Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Ein künstlich zusammengeschnittenes Interview und Schweigen im Vatikan
  2. Päpstliche Endzeit
  3. Umstrittene Papstaussagen - Gebetsaktion am Petersplatz
  4. 'Allahu Akbar' - Islamistenangriff in der Kirche Notre Dame/Nizza - Sakristan der Basilika geköpft
  5. Kardinal Burke: Franziskus’ Aussagen im Dokumentarfilm ‚Francesco’ nicht lehramtlich
  6. „Europa, finde zu dir selbst! Entdecke deine Ideale wieder, die tiefe Wurzeln haben“
  7. Die beiden wichtigsten Gebote
  8. "Die Katholiken sind nicht heimatlos geworden!"
  9. Bischof Eleganti: "Päpstliche Interviews sind inflationär geworden"
  10. US-Bischof: Die Kirche kann ‚objektiv unmoralische Beziehungen’ nicht akzeptieren
  11. „Päpste und Bischöfe müssen es in Medienwelt von heute lernen, sich klar und eindeutig auszudrücken“
  12. Deutsches Gericht: Maskenpflicht gilt auch für Priester
  13. Amy Coney Barrett ist US-Verfassungsrichterin! – Senat bestätigt die Kandidatin
  14. Schweden: Schüler muss Kreuz für Klassenfoto abnehmen
  15. Bischof Voderholzer betont, dass ein Film kein Medium für lehramtliche Verkündigung sei

Südkorea will Friedensnobelpreis für zwei Österreicherinnen

28. April 2018 in Österreich, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die beiden "Christkönigsschwestern" Marianne Stöger und Margit Pissarek pflegten mehr als 40 Jahre lang ehrenamtlich Lepra-Kranke auf der südkoreanischen Aussätzigen-Insel Sork.


Wien (kath.net/ KAP)
Werden die beiden österreichischen "Ordensfrauen" Marianne Stöger und Margit Pissarek mit dem Friedensnobelpreis 2019 ausgezeichnet? Eine koreanische Kampagne mit dem südkoreanische Ex-Ministerpräsident Kim Hwang-sik an der Spitze hat sich das jedenfalls zum Ziel gesetzt. Papst Franziskus, Kardinal Christoph Schönborn und Altbundespräsident Heinz Fischer unterstützen die Initiative. Stöger und Pissarek gehören dem Säkularinstitut "Ancillae Christi Regis" an. Sie kamen in den 1960er-Jahren in das nach Kriegsende von Armut und Leid gezeichnete Korea. Ihre ehrenamtliche Tätigkeit führte sie auf die Leprainsel Sorok, auf der sie schließlich 43 Jahre blieben und aufopfernd an Morbus Hansen bzw. Lepra Erkrankte pflegten. Dabei wurden sie von der Katholischen Frauenbewegung unterstützt.

Eine südkoreanische Delegation unter Leitung von Kim Hwang-sik tourt derzeit durch Europa, um für die Kampagne zu werben. Am Donnerstag machten die Koreaner in Wien Station. Schon am Mittwoch war die Delegation im Vatikan von Papst Franziskus empfangen worden. Der Papst sei vom Lebenszeugnis der beiden Frauen sehr beeindruckt gewesen, so Hwang-sik im "Kathpress"-Interview. Er habe dem Projekt bzw. den beiden Frauen seinen Segen erteilt.

Der südkoreanische Ex-Premier war am Donnerstag in Wien mit Altbundespräsident Heinz Fischer zusammengetroffen. Mit Kardinal Schönborn, der erkrankt ist, habe er telefoniert und ihm über das Vorhaben berichtet, so Hwang-sik. Im Wiener Erzbischöflichen Palais wurde die koreanische Delegation vom Wiener Generalvikar Nikolaus Krasa empfangen. Als Österreicher und Katholiken mache ihn die koreanische Initiative sehr stolz, so der Generalvikar, der zugleich auch die Katholische Frauenbewegung für ihr Engagement würdigte.


Hwang-Sik appellierte an die kirchlichen und politisch Verantwortlichen in Österreich, die Initiative zu unterstützen. Dies diene auch der weiteren Vertiefung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen Österreich und Korea.

Zu den reellen Chancen auf den Friedensnobelpreis wollte sich der Politiker gegenüber "Kathpress" nicht äußern. Das Wichtigste sei aber, das Lebenswerk der beiden Frauen bekannt zu machen, "damit sie auch endlich für ihr Wirken die Anerkennung bekommen, die sie verdienen." Hwang-sik sprach damit vor allem auch die Tatsache an, dass die beiden Frauen gut 40 Jahre lang ehrenamtlich in Korea wirkten und schließlich 2005 ohne Rente oder sonstiges Einkommen nach Österreich zurückkehrten. Die beiden, heute 84 und bald 83 Jahre alt, leben seither zurückgezogen in Tirol.

Sowohl der Staat Korea als auch die katholische Kirche hätten es verabsäumt, für den Lebensunterhalt der beiden im Alter zu sorgen, so der Priester Kim Yeonjun, Vorsitzender der "Marianne&Margatetha-Gesellschaft". Die "Marianne&Margatetha Gesellschaft" bemüht sich derzeit, eine Million Unterschriften für die Initiative zur Nominierung für den Friedensnobelpreis zu sammeln. Auch bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang hat man bereits für die Aktion geworben.

Die Gesellschaft hat u.a. einen Dokumentarfilm über das Wirken der beiden Christkönigsschwestern produziert, der am Donnerstagabend in der Wiener Urania gezeigt wurde. (Im Rahmen der "Internationalen Filmtage Innsbruck" vom 3. bis 5. Mai wird die Doku auch in der Tiroler Landeshauptstadt gezeigt.)

In Südkorea genießen die beiden Christkönigsschwestern Kultstatus und wurden mehrfach für ihren Einsatz im Zeichen der Menschenwürde und Nächstenliebe geehrt, zuletzt mit dem "Manhae-Preis für soziales Handeln" im August 2016. Geehrt wurde in diesem Zusammenhang auch die Katholische Frauenbewegung Österreichs. Eine Abordnung aus Österreich nahm den Preis in Stellvertretung der beiden "Ordensfrauen" entgegen.

"Korea-Hilfe" der Frauenbewegung

Die "Korea-Hilfe" für Stöger und Pissarek war jenes Projekt, mit dem die Katholische Frauenbewegung vor entwicklungspolitische Tätigkeit vor 60 Jahren startete. Die Begründerin der "Aktion Familienfasttag" und frühere kfbö-Vorsitzende Herta Pammer stand in engem Kontakt mit den beiden Tirolerinnen und besuchte sie auch in Südkorea. Die "Aktion Familienfasttag" der kfb, Österreichs einzige entwicklungspolitische Initiative mit dem Fokus auf Frauen, kooperiert heuer, im 60. Jahr ihres Bestehens, mit mehr als 100 Projektpartnerinnen in Asien, Afrika und Lateinamerika.

Veronika Pernsteiner, Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung, hob bei der Begegnung im Erzbischöflichen Palais die Nachhaltigkeit hervor, die die Hilfsprojekte der Frauenbewegung auszeichnen würden. Das werde besonders am Beispiel der Hilfe für Marianne Stöger und Margit Pissarek deutlich, die in der medizinischen Versorgung und menschlichen Betreuung der Leprakranken Pionierarbeit geleistet hätten.

Südkoreas Ex-Ministerpräsident Kim Hwang-sik, selbst evangelischer Christ, will die Nominierung der beiden Österreicherinnen im Jänner 2019 einbringen. Dann könnten sie Ende 2019 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet werden. Bis dahin will er die Kampagne in weiteren Ländern vorstellen.

O-Töne von Kim Hwang-sik stehen in Kürze unter www.kathpress.at/audio zum Download bereit.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Mariat 3. Mai 2018 

wahre Pionierarbei der beiden Frauen ...

Nachfolge im Dienst an den Kranken. An den an Lepra erkrankten. Diese werden aus ihrer Familie entfernt, auch Kinder, damit sie andere nicht anstecken.
Ein bitteres Leben.
Meine Respekt gilt diesen beiden Frauen, auch allen, die Leprakranke betreuen.
es freut mich, dass die beiden,Marianne Stöger und Margit Pissarek, eine Auszeichnung - den Friedensnobelpreis erhalten sollen.
Meine Bitte wäre: Dass für diese beiden der Staat Korea oder die katholische Kirche für ihren Lebensunterhalt sorgen würden! Überaus wichtig!!!


1

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Friede

  1. Taiwans Präsidentin: Offener Brief an Papst Franziskus zu ‚Dialog’
  2. Dialog, Versöhnung und ökologische Umkehr
  3. Frieden steht überall auf dem Wunschzettel
  4. Gute Politik steht im Dienste des Friedens
  5. Papst Franziskus reist nach Abu Dhabi: Frieden zentrales Thema
  6. Trump-Kim-Gipfel: Bischof sieht neue Hoffnung auf Frieden
  7. Papst: "Samen des Friedens einsäen"
  8. Vatikan will sich mit Japan für Abrüstung einsetzen
  9. Papst: Weltreligionen sollen ein Weg des Friedens sein
  10. Papst in Assisi: Betrachten wir das Geheimnis des allerhöchsten Gottes








Top-15

meist-gelesen

  1. Ein künstlich zusammengeschnittenes Interview und Schweigen im Vatikan
  2. Päpstliche Endzeit
  3. Schweden: Schüler muss Kreuz für Klassenfoto abnehmen
  4. Umstrittene Papstaussagen - Gebetsaktion am Petersplatz
  5. 'Allahu Akbar' - Islamistenangriff in der Kirche Notre Dame/Nizza - Sakristan der Basilika geköpft
  6. Benedikt XVI. zeigt wahre Größe – Benedikt distanziert sich von der „Integrierten Gemeinde“ (IG)
  7. Kardinal Burke: Franziskus’ Aussagen im Dokumentarfilm ‚Francesco’ nicht lehramtlich
  8. Farbanschlag auf katholische Kirche – „Abtreibungsgegnerinnen: Wir kriegen euch alle“
  9. Die Hybris des Jesuitenpaters James Martin
  10. Einen geistlichen Krieg gilt es zu streiten
  11. "Die Katholiken sind nicht heimatlos geworden!"
  12. Die beiden wichtigsten Gebote
  13. „Papst Benedikt XVI. hat mir eine erste Brücke zur katholischen Kirche gebaut“
  14. Deutsches Gericht: Maskenpflicht gilt auch für Priester
  15. „Päpste und Bischöfe müssen es in Medienwelt von heute lernen, sich klar und eindeutig auszudrücken“

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz