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Antifa-Flagge auf Sea-Watch-Schiff: Reaktion von Bedford-Strohm ist auffallend moderat

22. April 2021 in Deutschland, 5 Lesermeinungen
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EKD-Kopf: Die Diskussion um die Antifa-Fahne mache „das eigentliche Anliegen der Seenotretter zunehmend unsichtbar“.


Hannover (kath.net) Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm würde es „ausdrücklich begrüßen, wenn die Flagge alsbald eingeholt wird, da die Diskussion darum das eigentliche Anliegen der Seenotretter zunehmend unsichtbar macht“. Das berichtete das Pro-Medienmagazin anhand einer Darstellung des Evangelischen Pressedienstes epd zur Diskussion um die Antifa-Flagge. Bedford-Strohm hatte weiter ausgeführt, dass man „als EKD“ „eine glasklare Position für den Schutz von Menschenleben und für Gewaltfreiheit“ habe. „Wo Menschen unter dem Label des Antifaschismus Gewalt anwenden oder dazu aufrufen, macht mich das zornig. Mit wirklichem Antifaschismus hat das für mich nichts zu tun.“


Die umstrittene Fahne auf dem Rettungsschiff „Sea-Watch 4“, das von der Evangelischen Kirche maßgeblich unterstützt wird und im dem auch katholische Gelder mit einfließen, hatte in den letzten Tagen für erhebliche Diskussionen gesorgt. Die Pressestelle der EKD hatte auf die kath.net-Presseanfrage noch vor wenigen Tagen vergleichbar moderat reagiert und geantwortet: „Die EKD steht mit vielen anderen Institutionen, Parteien und Organisationen in Deutschland ein für eine auf der Würde jedes Menschen gründende, offene, tolerante und gerechte Gesellschaft. Die EKD wendet sich entschieden gegen alle Formen von Populismus, Radikalismus und Extremismus. Dabei setzt sich die EKD ausdrücklich für gewaltfreie Lösungen ein. Bei allen Anfragen rund um die Sea-Watch 4 wenden Sie sich bitte direkt an Sea-Watch.“

CDU-Abgeordnete hatten schwere Kritik an der EKD geübt, weil diese zur Flagge der Antifa auf dem Rettungsschiff "Sea-Watch 4" schweigt . Volker Kauder reagierte empört. Alexander Krauß: Die Kirche kann nicht mit linken Gewalttätern in einem Boot sitzen." kath.net hat bereits berichtet.

Foto oben © Sea Watch/Twitter


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