Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan unterstützt Bischof, der sein Priesterseminar wegen Widerstands gegen Handkommunion schließt
  2. Papst em. Benedikt XVI. an Gesichtsrose erkrankt und „äußerst gebrechlich“
  3. Schwedischer Kardinal Arborelius: „Wir haben nicht diesen Gegensatz zwischen Priestern und Laien“
  4. Die Theologie versagt auf ganzer Linie
  5. Die Welt heilen
  6. Der Graben zwischen Rom und der deutschen Ortskirche wird immer tiefer
  7. Hubschrauber am Landeplatz der Arche Noah
  8. Vier ganz konkrete Wege, wie die Menschen, heute, Gott begegnen können!
  9. 27-Jähriger macht mit 15-Kilo-Kreuz eine Bußwallfahrt durch Polen
  10. Weinhostien für das evangelische Abendmahl in Zeiten von Corona
  11. "Tötungswillige Ärzte gesucht!"
  12. „Papst Benedikt selbst ist optimistisch, dass er bald wieder zu Kräften kommt“
  13. Vatikanist Edward Pentin: Franziskus-Nachfolger ist „wahrscheinlich konservativ“
  14. Dichter Reiner Kunze: Sprachgenderismus bringt Sexualisierung und Verarmung der Sprache 
  15. Papst telefonierte mit Mutter eines jugendlichen Unfalltoten

Slowakei: Nationalrat lehnt vorerst verbesserte Pro-Life-Gesetze ab

30. September 2019 in Prolife, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der slowakische Nationalrat hat alle vier eingebrachten Entwürfe einer Verbesserung des Rechts auf Leben von Anfang an in erster Lesung zurückgewiesen.


Bratislava-Warschau (kath.net/KAP) Der slowakische Nationalrat hat alle vier eingebrachten Entwürfe einer Verbesserung des Rechts auf Leben von Anfang an in erster Lesung zurückgewiesen. Zur Annahme des bestplatzierten Entwurfs fehlte bei der Sitzung am vergangenen Mittwoch, 25. September, eine einzige Stimme. Parlamentspräsident Andrej Danko, der in der offenen Abstimmung für einen anderen Antrag abgestimmt hatte, hat angekündigt, dass seine Slowakische Nationalpartei (SNS) einen eigenen Novellierungsentwurf vorlegen werde. Beobachter gehen allerdings davon aus, dass dies vor dem Ende der Legislaturperiode (20. März 2020) nicht mehr gelingen dürfte.

Der Ausgang der Abstimmung war mit Spannung erwartet worden. Rund 50.000 Menschen hatten beim nationalen Pro-Life-Marsch in Bratislava am vergangenen Wochenende umfassende Maßnahmen zum Schutz ungeborener Kinder gefordert, darunter auch eine Verbesserung des Gesetzes für den Schutz ungeborener Kinder. Jan Orosch, der Erzbischof von Trnava, hatte empfohlen, für jenen Antrag zu stimmen, der die größten Aussichten auf Erfolg haben würde.


In der Sitzung des Nationalrates stimmten von den 137 anwesenden Mandataren 68 für den Entwurf der Sammelpartei "Gewöhnliche Leute und unabhängige Persönlichkeiten" (OLaNO). Er sieht vor, dass eine Abtreibung bei Frauen über 40 nicht mehr von der Krankenversicherung bezahlt werden solle, wie dies derzeit bei erhöhtem Sicherheitsrisiko für Mutter und Kind noch der Fall ist. Weiters sollte Frauen, die um eine anonyme Abtreibung ansuchen, ab der 21. Schwangerschaftswoche Krankenhaustagegeld ausbezahlt werden. Für den Antrag der OLaNO stimmten Mitglieder fast aller im Parlament vertretenen Parteien.

Abgelehnt wurde auch der zweitplatzierte Antrag des klubfreien, doch mittlerweile der neuen "Christlichen Union" (KU) angehörenden Abgeordneten Richard Vasecka. Nach ihm sollten Abtreibungen ohne Angabe von Gründen sowie bei Ausländerinnen generell verboten werden. Straffrei sollten sie bleiben, wenn Gesundheit und Leben der Schwangeren bedroht ist sowie wenn die Schwangerschaft Folge einer Vergewaltigung oder eines Inzests ist, aber auch wenn eine schwere Behinderung des Kindes vorliegt.

Die Partei "Sme rodina" (Wir sind Familie) forderte die Herabsetzung der Abtreibungsfrist von derzeit zwölf auf sieben Wochen. Dies sowie die Untersagung der Abtreibung bei Ausländerinnen forderte auch Marian Kotlebas rechtsextreme "Volkspartei - unsere Slowakei" (LSNS), deren Antrag nur 28 Stimmen fand.

Es bleibt somit bei der gegenwärtigen Gesetzeslage, wonach eine Abtreibung bis zur zwölften Schwangerschaftswoche zulässig ist, sofern die Mutter den Eingriff selbst verlangt. Danach ist eine Abtreibung nur erlaubt, wenn die Schwangerschaft die Gesundheit oder das Leben der Frau bedroht oder eine Behinderung beim Fötus festgestellt wird.

Eine Absage zur Verbesserung des Schutzes des ungeborene Kindes hat auch Polens konservativer Regierungschef Mateusz Morawiecki erteilt. Eine Reform polarisiere die Polen "statt uns dem Ziel des vollständigen Schutzes des Lebens näherzubringen", sagte er in einem Interview der Kirchenzeitschrift "Gosc Niedzielny" (Donnerstag). Das jetzige Gesetz stelle zwar vielleicht nicht alle zufrieden, es gebe aber "keinen besseren" Kompromiss.

Eine von der katholischen Kirche unterstützte Bürgerinitiative hatte dem Parlament 2017 rund 800.000 Unterschriften für eine Ausweitung des bestehenden weitreichenden Verbots von Schwangerschaftsabbrüchen auf missgebildete Föten überreicht. Dann wären Abtreibungen nur noch erlaubt, wenn die Gesundheit der Frau durch die Schwangerschaft gefährdet ist oder sie vergewaltigt wurde.

Die Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) machte den Abtreibungsgegnern zunächst Hoffnungen auf eine Gesetzesverschärfung, ruderte dann aber angesichts einer Protestwelle von Frauenrechtlerinnen zurück. Nur etwa 30 PiS-Abgeordnete stellten sich hinter die Volksinitiative. Zu den Parlamentswahlen am 13. Oktober wirbt einzig die rechtsextreme "Konföderation Freiheit und Unabhängigkeit" für ein totales Abtreibungsverbot.

In Polen werden laut Regierungsangaben jedes Jahr rund 1.000 legale Schwangerschaftsabbrüche registriert. In fast allen Fällen sei der Fötus unheilbar krank gewesen.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. USA: Präsidentschaftskandidat Joe Biden will Abtreibungen fördern
  2. Mexiko: Oberster Gerichtshof bestätigt Abtreibungsverbot
  3. Abtreibung: Christen schreiben offenen Brief an Demokratische Partei
  4. Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte wies Klage dreier abtreibungsverweigernder Hebammen ab
  5. Schwarze Pro-Life-Aktivisten empört über Umbenennung der Planned Parenthood-Klinik
  6. Pro Life Tour 2020: Gigantische Plakataktion über Bregenzer Autobahn
  7. Kanye West zu Abtreibung: ‚Ich habe beinahe meine Tochter getötet!’
  8. Vorwurf: Medien verharmlosen Bidens liberale Abtreibungspolitik
  9. ‚Baby Lives Matter’-Schriftzug vor Planned Parenthood Klinik
  10. Der Marsch für das Leben 2020 findet statt!








Top-15

meist-gelesen

  1. Papst em. Benedikt XVI. an Gesichtsrose erkrankt und „äußerst gebrechlich“
  2. Vatikan unterstützt Bischof, der sein Priesterseminar wegen Widerstands gegen Handkommunion schließt
  3. Die Theologie versagt auf ganzer Linie
  4. „Papst Benedikt selbst ist optimistisch, dass er bald wieder zu Kräften kommt“
  5. Der Graben zwischen Rom und der deutschen Ortskirche wird immer tiefer
  6. Schwedischer Kardinal Arborelius: „Wir haben nicht diesen Gegensatz zwischen Priestern und Laien“
  7. Neues kath.net-Kult-T-Shirt: Crux Sacra Sit Mihi Lux
  8. Tödlich verunglückt: Trauer um zwei Seelsorger
  9. 27-Jähriger macht mit 15-Kilo-Kreuz eine Bußwallfahrt durch Polen
  10. Vatikanist Edward Pentin: Franziskus-Nachfolger ist „wahrscheinlich konservativ“
  11. "Tötungswillige Ärzte gesucht!"
  12. EKD-Kopf Bedford-Strohm kündigt Kurswechel an - „Zusammenarbeit mit NGOs wie Sea-Watch“
  13. Kathedrale von Sheffield löst um „Inklusion“ willen traditionsreichen Kirchenchor auf
  14. Prominenter US-Priester verteidigt seine offene Unterstützung für Trump
  15. Brandanschlag auf Kathedrale in Managua

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz