Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. ADIOS!
  2. US-Katholiken mehrheitlich für die Todesstrafe
  3. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  4. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  5. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  6. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  7. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  8. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  9. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  10. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe
  11. Papst Leo wird die Gründonnerstags-Fußwaschung wieder im Lateran vollziehen
  12. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  13. THESE: Und die Bibel hat doch Recht!
  14. L'Avvenire sorgt für Confusione!
  15. Das Porträt Leos XIV. wird nun in Mosaik-Galerie der Päpste aufgenommen

Jetzt kommen wieder die Verschwörungstheoretiker

24. Februar 2020 in Kommentar, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Das Postsynodale Schreiben „Querida Amazonia“ ist für die Konzilsgeisterbeschwörer eine maximal große Enttäuschung - Der Montagskick von Peter Winnemöller


Linz (kath.net)
Wer sich zurück erinnert an die Zeit nach dem letzten Konzil, der kennt den „Geist des Konzil“. Das kleine Gespenst steht für die Protagonisten eines weitestgehenden Kirchenumbaus. In jener stofflosen Seinsform manifestierte sich die Theorie, die Bischöfe hätten so viel mehr gewollt, aber die bösen konservativen Vatikanier hätten alles blockiert.

Seit dieser Zeit tobt der Kampf um die Deutungshoheit des Konzils. Die einen lesen die Texte und verweisen auf diese. Die anderen beschwören den „Geist des Konzils“ und streiten in ihren Sessionen bar jeden Realitätsbezuges wider Zölibat und für Frauenweihe. Sie postulieren z.B. einen zeitgemäßen Umbau der Sexualmoral und Demokratie in der Kirche.
So sehr diejenigen, die die Texte lesen und darauf Bezug nehmen dies immer wieder und wieder betonen, dass die Kirche in der Lehre, das bedeutet in der Wahrheit sich selber treu bleibt, die Konzilsromantiker und Geisterbeschwörer geben nicht auf.

Erneut bot sich eine Gelegenheit auf der Amazonassynode den lästigen Zölibat loszuwerden und ein Einfallstor für die Frauenweihe zu öffnen. Weder der Papst noch die erdrückende Mehrheit der brasilianischen Bischöfe hatte derartige Absichten. Oft genug wurde jetzt wiederholt und auch vom Papst erneut betont, dass Zölibat und Frauenweihe nicht die Hauptthemen der Synode waren.


Wer nun darauf schaut, wer sich wie und in welchem Maße enttäuscht zeigt, kann erkennen, wer die Agenda der Synode zu seinen Gunsten verändern wollte. Der „Geist des Konzils“ ist längst eine matte, blasse Wolke geworden. Doch hier wurde der Versuch unternommen, ihm neues Leben einzuhauchen.

Das Postsynodale Schreiben „Querida Amazonia“ ist für die Konzilsgeisterbeschwörer eine maximal große Enttäuschung.

Gleiches gilt für Feminsten jeden Geschlechts. In Deutschland ist der Amazonas über die Ufer getreten und hat den synodalen Weg zu einem matschigen, rutschigen Pfad ins Nirgendwo werden lassen. Gerade hier hatte man auf die Synode und die Türöffnerfunktion gebaut. Wenn die, dann wir auch, war der Tenor mehrerer bischöflicher Äußerungen im Vorfeld.

Eigentlich könnten jetzt alle in Ruhe dran gehen, sich mit dem Dokument und der Frage der persönlichen oder regionalen Relevanz beschäftigen. Vielleicht kommt man dann dahinter, dass der Amazonas durch Brasilien fließt und mit dem Rhein, dem Main, der Elbe, der Weser und ja auch mit der Hase (Fluß, der durch Osnabrück fließt) keine Berührungspunkte hat.

Etwas anderes zeichnet sich gerade jetzt ab. Ähnlich der Zeit nach dem Konzil verweisen einige auf das Schlußdokument der Synode und stellen fest, dass die Bischöfe anders votierten als es der Papst am Ende entschieden hat. Das ist ein Faktum und aus Vatikankreisen ist zu hören, es handele sich um ein Wunder, denn es sei so nicht zu erwarten gewesen. Der Heilige Geist hat hier eingegriffen, daran kann es keinen Zweifel geben. Eine Parallele ist Humanae vitae, wo der Papst ganz klar gegen den Rat der Bischöfe entschieden hat. Die Geschichte gab ihm Recht.

Nun aber geht es los. Der gute Papst Franziskus habe ja gewollt, aber böse konservative Kräfte hätten sich gegen den Papst durchgesetzt. Wahlweise werden u.a.die Kardinäle Burke, Müller, Brandmüller und auch der emeritierte Papst Benedikt XVI. genannt. Das ist das Narrativ, mit dem sich in der kommenden Zeit zu beschäftigen gilt. Neben den weiteren Versuchen wieder einmal trotz anders lautender päpstlicher Entscheidung gegen Zölibat und für nicht mögliche Frauenweihe zu streiten, wird wieder einmal ein Verschwörungsnarrativ zu den Werkzeugen der kirchlichen Reformbewegten gehören.

Tröstlich für alle Katholiken ist aber die Tatsache, dass alles das nichts nützen wird. Der Heilige Geist führt die Kirche und hält sie in der Wahrheit. Weil aber die Gnade mit der Natur wirkt, sollten wir uns auf den Streit gegen die Verschwörungsnarrative vorbereiten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Montagskick

  1. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  2. MEHR hippe Missionare in Augsburg
  3. Bischöfliche Spökenkiekerei zum Jahreswechsel
  4. Die Skandalchristmette im SWR verstört und verärgert
  5. Hippe Missionare sind brandgefährlich
  6. Bischof sein in Opferperspektive
  7. Ein entscheidungsrelevantes „We shall see“ zur Synodalkonferenz
  8. Das Ende der Säkularisierung hat begonnen
  9. Die Kirche bleibt der Welt fremd
  10. Rotes Licht für verfolgte Christen






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. ADIOS!
  3. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  4. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  5. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  6. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  7. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  8. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  9. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  10. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe
  11. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  12. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  13. US-Katholiken mehrheitlich für die Todesstrafe
  14. Papst sagt Weihbischof für Schweizer Diözese Chur zu
  15. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz