Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst an Fokolarini: freudiges Zeugnis für das Evangelium
  2. Benedikt XVI.: „Es gibt keine zwei Päpste. Nur einer ist Papst…“
  3. Bischof von Limburg: Keine Interzelebration beim Ökumenischen Kirchentag, ABER...
  4. Die Aktivistinnen von “Maria 2.0” nerven – Lasst mich einfach katholisch sein!
  5. Bätzing 2.0: Der Kampf geht weiter!
  6. Das „Forum Deutscher Katholiken“ spricht Kardinal Woelki seine Solidarität aus
  7. US-Bischöfe raten von Covid-Impfstoffen AstraZeneca und Johnson & Johnson ab
  8. Ex-Mönch will seinen Freund heiraten: „Ich wusste schon im Kloster, dass ich auf Männer stehe“
  9. Initiative im Erzbistum München will mehr Aufgaben für Laien
  10. Traurigkeit, Schmerz und Verwirrung
  11. Psychiater und Theologe Manfred Lütz: Versetzung von Missbrauchstätern vor 1990 "fast unvermeidlich"
  12. Wo bleibt das Totengedenken für die vielen?
  13. Erzbischof Jedraszewski: ‚Great Reset’ kann nur in Christus gelingen
  14. "Austragendes Elternteil" - Australische Uni möchte "Mutter" und "Vater" abschaffen
  15. Gender- und LGBT-Ideologie soll in Österreichs Schulen kommen

Synodaler Weg? - Wir bleiben katholisch

27. Februar 2020 in Deutschland, 32 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Aufruf zum Widerstand gegen den Synodalen Weg


Bonn (kath.net/Petition v. LifeSiteNews) Gegen den Synodalen Irrweg der katholischen Kirche in Deutschland hat Prof. Dr. Hubert Windisch nachfolgenden Aufruf verfaßt. Die unterzeichnenden Personen schließen sich diesem Aufruf an.


* Die erste Vollversammlung des sog. Synodalen Weges gibt ihrem formalen und inhaltlichen Verlauf nach Anlaß zur Sorge, daß sich die katholische Kirche in Deutschland auf dem Weg in eine Spaltung befindet.

* Wenn Bischöfe sich bei der Feier der Eucharistie die heilige Kommunion aus Laienhand spenden lassen, wenn Bischöfe mit ihren Wortmeldungen zeigen, daß sie von ihrem Weiheversprechen, das von den Aposteln überlieferte Glaubensgut, das immer und überall in der Kirche bewahrt wurde, rein und unverkürzt weiterzugeben, nicht mehr viel halten, wenn Vorlagen, die nicht der katholischen Lehre entsprechen, behandelt werden können, dann ist mit dem sog. Synodalen Weg eine schiefe Ebene im katholischen Selbstverständnis betreten, auf der es nur noch abwärts gehen kann – außer man verläßt diesen Weg.


* In den vier Foren „Macht, Frau, Liebe, Priester“ sind gezielt vorbereitet die Weichen gestellt für eine zeitgeistpaßförmige Kirche. Durch funktionärsgelenkte innerkirchliche Machenschaften sollen in bezug auf alle vier Themenfelder katholische Kerngehalte in bezug auf Glaubenslehre und Glaubenspraxis ersetzt werden, die auf der sakramentalen Grundstruktur und der Tradition der Kirche basieren. Es geht nicht mehr um „Kirche sein“, sondern um „Kirche machen“. Letztlich hat man sich auf dem sog. Synodalen Weg dazu entschieden, die Debatte um theologische Inhalte den Konjunkturen der öffentlichen Meinung zu unterwerfen. Dann geht es aber auch nicht mehr um eine Tiefenerneuerung der Kirche in heutiger Zeit, sondern darum, wie man für die Destruktion der katholischen Kirche auch über eine persönliche Befriedigung hinaus öffentlichen Applaus bekommt.

* Das Zentrum unseres Glaubens, Kreuz und Auferstehung Jesu Christi, verblaßt. So war das Ablegen des Amtskreuzes durch Kardinal Marx und Landesbischof Bedford-Strohm vor einem Muslim auf dem Tempelberg in Jerusalem im Oktober 2016 mehr als eine peinliche Geste. Es ist ein Signal mit Tiefenwirkung. Der Blick auf unsere Erlösung durch das Kreuz und die Auferstehung Jesu Christi und das Hören auf seinen Ruf in die Kreuzesnachfolge sollen nicht mehr all unsere Lebensbereiche, also auch nicht die Sexualität, bestimmen. Gegen das Evangelium wird die Kirche politisch korrekt und konsequenterweise in Seelsorge und Verkündigung flach und banal.

