Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  2. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  3. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  4. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  5. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. Was auch immer Synodalität sein soll
  8. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  9. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  10. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  11. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  12. „Warum bin ich Christ“
  13. Was eine Messe wiegt
  14. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  15. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti

„Es war nie meine Absicht, den von Holger Doetsch geschilderten Vorfall zu relativieren“

17. November 2020 in Deutschland, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Erzbistum Berlin-Pressesprecher auf kath.net-Frage: „Gern ziehe ich auch die Formulierung ‚Einzelfall‘ zurück, allerdings…“ – DBK-Antwort auf kath.net-Frage: „Sehe das Thema nicht auf Tagesordnung der Deutschen Bischofskonferenz.“ Von Petra Lorleberg


Berlin-Bonn (kath.net/pl) „Ich fühle mich nicht ernstgenommen, wenn der Bistumssprecher Stefan Förner auf Medienanfragen hin mit Blick auf den Anschlag auf meinen Bruder und mich allen Ernstes von einem ‚Einzelfall‘ sprach so nach dem Motto ‚Alles nur halb so wild ...‘, und dann auch noch quasi locker-flockig nebenher behauptet, Jesus Christus lade ja alle Menschen zum Gottesdienst ein, was so totaler Quatsch ist. Jeder Angriff auf Priester etc. ist ein Einzelfall.“ Das hatte der Mitarbeiter am Deutschen Bundestag, Hochschuldozent und Buchautor Holger Doetsch im kath.net-Interview kritisiert. Doetsch hatte Ende August eine Sonntagsmesse in Berlin-Wedding mitgefeiert, der sein Bruder Msgr. Jürgen Doetsch, Priester des Bistums Trier und Mitarbeiter der Apostolischen Nuntiatur Berlin, vorstand. Während der Messfeier wurde sein Bruder von einem Mann tätlich angegriffen, als Doetsch seinem Bruder zu Hilfe eilte, wurde er auch selbst niedergeschlagen. Die Kirche St. Joseph dient vorübergehend als Berliner Bischofskirche, da die Kathedrale St. Hedwig im Innern renoviert und umgebaut wird. Der Staatsschutz ermittelt.


Nach dieser Kritik bat kath.net den Pressesprecher des Erzbistums Berlin um Stellungnahme. Wir dokumentieren seine Antwort vom 16.11. in voller Länge:

„Es war nie meine Absicht, den von Holger Doetsch geschilderten Vorfall in St. Joseph zu relativieren. Ich habe den Angriff auf ihn und seinen Bruder sehr ernst genommen, er hat mich auch persönlich nicht gleichgültig gelassen.

Gern ziehe ich auch die Formulierung ‚Einzelfall‘ zurück, allerdings ist es - und in diesem Zusammenhang habe ich mich auch immer geäußert – der einzige mir bekannte Fall von körperlicher Gewalt gegen einen Priester am Altar bzw. Ambo, also während der Eucharistiefeier im Erzbistum Berlin. So habe ich die Formulierung auch immer gemeint. In der Folge Ihrer Berichterstattung hat sich heute ein weiterer Priester gemeldet, der davon berichtet, in der Kirche – wenn auch nicht im Gottesdienst – angespuckt worden zu sein.

Gleichzeitig ist Dompropst Przytarski in der Folge dabei, in einem Sicherheitskonzept -  zunächst für St. Joseph - solche Angriffe mit zu bedenken. Dies ist noch nicht abgeschlossen, in St. Joseph ist als erste Reaktion eine Sicherheit in den Sonntags-Gottesdiensten seitdem vorgesehen.

Und selbstverständlich stimme ich mich mit dem Generalvikar und in diesem Fall zusätzlich mit dem Dompropst ab.“

In seinem Interview hatte Doetsch außerdem thematisiert: „Ich habe schon einen Tag nach dem Anschlag ein Sicherheitskonzept für Gottesdienste gefordert, also bereits vor den schrecklichen Verbrechen in Nizza und Lyon. Es geht nicht um meinen Bruder, und auch nicht um mich. Alle Menschen, die zum Dienst in der Kirche bestellt sind, müssen bestmöglich geschützt werden. Von den Messdienern über die Lektoren bis hin zum Kardinal. Insofern gehört ein Sicherheitskonzept nicht nur auf die Tagesordnung des Erzbistums Berlin, sondern auch auf die der Deutschen Bischofskonferenz!“

kath.net bat daraufhin auch die Deutsche Bischofskonferenz um Stellungnahme. Wir dokumentieren die Antwort von Pressesprecher Matthias Kopp in voller Länge:

„Die Forderung von Herrn Doetsch ist bisher von ihm nicht an uns herangetragen worden. Im übrigen sind die Bistümer bei Fragen der Sicherheit sehr sensibel, das hat sich ja gerade in den vergangenen Jahren gezeigt. Sicherheitskonzepte sind immer eine individuelle Sache, es gibt bei Großveranstaltungen, Konzerten, Papstbesuchen o. ä. nicht ‚das‘ Sicherheitskonzept, sondern jeweils auf die aktuelle Situation angepasste Konzepte. Von daher sehe ich das Thema nicht auf der Tagesordnung der Deutschen Bischofskonferenz.“

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 padre14.9. 17. November 2020 

„Wehret den Anfängen" kann man hier sagen

ich kann den Verantwortlichen nur raten, die Einzelfälle wie sie es nennen, sehr genau zu verfolgen. Katholische Kirchen werden immer öfter beschmiert, Feldkreuze, Kreuzwege, Heilige Quellen werden beschmiert und demoliert usw. Das sind zuviele Einzelfälle.


1
 
 Chris2 17. November 2020 
 

Noch mag diese Art islamistischer Angriffe selten sein

(Iin Frankreich ist sie es schon weniger selten) aber eine Lawine beginnt auch - sofern sie nicht gezielt losgesprengt wurde - mit ein paar rutschenden Schneeflocken. Der perfekte Terroranschlag ist der, den eine größere Zahl isolierter, ständig einsatzbereiter, Schläferzellen auf ein öffentliches Signal oder einen bestimmten Initialanschlag hin beginnen. Vorwarnung und aufdeckbare Netzwerke gleich null. In einem Land, das mindestens eine Million Menschen aus meist islam(ist)ischen Ländern ohne Papiere ins Land gelassen hat und immer noch lässt, ist alles denkbar. Nur eine Art von Bestechung nicht: Dass die Politik endlich Vernunft annimmt...


5
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti
  3. Präsident der Rabbinerkonferenz: Druck auf Juden in Europa steigt
  4. Wien: Über 3.000 Teilnehmende beim "Marsch fürs Leben"
  5. Frankreich: Jugendliche schänden Kirche und feiern islamistischen Rap-Song
  6. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  7. Über 3000 Teilnehmer beim Marsch fürs Leben in Wien 2026
  8. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  9. Wie die Geschichte von Baby Miran ungeborene Kinder rettete
  10. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  11. Aktionäre fordern FedEx auf, den Versand von Abtreibungspillen einzustellen
  12. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  13. Israel: Vikariat ruft drei Jahre nach 7. Oktober zu Versöhnung auf
  14. Georgien: Kirchen- und Staatsoberhaupt bekräftigen christliche Wurzeln
  15. Der Beginn eines neuen Kapitels im Vatikan?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz