind, „Bischöfe zu jagen“. So haben wir zuerst einige Predigten dieses Bischofs studiert und „herausgepickt“, was darin für uns besonders wertvoll war, um ihm das auch mal zu sagen. Das Anliegen des Beichtvaters haben wir uns zu eigen gemacht, aber dann selbstverständlich nicht als Forderung formuliert. Auch ein tiefes persönliches Zeugnis aus ihrem Glaubensleben fügte die Frau bei. Später besuchte der Adressat des Briefes einmal die Heimatgemeinde der Frau. Er war voller Freude und wollte wissen, wer ihm da so einen wunderschönen Brief geschickt hatte. Allerdings blieb die Frau inkognito. |  0
| | | | | 1Pace 10. September 2021 | |  | Gott ist anders (Jesaja 55,8) „Die Menschen waren in der Politik stets die einfältigen Opfer von Betrug und Selbstbetrug, und sie werden es immer sein, solange sie nicht lernen, hinter allen möglichen moralischen, religiösen, politischen und sozialen Phrasen, Erklärungen und Versprechungen die Interessen dieser oder jener Klassen zu suchen.“ — Lenin (Drei Quellen und drei Bestandteile des Marxismus, 1913, Werke, Band 19, Dietz-Verlag, Berlin 1977, S. 3) -- „Da rief einer aus der Menge: «Herr, sage doch meinem Bruder, er soll unser Erbe gerecht mit mir teilen.» Aber Jesus wies ihn zurück: «Bin ich etwa euer Richter oder Schiedsmann?»“ (Lk 12,13-14) -- Dem Herrn zu folgen, heißt folglich, dass wir uns von ihm befähigen lassen, miteinander frei von Vorurteilen, Eigeninteressen und Hintergedanken umzugehen. Das ist ein Schwimmen gegen den Strom, das erbeten werden muss, wird doch heute selbst sogar der Inhalt von sogenannten „wissenschaftlichen Gutachten“ von im Hintergrund agierenden Lobbyisten diktiert. |  0
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