* Geradezu leidenschaftlich scheinen Mitglieder des sog. Synodalen Weges mit den angestrebten Vorhaben letztlich eine Protestantisierung der katholischen Kirche betreiben zu wollen. Wer das will, sollte sich aber darüber im Klaren sein, daß damit die Substanz der katholischen Kirche zerstört würde.

* Wir wehren uns gegen diesen Synodalen Weg. Wir bleiben katholisch.

Prof. em. Dr. Hubert Windisch, Priester und Pastoraltheologe
Bernward Büchner, Vorsitzender Richter am VG a. D.
Dr. h.c. Michael Hesemann, Historiker und Autor
Prof. Dr. Hubert Gindert, Gründer und Vorsitzender des Forum Deutscher Katholiken
Prof. Dr. Werner Münch, Ministerpräsident a.D. von Sachsen-Anhalt, Schirmherr des Forums Deutscher Katholiken
Dr. Christian Spaemann M.A.
Werner Rothenberger, Rektor Staatliches Schulamt a. D., Sprecher Katholikenkreis in Deutschland
Peter Winnemöller, Journalist
Dr. Martin Hänel, Philosoph
Inge Thürkauf, Schauspielerin
Willy Wimmer, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium a.D.
Heinz-Joachim Fischer, Dr. phil., Lic.theol.; Publizist und Schriftsteller Rom-Korrespondent, FAZ 1978-2009
Hedwig Frfr. v. Beverfoerde, Familienrechtlerin
Dipl. Inf. Monika Rheinschmitt
Franz Albert Paliot, Trier, Bankkaufmann
Dr. Michael Schneider-Flagmeyer, Gründungsmitglied Forum Deutscher Katholiken
Mathias von Gersdorff, Autor und Familienrechtler
Dr. med. Stefan Schilling
Martin Bürger, Mag. Theol., Journalist
Michael Hageböck, Buchautor
Dr. Maike Hickson, Journalistin


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Ulrich Motte 4. März 2020 
 

Lakota: Einige?

Sie sprechen von einigen (Katholiken), die sich nicht an das Lehramt halten wollen....
Nach allen Umfragen und Aussagen hier, auch von Herrn Kardinal Müller, hält sich die ganz überwiegende Mehrheit der Katholiken nicht ans Lehramt, laut Herrn Kardinal Müller hält sich die große Mehrheit der Katholiken in der BRD nicht einmal mehr an zentralste gemeinsame Aussagen des
gesamten (!) Christentums...


0

0
 
 Ulrich Motte 4. März 2020 
 

Lakota- ich war einige Tage weg

A) Sie liefern keinerlei Begründung, weshalb der katholische Priester und Us-Starjournalist Richard John Neuhaus Unrecht gehabt haben sollte mit seiner Aussage von der völligen (wwitgehenden) inhaltlichen Uneinigkeit von Katholiken
B) Kathnet bestätigt das täglich
C) Sie widersprechen mir nicht, daß selbst Kardinäle sich uneins sind in der zentralsten Frage des Christentums, wer in den Himmel kommt
D) Viele (!) Hunderte von Millionen Evangelikalen sind sich diesbezüglich einig, daß nur Christen unter Mündigen in den Himmel kommen, also- anders als Sie sagen- nicht eine kleine Gruppe
E) Im übrigen ist es ja gerade ein Vorwurf an den Katholizismus, daß er es vorzieht Irrlehrer, Irrlehrebekenner und Ungläubige unter sich zu dulden statt klein zu sein...
Die wahre Kirche ist Gemeinschaft Weniger - siehe Christi Worte dazu und zum schmalen Weg....


0

0
 
 lakota 3. März 2020 
 

@Nellymaus

Vielen Dank für den Link zum "Forum deutscher Katholiken".
Das sind sehr gute Beispiele und Argumente!


0

0
 
 Nellymaus 2. März 2020 
 

Soll das "allgemeine" Priestertum - die Stelle der Priester einnehmen?

Habe gerade einen interessanten Text
in einem Forum gelesen:

http://blog.forum-deutscher-katholiken.de/?p=2999

Mathias Wagener schreibt:
Der wahre Grund ist doch der,
dass nach Vorstellung
der Zölibatsgegner
die Priester so gesehen werden sollen wie Angehörige sonstiger (weltlicher) Berufe.
Die Besonderheit, die Berufung,
soll es nicht geben.
Das ganze Amt soll in einem „allgemeinen Priestertum“ untergehen, dem natürlich auch Frauen angehören.


1

0
 
 Nellymaus 2. März 2020 
 

Hier ein Link zur Online-Petition - gegen den synodalen Weg

https://www.openpetition.de/petition/online/appell-solidaritaet-mit-kardinal-woelki


0

0
 
 lakota 2. März 2020 
 

@UlrichMotte - Nachtrag

"Wie oft soll ich hier noch den katholischen Priester und Us-Starjournalisten Richard John Neuhaus zitieren"...
Gar nicht mehr, denn wenn das stimmt, was Sie hier zitieren, ist er ein unverschämter Lügner. Ihr Zitat:
"der von der organisatorischen Einheit und VÖLLIGEN inhaltlichen Uneinheit der Katholiken sprach..."


1

0
 
 lakota 1. März 2020 
 

@Ulrich Motte

"Unter denen, die das (DAS) Evangelische (formale) Prinzip teilen (Allein die Schrift) sind die Unterschiede zwischen den Kirchenleitern und den Gläubigen in Grundsatzfragen viel geringer als unter den katholischen Kirchenleiter, von katholischen Gläubigen ganz zu schweigen."
Das ist für mich das Problem. Sie vergleichen die gesamte RKK in ihrer Größe mit kleinen Gruppen Freikirchen.
Wenn Sie zum Vergleich mit der RKK die Gesamtheit der Protestanten nehmen, werden die Unterschiede in den Grundsatzfragen schon viel größer.
Gilt das Prinzip "Allein die Schrift" seit Luther nicht für alle Protestanten? Dann dürfte es doch nicht rund 300 verschiedene Richtungen geben?
Wenn man diese grundsätzlichen Spaltungen anschaut und dann innerhalb dieser Gruppierungen auch noch unterschiedliche Meinungen findet? Ich sehe nicht, daß hier größere Einheit wäre als in der RKK, nur weil auch hier manche sich nicht an das eine Lehramt halten wollen.


1

0
 
 Ulrich Motte 29. Februar 2020 
 

Lakota

Ins Herz von Menschen kann ich (jemand) natürlich nicht gucken. Aber sehr genau kann ich in die Lehren der verschiedenen Freikirchen/Konfessionen gucken. Die sind ja bestens dokumentiert, bei den Konfessionen und allermeist auch bei den einzelnen Gemeinden. Unter denen, die das (DAS) Evangelische (formale) Prinzip teilen (Allein die Schrift) sind die Unterschiede zwischen den Kirchenleitern und den Gläubigen in Grundsatzfragen viel geringer als unter den katholischen Kirchenleiter, von katholischen Gläubigen ganz zu schweigen. Selbst Kardinäle sind sich ja noch nicht einmal einig, ob alle in den Himmel kommen, der zentralsten Glaubenslehre. Wie oft soll ich hier noch den katholischen Priester und Us-Starjournalisten Richard John Neuhaus zitieren, der von der organisatorischen Einheit und völligen inhaltlichen Uneinheit der Katholiken (siehe kathnet) sprach, und meinte (etwas übertrieben), bei den Evangelikalen sei es umgekehrt...Für konservative Freikirchen stimmt es stark!


0

0
 
 lakota 29. Februar 2020 
 

@UlrichMotte

Das Thema hier ist doch der Synodale Weg, der nur hier in Deutschland stattfindet. Darum spreche ich auch von DEN Katholiken und DEN Protestanten in Deutschland.
Sie führen immer wieder die Freikirchen an, quasi als die wahren Gläubigen unter den Protestanten.
"Zudem entfernen recht viele Freikirchen aus ihren Mitgliederlisten solche, die nicht mehr kommen oder unbereut grob von der Lehre oder der geforderten Moral abweichen."
Das sind doch Vermutungen oder können Sie echt unterscheiden, in welchen Freikirchen WAS geglaubt und WAS gelehrt wird?
Sie sagen, wir unterscheiden hier zwischen "wahren" Katholiken und denen, die sich nicht ans Lehramt halten, nicht mehr zum Gottesdienst kommen ect.
Ja, aber es gibt weltweit nur eine RKK u.in dieser mehr oder weniger Gläubige.
Ich kann also von "den" Katholiken sprechen - aber bei den Protestanten gibt es hunderte verschiedene Glaubensrichtungen, und wer da was glaubt- überhaupt glaubt - wer weiß das denn? Ich nicht.