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„Die schweigende Mehrheit schweigt nicht mehr“

28. Februar 2020 in Deutschland, 28 Lesermeinungen
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„Bislang waren wir lehramtstreue Katholiken die schweigende Mehrheit. Aber jetzt schweigen wir nicht mehr. Wir stellen uns demonstrativ hinter jene Bischöfe, die unsere Kirche bewahren und nicht verwässern wollen.“ Gastkommentar von Michael Hesemann


Köln-Bonn (kath.net) Pünktlich zum Karneval war es wieder einmal so weit. „Im Erzbistum Köln rumort es“ und „Die Kritik an Kardinal Woelki wegen mangelnden Reformwillens nimmt zu“, meldete die „Rheinische Post“. Auslöser war die Kritik des Kölner Erzbischofs Rainer Kardinal Woelki am „Synodalen Weg“, den er mit einem „protestantischen Kirchenparlament“ verglichen hatte. Sofort sprang der ehemalige WDR-„Mittagsmagazin“-Moderator Kurt Gerhardt in die Bresche, der bislang eher selten als engagierter Katholik in Erscheinung getreten war. Am 10. Februar veröffentlichte er eine Online-Petition, in der er mit dem Erzbischof mächtig ins Gericht ging. „Statt dringend benötigte Reformen voranzutreiben, sendet Kardinal Woelki Signale, die die Sache schlimmer machen“, wetterte der Journalist. Schon daher habe der Kölner Erzbischof „die Zeichen der Zeit nicht verstanden“. So holte Gerhardt die ganz große Keule aus dem Sack: „Wir Katholiken im Erzbistum Köln distanzieren uns davon und sprechen ihm unsere Missbilligung aus“, schloss er seine Petition.

Das große Echo blieb zunächst aus. Erst als die Köln-Bonner Lokalpresse, der „Stadtanzeiger“, „Generalanzeiger“ und das Boulevardblatt „Express“, dem Journalistenkollegen zur Hilfe kamen, fand er ein paar hundert Unterstützer, von denen sich die meisten in ihren angefügten Kommentaren als kirchenfern „outeten“. Erst der zitierte „Rheinische Post“-Bericht ließ die Zahl der Unterschriften nach 16 Tagen auf 1795 (Stand 27.2., 2.00 Uhr) ansteigen.

Doch wer oder was gab Gerhardt das Recht für „uns Katholiken im Erzbistum Köln‘ zu sprechen, wo er doch allenfalls eine linke Minderheit vertritt? Ich bin ebenfalls Katholik im Erzbistum Köln (ich lebe in Düsseldorf) und habe ihm nie das Mandat erteilt, für mich zu sprechen. Aber geht das nicht uns allen so, mit erschreckender Regelmäßigkeit? Jemand aus dem linken Spektrum maßt sich an, in „unserem“ Namen Absurditäten wie die Aufhebung des Zölibats, die Weihe von Frauen oder eine Neudefinition der kirchlichen Sexualmoral zu fordern. Da ihm sofort die kirchenferne Presse zu Füßen liegt, wird seine Privatansicht zur veröffentlichten Meinung. Geschieht dies mehrfach, so entsteht der Eindruck, es sei eine Mehrheitsmeinung. Die schweigende Mehrheit der lehramtstreuen Katholiken dagegen wird zumindest medial einfach nicht zur Kenntnis genommen. Rumort es also wirklich im Erzbistum Köln? Hat Kardinal Woelki die Gläubigen befremdet, will eine Mehrheit „dringend benötigte Reformen“, stehen die deutschen Katholiken geschlossen hinter dem „synodalen Weg“?


Ich habe mir erlaubt, Gerhardts lautstark verkündeten Anspruch, für die Katholiken seines Erzbistums zu sprechen, auf die Probe zu stellen. Am 25. Februar, also 15 Tage nach der Petition des Journalisten, veröffentlichte ich auf der gleichen Plattform „Open Petition“ einen „Appell: Solidarität mit Kardinal Woelki“ (https://www.openpetition.de/petition/online/appell-solidaritaet-mit-kardinal-woelki): „Wir Katholiken aus dem Erzbistum Köln und ganz Deutschland danken Seiner Eminenz, Rainer Kardinal Woelki, dass er in dieser Zeit der Irrungen und Wirrungen einen klaren Kopf behält und einen dezidiert katholischen Kurs fährt“, schrieb ich darin: „Kirche hat nicht stromlinienförmig und zeitgeistkonform zu sein, sie ist ewigen Werten verpflichtet. Jede Reform hat nur ihrer Heiligung zu dienen, nicht ihrer Verweltlichung und Anpassung an den gewiss nicht christlichen Zeitgeist.“

„Insofern war der ‚Synodale Weg‘ von Anfang an eine Mogelpackung und ein Irrweg. Eine Mogelpackung, weil er vorgaukelt, auf nationaler Ebene über Dinge zu entscheiden, die nur auf weltkirchlicher Ebene entschieden werden können. Deutsche Sonderwege führen lediglich ins Schisma. Der Rhein fließt nicht in den Tiber und am deutschen Wesen wird die Kirche ebenso wenig genesen wie die Welt. Ein Irrweg auch, weil er zu einer Protestantisierung der katholischen Kirche führt, die niemand braucht: Wer verheiratete Pastoren und Pastorinnen, eine Laienkirche, zeitgeistigen Relativismus und eine laxe Sexualmoral sucht, der findet diese bereits in der EKD, der ist herzlich eingeladen, evangelisch zu werden. Ob dies ein Erfolgsmodell ist, mag angesichts noch höherer Kirchenaustrittszahlen, leerer Kirchen, Pastorenmangel und Mißbrauchsskandalen auch dort zumindest zweifelhaft erscheinen. Wir aber wollen katholisch bleiben und wir brauchen Hirten, die nicht dem Zeitgeist hinterherhecheln und mit den Wölfen heulen!“

„Daher hat Kardinal Woelki völlig recht, wenn er vor einer Reformation 2.0 warnt und daran erinnert, dass die Kirche gerade dadurch, dass sie immer Fels in der Brandung war, die Wirren der Zeiten überstand - eben nicht durch Populismus, sondern durch Christozentrik, nicht durch Verweltlichung, sondern durch konsequente Entweltlichung, die den Weg zum Himmel frei macht! Sie folgt damit den Worten Jesu: ‚Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin“ (Joh 17,16).‘ Wer den Zeitgeist heiratet, ist schnell Witwer. Die Kirche aber ist die Braut Christi, nicht das Flittchen des Zeitgeistes. Sie ist Gotteswerk, nicht Menschenwerk und kann darum auch nie eine Demokratie sein. Wahrheit läßt sich nicht durch Mehrheiten bestimmen, sie kann nur geoffenbart und definiert werden.“

Mein Fazit: „Wir sind dankbar, dass sich unser Erzbischof als guter Hirte erweist, der klare Kante zeigt und bekunden Kardinal Woelki unsere Solidarität und Verbundenheit im Gebet und in der Sorge um unsere Kirche, die wir bei ihm in guten, treuen Händen sehen.“

Das Ergebnis übertraf meine kühnsten Erwartungen. Schon am ersten Tag fand meine Solidaritäts-Petition 872 Mitunterzeichner. Nach 44 Stunden, Stand 27.2., 2.00 Uhr, waren es 1710 Unterschriften. Ich bin zuversichtlich, dass wir Gerhardt Unterstützerzahl in den nächsten Stunden überflügeln und sich damit an drei Tagen mehr Menschen hinter Kardinal Woelki stellten, als er gegen ihn aufzubringen vermochte. Und das, wohlbemerkt, ohne jede mediale Unterstützung. Keine einzige Lokalzeitung hat bislang darüber berichtet, dass sich hunderte, bald tausende Katholiken des Erzbistums Köln demonstrativ zu ihrem Bischof bekennen, gerade weil er den Mut hatte, den synodalen Holzweg zu kritisieren. Dass also weit mehr Katholiken hinter dem Lehramt stehen und reformkritische Stimmen unterstützen, als es die veröffentlichte Meinung uns glauben macht.

Bislang waren wir lehramtstreue Katholiken die schweigende Mehrheit. Aber jetzt schweigen wir nicht mehr. Wir stellen uns jetzt demonstrativ hinter jene Bischöfe, die unsere Kirche bewahren und nicht verwässern wollen. Wir brauchen und wollen keine Reformen, die an ihre Substanz gehen. Wir brauchen Bischöfe, die sich als Hirten erweisen und ihre Herde vor den Wölfen schützen!

Link zum „Appell: Solidarität mit Kardinal Woelki“

Symbolbild - Kolosseum Rom



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Lesermeinungen

 lesa 3. März 2020 

Zu viele Mühlsteine ..

Lieber @Bernhard Joseph: Hervorragend argumentiert, danke! Gewisse permanente Gegenpositionierungen sind Mühlsteine, die man jenen um den Hals hängt, die verunsichert und fehlgeleitet werden.


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 Bernhard Joseph 2. März 2020 
 

@The Academist / "...wenn es einem nicht passt, der ist herzlich eingeladen, evangelisch zu werden"

Das Glaubensbekenntnis in der katholischen Kirche ist nicht relativer Natur, sondern fordert tatsächlich den ganzen Glauben. Daher muss jeder, der zur kath. Kirche konvertiert, dieses GLAUBENSBEKENNTNIS ablegen.

Wenn nun Gruppen einem diesem Glaubensbekenntnis diametral widersprechenden Glauben öffentlich postulieren, dann muss man doch fragen dürfen, was diese Kräfte noch in der katholischen Kirche hält, deren Glauben sie doch explizit nicht teilen.

Die Kirche ist eben keine reine Institution, der man nach Belieben des jeweiligen Vorstandes immer wieder neue oder geänderte Statuten geben könnte, sondern die katholische Kirche hat ihr Fundament im katholischen Glauben.

Wer diesen nicht hat, nicht haben WILL, der sollte in der Tat die Konsequenz ziehen und nicht versuchen, die Kirche von Katholizität zu "befreien".

Toleranz gegenüber den katholischen Glauben zersetzenden Forderungen ist nicht der richtige Weg. Zur Kirche gehört unablösbar auch ihre gelebte Tradition.


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 Bernhard Joseph 1. März 2020 
 

@The Academist

"Ein überzeugendes Werben, Leben und Erklären der katholischen Positionen scheint der bessere, wenn auch schwierigere Weg..."

Ach, indem Sie Kardinal Sarah herabsetzten, haben Sie also für die katholischen Positionen(!) geworben?

Sie meinen, was SIE für katholisch halten!

Darf ich hier nochmals zitieren, was Sie in den Kommentaren zum kath.net Artikel: "Kardinal Sarah: Zölibat ist Zeichen für radikale Christusnachfolge" über Kardinal Sarah geschrieben hatten:

"Kardinal Sarah lebt genauso in einer Blase wie man es oft der deutschen Kirche (zu recht) vorwirft."

"...dann nehme er doch einmal die Theologie der Kirche auch tatsächlich ernst."

"Dann würde er sich auch nicht immer wieder selbst verrennen"

"Was er tut ist lediglich Effektheischerei bei den Kreisen wo er billig Zustimmung bekommt."

Interessant, wie Ihr Werben so real aussieht

Kardinal Sarahs Buch, in dem dieser aus tiefstem Herzen für den Zölibat wirbt, wird dann als bloße "Effektheischerei" angekanzelt!


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 lesa 1. März 2020 

Gott kann durch viele oder durch wenige retten (vgl Makk)

Korr. Um die Mehrheit geht es letzlich nicht. "Gott kann durch viele oder durch wenige retten" (Makk). Aber um das Zeugnis ...


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 lesa 29. Februar 2020 

Lebenszeugnis der Kirche anstatt marode machende Strukturdebatten

Um die Mehrheit geht es letztlich, - "ott kann durch viele oder durch wenige retten - aber um das Lebenszeugnis, und den Beweis,dass andere auch noch da sind außer denen, die Kirche rein soziologisch und pragmatisch sehen. Um das Zeugnis und um Inhalte. Es ist ein Elend, womit die Bevölkerung ernährt wird, auch von Pfarrern, die nicht einmal die Entscheidung von Papst Franziskus akzeptieren. Sie können nicht viel dafür, weil sie die Lehre nicht verstehen. Aber die Irrtümer wurzeln sich immer noch tiefer ein, der Gang in die Auflösung setzt sich fort.
"Ach genug des Schweigens", zitiert Kardinal Sarah die Hl. Katharina von Siena. "Ich sehe, dass vor lauter Schweigen die Braut Christi ganz blass ist. Schlaft nicht mehr den Schlaf der Nachlässigkeit.Tut schnell, was ihr könnt."


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 Marianus 29. Februar 2020 

habe eben unterschrieben

und denke, Dr. Hesemann hat den Startschuss gegeben, einen guten Anfang für viele Initiativen dieser Art in der Zukunft gemacht. Verteidigen wir Gläubigen das Lehramt und die Kirche Christi gegen alle Angriffe des Zeitgeistes und seine Fürsprecher in der Kirche.


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 Marianus 29. Februar 2020 

Grossartig, Michael hesemann,


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 leibniz 29. Februar 2020 
 

@alle
Ich denke, in der Frage, welche Gruppe in der Kirche die Mehrheit hat, muss man differenzieren.
In den Pfarreien sind sicher die Befürworter des synodalen Weges in der Mehrheit.
Viele Christen, v. a. junge Katholiken gehen aber nicht mehr dort hin. Sie sind zumeist in einer Gemeinschaft. Man trifft sie z. B. bei der Mehr in Augsburg oder beim Osterforum in Altötting.
Nur die erste Gruppe wird tatkräftig und ausschließlich von den Medien unterstützt. Katholisch de bringt fast nur Interviews mit Befürwortern des synodalen Weges, jedoch sind es immer dieselben Leute.
Wer hier wirklich die Mehrheit hat, ist schwer zu entscheiden.


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 Fatima 1713 28. Februar 2020 
 

@aragorn1

Bei mir hat es funktioniert (Wien)


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 lesa 28. Februar 2020 

Erneuerung muss von innen kommen, aber es braucht auch das sichtbare Zeugnis

@willigis: Es sind nicht alle verhärtet, es gibt auch viel Suche. Sicher braucht es Zeit, Gebet, Gnade - aber auch, dass öffentlich zur Sprache kommt, was wirklich Glaube der Kirche ist. Die heißen Eisen, Strukturdebatten sind oft nur ein Anlass, sich zu verschanzen, ein Aufhänger, um sich nicht der Umkehr stellen zu müssen. Aber wenn nicht mehr alle Welt diese Forderungen bestätigt, sondern die authentische Lehre der Kirche auch in der Öffentlichkeit verteidigt werden, kommen eher Leute zum Nachdenken. Zumindest ist es ein Trost und eine Stärkung für die noch praktizierenden Katholiken, und es gibt Halt und Orientierung.
Komm, Heiliger Geist!


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 aragorn1 28. Februar 2020 
 

Petition funktioniert außerhalb Deutschlands nicht

Man kann zwar ein anderes Land als Deutschland auswählen, aber an der Postleitzahl spießt es sich :( - leider


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 Willigis 28. Februar 2020 
 

@ lesa

"Viele verunsicherten Leute in den Pfarreien werden dem Glaubenssinn der Getauften folgend, wieder dem authentischen Glauben zuwenden, wenn eine Schar Christen die Stimme erhebt, ihn verteidigt und zusammensteht."

Ich will Ihnen diese Einschätzung nicht nehmen, aber in meinem Blick (und ich habe einen auf viele Pfarreien) sitzen Sie einer Illusion auf.

Es stimmt: Die Leute denken natürlich so, weil sie 40 Jahre keine Verteidigung z.B. des Zölibats o.ä. gehört haben.

Das heißt aber nicht, dass man sie jetzt noch einmal von dieser verfestigten Meinung abbringen könnte. Mit ganz ganz wenigen Ausnahmen folgen alle dem Mainstream der öffentlichen Meinung, der da lautet, dass die Kirche der Zeit hinterherhinkt. Das sagen selbst jene, die noch wohlmeinend oder gern dabei sind.

Es wäre schon viel gewonnen, wenn sich das Volk wieder darauf besinnen würde, das Strukturdebatten gar nicht die Hauptsache des Christ-seins sind.


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 lesa 28. Februar 2020 

Es wird sich ändern

@Willigis: Viele verunsicherten Leute in den Pfarreien werden dem Glaubenssinn der Getauften folgend, wieder dem authentischen Glauben zuwenden, wenn eine Schar Christen die Stimme erhebt, ihn verteidigt und zusammensteht. Bis jetzt war das ja kaum möglich, weil viele (nicht alle) Medien nur liberale Kräfte vorführten, und im Sinne des Herdentriebes schloss man sich ihnen in etwa an, ohne "Genaues zu wissen …". Inzwischen gibt es aber andere Möglichkeiten. Gott sei Dank! Herr Hesemann liegt m.E. richtig.


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 Federico R. 28. Februar 2020 
 

Leuchtturm statt Gallionsfigur

Der Kölner Kardinal hat soeben in einem Interview mit CNA Deutsch gemeint, dass er keine „Galionsfigur“ im gegenwärtigen Tohuwabohu des deutschen Katholizismus sein will. Das ist insofern verständlich, weil eine Galionsfigur eine mythische Holzskulptur zumeist weiblichen Geschlechts ist, die vornehmlich auf dem Bug von Segelschiffen vor sich hin prangt. Dort soll sie den Kurs des Schiffes bestimmen und Schiff wie Besatzung vor Unglück bewahren. Als hölzernes Supermaskottchen ist die Galionsfigur eher heidnischen Ursprungs und damit dem Bereich Aberglauben zuzuordnen – vielleicht eine Art „Mare-mama“.

Aber wenn schon ein Vergleich aus dem Bereich Seefahrt, dann müsste Kardinal Woelki viel passender als zuverlässiger Steuermann und/oder Navigator gesehen werden. Man könnte aber auch ganz gut in ihm den Orientierung gebenden Leuchtturm bei schwerem Seegang in Nebel und Dunkelheit sehen. Bitte, hochverehrter Herr Kardinal: seien Sie das, bleiben Sie das.


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 lesa 28. Februar 2020 

Sie halten sich die Ohren zu und FORDERN

The Academist: Es wurde jahrzehntelang "geworben", erklärt …
Ob diese Leute zweifeln? Ob sie sich überhaupt interessieren? Ob sie nicht eher einfach MACHT ausüben wollen? Wie viele herrliche Möglichkeiten hat Gott ihnen gegeben, sich zu bilden, nachzudenken. Welch wunderbare Lehrer und Propheten hat Gott der Kirche vornezu geschickt! "Sie aber hörten nicht auf die Propheten die ich ihnen gesandt habe, sondern folgten ihren eigenen Plänen." (Jer., Ez)


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 Willigis 28. Februar 2020 
 

Du liebe Zeit...

"Bislang waren wir lehramtstreue Katholiken die schweigende Mehrheit..."

Und das schließen Sie, Herr Hesemann, aus der Resonanz auf irgendeine Petition?

Fahren Sie mal in die Pfarreien! Es bringt doch nichts, sich Sand in die Augen zu streuen. Was mit dem "Synodalen Weg" ersehnt wird, ist das, was die SEHR weit überwiegende Mehrheit der Katholiken in Deutschland will. Je eher man sich der Realität stellt, desto besser.

Disclaimer: Dort werden NICHT meine Ziele verfolgt. Aber ich weiß, dass ich in einer immer kleiner werdenden Minderheit lebe. Diesbezüglich sollte man endlich aufhören, sich Illusionen zu machen.
Es stehen keine schweigenden Bataillone bereit, den lehramtlichen Konsens in Deutschland zu verteidigen.


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 girsberg74 28. Februar 2020 
 

Kann sein oder auch nicht

@The Academist
„Der Satz dass wenn es einem nicht passt" der ist herzlich eingeladen, evangelisch zu werden". Halte ich für zutiefst bedenklich.“

Im Einzelfall mag das stimmen. Sonst sehe ich eher einen Gewinn darin, dass das zitierte Angebot zum Nachdenken anregt, was man an anderer Stelle tatsächlich gewänne. Zudem: Wer sich schon akatholisch verhält, dürfte über feine Werbung eher sich überlegen dünken und vielleicht noch spotten.


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 lesa 28. Februar 2020 

Wir haben Grund zum Vertrauen!

Vielen Dank! Höchste Zeit, aber nicht zu spät! @Diasporakatholik: Zustimmung!
Es braucht beides, aber viel Gebet!
Wir haben gesehen, dass der Herr darauf wartet, uns zu helfen und es auch tut, dass es aber unsere inständigen Gebete braucht. Er wird auch das Malheur dieser kirchenzerstörerischen Synode abwenden. Da diese Leute (noch)nicht im Glauben stehen, haben sie auch keine Kraft. Wenn sie sehen, wie viele mit ihnen gar nicht einverstanden sind, werden sie von ihrem Vorhaben vielleicht zurücktreten.


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 Fides Mariae 1 28. Februar 2020 
 

Großartig!

Danke! Unterschreibe selten, aber DIESE Petition habe ich unterschrieben. Bitte noch mehr Kathnet-Leser mitmachen! Es wäre wirklich schön, wenn wir endlich aufwachen.


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 Katholik84 28. Februar 2020 
 

Ich habe mir die beiden Petitionen gerade mal angesehen. Die Petition FÜR den Kardinal hat bereits jetzt 600 Unterzeichner mehr als die von Kurt Gerhardt


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 Diasporakatholik 28. Februar 2020 
 

Selbstverständlich habe auch ich die Petition unterschrieben

Aber noch wichtiger ist das beharrliche Gebet von uns glaubenstreuen Katholiken für die Bischöfe, insbesondere die jeweiligen Ortsbischöfe - selbst wenn diese liberal eingestellt sein sollten.

Der Herr kann die Herzen anrühren - darauf dürfen wir in unseren Gebeten vertrauen.


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 The Academist 28. Februar 2020 
 

Der Artikel hat in vielen Punkten recht!
Dafür zunächst einmal danke...nur ein kleiner Kritikpunkt weil das immer wieder vorkommt und mich sehr stört:

Der Satz dass wenn es einem nicht passt" der ist herzlich eingeladen, evangelisch zu werden". Halte ich für zutiefst bedenklich.
Die katholische Kirche ist kein Verein bei dem man einfach ein und wieder austritt; eine Abwendung von ihr ist eigentlich schwere Sünde, weswegen man vorsichtig sein sollte dazu aufzurufen "dann halt evangelisch" zu werden, man tut den Zweiflern damit nichts Gutes auch wenn es für sie selbst erst mal als der einfacherer Weg erscheint.

Ein überzeugendes Werben, Leben und Erklären der katholischen Positionen scheint der bessere, wenn auch schwierigere Weg...


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 Herbstlicht 28. Februar 2020 
 

erfreulich!

Gestern bereits habe ich die Petition unterschrieben.
Den ganzen Tag über habe ich immer wieder einmal die Anzahl der Unterschriften verfolgt und festgestellt, dass sie sich sehr erfreulich entwickelten.
Ja, es ist so wichtig, dass wir nicht nur klagen, sondern auch Zeichen setzen, durch unsere Unterschrift.


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 lakota 28. Februar 2020 
 

Herzlichen Dank Herr Hesemann,

daß Sie diese Petition für Kardinal Woelki begonnen haben und wir treuen Katholiken hier unsere Stimme erheben können.
Es freut mich sehr zu sehen, daß WIR schon 500 Stimmen mehr haben als die Woelki-Gegner und das obwohl sie schon 2 Wochen länger sammeln!
Wer noch nicht für Kardinal Woelki unterschrieben hat: bitte tut es! Wir wollen nicht mehr schweigen!


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 MariaMutterDerKirche 28. Februar 2020 
 

Katholiken sagen Nein zur beabsichtigten Protestantisierung der Kirche

Petition bei Lifepetitions.com:
Prominente Katholiken sagen Nein zur beabsichtigten Protestantisierung der Kirche
Eine Möglichkeit, den Widerstand gegen den „Synodalen Weg“ zu unterstützen und selbst aktiv zu werden, bietet LifeSiteNews mit der Gelegenheit, den Aufruf online unterzeichnen zu können.
der Link:
https://lifepetitions.com/petition/support-faithful-german-catholics-who-oppose-dangerous-synodal-path-run-by-german-bishops


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 Winrod 28. Februar 2020 
 

Das ist der alte Trick:

"Wir" sagen und "Ich" meinen.
Traurig nur, dass so viele Bischöfe den Trick nicht durchschauen und die wirklich treu im Glauben Stehenden im Stich lassen.
Aber immerhin, man kommt ja positiv in die Medien.


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 Jose Sanchez del Rio 28. Februar 2020 

Mogelpackung

sehr guter Artikel von Herr Hesemann! Es läuft leider meistens so ab: eine lautstarke, in den Mainstreammedien gut vernetzte, linke Minderheit will die schweigende Mehrheit in ihre Richtung biegen und unmögliche Dinge durchboxen. Aber diese Methode verfängt glücklicherweise immer weniger, da die Leute langsam aber sicher aufwachen und das üble Spiel durchschauen.


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 gloria.olivae 28. Februar 2020 

Mich wundert's nicht. Auch bei Maria 2.0 waren die Medien voll. Über Maria 1.0 wurde kaum berichtet.


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