Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  2. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  3. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  4. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  5. „Warum bin ich Christ“
  6. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  7. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  8. Was auch immer Synodalität sein soll
  9. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  10. Was eine Messe wiegt
  11. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  12. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  13. Papst ab Dienstag im Gemelli-Krankenhaus
  14. 'The Chosen': Sechste Staffel ab Dezember auf Netflix
  15. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'

Deutscher Kirchenrechtler Schüller: Papstrede war ein Fiasko

25. Februar 2019 in Weltkirche, 43 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Missbrauchsopfer schwer enttäuscht – "Die Presse" übt ebenfalls Kritik – Afrikanischer Bischof kritisierte Medienpolitik des Vatikans: "Wir bekamen die Anweisung, nicht mit der Presse zu sprechen. Thema Homosexualität wurde überhaupt nicht erwähnt"


Vatikan (kath.net)
Die Abschlussrede von Papst Franziskus beim Missbrauchskongress hat bei Missbrauchsopfern für Enttäuschung gesorgt. Seine Ansprache sei "der schamlose Versuch“ gewesen, "sich an die Spitze der Bewegung zu setzen, ohne sich der Schuld und dem Versagen zu stellen und wirkliche Veränderung anzugehen", schrieb Matthias Katsch vom deutschen Opferschutzverband „Eckiger Tisch“ laut einem Bericht des "Kurier". Der Brite Peter Saunders, der sich einmal in einem Ausschuss des Vatikans mit Kindesmissbrauch durch katholische Geistliche befasst hatte, bezeichnete die Rede laut AFP als enttäuschend. "Da ist vom Teufel die Rede, vom Bösen. Kein Wort von Null Toleranz oder dem Ausschluss von Kindervergewaltigern", sagte Saunders. Der deutsche Kirchenrechtler Thomas Schüller sprach sogar von einem "Fiasko" und meinte: "Es war eine vertane Chance (...) Es ist das Ende des Pontifikats in dem Sinne, dass Franziskus nicht als Reformpapst in die Geschichte eingehen wird, sondern als Bewahrer."


Die österreichische Tageszeitung "Die Presse" übt ebenfalls Kritik: "Dass Papst Franziskus am Sonntag die genannten Fakten anführt, mit dem Finger zuerst in diese und jene Richtung zeigt, bevor er erst Gewalt in der katholischen Kirche anspricht und anprangert, muss wie eine Minimierung oder Relativierung dieser Taten anmuten. Trotz gegenteiliger Beteuerungen." Die Rede von Papst Franziskus wird von der Zeitung als "beileibe kein Befreiungsschlag" in einer für die katholischen Kirche überaus heiklen Situation bezeichnet.

Scharfe Kritik übt auch die Zeitung "Die Zeit": "Der Missbrauchsgipfel ist gescheitert. Er war eine Enttäuschung für all jene, die sich von Papst Franziskus in seiner Abschlussrede ein konkretes Schuldeingeständnis und praktische Schlüsse versprachen. Also für die halbe Welt. Franziskus schlingerte gegenüber den vom Missbrauch Betroffenen, die nach Rom angereist waren, aber nicht mitdiskutieren durften", schreibt die Zeitung. Auch für die "Welt" war der Auftritt des Papstes beim Anti-Missbrauchsgipfel des Vatikans eine Enttäuschung

Ein afrikanischer Bischof hat laut Vatikanjournalist Edward Pentin Kritik an der Medienpolitik des Vatikans im Zusammenhang mit der Tagung geübt: "Wir bekamen die Anweisung, nicht mit der Presse zu sprechen. Alles musste über das Medienbüro der Tagung laufen. Das Thema Homosexualität wurde überhaupt nicht erwähnt."

Bischof Eleganti zum Gipfel




Kardinal Brandmüller




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus Papst

  1. Papst Franziskus möchte an Ostermesse teilnehmen
  2. Genesung in kleinen Schritten: Papst geht es etwas besser
  3. Vatikan kündigt nach fünf Wochen ersten Auftritt des Papstes an
  4. Papst will Aschermittwochs-Bußprozession selbst leiten
  5. Vom Argentinier zum Römer: Franziskus über seinen Start als Papst
  6. Fußballbegeisterter Papst mit zwei linken Füßen
  7. Papst will keine Ordensfrauen mit "Essiggesicht"
  8. Papst besucht an Allerseelen Gräber ungeborener Kinder
  9. Dilexit nos
  10. Belgien: Nach Papstaussagen zu Abtreibung und Frauen wollen sich nun 520 Personen ‚enttaufen’ lassen







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Vatikan sagt alle Papstaudienzen bis 20. Oktober ab
  3. Mexiko startet Jubeljahr der Guadalupe-Basilika mit Friedensappell
  4. Polen – ein Beispiel des christlichen Humanismus
  5. Papst ab Dienstag im Gemelli-Krankenhaus
  6. Müller kritisiert geplante öffentliche Hinrichtung in den USA scharf
  7. Was auch immer Synodalität sein soll
  8. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  9. Europa „entseuchen“?
  10. Gerettet durch ein Pro-Life-Schild: Die Geschichte der kleinen Sawyer
  11. Papst an Russland: Getreide der Ukraine muss exportiert werden
  12. US-Demokraten planen Abtreibung bis zur Geburt bei Wahlsieg im November
  13. Ägyptischem Konvertiten droht lebenslange Haft
  14. Arabische Jugendliche störten Abendmesse mit „Allahu Akbar“-Rufen in Wien
  15. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz