Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. CSU-Söder garantiert für Bayern eine "freie Entfaltung" und attackiert die Kirchen
  2. Kardinal Woelki bleibt Erzbischof von Köln
  3. 'Einige sähen mich lieber tot'
  4. 'Sie sind das Werk des Teufels!' - Wen meinte Papst Franziskus?
  5. Impfpflicht für Messbesucher in kanadischer Erzdiözese
  6. Vatikan führt "Grünen Pass" gegen Covid-19 ein
  7. Bischof Voderholzer erhält für seine Kritik am Synodalen Weg Unterstützung von Kardinal Kasper!
  8. „Die Feier des Gottesdienstes ist der zentrale Auftrag der Kirche“
  9. Elf Bischöfe, DBK und Nuntius unterstützten den Marsch für das Leben, doch dann kommt die Keule!
  10. „Wird bei der Taufe das Stirnchakra verschlossen?“
  11. Vorwürfe gegen Schönstatt-Gründer - Berliner Gericht lehnt Unterlassungsantrag ab
  12. Sie verlassen die Kirche im besten Alter
  13. DBK-Kopf Bätzing: „Die Themen, die das aufzeigen, liegen alle auf dem Tisch des Synodalen Weges“
  14. Nuntius bei DBK: Es geht um „die kirchliche Gemeinschaft, den katholischen Glaube und Heiligkeit“
  15. Nachdenken, wiederaufbauen, sehen

Die verlassene Generation – Leseprobe 5

31. Oktober 2020 in Buchtipp, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Leseprobe 5 aus dem neuen Buch von Gabriele Kuby: Die verlassene Generation


Linz (kath.net)

Die Kinderkrippe – Sozialismus 2.0

Im Juni 2019 veröffentlichte UNICEF, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, eine Rangliste der „Kinderfreundlichkeit“ der 31 reichsten Länder. Die Kriterien für Kinderfreundlichkeit sind: Dauer der Elternzeit bei vollem Gehalt und bezahlbare Kinderbetreuung „von der Geburt bis zur Einschulung“.

Bis zur global orchestrierten Krippenoffensive der Politik galt kollektive Fremdbetreuung von Kleinkindern unter drei Jahren in westlichen Ländern als ein kommunistischer Irrweg zur Schaffung des sozialistischen Menschen. Dieser sollte sich widerstandslos ins Kollektiv einordnen und so zum Träger der kommunistischen Revolution werden. Bindung an die Familie war dafür das größte Hindernis. Bereits im Kommunistischen Manifest von 1848 wurde die Zerstörung der Familie als Bedingung für die Schaffung der klassenlosen Gesellschaft propagiert. Die Eingliederung der Frau in den Produktionsprozess und die möglichst frühe staatliche Kollektivierung der Kinder war der Schlüssel für die Verwirklichung des sozialistischen Utopias.


Hundertfünfzig Jahre später haben die westlichen Länder nachgezogen. Das Vokabular hat sich verändert. Es geht nicht mehr um die „klassenlose Gesellschaft“ des totalitären Arbeiterstaates, sondern um die „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, um „frühkindliche Bildung“, um „Chancengleichheit“.

Durch kollektive Fremdbetreuung kleiner Kinder entsteht nicht Chancengleichheit, vielmehr eine existenzielle Chancenungleichheit zwischen Kindern, die in familiärer Geborgenheit und liebevoller Fürsorge bei Mutter und Vater aufwachsen, und jenen, die ihre Mutter bereits als Kleinkind entbehren müssen.

KLEINE KINDER BRAUCHEN BINDUNG, NICHT BILDUNG!
Kleine Kinder bekommen nicht, was sie brauchen, wenn sie unter drei Jahren in kollektive Fremdbetreuung gegeben werden. Ihr Urvertrauen bekommt einen Knacks. Wie tief und wie groß der Knacks sein wird, hängt von vielen Faktoren ab, auch von der „Resilienz“ des Kindes. Sicher ist, dass kein Kind zwischen null und drei Jahren von sich aus die Mutter verlassen und durch fremde Erzieherinnen und eine Gruppe gleichaltriger fremder Kinder ersetzen würde, wenn es gefragt würde. Aber es wird nicht gefragt und es kann nicht für seine existenziellen Bedürfnisse eintreten. Es kann nur weinen, schreien, nicht schlafen, nicht essen, nicht spielen, schlagen, beißen, apathisch werden, mit traurigen leeren Augen vor sich hinschauen und krank werden.

Aus Kindern werden Leute. Womit wird der Jugendliche das seelische Loch füllen, wenn er in die Pubertät kommt? Die Welt bietet ihm Alkohol, Drogen, Computerspiele, Internet, Handy und Sex an. Wird er stark genug sein, sich davon nicht verführen zu lassen und sich eigene Ziele setzen können? Wie wird er sich als Erwachsener verhalten? Wird ihn ein tiefes Gefühl innerer Schwäche und Entbehrung in politische Radikalisierung treiben? Wird er sich in der Ehe binden wollen und können und ein guter Vater oder eine gute Mutter werden?

Und auch dies ist zu bedenken: Eltern werden alt. Dann sind sie die Bedürftigen, die nun selbst liebevolle Zuwendung brauchen. Jetzt ist es an den Kindern, Opfer zu bringen, um die Einsamkeit, Krankheit oder Demenz ihrer alten Eltern zu lindern. Warum sollten sie das tun, wenn das Liebesband in der frühen Kindheit zerrissen wurde? Werden sie das Fremden überlassen, die wie die Krippenbetreuerinnen vom Staat bezahlt werden?

kath.net Buchtipp
Die verlassene Generation
Von Gabriele Kuby
fe-Medienverlag 2020
ISBN: 9783863572761
368 Seiten, Paperback
Preis: Euro 18,30


Bestellmöglichkeiten bei unseren Partnern:


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Fink 31. Oktober 2020 
 

Wir haben einen massiven Geburtenmangel bei uns

Seit ungefähr dem Jahr 1975 sind die Geburtenzahlen deutlich unter dem Erhaltungsniveau. Seit gut 45 Jahren gilt: Jede Kindergeneration ist zahlenmäßig um 1 Drittel kleiner als die Elterngeneration. Doch anstatt das Problem beim Namen zu nennen, redet man nebulös vom "demografischen Wandel" (oder von "Überalterung", aber auch das ist nicht das eigentliche Problem.)!


0

0
 
 lesa 31. Oktober 2020 

Dringend benötigte Kost

DAnke für die Leseproben! Auch wenn man man dieses hochaktuelle, kostbare Buch besitzt - sie geben die Möglichkeit, ohne abzutippen diese so dringen notwendige Kost weiterzureichen!


1

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kinder

  1. Kinder gestalteten Meditationen für Papst-Kreuzweg am Karfreitag
  2. Als Frühgeburt gaben ihm die Ärzte keine Chance, jetzt feiert er 3. Geburtstag
  3. Eine Million Kinder, die den Rosenkranz beten, können die Welt verändern
  4. Die verlassene Generation – Leseprobe 4
  5. Die verlassene Generation – Leseprobe 2
  6. Die verlassene Generation – Leseprobe 1
  7. 18. Oktober: Eine Million Kinder beten den Rosenkranz
  8. USA: Christen warnen vor Disney+
  9. Corona in Indien: 12-jährige Wanderarbeiterin stirbt nach 100 km Fußmarsch
  10. Offene Kitas sind hochgradig schädlich für Kinder







Top-15

meist-gelesen

  1. CSU-Söder garantiert für Bayern eine "freie Entfaltung" und attackiert die Kirchen
  2. Kardinal Woelki bleibt Erzbischof von Köln
  3. 'Sie sind das Werk des Teufels!' - Wen meinte Papst Franziskus?
  4. Sie verlassen die Kirche im besten Alter
  5. 'Einige sähen mich lieber tot'
  6. „Wird bei der Taufe das Stirnchakra verschlossen?“
  7. Elf Bischöfe, DBK und Nuntius unterstützten den Marsch für das Leben, doch dann kommt die Keule!
  8. Bischof Voderholzer erhält für seine Kritik am Synodalen Weg Unterstützung von Kardinal Kasper!
  9. Vorwürfe gegen Schönstatt-Gründer - Berliner Gericht lehnt Unterlassungsantrag ab
  10. Nuntius bei DBK: Es geht um „die kirchliche Gemeinschaft, den katholischen Glaube und Heiligkeit“
  11. "Infiziert vom Virus der Falschheit?"
  12. Wenn der Bock zum Gärtner wird
  13. Gänswein berichtet über Reise von Benedikt XVI. zu seinem Bruder
  14. Initiative Dubium und Maria 1.0: „Quo Vadis“ Bischof Georg Bätzing?
  15. Es ist die Zeit, um auszurufen: Wächter (Jerusalems), erhebet euch

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz