Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Möchte Herr Bätzing die Schweizer Gardisten gegen Giorgia Meloni ausrücken lassen?
  2. „Im Geist der Wahrheit bleiben“ (Joh 14, 17) – Eine brüderliche Korrektur der Bischöfe von Flandern
  3. Katholikenprotest zu Beginn der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz
  4. Deutschland: Nuntius äußert erneut Bedenken zum "Synodalen Weg"
  5. 300 Teilnehmer bei Pilgermarsch für die Alte Messe in Washington D.C.
  6. „Gerade die Bischöfe als Nachfolger der Apostel sind gebunden an die ‚Lehre der Apostel‘“
  7. Erzbischof Paglia soll Zustimmung zu italienischem Abtreibungsgesetz widerrufen
  8. Franziskus in Assisi aus Anlass des Wirtschaftsforums „Economy of Francesco“
  9. "Bischof Bode sollte nach jahrzehntelangem Fehlverhalten von allen Ämtern zurücktreten"
  10. Wahl in Tirol: Sogar ÖVP und FPÖ für das kostenlose Töten ungeborener Kinder!
  11. Hat Putin "Fridays for Future" usw. mit Millionen unterstützt?
  12. Deutsches Gericht möchte Informationen vom emeritierten Papst Benedikt XVI.
  13. Schon wieder Rücktrittsforderungen
  14. Kreisverband der SPD will Geschlechtsänderung schon für 7-jährige Kinder
  15. Wenn ein Belasteter am Amt kleben bleibt, hat sich eine glaubwürdige Aufarbeitung erledigt!

Ein Weg unter den Augen Mariens

9. April 2021 in Buchtipp, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Dieses Buch ist eine Art Testament von Schwester Luzia (1907-2005). Das vom Kloster der Karmelitinnen in Coimbra verfasste Werk zeichnet die Geschichte der Erscheinungen von Fatima aus der Sicht von Schwester Luzia nach - Von Christoph Hurnaus


Linz (kath.net)

Schwester Luzia dos Santos, die am 13. Februar 2005 in Coimbra verstarb, war als Seherin von Fatima eine Persönlichkeit, die das Leben der katholischen Kirche fast ein ganzes Jahrhundert lang prägte. Das Buch Ein Weg unter den Augen Mariens, das zum 100. Jahrestag der Erscheinungen der Muttergottes in Fatima (1917) erstmals in portugiesischer Sprache erschien, ist eine Art Testament der Seherin, die gemeinsam mit ihren Verwandten Francisco und Jacinta die Muttergottes schaute.


Das vom Kloster der Karmelitinnen in Coimbra verfasste Werk zeichnet die Geschichte der Erscheinungen von Fatima aus der Sicht von Schwester Luzia nach und bietet einen interessanten Einblick in das Leben und die Spiritualität der Schwester.
Luzia wurde 1907 in Aljustrel bei Fatima als sechstes Kind einer armen Bauernfamilie an einem Gründonnerstag geboren. Zwei Tage später, am Karsamstag, taufte der Ortspfarrer das Mädchen, während die Glocken der Pfarrkirche die Auferstehung Christi verkündeten. In den einfachen Verhältnissen der Bauernfamilie dos Santos lernte Luzia die Grundtugenden christlichen Lebens: Bescheidenheit, Nächstenliebe, Großherzigkeit und Gastfreundschaft.


Bereits im Alter von sieben Jahren musste Luzia gemeinsam mit ihrem Cousin Francisco und ihrer Cousine Jacinta die Schafe der Familie hüten. 1916 erlebten die Kinder drei Erscheinungen eines Engels, der sich als „Engel von Portugal“ bezeichnete, der sie ein Gebet lehrte. Nach den Begegnungen mit dem Engel bemühten sich die Kinder, Opfer zur Bekehrung der Sünder zu erbringen, um so Jesus zu trösten. Sie behielten die Besuche des Engels für sich.


Dies änderte sich, als sie am 13. Mai 1917 zum ersten Mal die Muttergottes sahen. Sie bat die Kinder, jeden Tag den Rosenkranz um den Frieden der Welt und ein Ende des Krieges zu beten und fragte sie, ob sie bereit wären, Leiden zu ertragen als Wiedergutmachung für die Sünden, mit denen Jesus beleidigt wird. Die Kinder willigten ein und lebten diesen Auftrag mit bewundernswerter Hingabe. Die Muttergottes kündigte ihnen fünf weitere Erscheinungen, jeweils am 13. des Monats an.
Die Kunde davon verbreitete sich in ganz Portugal, so dass die Hirtenkinder kein normales Leben mehr führen konnten. Luzia litt besonders darunter, dass ihre Mutter ihren Erzählungen nicht glaubte und dem Mädchen große Vorwürfe machte. Zur Bekräftigung der Echtheit ihrer Erscheinungen kündigte die Muttergot­tes ein großes Sonnenwunder an, das am 13. Oktober 1917 zehntausende Menschen miterlebten.


Wie die Muttergottes es den Kindern offenbart hatte, verstarb Francisco Marto 1919 an der Spanischen Grippe, seine Schwester kurz danach 1920. In dieser Zeit verstarb auch der Vater von Luzia. Das kleine Mädchen trug die Geschehnisse um die Erscheinungen von Fatima nun ganz einsam in ihrem Herzen. Auf Anregung des Ortsbischofs von Leiria trat Luzia 1926 ins Kloster der Dorotheerinnen von Tuy in Spanien ein, wo sie unter dem Ordensnamen Maria das Dores (Maria der Schmerzen) fortan lebte.


1948 durfte sie mit Erlaubnis von Papst Pius XII. in den Karmel von St. Theresa bei Coimbra übertreten. Damit ging ein langersehnter und großer Wunsch Luzias in Erfüllung. Während ihres Klosterlebens erlebte die Schwester immer wieder Erscheinungen der Muttergottes, die ihr bereits während der ersten Erscheinungen angekündigt hatte, sie niemals zu verlassen. 1941 schrieb Luzia das von der Muttergottes diktierte erste und zweite Geheimnis nieder, 1944 folgte die Niederschrift des sogenannten dritten Geheimnisses, das während des Besuchs von Papst Johannes Paul II. im Jahr 2000 in Fatima veröffentlicht wurde.


Damals erlebte Luzia nicht nur eine Begegnung mit dem im Geheimnis beschriebenen „Bischof in Weiß“, sondern durfte auch Zeugin der Seligsprechung von Francisco und Jacinta Marto werden. Die beiden Hirtenkinder wurden inzwischen von Papst Franziskus heiliggesprochen. Nachdem Luzia dos Santos am 13. Februar 2005 verstorben war, wurde sie wenig später in der Rosenkranzbasilika von Fatima neben Jacinta und Francisco beigesetzt. Seit 2008 läuft auch für das dritte Seherkind von Fatima ein Seligsprechungsprozess.


Dieses lesenswerte Buch gibt Einblick in das Leben der letzten Seherin von Fatima, die schon als Kind dem Ruf nach Heiligkeit folgte und in heroischer Weise zur Zeugin einer großen und noch immer aktuellen Botschaft des Himmels wurde. Denn wie Papst Benedikt XVI. während seines Besuchs 2010 in Fatima sagte, irrt wer glaube, dass die prophetische Mission Fatimas beendet sei.

 

kath.net Buchtipp
Ein Weg unter den Augen Mariens
Biographie von Schwester Luzia aus Fatima
von Karmelkloster von Coimbra
624 Seiten - 14,5x21 cm
ISBN: 978-2-88022-912-2
Parvis Verlag 2020
Preis: 32,- Euro


Bestellmöglichkeiten bei unseren Partnern:


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Maria

  1. Schönborn bei Maria-Namen-Feier: Kraft des Gebets schrumpft nicht
  2. 1.000 Österreicher beim "Mladifest" in Medjugorje
  3. Dank an und Ehre für die Muttergottes
  4. Augsburg: Bischof Bertram gemeinsam mit Papst Franziskus
  5. Papst betet vor "Maria Knotenlöserin" für ein Ende der Pandemie

Glaube

  1. 1.000 Österreicher beim "Mladifest" in Medjugorje
  2. Im Glauben geerdet
  3. ‚Tradismatischer Trientekostalismus’ für die Kirche von morgen
  4. Von „Schmetterlingen im Bauch“ zum „Denken des Unvordenklichen“
  5. Licht in einer sterbenden Kultur

Fatima

  1. Weihe Russlands und der Ukraine: Vatikanischer Mariologe sieht keinen Bezug zu Fatima
  2. Weihbischof Schneider: Freude über die Einladung des Papstes an Bischöfe zur Weihe Russlands
  3. Eucharistieverweigerung in Fatima
  4. Gott, hilf uns! Pass auf uns auf!
  5. Portugal: Bischöfe rufen zur Weihe an das Unbefleckte Herz Mariens auf







Top-15

meist-gelesen

  1. Möchte Herr Bätzing die Schweizer Gardisten gegen Giorgia Meloni ausrücken lassen?
  2. „Im Geist der Wahrheit bleiben“ (Joh 14, 17) – Eine brüderliche Korrektur der Bischöfe von Flandern
  3. Katholikenprotest zu Beginn der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz
  4. Die Tolkien-Provokation
  5. „Gerade die Bischöfe als Nachfolger der Apostel sind gebunden an die ‚Lehre der Apostel‘“
  6. "Bischof Bode sollte nach jahrzehntelangem Fehlverhalten von allen Ämtern zurücktreten"
  7. Schon wieder Rücktrittsforderungen
  8. Facebook-Reaktion zu Bodes fehlendem Rücktritt: „Bei Woelki würden alle den Rücktritt fordern“
  9. Deutschland: Nuntius äußert erneut Bedenken zum "Synodalen Weg"
  10. Wahl in Tirol: Sogar ÖVP und FPÖ für das kostenlose Töten ungeborener Kinder!
  11. Der Tag, Herr, den Du gabst, der endet.
  12. Hat Putin "Fridays for Future" usw. mit Millionen unterstützt?
  13. Erzbischof Paglia soll Zustimmung zu italienischem Abtreibungsgesetz widerrufen
  14. Bischof von Odessa: Teilmobilisierung enttarnt Putins "Lüge"
  15. 300 Teilnehmer bei Pilgermarsch für die Alte Messe in Washington D.C.

© 2022 kath.net | Impressum | Datenschutz