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Schönborn: Öffnung des Priesteramtes löst nicht alle Probleme

13. Juni 2019 in Österreich, 30 Lesermeinungen
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Noch rekonvaleszenter Kardinal bei Sommerempfang im Erzbischöflichen Palais: Entscheidendes Kriterium dafür, Priester zu werden, ist "echte Leidenschaft für Gott und die Menschen"


Wien (kath.net/KAP) Es sei ein Irrtum zu meinen, mit geänderten Zugangsbestimmungen zum Priesteramt bzw. mit dessen Öffnung für verheiratete Männer und Frauen seien "alle Probleme gelöst". Darauf hat der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn am Mittwochabend beim Sommerempfang für Vertreter von Medien, Wirtschaft und Kultur hingewiesen. Scherzhafter Nachsatz: "Damit oute ich mich jetzt als schrecklicher Reaktionär." Entscheidendes Kriterium dafür, Priester zu werden, ist laut Schönborn "echte Leidenschaft für Gott und die Menschen". Wenn das nicht gegeben sei, müsse man sagen: "Hands off!"

Der Kardinal relativierte die oft gehörte Rede vom Priestermangel mit dem Hinweis auf den komplementären "Gläubigenmangel". Heute gebe es mehr Priester pro praktizierendem Katholiken als noch vor 50 Jahren.
Der traditionelle Empfang im noch im Umbau befindlichen Innenhof des Erzbischöflichen Palais war einer der ersten öffentlichen Auftritte des Kardinals nach seiner Prostatakrebsoperation am 7. Mai. Es gehe ihm gut, auch wenn er noch rekonvaleszent und "auf Halbtempo" sei, antwortete Schönborn auf die Frage seines moderierenden Pressersprechers Michael Prüller. Nach der Diagnose habe er "etwas vollmundig" erklärt, seine Krebserkrankung sei eine "Win-win-Situation": Entweder werde er geheilt oder ihn erwarte der Heimgang zu Gott. Nun sei er dankbar für die großartigen Leistungen der Ärzte und auch für die vielen ihn begleitenden Gebete. Zum Thema Tod halte er es nun - so Schönborn scherzend - mit dem, was der langjährige Chauffeur der Wiener Kardinäle oft sagte: "Nur net vordrängen!"


Kirchliches Amt wird sich weiterentwickeln

Inhaltlicher Mittelpunkt des Gesprächs vor vielen prominenten Gästen war die für 22. Juni geplante Weihe von insgesamt acht Priesterkandidaten der Seminare der Diözesen Wien und Eisenstadt; in ganz Österreich sind nach derzeitigen Stand 27 Priesterweihen vorgesehen. Zum Thema "Identitätskrise des Priesters" sagte Kardinal Schönborn, in 2000 Jahren Kirchengeschichte habe sich in der Sozialgestalt des Klerus viel geändert, und das kirchliche Amt werde sich zweifellos weiterentwickeln - etwa der Diakonat. Zugleich gebe es einen "lebendigen Kern" des Priesterseins, der wohl auch dazu führe, dass viele Pfarrgemeinden große Sehnsucht nach priesterlicher Präsenz hätten und empörte Briefe schrieben, wenn eine Versetzung anstehe: Dieses Unverwechselbare und Unaufgebbare am priesterlichen Dienst konzentriere sich in der Feier der Heiligen Messe, wies der Wiener Erzbischof hin. Ohne Eucharistie fehle der Kirche der "innerste Kern", deshalb werde man immer Priester brauchen.

Vor den acht Weihekandidaten betonte Schönborn, Priester sollten "keine Angst vor Zusammenarbeit" mit Laienvertretern haben. Ein "monarchisches Konzept", bei dem die Laien nur als "passive Herde" rund um den Priester fungierten, sei eine "Karikatur" und nicht die Realität. Entscheidend für die Zukunft seien "lebendige Gemeinden" und die Frage "Habe ich Lust dabeizusein?", erklärte der Kardinal.

Michael Prüller interviewte anschließend zwei der Priesterkandadaten auf dem Podium und wies auf eine Studie in den USA hin: Die meisten Männer, die sich für den Priesterberuf entscheiden, hätten davor Priester in ihrem Umfeld erlebt. Der Kommunikations-Chef der Erzdiözese Wien schloss dazu den Appell ans Publikum an, wie Berufungen gefördert werden könnten: "Laden Sie Priester ein!"

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Archivfoto Kardinal Schönborn (c) Erzdiözese Wien


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Lesermeinungen

 Bernhard Joseph 14. Juni 2019 
 

@Paissios

Nun, wir reden hier von den ersten 2 Jahrhunderten nach Christi!

Da gab es eben noch keine Kirchengebäude im heutigen Sinne. Die heidnischen Opferaltäre waren für Christen Tabu, weil entweiht. Gleichwohl gab es die sogenannten Opfertische, die von Christen als "Altar" benutzt wurden. Diese Opfertische waren natürlich keine normalen Tische, sondern wurden wohl schon früh entsprechend verziert und vor allem dienten sie allein der Zelebration, was ja bei einem normalen Esstisch nicht der Fall wäre.

Ob in den frühen Gemeinden schon eine Ostung konsequent durchgehalten werden konnte, ist fraglich, da ja eben die Kirchenbauten fehlten - das war eine Zeit schlimmster Verfolgung und da musste z.T. im Geheimen die Eucharistie gefeiert werden - also durchaus in Privathäusern. Erst mit der konstantinischen Wende haben sich die konkreten Formen der Messfeier herausgebildet, was aber nicht heißt, dass vorher irgend ein Mahl gefeiert wurde und es keine klaren Regeln der Feier gegeben hätte.


4

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 helveticus 14. Juni 2019 
 

@ stefan fleischer

Was Gott von dir will, das musst du Auge in Auge mit ihm zu erfahren suchen.

Hl. Edith Stein


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 Paissios 14. Juni 2019 
 

Opferaltar, kein Tisch

@Bernhard Josep:
Im Athanasiusboten Juni 2019 heißt es von seiten Pater Schmidbergers: "Tatsächlich wird das Opfer Gott und Gott allein dargebracht; der Zelebrant wendet sich mithin zum Kreuz, zum Tabernakel, der in der Mitte des Opferaltares steht, [und] zelebriert gegen Osten. Er ist der Hirt, der seiner Herde vorausgeht und sie ins Himmelreich hineinführt. Der große Liturge Klaus Gamber hat unwiderlegbar nachgewiesen, dass es die Zelebration versus populum in der Kirche nie gegeben hat. Die engebliche Rückkehr zur urchristlichen Praxis ist schlicht und einfach ein Betrug."

Zur Einordnund des Gesagten: Die Anwort ergab sich im Verlauf eines Interwies mit der Kirchlichen Umschau. Die Ausgangsfrage lautete:

"Die Liturgiereform begann mit dem Umdrehen der Ältäre. Darf man sagen, hier sei man zur urkirchlichen Praxis zurückgekehrt?"


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 Bernhard Joseph 14. Juni 2019 
 

@Paissios / "Heute redet man nur noch von einem Mahl"

Das liegt an der verheerenden und die geschichtlichen Tatsachen der frühen Kirche verfälschenden Aussagen vieler Bibelexegeten seit dem 19. Jahrhundert. So behauptete Harnack absurderweise, man habe im Anfang ein normales Mahl an einem gewöhnlichen Esstisch "zelebriert".

Dabei wird konsequent übersehen, dass es schon in der Antike Sakraltische gab, auf denen kein Opferfleisch sondern Mehl und Wein dargebracht wurden. Insofern ist es völlig abwegig und entspricht einem merkwürdigen Geschichtsverständnis, wenn man diese Tatsache ausblendet und nicht erkennt, dass schon die frühen christlichen Gemeinden die Eucharistie an einem Altar (Sakraltisch und kein normaler Esstisch) gefeiert haben.

Die Banalisierung der Eucharistie ist ein protestantisches Anliegen, dass die Forschung massiv verfälscht hat. Wo ein Wille, da ist eben immer auch ein Weg.


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 doda 14. Juni 2019 

Kleine Korrektur

Der Slogan heißt lediglich:
'Die Sache Jesu braucht Begeisterte'


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 doda 14. Juni 2019 

Sozialarbeiter

.."echte Leidenschaft für Gott und die Menschen", sollte ein christlicher Sozialarbeiter mitbringen.
Sozialpriester hat der Nach-Konzils-Slogan 'die Sache Gottes braucht Begeisterte' schon mehr als verträglich hervorgebracht.
Ob das Münsteraner Priesterseminar diesen Slogan immer noch auf seiner Homepage hat? - vor wenigen Jahren habe ich ihn dort noch gelesen...


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 girsberg74 13. Juni 2019 
 

@freya „Dieser Kardinal ist für mich eine einzige Karikatur.“

Nicht nur für Sie! - Mein Problem, ich kann darüber schon gar nicht mehr lachen.


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 AlbMag 13. Juni 2019 
 

"Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt ...

... und euch dazu bestimmt, daß ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibe, damit, was immer ihr vom Vater in meinem Namen erbittet, er euch gebe." [Vgl. Jerusalemer Bibel, Joh 15, 16] Haben wir denn jetzt zu wenig, zu viele oder genau richtig Priester, wie der Herr es will? ... Jesus sagt zu ihm: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich. [Vgl. Jerusalemer Bibel, Joh 14, 6] Könnte es sein, dass da gewisse Zeitgenossen gut dastehen wollen und gar das Heft (Gottes) selbst in die Hand nehmen wollen? Und steht nicht auf dem Barmherzigkeitsbild von der hl. Schwester Faustina: "Jesus, auf Dich vertraue ich"?


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 siebenschlaefer 13. Juni 2019 
 

@Paissios: Hervorragende Kommentare zum thread - danke

Meinerseits möchte ich noch hinzufügen, dass "Leidenschaft" und "Lust, dabeizusein" sicher keine hinreichenden Motive darstellen, katholischer Priester zu sein. Ich erinnere mich noch an eine Werbekampagne des Bistums Essen vor mehr als 20 Jahren. Abgebildet auf einem Poster war ein verschwitzter junger Mann beim Fussballspiel, darunter der Kommentar: "Wir brauchen keine frommen Jungs, wir brauchen Priester". Schon damals war also in diesem Offenbarungseid die Stoßrichtung vorgegeben. "Frömmigkeit" als Makel. Was aber ist Frömmigkeit eines Priesters anderes als eine tiefe, gewachsene und verinnerlichte Christusbeziehung?
Es ist der offenkundige Anthropozentrismus, der die Kirche kaputtgemacht hat, sehr zur Freude des Herrn der Finsternis, der auch meint, jeder solle sein eigener Gott sein.


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 Stefan Fleischer 13. Juni 2019 

Im Übrigen aber denke ich

dass nicht eine Leidenschaft, und sei sie noch so gross und edel, entscheidend für das Priesteramt sein kann, sondern schlicht und einfach der Gehorsam gegenüber dem Ruf Gottes, der Berufung, zu welcher man sein "fiat voluntas tua" sagt, im vollen Bewusstsein, dass gerade auf diesem Weg das Kreuz nie fehlen wird.


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 Bernhard Joseph 13. Juni 2019 
 

Rückkehr zu den Wuzeln tut not - Zitat aus "Zölibat in der frühen Kirche" von Stefan Heid:

"Wenn von Klerikern Enthaltsamkeit gefordert wird, dann muß natürlich Unzucht vor der Weihe besonders schwer wiegen. So ist es in der Tat. Auf die Zeit vor der Taufe schaut man nicht. Man denke nur an den unsteten Lebenswandel des späteren Bischofs Aurelius Augustinus bis zu seiner Bekehrung; bekanntlich hat er einen unehelichen Sohn. Nach der Taufe aber gilt eine sittliche Verfehlung als schweres Delikt. Für Männer stellt sie sogar ein Weihehindernis dar, wie Cyprian von Kathargo bezeugt...In jedem Fall aber wird ein solcher Mann nicht mehr geweiht. Er mag noch so sehr sein Vergehen abgebüßt haben, er braucht sich keine Hoffnung mehr auf ein kirchliches Amt zu machen...Origines sagt ausdrücklich: Männer, die nach ihrem Eintritt ins Christentum Unzucht begangen haben, werden auch nach ihrer Buße und Wiederaufnahme zu keinem Amt mehr in der Kirche zugelassen...Unzucht muß deshalb mit besonderer Härte bestraft werden, weil damit die Klerikerdisziplin auf dem Spiel steht."


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 freya 13. Juni 2019 
 

Schönborn wie man ihn kennt: Nicht Fisch und nicht Fleisch!

Wahrscheinlich meint er mit "Weiterentwicklung des Priesteramts" ein graduelles PA der Laien - in Anlehnung an sein Eheverständnis: Nur kein "monarchisches Konzept", bei dem die Laien den Priestern unterstellt sind. Dieser Kardinal ist für mich eine einzige Karikatur.


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 Bernhard Joseph 13. Juni 2019 
 

Ergänzung zu meinem unteren Kommentar

Um es klarer zu formulieren: Der Zölibat, entwickelte sich nachweisbar aus der Verpflichtung zur absoluten Enthaltsamkeit, wie er in der frühen Kirche, also von Anfang an, für die Weihe gefordert wurde. Insofern ist die Verpflichtung zur Ehelosigkeit notwendig an die sexuelle Enthaltsamkeit gekoppelt, ja aus geniun erwachsen. Der Priester soll sich ganz dem Glauben geben.

Insofern kann sich das kirchliche Amt, was die Zölibatsverpflichtung anbetrifft, nicht ändern, ohne den "lebendigen Kern" des Priesterseins zu verändern respektive das Priestersein aufzulösen.

Es ist eben nicht möglich Diener zweier Herren zu sein. Sich ganz in den Dienst stellen, verlangt notwendig das Vermögen zur absoluten Enthaltsamkeit.

Wo das nicht gelebt oder nicht verstanden wird, kommen Kandidaten ins Amt, wie der Nackt-Selfie Bischof Zanchetta!


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 lesa 13. Juni 2019 

Fragwürdige Rede von Weiterentwicklung

@Eliah: Bischof Voderholzer sagte kürzlich, dass das kirchliche Lehramt die Frage des Diakonats noch nicht so eindeutig beantwortet habe wie jene des Priestertums, liege darin begründet, „dass die Lehre vom dreistufigen Weiheamt noch nicht überall ganz erfasst worden ist“. Es kann sich nur um die so verstandene "Weiterentwicklung" handeln.
Vielleicht wäre es am besten, dieses Wort, das inzwischen zu einem Reizwort für Grabenkämpfe geworden ist, zu ersetzen - wenn es um die Wahrheit geht ...


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 einsucher 13. Juni 2019 
 

@Ginsterbusch

Es bestreitet niemand, dass Berufungen ein Gebet bedrüfen. Es ist jedoch auch so, dass viele Berufungen geweckt werden, wenn es einen persönlichen Kontakt mit einem Priester gibt, der Funke wird so weitergegeben werden.
Aus meiner eigenen Berufungsgeschichte weiß ich sehr gut, das es viel früher zu einem Entschluss gekommen wäre, wenn es einen Kontakt zu einem Priester gegeben hätte, einen privaten Kontakt bei einem gemeinsamen Mahlzeit. Den gab es nicht, so dass mein hören auf den Ruf viele Jahre verdrängt war. Erst als es 2015 mit einem Priester Kontakt gab, der mich konkret auf das Thema ansprach, bei einer Tasse Kaffee zu der er bei uns eingeladen war… Seit 2016 verfolge ich nun konkreter den Weg der Nachfolge.
Es steht dem Gebet nicht im Widerspruch, wenn es Begegnungen mit Priestern gibt die eine Berufung wecken. Warum betet man um Berufungen, wenn man an der 'alten Kirche' festhält, die offensichtlich iMn. nur Gebet aber keiner Kontakte bedarf? Die Berufung lebt von Kontakten


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 Paissios 13. Juni 2019 
 

Pfarrer von Ars über die Priester

"Bedenken wir: Durch die Priester kommt
Heil oder Verderben, Segen oder Fluch über das Volk!

Wenn im Alten Bund andere Geißeln nicht mehr genügten, um das verhärtete Volk von seinen Irrwegen uurückzubringen, dann schickte Gott die
schwerste Geißel: schlechte und verblendete Priester! Betet daher, dass
Gott, der Herr, heilige Priester erwecke!

O wie traurig, wenn ein Priester nicht
verinnerlicht ist! Aber dazu gehört Ruhe, Schweigen Einsamkeit. Das Priestertum – es ist die Liebe des Herzens Jesu.

O, was ist der Priester Großes! Wenn er
es verstünde, würde er sterben ...

Gott gehorcht ihm: er spricht zwei Worte und auf seine Stimme steigt uns
der Herr vom Himmel herab und verschließt sich in die heilige Hostie.

Der Priester ist kraft seiner Vollmachten größer als ein Engel. Wenn man die Religion vernichten will, beginnt man die Priester anzugreifen."


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 paul_1 13. Juni 2019 
 

2 Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.

Mir persönlich geht es darum:
Es geht mir um ein Nahverhältnis des Priesters zu seiner Gemeinde. Er solle ein Hirte sein, der seine Schafe kennt, vielleicht sie besucht und segnet wenn sie krank sind oder andere Not vorliegt. Vielleicht könnte man es so sagen, wer von Gott berufen wurde, der sollte dieses Amt auch so ausüben, wie es von Christus gedacht war. Es sollte ihm möglich sein eine so große Anzahl an Gläubigen vorzufinden, dass er sein Amt so ausüben kann wie es geplant ist. (Problem Zeitmangel, Problem Gottesdienst an 2 Orten, hin und her pendeln, Problem kurzer Kontakt mit den Menschen usw. Bei zu großen Räumen und zu vielen Gläubigen ist es sicher schwierig, die richtige Nähe zu den Menschen zu finden. Es gibt viele Kirchenaustritte auch deswegen, weil einige Menschen, die in Not waren diese Hilfe aus Zeitmangel nicht vorgefunden haben, wobei ich festhalten möchte tlw. auch aus Eigenschuld und tlw. aus Zeitmangel.


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 Paissios 13. Juni 2019 
 

Chaos, Abbruch, Verdunkelung des Glaubens.

So ist ein im neuen Athanasiusboten (Juni/2019) abgedrucktes Interview mit Pater Franz Schmidberger überschrieben.

Schmidberger veweist als Beispiel des Niedergangs auf eine niederländische, einst blühende Gemeinde.

Ich zitiere: "[I]n der Provinz Limburg, wurde 1931 eine herrliche große Kirche mit 800 Sitzplätzen gebaut. Vor dem Konzil war sie jeden Sonntag fünfmal bis auf den letzten Platz gefüllt, es gab also 4 000 Gottesdienstbesucher. Heute wird noch eine Sonntagsmesse zelebriert, an der 90 Gläubige teilnehmen. Eine Abnahme also von fast 98 %. Nach Auskunft des Pfarrers gehen von diesen [wiederum] noch 10 % zur heiligen Beichte ..."

Das sind 9 Leute, die noch Sündenbewusstsein und Reue haben bzw. diese noch vor Gott bringen. Wahrscheinlich sind dies zudem vorwiegend alte Leute.

Wir sind längst protestantantisch.

Erreicht wurde dies durch das unbewusste Verdrängen der heiligen Eucharistie als lebendiges Sühnopfer für unsere Sünden.

Heute redet man nur noch von einem Mahl.


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 paul_1 13. Juni 2019 
 

1 Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.

Unserem Kardinal Schönborn alle Gute und schnelle Genesung. Man sollte auf ihn hören, da er doch zu diesen hohes Amt berufen wurde. Gibt es Beweise dafür, dass Kandidaten mit Freimaurerhintergrund bereits zu Priestern gemacht worden sind. Ich hoffe, dass das nur ein ungutes Gerücht ist. Das Problem wird hier aufgezeigt. 1 Es gibt immer weniger Gläubige die zur Messe gehen am Sonntag an ihrem Ort oder den Priester helfen bei Erfüllung seiner Aufgaben. 2 Es gibt immer weniger Männer, die zum Priester berufen werden oder vielleicht gibt es auch Spätberufene, die erst nach langer Ehe merken, dass sie dieses Amt vielleicht doch interessiert, jedoch durch die Ehe ausgeschlossen sind. Entscheidend Gott gibt diese Berufung den Berufenen ein und dieser Bewirbt sich dann bei der einen Kirche und diese prüft, ob Gott in wirklich berufen hat. Die aktuellen Kriterien der Kirche sind anzuwenden.Die Tradition der Kirche sollte erhalten werden und nur im äußersten Notfall eine Änderung erfahren.


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 Paissios 13. Juni 2019 
 

Er redet genau wie Papst Franziskus

Die "Öffnung des Priesteramts löst nicht alle Probleme"; aber fast alle?

Ich denke, seine Exzelenz wollen schon einmal hinweisen auf den Fall, dass die Öffnung der Seminare eben nicht Erhofftes bringt! Es wird dadurch kein neues Pfingsten geben!

Ich glaube, Kardinal Schönborn weiß selber ganz genau, dass hier nicht das Heilmittel liegt.

Es sind wohl immer die in Ganzhingabe brennenden Priester, die Jesus selbst als Hoherpriester sichtbar machen und zur totalen Nachfolge annimieren. Denken wir nur an den Pfarrer von Ars oder Pater Pio. Diese Vorbilder werden 10 000 de Berufungen geweckt haben, ähnlich wie der Heilige Benedikt und der Heilige Franziskus.

Es sind immer die Menschen, bei denen wir den angedeuteten lichten Schein um das Haupt 'sehen' resp. fühlen. (Heiligenschein) Das reine Licht zieht an.

Wo Heiligkteit, da auch Wunder und Weckung der Charismen des hl. Geistes; da Wachstum, da Neuanfang statt 'Erneuerung', da Reformation in das Urbibild des Menschen Adama/Jesus.


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 girsberg74 13. Juni 2019 
 

Er ist ja so was von lieb und charmant,

doch bringt das, was er sagt, die Kirche in ihrem überlieferten Glauben irgendwie weiter?


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 Bernhard Joseph 13. Juni 2019 
 

Werter @Montfort - Apropos Zulassungsbedingung

Die frühe Kirche hat nicht die Ehelosigkeit als das entscheidende Kriterium für die Weihe angesehen, sondern die absolute Enthaltsamkeit, wobei der Kandidat natürlich zur Ehe grundsätzlich fähig sein musste. Insofern konnten in der frühen Kirche auch verheiratete Männer geweiht werden, wenn sie danach in absoluter Enthaltsamkeit mit der Ehefrau lebten (Josephsehe).

Betrachtet man sich die Missbrauchsskandale in der Kirche, so sieht man deutlich, dass dieses Enthaltsamkeitsgelübde von bestimmten Kandidaten als bloß formales Gelübde zur Ehelosigkeit interpretiert wird. Einige Kandidaten avancierten dann nach der Weihe selbst zu Bischöfen, wie z.B. der Nackt-Selfie Bischof Zanchetta, der ja des Nachts durchs Priesterseminar schlich, um sich "massieren" zu lassen.

Man merkt dem Kardinal an, dass er den springenden Punkt bei der Eignung zum Priester nicht klar und deutlich benennen will, wohl aus Rücksicht auf die von ihm angesprochenen engagierten Laienvertreter/innen.


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 Montfort 13. Juni 2019 

Entscheidend ist allerdings die Frage,

wie der Wiener Kardinal es mit den "Zulassungsbedingungen" hält.

Wie mir versichert wurde, weihte er in seiner Diözese bereits wissentlich Kandidaten mit bekannterweise homosexuellen Neigungen und auch Kandidaten, die der Freimaurerei angehörten, zu Priestern.

Da ist dann der "Mangel an echten Priestern" hausgemacht, auch wenn es "relativ" im Bezug zu den Gläubigenzahlen "mehr" Priester gibt als früher. Der Kardinal vergisst oder Verschweigt bei seiner "Rechnung" allerdings offensichtlich auch die Sendung der Kirche zu Mission und "nachgehender Seelsorge".

Heilige Maria, Mutter der Priester, bitte für uns!


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 bernhard_k 13. Juni 2019 
 

Lieber Herr Kardinal

Bitte machen Sie leidenschaftlich Werbung für den Zölibat.

Zölibat = Ganzhingabe (nicht nur halbe Hingabe) an Jesus Christus aus riesengroßer Liebe (nicht nur aus halber Liebe) zu IHM!

Sagen Sie, dass der Zölibat auch vorbildlich ist für alle anderen Kirchen ... wir, die Kath. Kirche sind eben diesbezüglich vorbildlich!

Sagen Sie, dass bei sehr großer(!) Jesusliebe der Zölibat ein Segen, und Missbrauch dann kein Thema mehr ist ... machen Sie bitte viel Werbung!


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 nazareth 13. Juni 2019 
 

Wir werden nicht müde zu sagen, dass der Wille Gottes in allem zählt. Dann ordnen sich alle Dinge von selbst. Keine Pädophilie oder Homosexualität stehen in Zusammenhang mit dem Zölibat. Sie wären für die christliche Ehe ohnehin auch nicht fähig. Verheiratete Priester in diesen protestantischen Ausnahmefällen finde ich spitze. Verheiratete Diakone auch. Gläubige Laien und Ordensleute, die sich gewaltig fruchtbringend einsetzen mit allen ihrer Variablen Talenten, das ist wunderschön, mit einem Hirten, der seine Herde mit Güte und Umsicht führt. Denn für die rechte Lehre ist er letztlich verantwortlich. Dort wo Gottes Wille oberste Prämisse ist, gibt es keine Schamlosigkeit, Bereicherung, Ausschweifung, Spaltung, Neid und Herrschsucht. Jesus als Diener aller mit souveräner Autorität des Himmels.


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 Bernhard Joseph 13. Juni 2019 
 

Höchst betrübliche Aussagen eines Kradinals

Mit der Öffnung des Priesteramtes löste man kein einziges Problem, sondern zerstörte die katholische Kirche und machte aus ihr einen Sozialverein für Selbstdarsteller.

Ein Priester sollte vor einer Zusammenarbeit heute epidemisch in der Kirche vorfindlichen
linksgrün indoktrinierten, sogenannt engagierten Laienvertretern sehr wohl auf der Hut sein, insofern diese immer versuchen werden, das Zepter in die Hand zu nehmen, so dass der Pfarrer am Ende zum bloßen Statisten degradiert wird. Nicht wenige Pfarrer (darunter wirkliche gute Pfarrer) haben in der Vergangenheit auf Grund solcher engagierter Laienvertreter resigniert, was der Glaubenswirklichkeit erheblichen Schaden zugefügt hat.

Das Feiern der Messe, also Liturgie ist keine Tanzveranstaltung, bei der jeder mal mitschunkeln darf und soll, das wäre eben eine Karikatur des Glaubens.

Nicht das Mitmachen zählt, sondern das Mitglauben. Es ist erschreckend, wie sehr dies von exponierten Hirten heute immer übersehen wird: mit Absicht?


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 lakota 13. Juni 2019 
 

Nun, für Berufungen

braucht es freilich in erster Linie das Gebet, aber für einen jungen Mann kann das Zeugnis und Beispiel eines guten Priesters den letzten Anstoß geben, selbst Priester zu werden, da hat Kardinal Schönborn nicht unrecht.


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 Stefan Fleischer 13. Juni 2019 

Ich habe immer gemeint

Entscheidendes Kriterium dafür, Priester zu werden, sei die Berufung durch Gott!


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 Eliah 13. Juni 2019 
 

Weiterentwicklung

Das Amt des Priesters werde sich zweifellos weiterentickeln, meint der Kardinal. Dann kann ja nichts mehr schiefgehen, oder? Das Leben von Adam und Eva hat sich mit Hilfe der Schlange ja auch weiterentwickelt.


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 Ginsterbusch 13. Juni 2019 

Laden Sie Priester ein?

Ich dachte immer, für Berufungen benötigt es Gebet.
Früher wurde in der Gemeinde um Berufungen gebetet.
Ach, sorry Herr Kardinal....das war ja noch die alte Kirche, die noch nicht weiterentwickelte.


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