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5. Oktober in Rom: Beten wir für die Kirche!

9. September 2019 in Aktuelles, 17 Lesermeinungen
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Gebetsinitiative katholischer Laien, Priester und Ordensleute im Vorfeld einer problematischen Situation. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Am 5. Oktober wird in Rom ein öffentliches Gebet für die Kirche abgehalten. Der Text des Manifests, der die Initiative vorstellt, steht in verschiedenen Sprachen zu Verfügung. kath.net veröffentlicht die deutsche Version und lädt dazu ein, sich gerade im Vorfeld der Amazonassynode diesem öffentlichen Gebet in den für den einzelnen möglichen Weisen anzuschließen. Der Termin ist für 14.30 Uhr am 5. Oktober 2019 in Rom, Largo Giovanni XXIII, nur wenige Schritte von der Via della Conciliazione entfernt.

***
Am Karfreitag 2005 klagte Kardinal Joseph Ratzinger mit bewegten Worten: „Wie viel Schmutz gibt es in der Kirche und gerade auch unter denen, die im Priestertum ganz dem Herrn zugehören sollten?“

Mit Blick auf die Botschaft der Gottesmutter Maria sagte Papst Benedikt XVI. am 11. Mai 2010 während der Reise nach Fatima: „Die Leiden der Kirche kommen gerade aus dem Inneren der Kirche, von der Sünde, die in der Kirche existiert“. Auch das war immer bekannt, aber heute sehen wir es auf wahrhaft erschreckende Weise: „Die größte Verfolgung der Kirche kommt nicht von den äußeren Feinden, sondern erwächst aus der Sünde in der Kirche“.


Benedikt XVI. hat daran erinnert, dass es im Inneren der Kirche Verräter gibt. Mehr als die äußeren Feinde arbeiten sie an der Zerstörung der Kirche – und „die Bösen und die Heuchler, die sich in der Kirche befinden“, so Augustinus in „De Civitate Dei“, „werden eines Tages die Mehrheit sein“.

Wir, eine Gruppe katholischer Laien und Priester und Ordensleute, wollen zusammen mit möglichst vielen so nah wie möglich am Grab des heiligen Petrus gemeinsam Gott um die Gnade bitten:

1) dass die sexuellen und finanziellen Skandale, die das Antlitz der Kirche entstellen, aufhören und die Priester, die darin verwickelt sind, nicht mit hohen Ämtern betraut, sondern entfernt und zur Umkehr aufgefordert werden;

2) dass das geoffenbarte Glaubensgut, über das niemand in der Kirche Christi, auch kein Papst, verfügen darf, nicht verfälscht wird;

3) dass Ordensfamilien, Bischöfe und Priester, die Christus und der Kirche treu sind, nicht durch Behörden der Kurie verfolgt und ohne nachgewiesene Schuld aufgelöst oder abgesetzt werden, nur weil sie dem „Glauben aller Zeiten“ verpflichtet sind;

4) dass Kardinäle und Bischöfe mutig und beherzt das Evangelium verkünden – wie schwer auch immer es sein mag – anstatt den Applaus der Welt zu suchen, und die Gläubigen ermahnen, nicht auf jene zu hören, die die Kirche gespalten haben (wie der Mönch Martin Luther in der Vergangenheit) oder jene, die heute jeden Tag gegen das Leben kämpfen und für Abtreibung, kostenlose Drogen, Sterbehilfe eintreten;

5) dass der oberste Hirte der Kirche seine erste Pflicht darin erkennt, den Glauben an Jesus Christus, den Erlöser, zu verkünden und dem Kaiser zu geben, „was des Kaisers ist“, anstatt das Geschäft der Soziologen, Politikwissenschaftler, Klimatologen und anderer zu betreiben;

6) dass die Männer der Kirche nicht aufhören, für die „nicht verhandelbaren Prinzipien“, insbesondere die Verteidigung des Lebens und der Familie, einzutreten, anstatt sich in Worten oder gar in Taten mit der Kultur des Todes und der Genderideologie gemein zu machen;

7) dass die Liebe zur Schöpfung nicht länger mit heidnischem und pantheistischem Ökologismus, und Gottes „Barmherzigkeit“ nicht mit moralischem Relativismus oder religiöser Gleichgültigkeit verwechselt wird;

8) dass die Kirche den Ruf der afrikanischen Brüder höre (Kard. John O. Onaiyekan, Kard. Robert Sarah, Kard. Francis Arinze ...: „Der Westen täusche unsere jungen Leute nicht mit falschen Mythen!“) und mit der Kirche Osteuropas – so Johannes Paul II. in seinem „Gedächtnis und Identität“ –, dass „die Heimat für alle eine wahre Mutter ist“ und dass die „Verteidigung der eigenen Identität“ nicht Nationalismus sei;

9) dass chinesische Katholiken, wie von Kardinal Zen Ze-kiun beklagt, nicht durch unmögliche und unfaire Vereinbarungen dem kommunistischen diktatorischen Regime geopfert werden;

10) dass die Christen in der Welt, die im Namen Christi Folter und Tod ausgesetzt sind, von ihren Hirten nicht mehr hören müssen, dass Allah und Jesus Christus der „gleiche Gott“ sind.


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