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Kardinal Dolan: Keine Kapitulation vor der Abtreibungskultur

12. Juni 2018 in Prolife, 3 Lesermeinungen
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Der Erzbischof von New York lehnt den Vorschlag eines Jesuiten ab, nicht mehr für ein Verbot der Abtreibung zu kämpfen.


New York City (kath.net/jg)
Timothy Kardinal Dolan, der Erzbischof von New York, hat mit deutlichen Worten die Vorschläge von P. Thomas Reese SJ zurückgewiesen, die Lebensschutzbewegung solle sich ausschließlich auf die Unterstützung von Schwangeren in Not konzentrieren und sich nicht mehr für Einschränkungen oder Verbote der Abtreibung einsetzen.

Dies sei eine „Kapitulation vor der Abtreibungskultur“ und eine gravierende Schwächung der Position des Lebensschutzes, schrieb Dolan in einem Artikel für Religion News Service.

Reese hatte in einem früheren Artikel für dasselbe Medium behauptet, für den Lebensschutz könne es sinnvoller sein, Kandidaten der Demokratischen Partei zu wählen, selbst wenn diese sich für die Beibehaltung der legalen Abtreibungen einsetzen würden, als für Republikanische Kandidaten, die für eine Einschränkung oder ein Verbot der Abtreibung eintreten würden.


Da Abtreibung ohnehin legal bleiben werde, sei es sinnvoll, die von den Demokraten vorgeschlagenen staatlichen Wohlfahrtsprogramme für Mütter und Kinder zu unterstützen und damit die Abtreibungszahlen zu senken. In der Wahlzelle hätten Lebensschützer nur die Wahl zwischen „Republikanischer Rhetorik und Demokratischen Ergebnissen“, schrieb Reese, der früher Chefredakteur des Jesuitenmagazins America war.

Kardinal Dolan kann dieser Argumentation nichts abgewinnen. Sie sei „fehlerhaft“ und „kontraproduktiv“. Reeses Vorschlag sei eine „unnötige Dichotomie“, betonte der Erzbischof. „Die katholische Tradition und die grundlegenden Menschenrechte lehren uns, dass jeder Mensch ein unveräußerliches Recht auf Leben hat, das vom Gesetz anerkannt und geschützt werden muss“, schrieb er wörtlich.

Auch wenn das Gesetz nicht der einzige Weg für den Schutz des Lebens sei, spiele es eine wesentliche Rolle, die das menschliche Handeln und Denken beeinflusse. Die Lebensschützer dürften den Kampf um die gesetzliche Anerkennung des Rechts auf Leben daher nicht aufgeben, ergänzte er.

Die Lebensschutzbewegung könne auf eine lange Tradition der Unterstützung schwangerer Frauen in Notsituationen verweisen, erinnerte der Kardinal. Darüber hinaus sei sie stets für eine Sozialpolitik eingetreten, die schwangere Frauen sowie Mütter und Kinder in Notlagen unterstütze, erinnerte der Kardinal.

Eine weitere problematische Annahme des Jesuitenpaters sei seine Behauptung, dass die Verwendung von Verhütungsmitteln Abtreibungen reduzieren würde. Mehr als die Hälfte der Frauen, die eine Abtreibung durchführen lassen wollten, hätten in dem Monat in dem sie schwanger geworden seien, Verhütungsmittel verwendet. Studien hätten gezeigt, dass die Verfügbarkeit von Verhütungsmitteln die Abtreibungszahlen nicht senke, schrieb Dolan.

Reese widerspreche mit seiner Forderung der Lehre der Kirche, welche die Verwendung von Verhütungsmitteln verurteile. Verhütungsmittel könnten darüber hinaus medizinische Nebenwirkungen haben, die den Frauen schaden. Viele Mittel würden außerdem nicht nur verhütend sondern auch abtreibend wirken, indem sie die Einnistung des empfangenen Embryos in der Gebärmutter verhinderten, erinnerte der Erzbischof.



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