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Wenn Christen verfolgt werden, müssen Kirchen mehr Rückgrat zeigen

29. April 2019 in Weltkirche, 9 Lesermeinungen
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Deutsche Tageszeitung "Die Welt" kritisiert deutsche Politiker und Kirchenvertreter, weil diese wenig Solidarität mit verfolgten Christen zeigen


Berlin (kath.net)
Die deutsche Tageszeitung "Die Welt" übt im Zusammenhang mit den Anschlägen auf die Christen in Sri Lanka scharfe Kritik an Kirchenvertretern, weil dieser wenig Solidarität mit verfolgten Christen zeigen. Klemens Ludwig erinnert in einem Kommentar, dass Christenverfolgung in der islamischen Welt kein neues Phänomen sei und diese Länder den Christen jene Rechte verweigern, die Muslime in Europa selbstbewusst in Anspruch nehmen. Ludwig kritisierte, dass in Deutschland die Sorge, Muslime zu provozieren, bislang weitaus wichtiger als die Solidarität mit verfolgten Christen war. So glänzte bei einer Resolution zum Völkermord an den Armeniern und Assyrern/Aramäern Angela Merkel und ihr Kabinett durch Abwesenheit. Auch gegenüber dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan werde kaum Haltung gezeigt. Fast niemand aus der christlichen Welt habe sich empört, als dieser angekündigt habe, die Hagia Sophia wieder in eine Moschee umzuwandeln.


Der Autor kritisierte dann, dass führende Kirchenvertreter aus Deutschland wie Kardinal Reinhard Marx, Chef der Deutschen Bischofskonferenz, und Bischof Heinrich Bedford-Strohm, Vorsitzender des Rats der Evangelischen Kirche, noch weniger Rückgrat als deutsche Politiker zeigen. Er erinnerte in dem Zusammenhang daran, dass beide es als opportun fanden, vor der Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem ihr Kreuz zu verstecken. "Wollten sie womöglich radikal die Nachfolge Petri antreten, der nach biblischer Überlieferung dort dreimal seinen Herrn verraten hat?", fragt Ludwig. Kritik übt der Autor auch daran, weil Marx den Begriff "christliches Abendland" ablehnte.

Symbolbild: Kirche in Irak/Mossul wird zerstört


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