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Drei Geburtstage und ein Danke: eucharistomen!

16. April 2021 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
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Benedikt XVI. – Licht des Glaubens: zur Transsubstantiation der Welt helfen. Auf dass sie eine Welt nicht des Todes, sondern des Lebens sei, eine Welt, in der die Liebe den Tod besiegt hat. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) 16. April 2021: wir gedenken des 94. Geburtstags des emeritierten Papstes Benedikt XVI. An einem eiskalten Karsamstag wurde der Joseph geboren, den der Vater sofort einwickelte und zur Taufe mit dem frischen Osterwasser in den Ostergottesdienst brachte. Ein kleiner Ort – Marktl am Inn – wurde so zu einem Zentrum, das später als solches erkannt werden sollte.

Dies sollte allerdings nicht der letzte Geburtstag des bewegten Lebens Ratzingers bleiben. Der zweite folgte mit seiner Priesterweihe im Dom zu Freising am 29. Juni 1951. Bald wird der Joseph den siebzigsten Tag seiner Priesterweihe begehen: „eucharistomen“.

„Heute feiern wir die Geschichte einer Berufung, die vor 65 Jahren mit Ihrer Priesterweihe am 29. Juni 1951 im Dom zu Freising begonnen hat“, so Papst Franziskus in seiner Ansprache am 28. Juni 2016: „doch was ist der Grundton, der diese lange Geschichte durchdringt und der sie von jenen frühesten Anfängen an bis heute immer mehr beherrscht?“. Die Antwort, die Benedikt XVI. dann selbst gegeben hatte, lautete eben „eucharistomen“.

Franziskus weiter: „In einer der vielen schönen Seiten, die Sie dem Priestertum widmen, stellen Sie heraus, wie Jesus den Simon in der Stunde der endgültigen Berufung anblickt und ihn im Grunde nur eines fragt: »Liebst du mich?« Wie schön und wahr ist dies! Denn genau hier, so sagen Sie uns, in jenem »liebst du mich«, gründet der Herr das »Weiden«, denn nur wenn die Liebe zum Herrn gegeben ist, kann er durch uns weiden: »Herr, du weißt alles, du weißt, dass ich dich liebe« (Joh 21, 15-19). Das ist der Ton, der ein ganzes Leben beherrscht, das im priesterlichen Dienst und im Dienst der Theologie aufgeht, die Sie nicht zufällig als »die Suche nach dem Geliebten« definiert haben. Das ist es, was Sie immer bezeugt haben und noch heute bezeugen: dass das Entscheidende unserer Tage – ob bei Sonne oder Regen –, jenes, mit dem allein auch alles Übrige kommt, darin liegt, dass der Herr wirklich gegenwärtig ist, dass wir nach ihm verlangen, dass wir ihm innerlich nahe sind, dass wir ihn lieben, dass wir wirklich zutiefst an ihn glauben und ihn im Glauben wahrhaft lieben“.


Der dritte Geburtstag wird dann wenige Tage nach dem ersten gefeiert. Am 19. April 2005 wird Joseph Ratzinger zum 265. Papst der Katholischen Kirche und so zum 264. Nachfolger des heiligen Apostels Petrus gewählt. Damit stirbt Joseph Ratzinger und Benedikt XVI. wird geboren, der in der Geschichte der Kirche ein unauslöschliches Zeichen hinterlassen sollte. Benedikt XVI. ist der Papst, der bislang am ältesten geworden ist. Aufgrund seines Amtsverzichts bleibt jedoch Leo XIII. der Älteste, der das Amt aktiv innehatte.

Benedikt XVI. anlässlich der 65. Feier seines zweiten Geburtstages am 28. Juni 2016:

Heiliger Vater, liebe Mitbrüder, vor 65 Jahren beschloss ein Mitbruder, der mit mir geweiht wurde, auf sein Primizbild neben dem Namen und den Daten nur ein Wort zu schreiben, auf Griechisch: «Eucharistomen» («wir danken») – überzeugt, dass mit diesem Wort in allen seinen Dimensionen schon alles gesagt ist, was man in diesem Augenblick sagen kann. «Eucharistomen» meint ein menschliches Danke, danke allen. Danke vor allem Ihnen, Heiliger Vater! Vom Moment Ihrer Wahl an, jeden Moment meines Lebens hier berührt mich Ihre Güte, trägt mich wirklich, innerlich. Mehr als die Vatikanischen Gärten mit ihrer Schönheit ist Ihre Güte der Ort, wo ich wohne: Ich fühle mich behütet. Danke auch für das Wort des Dankes, für alles. Hoffen wir, dass Sie mit uns allen auf diesem Weg der göttlichen Barmherzigkeit fortschreiten können und uns den Weg Jesu, den Weg zu Jesus weisen, zu Gott.

Danke auch Ihnen, Eminenz (Kardinal Angelo Sodano), für Ihre Worte, die wirklich das Herz anrühren: «Cor ad cor loquitur». Sie haben sowohl die Stunde meiner Priesterweihe lebendig werden lassen als auch meinen Besuch in Freising 2006, wo ich sie noch einmal erlebt habe. Ich kann nur sagen, dass Sie so, mit diesen Worten, den Kern meiner Vision des Priesteramtes ausgedrückt haben, meines Wirkens. Ich bin Ihnen dankbar für das Band der Freundschaft, das schon so lange bis jetzt besteht, von Haus zu Haus. Es ist praktisch gegenwärtig und spürbar.

Danke, Kardinal Müller, für die Arbeit, die Sie zur Darbietung meiner Schriften zum Priesteramt tun. Mit ihnen möchte ich auch den Mitbrüdern helfen, immer neu in das Geheimnis einzutreten, in dem der Herr sich in unsere Hände gibt.

«Eucharistomen»: In diesem Moment wollte mein Freund Berger (Rupert Berger, Kurskollege der Ratzinger-Brüder, Anm. d. Red.) nicht nur auf die Dimension des menschlichen Dankes hinweisen, sondern natürlich auch auf das tiefste Wort, das sich verbirgt und erscheint in der Liturgie, der Heiligen Schrift, in den Worten «gratias agens benedixit fregit deditque» («er sagte Dank, brach das Brot und reichte es seinen Jüngern»).

«Eucharistomen» verweist uns auf diese Realität des Dankes, auf diese neue Dimension, die Christus gegeben hat. Er hat das Kreuz, das Leiden, alles Übel der Welt in Dank und so in Segen verwandelt. Und so hat er grundlegend das Leben und die Welt verwandelt, hat gegeben und gibt uns täglich das Brot des wahren Lebens, das die Welt überwindet dank der Kraft seiner Liebe.

Am Ende wollen wir uns hineinfügen in dieses «Danke» des Herrn, und so wirklich die Neuheit des Lebens empfangen und zur «Transsubstantiation» der Welt helfen: auf dass sie eine Welt nicht des Todes, sondern des Lebens sei, eine Welt, in der die Liebe den Tod besiegt hat.

Danke Ihnen allen. Der Herr segne uns alle. Danke, Heiliger Vater.

 


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Lesermeinungen

 Stefan Fleischer 17. April 2021 

@ anjali

Nach mehreren Versuchen (die Günde dafür kenne ich nicht) habe ich es aufgegeben, den Rest auch noch hochzuladen. Also noch ein Versuch:

"Die Transsubstantiation ist eine einzig dastehende Art der Verwandlung, die natürlichen sonst nicht vorkommt. Sie kann nur durch die Allmacht Gottes bewirkt werden und ist, wie überhaupt das Altarssakrament, ein Geheimnis des Glaubens."
So erklärt es Kathpedia. Wir sollten, immer nach meiner persönlichen, laienhaften Meinung, diesen Begriff nicht für irgend eine andere Art der Wandlung oder Verwandlung verwenden, auch nicht in Anführungszeichen. Das könne dazu führen, dass die Einzigartigkeit der Wesensverwandlung im Heiligen Messopfer abgeschwächt wird.


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 anjali 17. April 2021 
 

@Stefan Fleischer

Was ist was Sie stört?


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 Stefan Fleischer 16. April 2021 

Was mich ein wenig stört:


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