Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  2. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  3. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  4. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  5. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  6. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  7. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"
  8. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war
  9. Influencerin bezeichnet Trans-Politiker als Mann: zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt
  10. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  11. Frust beim Klima-Kleber-Jesuiten
  12. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  13. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  14. Deutschland: Katholische Kirche verzeichnet mehr Erwachsenentaufen trotz Mitgliederrückgang
  15. "Satanisches Lachen" - US-Demokraten aus Massachusetts feiern Ermorden von Kindern bis zur Geburt!

Mit welcher Schlaffheit teilweise der Glaube hier gelebt werde

3. August 2019 in Deutschland, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Volker Kauder kritisiert Horst Seehofer, weil sich der Innenminister gegen einen generellen Abschiebestopp für zum Christentum übergetretene Iraner ausgesprochen habe


Bad Blankenburg (kath.net) Volker Kauder, der ehemalige CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende, hat Kritik am deutschen Bundesinnenministerium unter der Leitung von Horst Seehofer geübt, weil sich Seehofer gegen einen generellen Abschiebestopp für zum Christentum übergetretene Iraner ausgesprochen habe. Bei der Jahreskonferenz der Deutschen Evangelischen Allianz bezeichnete Kauder es als einen untragbaren Zustand, dass Iraner, die zum Glauben an Jesus gefunden hätten, wieder in ein Land ohne Religionsfreiheit zurückgeschickt werden. Ein Erfolg sei es, so Kauder, dass aber künftig beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) nicht mehr der Glaube überprüft werden solle. Dort seien den Flüchtlingen Fragen gestellt worden, die selbst viele Christen aus Deutschland nicht beantworten könnten.


Künftig sei nur mehr das Taufzeugnis ausschlaggebend. "Wir sind das Land der Religionsfreiheit. Deswegen müssen wir sie auch verteidigen.“, betonte Kauder. Deutschland habe viele Flüchtlinge aufgenommen. Da könne es jetzt nicht auf 3.000, 4.000 oder 5.000 mehr angekommen: „Wir lassen nicht locker.“ Er sei der Allianz dankbar, dass sie ihn in dem Anliegen unterstütze. Später im Gespräch mit Konferenzteilnehmern ergänzte Kauder, dass die Anerkennung der Taufurkunde nur der erste Schritt sei. Denn die entscheidende Frage für das BAMF sei, wie jemand seinen Glauben lebe. Das Bundesamt argumentiere, dass jemand, der zu Hause in seiner Wohnung in der Bibel lese, nicht als Christ auffalle und darum auch zurückgeschickt werden könne. Dazu Kauder: „Es gibt kein Glaubensexistenzminimum.“ Wer seinen Glauben leben wolle, müsse das öffentlich und frei tun können.

In seinem Grußwort sagte Kauder ferner, er habe bei seinen Reisen ins Ausland Unterschiede bei Christen festgestellt. Er wundere sich, mit welcher „Schlaffheit“ teilweise der Glaube hier gelebt werde. Das sei in Indien anders, obwohl es dort negative Folgen haben könne. Er riet zudem zur Gelassenheit auf. Christen dürften wissen, dass sie nichts Endgültiges leisten müssten: „Das Endgültige werden wir woanders erleben.“ Es sei auch nicht immer der der Erfolgreichste, der am lautesten schreie, sondern der, der am beharrlichsten in seiner Sache bleibe.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Glaube

  1. Priester sagt, in seiner Gemeinde gebe es viele religiöse Menschen, aber nur wenig Christen
  2. Bischof Ivo Muser: "Der größte Mangel, den wir in unserer Diözese haben, ist der Gläubigenmangel"
  3. „Die Generation Z, die in Manhattan zur Messe kommt, sucht keine alternative Clubszene“
  4. Katholische Influencer öffnen neue Zugänge zum Glauben für die junge Generation
  5. Kardinal Nichols: „Das kostbarste Geschenk, das der Kirche anvertraut ist: das heilige Messopfer“
  6. „Junge Menschen, die zum Glauben zurückkehren, wollen den ‚vollen fetten Glauben‘“
  7. Kardinal Arborelius: In Schweden „weiß jeder, dass die katholische Kirche Abtreibung ablehnt“
  8. US-Vizepräsident Vance kündigt Buch über seinen persönlichen Rückweg zum katholischen Glauben an
  9. Spanische Bischofskonferenz beleuchtet Verhältnis von Verstand und Emotion im persönlichen Glauben
  10. „Broken Mary“ - Papst segnet die außergewöhnliche Marienstatue „Unsere Mutter der Beschädigten“






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  3. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  4. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  5. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  6. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  7. "Die meisten kommen wegen der Sozialleistungen"
  8. Frust beim Klima-Kleber-Jesuiten
  9. Grösse
  10. Angeklagt, weil er einen schismatischen Bischof nicht rehabilitierte: Armeniens Patriarch Karekin II
  11. Scharfe innerorthodoxe Kritik an Kyrills Atomwaffen-Predigt
  12. „Ich spüre die Berufung zu pilgern“ – Andrzej Kurek pilgert seit 65 Jahren nach Tschenstochau
  13. Salzburg: Opernstar bereitete Franziskus-Rolle im Kapuzinerkloster vor
  14. Ceuta: Integrationsministerin Bauer fordert mehr Außengrenzschutz und effektive Rückführungen
  15. ALfA startet „von-Galen-Projekt“ zum 85. Jahrestag der Predigt von St. Lamberti

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz