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Gregorius-Orden für Wladimir Palko wegen katholischen Positionen und Lebensschutz-Engagement

26. März 2021 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
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Slovakei: Frühere Innenminister (Christdemokraten) und Autor des Buches "Die Löwen kommen" erhielt hohe Auszeichnung - Bischof: Palko vertrete "christliche Grundsätze..., die in der gegenwärtigen westlichen Welt immer mehr infrage gestellt" werden


Bratislava (kath.net/KAP) Papst Franziskus hat dem früheren slowakischen Innenminister Vladimir Palko das Großkreuz des Gregoriusordens der zivilen Klasse verliehen. Palko habe sich "um das Wohl der Kirche und die katholischen Angelegenheiten sehr verdient gemacht", heißt es im Ernennungsdekret des Papstes. Die Ernennung erfolgte laut dem Portal dennikstandard.sk (21. März) auf Antrag von Militärbischof Frantisek Rabek, der Palko die hohe Auszeichnung in der Kathedrale des Militärordinariats in Pressburg überreichte.

Palko habe seit dem Jahr 1991 auf "verschiedenen Verteidigungs- und Sicherheitsposten der Tschechoslowakei und der Slowakei" gewirkt, so Bischof Rabek in seinem Antragsschreiben. Er habe auf diesen Posten "christliche Grundsätze vertreten und durchgesetzt, die in der gegenwärtigen westlichen Welt immer mehr infrage gestellt" würden.

Vladimir Palko wurde 1957 in Bratislava geboren. 1981 schloss er ein Studium der Mathematik ab und arbeitete in der Folge an der Elektrotechnischen Hochschule und der Slowakischen Akademie der Wissenschaften. Nach dem Sturz des Kommunismus im November 1989 beteiligte er sich an der Gründung der Christdemokratischen Bewegung (KDH), von 1996 bis 2006 war er deren stellvertretender Vorsitzender. Von 1998 bis 2010 war er Abgeordneter zum Slowakischen Nationalrat und von 1998 bis 2002 Vorsitzender des Verteidigungs- und Sicherheitsausschusses, ehe er bis 2006 slowakischer Innenminister war. Derzeit lehrt er Mathematik an der privaten Paneuropa-Hochschule in Bratislava.


Mehrmals ist der Pro-Life-Aktivist mit prononciert katholischen Positionen hervorgetreten. Zur Jahrtausendwende brachte er im Slowakischen Nationalrat eine von ihm verfasste "Deklaration über die Souveränität der Mitgliedsstaaten und der für die Mitgliedschaft kandidierenden Staaten in kulturell-ethischen Fragen" ein. Die Deklaration wurde am 30. Jänner 2000 vom Nationalrat angenommen.

Als Innenminister der Slowakischen Republik legte Palko gemeinsam mit dem Justizminister im Jahr 2004 bei der Europäischen Kommission ein Veto gegen das Haager Programm ein, das unter anderem vorsah, dass registrierte Partnerschaften gleichgeschlechtlicher Personen in sämtlichen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union anerkannt werden sollten.

Als zu Beginn des Jahres 2006 der KDH-Dissident Ministerpräsident Mikulas Dzurinda die im Koalitionsabkommen vereinbarte Abstimmung über den Zusatzvertrag zum Grundvertrag mit dem Heiligen Stuhl über das Recht auf den "Gewissensvorbehalt" blockierte, verließ Palko zusammen mit zwei weiteren Ministern und dem damaligen KDH-Vorsitzenden und Parlamentspräsidenten Pavol Hrusovsky die Regierung und löste damit deren Sturz aus.

Als der Nationalrat im April 2008 über den sogenannten Vertrag von Lissabon abgestimmt wurde, gehörte Palko zu den fünf Abgeordneten, die gegen die Annahme votierten, weil das umfangreiche Dokument in der Präambel weder Gott noch das Christentum erwähnte und "unklare Ausgangspunkte bei der Beurteilung moralisch-ethischer Fragen" anführte.

kath.net-Lesern ist Vladimir Palko u.a. durch sein Buch "Die Löwen kommen" bereits gut bekannt - siehe Leseproben aus diesem Buch sowie weitere kath.net-Artikel über Palko (Links).

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Carnta 29. März 2021 
 

Empfehlenswert

Habe das Buch gelesen, sehr empfehlenswert. Palko beschreibt im christlichen Kontext Entwicklungen auf politischer Ebene zu gesellschaftlichen Themen in europäischen Ländern und darüber hinaus.


2

0
 
 girsberg74 26. März 2021 
 

Vielleicht,

sollte dieses Buch vermehrt gelesen werden.


1

0
 
 mphc 26. März 2021 

Diese Auszeichnung ist

mehr als verdient. Danke.


3

0
 

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