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Falsche Studie über religiöse Erziehung zurückgezogen

2. November 2019 in Familie, 4 Lesermeinungen
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Kinder mit religiöser Erziehung sind doch nicht weniger großzügig als solche ohne religiöse Erziehung.


New York (kath.net/jg)
Eine Studie aus dem Jahr 2015, die gezeigt haben will, dass religiös erzogene Kinder weniger großzügig sind, hat sich als unrichtig erwiesen. Das berichtet die Fachzeitschrift Psychology Today.

Über das Ergebnis der von Jean Decety und seiner Forschungsgruppe erarbeiteten Studie wurde von mehr als 80 Medien berichtet, darunter waren The Economist, die Los Angeles Times und der Boston Globe.


Azim Shariff, ein führender Experte über Religion und Sozialverhalten, war über die Resultate erstaunt. Seine eigenen Untersuchungen und Metaanalysen hatten ergeben, dass religiöse Erziehung unter fast allen Bedingungen die Großzügigkeit steigert.

Shariff ersuchte seinen Kollegen um die Daten, auf denen die Analyse beruhte, um der Diskrepanz zu seinen eigenen Ergebnissen auf die Spur zu kommen. Er stellte fest, dass Decetys Ergebnis die Folge eines Kodierungsfehlers war, dass also ein Fehler bei der Übernahme der Rohdaten in die statistische Analyse passiert war. Nachdem er den Fehler korrigiert hatte, stellte Shariff fest, dass die von Decety ermittelten Ergebnisse nicht mehr vorhanden waren.

2016 wurde die neue Analyse und Korrektur veröffentlicht, wieder im Fachmagazin Current Biology. Dieser Artikel wurde allerdings nur von vier Medien aufgegriffen.

Decetys fehlerhafte Studie wurde auch nach der Korrektur in verschiedenen Medien zitiert. Im August 2019 hat Current Biology den Artikel auf Wunsch der Autoren offiziell zurückgezogen.

Foto: Symbolbild


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Lesermeinungen

 ctadna 2. November 2019 
 

Aus "Was in der Zeitung steht" von Reinhard Mey

Dieser Auszug aus dem Text des Liedes fiel mir dazu spontan ein:

"Was wolln Sie eigentlich?" fragte der Redakteur,
"Verantwortung, Mann. wenn ich das schon hör'!
Die Leute müssen halt nicht alles glauben, nur weil's in der Zeitung steht'.
Na schön, so 'ne Verwechslung kann schon mal passiern,
Da kannst du auch noch so sorgfältig recherchiern,
Mann, was glauben Sie, was Tag für Tag für'n Unfug in der Zeitung steht!"
"Ja", sagte der Chef vom Dienst, "das ist wirklich zu dumm
Aber ehrlich, man bringt sich doch nicht gleich um,
Nur weil mal aus Versehn was in der Zeitung steht."
Die Gegendarstellung erschien am Abend schon
Fünf Zeilen, mit dem Bedauern der Redaktion,
Aber Hand aufs Herz, wer liest, was so klein in der Zeitung steht?


5
 
 St. Hildegard 2. November 2019 
 

Das Christentum steht öffentlich unter Beschuss

Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht suggeriert wird, dass gläubige Christen grundsätzlich rückständig und intolerant sind. Das Christentum soll anscheinend unter allen Umständen in ein negatives Licht gerückt werden.
Daneben herrscht offenbar ein völlig falsches Verständnis von den "christlichen Werten": Viele meinen, dass beispielsweise linke Parteien die wahren "christlichen" Parteien sind, weil sie sich für "Gleichheit" bzw. angeblich für die Armen und Entrechteten einsetzen.


12
 
 Winrod 2. November 2019 
 

Ein Skandal!

Eigentlich ein Skandal, dass öffentliche Medien , die vorgeben, die Menschen objektiv zu informieren, nicht in der Lage sind, Falschinformationen zurückzuziehen.
Wie das mit einem journalistischen Ethos vereinbar sein soll, ist mir ein Rätsel.


14
 
 doda 2. November 2019 

In weltlichen Medien gilt leider weithin "Bad News are good News"


13
 

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