Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  2. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  3. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  4. 'Ruft AfD-Wähler auf, sich die Kirchensteuer zu sparen'
  5. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  6. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  7. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  8. Die Vision der Hölle und warum wir dringend die Göttliche Barmherzigkeit anrufen sollten
  9. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  10. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  11. Leere der kirchlichen Lehre
  12. Maria, die Mutter des Friedens
  13. US-Präsident Donald Trump gratuliert Katholiken zum Fest Maria Geburt
  14. 'BILD' greift kath.net-Beitrag von Kardinal Müller auf
  15. US-Diözese errichtet Pfarre, die dem Märtyrer Matthew Ayariga geweiht ist

Papst: Habe nie an Rücktritt gedacht

1. September 2021 in Aktuelles, 14 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus spricht in spanischem TV-Interview über seine Darm-OP, kritisiert Afghanistan-Rückzug der USA


Madrid (kath.net/KAP) Trotz gravierender gesundheitlicher Probleme sind Papst Franziskus bislang keinerlei Rücktrittsgedanken in den Sinn gekommen. Entsprechende Medienspekulationen wies er in einem Interview des spanischen Senders Cope (Mittwoch) zurück: "Ich weiß nicht, wie sie auf die Idee gekommen sind." Wenn ein Papst krank sei, gebe es offenbar immer entsprechende Gerüchte.

Er sei froh, noch am Leben zu sein, sagte das Kirchenoberhaupt mit Blick auf seine Darm-OP Anfang Juli. Dies sei in erster Linie einem Krankenpfleger des medizinischen Dienstes im Vatikan zu verdanken. Der "erfahrene Mann" habe ihm dringend zu dem Eingriff geraten. Andere Stimmen hätten zunächst eine medikamentöse Therapie mit Antibiotika vorgeschlagen.

"Er hat mein Leben gerettet", so der Papst in dem ersten ausführlichen Interview seit der Operation. Ihm war am 4. Juli bei einer geplanten dreistündigen Prozedur ein Teil des Dickdarms entfernt worden. Abschließende Untersuchungen hätten bestätigt, dass ein Abschnitt des Darms bereits nekrotisch (abgestorben) gewesen sei, so der 84-Jährige. Nun müsse sich sein Körper erst einmal daran gewöhnen, dass ein 33 Zentimeter langes Stück fehle. Er könne aber "alles essen" und seinen Tagesablauf "völlig normal" gestalten, versicherte Franziskus.


Abzug aus Afghanistan "naiv"

Unter den im Interview angesprochenen Themen war auch der Abzug der westlichen Truppen aus Afghanistan, über deren Art und Weise sich der Papst kritisch äußerte. Seiner Meinung nach seien bei der Planung "nicht alle Eventualitäten" in Betracht gezogen worden. Er wolle nicht urteilen, sagte er, doch offenbar sei "viel Naivität" mit im Spiel gewesen. Der Abzug an sich sei zwar rechtmäßig. Es komme jedoch auf die Modalitäten und die entsprechenden Verhandlungen an. Keinesfalls dürfe die afghanische Bevölkerung einfach ihrem Schicksal überlassen werden.

Der Vatikan wolle sich auf diplomatischem Wege für die Menschen in Afghanistan einsetzen. Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin sei "wirklich der beste Diplomat", den er kenne, betonte Franziskus. "Ich bin sicher, dass er hilft oder zumindest Hilfe anbietet." Die Situation sei schwierig. Seine persönliche Aufgabe als Papst sehe er darin, die Christen zu Gebet und Fasten aufzurufen, so der 84-Jährige.

Seinen jüngsten Erlass zur Einschränkung der "alten Messe" verteidigte das Kirchenoberhaupt. Bei einer Befragung unter Bischöfen im Jahr 2020 habe sich gezeigt, dass aus dem ursprünglich pastoralen Anliegen Benedikts XVI., Anhängern der tridentinischen Messform entgegenzukommen, "eine Ideologie" geworden sei. "Wir mussten also mit klaren Regeln reagieren." Es gehe jetzt darum, mit pastoraler Sorgfalt "Exzesse" zu vermeiden.

Der Papst verteidigte auch den Dialog mit China. Der sei "nicht einfach, aber ich bin überzeugt, dass wir den Dialog nicht aufgeben sollten." Man könne sich täuschen, Fehler machen - dennoch sei dies der richtige Weg. Einzelne konkrete Dinge wie die Ernennung neuer Bischöfe seien vorsichtige Schritte, auch wenn "deren Ergebnisse auf der einen oder anderen Seite fragwürdig erscheinen können".

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

 Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. ‚Man kann nicht ‚Black Lives Matter‘ sagen, wenn das Leben schwarzer Babys nicht zählt‘
  3. COMECE veröffentlicht Positionspapier zur Frage der Löschung von Taufregistereinträgen
  4. Ein Schlag ins Gesicht: Wenn der Schutzengel zur Rüge greift
  5. Italiens Kirche nach weiterer Sterbehilfe-Legalisierung besorgt
  6. „Bruder, gib auf dich Acht!“ (Mt 18,15–20)
  7. Die Vision der Hölle und warum wir dringend die Göttliche Barmherzigkeit anrufen sollten
  8. Experte: Bedrohung durch islamistischen Terror ist "ernst"
  9. US-Justizministerium verurteilt Ermittlungen des FBI gegen ‚radikal-traditionalistische Katholiken‘
  10. 'Ruft AfD-Wähler auf, sich die Kirchensteuer zu sparen'
  11. Prophetische Theologie Benedikts XVI., gefunden in Paris
  12. Bei Papst Leos Frankreichreise wird die Hl. Tunika Jesu den 80.000 Jugendlichen gezeigt werden
  13. Gideon Böss: „Warum die Linken wegschauen, wenn Christen verfolgt werden“
  14. Theologen: Der hl. John Henry Newman bleibt für Gewissens- und Glaubensfragen aktuell
  15. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz