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Christentum ist nicht „schmerzfrei“ – Keine Mission ohne Kreuz

12. Juni 2019 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
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Pater aus Afrika: "Das anästhesierte Christentum, das in Afrika und in Teilen der Welt verkündet wird und die Massen anzieht, kommt nicht von Jesus Christus, sondern ist rein menschliches Unternehmen, das als ‚Produkt‘ Nachfrage befriedigen soll.“


Kara (kath.net/Päpstliche Missionswerke Fides) "Eine der großen existenziellen Tendenzen unserer heutigen Welt ist es, alles 'schmerzfrei' gestalten zu wollen. Viele Christen in Afrika träumen von einem friedlichen Leben ohne Leiden und Opfer. In der Praxis träumen wir von einem schmerzfreien Christentum", so Pater Donald Zagore, ivorischer Theologe von der Gesellschaft der Afrikamissionen. "Wir träumen von einem Leben ohne Leiden, Schmerz und Not. Diese existentielle Herangehensweise, die von Ängsten und Buße bereinigt ist, zeigt sich auch in der Realität der religiösen Erfahrung. Und doch“, so Zagore weiter, „führt ein schmerzfreies Christentums dazu, dass der Einzelne Gefangener einer illusorischen Realität wird. Es wird zu einer spirituellen Illusion. Die afrikanische Kirche muss zeigen, dass es kein echtes Christentum gibt ohne die Kraft und die Macht des Kreuzes, den Weg zur Erlösung."


"Der gesamten missionarischen Tätigkeit Christi, aus der die missionarische Tätigkeit der Kirche hervorgeht, wohnt das Kreuz inne. Im Leiden, im Schmerz, in den Tränen, in den Enttäuschungen, in den Missverständnissen, in den Widersprüchen manifestiert sich die Kraft des Evangeliums Christi. Dies ist die existenzielle Realität des Glaubens und der Missionstätigkeit, der sich jeder Christ, der durch die Taufe auch Missionar ist, nicht entziehen kann", so Pater Zagore weiter.

"Das anästhesierte Christentum, das auf den Straßen, in Afrika und in Teilen der Welt verkündet wird und die Massen anzieht, kommt nicht von Jesus Christus, sondern ist ein rein menschliches Unternehmen, das in einer im Wesentlichen wirtschaftlichen Dynamik aufgebaut und als ‚Produkt‘ die Nachfrage befriedigen soll. Aus diesem Grund kann das schmerzfreie Christentum in keiner Weise zu authentischem und prophetischem Glauben und missionarischer Tätigkeit führen", betont der Ordensmann abschließend.


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