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Papst lobt Maria Magdalena als Vorbild für Verkündigung

30. November 2019 in Spirituelles, 3 Lesermeinungen
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"Die Sehnsucht nach Gott, nach einer unendlichen und wahren Liebe, ist im Herz jedes Menschen verwurzelt"


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Der Papst hat Christen erneut zu einer mutigen Verkündigung ihres Glaubens aufgefordert. Man dürfe keine Furcht haben, sich zu irren, und keine Angst, neue Wege zu beschreiten, so Franziskus (Archivfoto) am Samstag in einer Ansprache vor Teilnehmern eines internationalen Kongresses über Evangelisierung im Vatikan. Als Beispiel nannte der Papst die "Apostolin Maria Magdalena", mit der sämtliche Verkündigung begonnen habe.

Nach ihrer eigenen Begegnung mit dem auferstandenen Christus am Ostermorgen, bei der aus ihrer Trauer Freude geworden sei, habe Maria Magdalena die anderen Apostel bekehrt und überzeugt. Die Erfahrungen vieler Menschen heute seien von Maria Magdalenas Erfahrungen gar nicht so weit entfernt, so Franziskus weiter. "Die Sehnsucht nach Gott, nach einer unendlichen und wahren Liebe, ist im Herz jedes Menschen verwurzelt", sagte er.


Es brauche nur jemanden, der diese Sehnsucht wiederbelebt. Daher könne jeder Christ, der evangelisiert - mit Tat und Wort den Glauben überzeugend verkündet -, zu einem "Engel aus Fleisch und Blut" werden, der die Botschaft weitergibt.

Mit Blick auf Schwierigkeiten und Hindernisse für die Evangelisierung heute verwies der Papst auf die ersten Christen. Damals habe sich alles gegen sie gestellt, das Römische Reich, das sie mit dem Tod bedrohte. "Lassen wir uns also nicht betrüben durch Dinge, die nicht klappen, durch Mühen und Unverständnis", so Franziskus. Trübsal, Traurigkeit sei keine christliche Tugend. Freude hingegen schon.

Die dreitägige Konferenz widmete sich dem Apostolischen Schreiben "Evangelii gaudium" (Freude des Evangeliums) von Papst Franziskus aus dem November 2013. In dem Dokument über die Verkündigung des Evangeliums in der Welt von heute skizzierte der Papst wenige Monate nach Amtsantritt die Grundlinien seines Pontifikats. Organisiert wurde das Treffen mit dem Titel "Eine Kirche, die hinausgeht: Rezeption und Perspektiven von 'Evangelii gaudium'", vom Päpstlichen Rat für Neuevangelisierung.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Oelberg 2. Dezember 2019 
 

Es ist doch sehr bezeichnend, dass Franziskus MM als Apostolin bezeichnet und dass er extra darauf hinweist, dass sie als Frau als erste beauftragt würde, ihn als den Auferstandenen zu verkündigen. Kein Hinweis auf eine Vorrangstellung vom Männern. Eigentlich genau das Gegenteil


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 Montfort 1. Dezember 2019 

Wenn alle Frauen SO gehorsam wären WIE Maria Magdalena -

vor allem aber, wenn sie sich auf den Auftrag Jesu beschränken würden, zu ihren "Brüdern" zu gehen und ihnen genau das - und nicht mehr oder weniger oder anderes! - auszurichten, dann wären die "Jünger" der Kirche bereits auf einem Weg zur Begegnung mit dem Auferstandenen, statt sich von ihm abzuwenden und eigenen "Erneuerungsphantasien" nachzulaufen.

"Jesus sagte zu ihr: Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh aber zu meinen Brüdern, und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott. Maria von Magdala ging zu den Jüngern und verkündete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen. Und sie richtete aus, was er ihr gesagt hatte. (Joh 20,17-18)


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 Stefan Fleischer 1. Dezember 2019 

Ja, ja

"Man dürfe keine Furcht haben, sich zu irren, und keine Angst, neue Wege zu beschreiten"
Es gibt heute viele, die keine Angst haben, neue Wege zu beschreiten und keine Angst, sich zu irren. Deshalb gibt es so auch viele, welche sich irren und falsche Wege beschreiten. Das ginge ja noch, wenn nur diese persönlich davon betroffen wären. Aber wenn sie es in Kauf nehmen, andere in den Irrtum und auf falsche Wege zu führen, dann wird es tragisch.


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