Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  4. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  5. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  6. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  7. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  8. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  9. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  10. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  11. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  12. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  13. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  14. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  15. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert

Gregorius-Orden für Wladimir Palko wegen katholischen Positionen und Lebensschutz-Engagement

26. März 2021 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Slovakei: Frühere Innenminister (Christdemokraten) und Autor des Buches "Die Löwen kommen" erhielt hohe Auszeichnung - Bischof: Palko vertrete "christliche Grundsätze..., die in der gegenwärtigen westlichen Welt immer mehr infrage gestellt" werden


Bratislava (kath.net/KAP) Papst Franziskus hat dem früheren slowakischen Innenminister Vladimir Palko das Großkreuz des Gregoriusordens der zivilen Klasse verliehen. Palko habe sich "um das Wohl der Kirche und die katholischen Angelegenheiten sehr verdient gemacht", heißt es im Ernennungsdekret des Papstes. Die Ernennung erfolgte laut dem Portal dennikstandard.sk (21. März) auf Antrag von Militärbischof Frantisek Rabek, der Palko die hohe Auszeichnung in der Kathedrale des Militärordinariats in Pressburg überreichte.

Palko habe seit dem Jahr 1991 auf "verschiedenen Verteidigungs- und Sicherheitsposten der Tschechoslowakei und der Slowakei" gewirkt, so Bischof Rabek in seinem Antragsschreiben. Er habe auf diesen Posten "christliche Grundsätze vertreten und durchgesetzt, die in der gegenwärtigen westlichen Welt immer mehr infrage gestellt" würden.

Vladimir Palko wurde 1957 in Bratislava geboren. 1981 schloss er ein Studium der Mathematik ab und arbeitete in der Folge an der Elektrotechnischen Hochschule und der Slowakischen Akademie der Wissenschaften. Nach dem Sturz des Kommunismus im November 1989 beteiligte er sich an der Gründung der Christdemokratischen Bewegung (KDH), von 1996 bis 2006 war er deren stellvertretender Vorsitzender. Von 1998 bis 2010 war er Abgeordneter zum Slowakischen Nationalrat und von 1998 bis 2002 Vorsitzender des Verteidigungs- und Sicherheitsausschusses, ehe er bis 2006 slowakischer Innenminister war. Derzeit lehrt er Mathematik an der privaten Paneuropa-Hochschule in Bratislava.


Mehrmals ist der Pro-Life-Aktivist mit prononciert katholischen Positionen hervorgetreten. Zur Jahrtausendwende brachte er im Slowakischen Nationalrat eine von ihm verfasste "Deklaration über die Souveränität der Mitgliedsstaaten und der für die Mitgliedschaft kandidierenden Staaten in kulturell-ethischen Fragen" ein. Die Deklaration wurde am 30. Jänner 2000 vom Nationalrat angenommen.

Als Innenminister der Slowakischen Republik legte Palko gemeinsam mit dem Justizminister im Jahr 2004 bei der Europäischen Kommission ein Veto gegen das Haager Programm ein, das unter anderem vorsah, dass registrierte Partnerschaften gleichgeschlechtlicher Personen in sämtlichen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union anerkannt werden sollten.

Als zu Beginn des Jahres 2006 der KDH-Dissident Ministerpräsident Mikulas Dzurinda die im Koalitionsabkommen vereinbarte Abstimmung über den Zusatzvertrag zum Grundvertrag mit dem Heiligen Stuhl über das Recht auf den "Gewissensvorbehalt" blockierte, verließ Palko zusammen mit zwei weiteren Ministern und dem damaligen KDH-Vorsitzenden und Parlamentspräsidenten Pavol Hrusovsky die Regierung und löste damit deren Sturz aus.

Als der Nationalrat im April 2008 über den sogenannten Vertrag von Lissabon abgestimmt wurde, gehörte Palko zu den fünf Abgeordneten, die gegen die Annahme votierten, weil das umfangreiche Dokument in der Präambel weder Gott noch das Christentum erwähnte und "unklare Ausgangspunkte bei der Beurteilung moralisch-ethischer Fragen" anführte.

kath.net-Lesern ist Vladimir Palko u.a. durch sein Buch "Die Löwen kommen" bereits gut bekannt - siehe Leseproben aus diesem Buch sowie weitere kath.net-Artikel über Palko (Links).

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Thérèse von Lisieux und die ‚Süßigkeit‘ eines Buches über die Apokalypse
  3. Gesetzesvorschlag zum Verbot von Konversionstherapien in Nordirland ist ‚gefährlich‘
  4. 'Jesus macht alles und ich nichts'
  5. UN-Bevölkerungsfonds berichtet über das Leid der Frauen in Gaza
  6. Rosenkranzmonat Oktober steht im Zeichen des Friedens
  7. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  8. Reliquien der Kinder von Fatima kommen nach Berlin!
  9. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  10. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  11. Frankreich und das Zeichen der Wiedergeburt
  12. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  13. Verletzter Priester: "Wir vergeben!"
  14. 'Wir sprechen deshalb zurecht hier nicht von Neuevangelisierung, sondern von Erstevangelisierung'
  15. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz