Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. "Haltet immer zum Papst, und ihr werdet Christus nie verlieren!"
  2. Bätzing: „Es gibt keine Tendenzen in irgendeiner Weise, uns als Nationalkirche abzuspalten“
  3. Ein unheiliger Zorn von Bischof Bätzing
  4. Was für ein Desaster!
  5. „Aus den Kirchen und ihren Amtsträgern waren bisher keine kritischen Stimmen zu hören“
  6. "Religion nicht instrumentalisieren"
  7. "Warum die Ernennung von Amy Coney Barret wichtiger als 20 Kardinalsernennungen ist"
  8. Vatikanischer Kurienpräfekt Becciu verliert Kardinalsrechte
  9. Deutscher Minister: Mehr Tote durch Lockdown als durch Coronavirus selbst
  10. Corona: Schönborn nimmt Politiker in Schutz gegen Vorwürfe
  11. Woelki: „Ich bin gerne bereit mich auf einen Dialog über Lebenswirklichkeiten einzulassen“, aber…
  12. Die lila „SafeAbortionDay“-Beleuchtung des Münchner Rathauses wurde kurzfristig verboten!
  13. Erzbischof Viganò: "Trump ist Verteidiger der christlichen Zivilisation"
  14. Mehr protestantisch brauchen wir nicht
  15. USA gegen ‚sexuelle und reproduktive Rechte’ in UNO-Resolution zu Covid-19

Jetzt kommen wieder die Verschwörungstheoretiker

24. Februar 2020 in Kommentar, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Das Postsynodale Schreiben „Querida Amazonia“ ist für die Konzilsgeisterbeschwörer eine maximal große Enttäuschung - Der Montagskick von Peter Winnemöller


Linz (kath.net)
Wer sich zurück erinnert an die Zeit nach dem letzten Konzil, der kennt den „Geist des Konzil“. Das kleine Gespenst steht für die Protagonisten eines weitestgehenden Kirchenumbaus. In jener stofflosen Seinsform manifestierte sich die Theorie, die Bischöfe hätten so viel mehr gewollt, aber die bösen konservativen Vatikanier hätten alles blockiert.

Seit dieser Zeit tobt der Kampf um die Deutungshoheit des Konzils. Die einen lesen die Texte und verweisen auf diese. Die anderen beschwören den „Geist des Konzils“ und streiten in ihren Sessionen bar jeden Realitätsbezuges wider Zölibat und für Frauenweihe. Sie postulieren z.B. einen zeitgemäßen Umbau der Sexualmoral und Demokratie in der Kirche.
So sehr diejenigen, die die Texte lesen und darauf Bezug nehmen dies immer wieder und wieder betonen, dass die Kirche in der Lehre, das bedeutet in der Wahrheit sich selber treu bleibt, die Konzilsromantiker und Geisterbeschwörer geben nicht auf.

Erneut bot sich eine Gelegenheit auf der Amazonassynode den lästigen Zölibat loszuwerden und ein Einfallstor für die Frauenweihe zu öffnen. Weder der Papst noch die erdrückende Mehrheit der brasilianischen Bischöfe hatte derartige Absichten. Oft genug wurde jetzt wiederholt und auch vom Papst erneut betont, dass Zölibat und Frauenweihe nicht die Hauptthemen der Synode waren.


Wer nun darauf schaut, wer sich wie und in welchem Maße enttäuscht zeigt, kann erkennen, wer die Agenda der Synode zu seinen Gunsten verändern wollte. Der „Geist des Konzils“ ist längst eine matte, blasse Wolke geworden. Doch hier wurde der Versuch unternommen, ihm neues Leben einzuhauchen.

Das Postsynodale Schreiben „Querida Amazonia“ ist für die Konzilsgeisterbeschwörer eine maximal große Enttäuschung.

Gleiches gilt für Feminsten jeden Geschlechts. In Deutschland ist der Amazonas über die Ufer getreten und hat den synodalen Weg zu einem matschigen, rutschigen Pfad ins Nirgendwo werden lassen. Gerade hier hatte man auf die Synode und die Türöffnerfunktion gebaut. Wenn die, dann wir auch, war der Tenor mehrerer bischöflicher Äußerungen im Vorfeld.

Eigentlich könnten jetzt alle in Ruhe dran gehen, sich mit dem Dokument und der Frage der persönlichen oder regionalen Relevanz beschäftigen. Vielleicht kommt man dann dahinter, dass der Amazonas durch Brasilien fließt und mit dem Rhein, dem Main, der Elbe, der Weser und ja auch mit der Hase (Fluß, der durch Osnabrück fließt) keine Berührungspunkte hat.

Etwas anderes zeichnet sich gerade jetzt ab. Ähnlich der Zeit nach dem Konzil verweisen einige auf das Schlußdokument der Synode und stellen fest, dass die Bischöfe anders votierten als es der Papst am Ende entschieden hat. Das ist ein Faktum und aus Vatikankreisen ist zu hören, es handele sich um ein Wunder, denn es sei so nicht zu erwarten gewesen. Der Heilige Geist hat hier eingegriffen, daran kann es keinen Zweifel geben. Eine Parallele ist Humanae vitae, wo der Papst ganz klar gegen den Rat der Bischöfe entschieden hat. Die Geschichte gab ihm Recht.

Nun aber geht es los. Der gute Papst Franziskus habe ja gewollt, aber böse konservative Kräfte hätten sich gegen den Papst durchgesetzt. Wahlweise werden u.a.die Kardinäle Burke, Müller, Brandmüller und auch der emeritierte Papst Benedikt XVI. genannt. Das ist das Narrativ, mit dem sich in der kommenden Zeit zu beschäftigen gilt. Neben den weiteren Versuchen wieder einmal trotz anders lautender päpstlicher Entscheidung gegen Zölibat und für nicht mögliche Frauenweihe zu streiten, wird wieder einmal ein Verschwörungsnarrativ zu den Werkzeugen der kirchlichen Reformbewegten gehören.

Tröstlich für alle Katholiken ist aber die Tatsache, dass alles das nichts nützen wird. Der Heilige Geist führt die Kirche und hält sie in der Wahrheit. Weil aber die Gnade mit der Natur wirkt, sollten wir uns auf den Streit gegen die Verschwörungsnarrative vorbereiten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Konrad Georg 25. Februar 2020 
 

Als Zeitgenosse von bisher 7 Päpsten

kann ich diese Beschreibung nur bestätigen.
Aber ebenso, wie der Sozialismus nur einen guten Eindruck zu machen versteht, so bluffen die GdK-Revoluzzer mit Wellnes. Beide Irrlehren der gleichen Webart.


1

0
 
 Montfort 25. Februar 2020 

Ja, ja, "Geisterstunde" in der synodal beWEGten "deutschen Reform-Kirche"

Volle Zustimmung, Herr Winnemöller!

"So sehr diejenigen, die die Texte lesen und darauf Bezug nehmen dies immer wieder und wieder betonen, dass die Kirche in der Lehre, das bedeutet in der Wahrheit sich selber treu bleibt, die Konzilsromantiker und Geisterbeschwörer geben nicht auf."

Zum Abschluss des Synodalen Weges hat doch der ZDK-Parteichef Sternberg auch noch den "Geist von Würzburg" beschworen - vielleicht hat er zu oft die Sterne befragt oder den Zauberberg besucht... ;-)

Aber der "Fastnachts-Zauber" wird bald ein Ende nehmen...

Echte Umkehr zu Gott und die Bitte um die Barmherzigkeit Jesu Christi sind angesagt, nicht nur strategischer Rückzug der "Brüder" und "Gesellen" aus dem schlingernden Schiff oder der fast schon verlorenen Schlacht...!

Heiliger Erzengel Michael, verteidige uns...!


2

0
 
 Authentisch 25. Februar 2020 

Danke, Herr Winnemöller!

"Tröstlich für alle Katholiken ist aber die Tatsache, dass alles das nichts nützen wird. Der Heilige Geist führt die Kirche und hält sie in der Wahrheit.", das glaube ich aus ganzem Herzen!
GOTT hat IMMER eine Idee MEHR! GOTT entscheidet immer! -
Im Glauben wissen wir, dass immer der Wille Gottes über allem steht! Gott schickt NUCHT das BÖSE. Durch das Zulassen des Bösen kann die Wahrheit wieder erkennbar, sichtbar werden. Bitten wir Gott immer um seinen Schutz und Segen und dass es gnädig sei und uns zu Hilfe komme!


6

0
 
 lesa 24. Februar 2020 

Es ist SEINE Kirche, und ER schützt sie

Am besten wäre, die "Enttäuschten" würden sich jetzt besinnen, denn es wird weiterhin nicht möglich sein. Der Herr wird diese beiden Lebensadern der Kirche immer schützen, sofern wir intensiv weiterbeten. "Saul, Saul, warum verfolgst du mich? Es wird dir schwer fallen, gegen den Stachel auszuschlagen". (Apg 26, 14)


17

0
 
 Winrod 24. Februar 2020 
 

Der Heilige Geist

hat ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht.


17

0
 
 hape 24. Februar 2020 

Für wahr: ein Wunder!

Der Geist des Konzils hat sich gezeigt und sich in den Fragen des Zölibates und des Frauenpriestertums als derselbe Hl. Geist erwiesen, der die Kirche seit Pfingsten durchflutet und belebt. Für wahr: ein Wunder!

Wer auch dieses Wunder nicht wahrhaben will und jetzt von Verschwörungstheorien redet, der zeigt nur, dass er dem falschen Geist vertraut und offenbart einen Mangel an Unterscheidungsfähigkeit. Die freilich gewinnt man sicher nicht mit Sola Struktura.

"An ihnen erfüllt sich das Prophetenwort Jesajas: Hören sollt ihr, hören und doch nicht verstehen; sehen sollt ihr, sehen und doch nicht einsehen." (Mt 13,14)


16

0
 
 FNO 24. Februar 2020 

Die Chiffre "Konzilsmehrheit"

steht seit über 50 Jahren - Stichwort: Humanae vitae (25. Juli 1968) - für 'autonome Moral' statt Sittlichkeit (vulgo: FFF, F**...FressenFernsehen) und 'mündigen' Glauben, sprich: Selbsterfahrung statt Offenbarung (wiederum: FFF). Danke P.W. für das antizyklische Statement!


12

0
 
 girsberg74 24. Februar 2020 
 

Dieser Fluß ist normalerweise ganz in Ordnung, muss sonst nicht extra erwähnt werden.

Doch gut, Peter Winnemöller, dass Sie diesen zu nennen nicht vergessen haben; er führt nämlich Hochwasser.


7

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Montagskick

  1. Diese Ablehnung aus Rom war deutlich genug
  2. "Interreligöse Feiern sind das neue 'katholisch'"
  3. Es gibt keine Opposition
  4. Sinnlose Sonntagspflicht sorgt für Sorgen
  5. Frauenweihe – Die Frage ist da
  6. Der Fachkräftemangel erreicht die Kirche
  7. "Wir brauchen eine Debatte über das jüngste Konzil"
  8. Die Theologie versagt auf ganzer Linie
  9. Der Aufreger im Sommerloch
  10. Eine kleine Mitra für den Pfarrer








Top-15

meist-gelesen

  1. Ein unheiliger Zorn von Bischof Bätzing
  2. Vatikanischer Kurienpräfekt Becciu verliert Kardinalsrechte
  3. Sizilien: Kirche der Heiligen Agatha verwüstet
  4. Was für ein Desaster!
  5. "Warum die Ernennung von Amy Coney Barret wichtiger als 20 Kardinalsernennungen ist"
  6. „Aus den Kirchen und ihren Amtsträgern waren bisher keine kritischen Stimmen zu hören“
  7. Bätzing: „Es gibt keine Tendenzen in irgendeiner Weise, uns als Nationalkirche abzuspalten“
  8. Woelki: „Ich bin gerne bereit mich auf einen Dialog über Lebenswirklichkeiten einzulassen“, aber…
  9. Mehr protestantisch brauchen wir nicht
  10. Klare Antwort von Bischof Overbeck: „Nein, für die Wandlungsworte ist das nicht denkbar“
  11. Kardinal Becciu verteidigt sich: Habe kein Geld unterschlagen
  12. "Haltet immer zum Papst, und ihr werdet Christus nie verlieren!"
  13. Kardinal Woelki befürchtet "dramatische Folgen" durch "Synodalen Weg"
  14. Die lila „SafeAbortionDay“-Beleuchtung des Münchner Rathauses wurde kurzfristig verboten!
  15. Trump nominiert die praktizierende Katholikin Amy Coney Barrett für den Supreme Court

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz