Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  2. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst
  3. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  4. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  5. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  6. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  7. Der Bischof und der Denunziant
  8. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  9. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  10. Die denkwürdige Wandlung des Tucker Carlson
  11. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  12. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  13. Der Glaube, der Gott nicht loslässt
  14. Nach Lebensschutzdemonstration: Zwölf Polizisten von Linksradikalen verletzt
  15. Schwuler Aktivist übt scharfe Kritik an Jens Spahn: „Es gibt kein Grundrecht auf ein Kind!“

Wissenschaft und Forschung auf den Menschen hin orientieren

15. April 2018 in Deutschland, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kardinal Marx predigte beim Festgottesdienst zu 150 Jahren TU München über Glaube und Vernunft.


München (kath.net/ pem)
Reinhard Kardinal Marx, Erzbischof von München und Freising, hat angemahnt, Wissenschaft und Forschung auf den Menschen hin zu orientieren. In einer Predigt beim ökumenischen Festgottesdienst zum 150-jährigen Bestehen der Technischen Universität (TU) München am Donnerstag, 12. April, in der evangelischen Markuskirche in München-Schwabing sagte er: „Der technologische Imperativ ‚Alles, was wir machen können, sollen wir auch tun‘, der ökonomische Imperativ ‚Alles, was man zu Geld machen kann, soll man auch machen‘, verbunden mit einer Moraltheologie des minus malum, des kleineren Übels, das führt uns sicher in den Abgrund“, so Marx. Das sei keine Theorie, es handle sich vielmehr um reale Mächte dieser Welt, auch in unserer Gesellschaft.


Der Festgottesdienst stand unter dem Leitwort „Glaube und Wissen“. Marx hob hervor, dass dies kein Gegensatz sei, im Gegenteil, Glaube sei selbst auch Wissen: „Es gibt mehr Zugänge zur Wirklichkeit, als naturwissenschaftliche Erkenntnis und Empirie, es gibt die Kunst, es gibt die Liebe, es gibt viele Erfahrungen, die wir machen, die auch Wissen sind – andere Arten des Wissens. Wir schauen auf die Welt mit verschiedenen geistigen, inneren Fähigkeiten. Der Glaube gehört dazu.“

Es gelte zu fragen, wie das spannungsvolle Verhältnis von Glaube und Vernunft fruchtbar gemacht werden könne. Beides seien Formen des Wissens. „Eine Vernunft, die sich abschließt und sich auf das empirisch Fassbare begrenzt, auf das ökonomisch Verwertbare, wird in Aporie enden und den Menschen nicht dienen“, so Kardinal Marx. „Ein Glaube, der sich der Verantwortung vor der Vernunft nicht stellt, dem Nachdenken nicht stellt, der Kritik nicht stellt, wird zur Sekte, wird im falschen Sinne museal“, so Marx. Ein solcher Glaube habe keine produktive Kraft für das Leben der Menschen.

Um des Menschen willen gelte es, das Wissen bis an die Grenzen zu erforschen, jedoch immer im Wissen um eben diese Grenzen des Menschen. Dies sei der Kern der Schöpfungsberichte. Die Grenze zu sehen, dass die Menschen nicht Gott sind, hebe aber nicht deren positiven Grundauftrag auf. Es bestehe „eine begründete Hoffnung, dass alles gut werden kann, weil Menschen von Gott geschaffen sind und fähig sind zu Vernunft und Glaube“, so Marx, der zugleich betonte, dass Freiheit immer auch mit Verantwortung verbunden sei: „Die Freiheit der Forschung, die aber nicht ungebunden ist, sondern auf das schaut, was den Menschen dient.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Wissenschaften

  1. US-Regierung unterstützt Forschung mit Gewebe von abgetriebenen Babys künftig nicht mehr
  2. Biotechnologie-Verordnung von US-Präsident Biden als Schritt zum ‚Transhumanismus’?
  3. US-Abgeordnete: Scharfe Kritik an Forschung mit Körperteilen abgetriebener Babys
  4. Universität Pittsburgh ist Zentrum für Experimente mit Körperteilen abgetriebener Babys
  5. Mondlandung bestätigte: "Mensch lebt nicht von Brot allein"
  6. Alles Zufall, oder was?
  7. Kutschera übt Selbstkritik – ohne seine Thesen zu revidieren
  8. Theologe Huber: Immer weniger Naturwissenschafter glauben an Gott
  9. Klimawandel-Hysterie und die Bewahrung der Schöpfung
  10. DNA-Studie: Alle Menschen stammen von einem Paar ab






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  3. "... der Sieg, der die Welt besiegt hat, ist unser Glaube” (1 Joh 5,4)"
  4. "Mit Leib und Seele bei Gott – unsere Berufung zur Vollendung"
  5. Schwuler Aktivist übt scharfe Kritik an Jens Spahn: „Es gibt kein Grundrecht auf ein Kind!“
  6. Iranischer Christ warnt vor Ausbreitung des Islam im Westen
  7. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  8. Britischer Millionär finanziert Rechtskosten für Christen, die wegen Straßenpredigten angeklagt sind
  9. "Für kein Geld der Welt"
  10. Bartholomaios kritisiert Moskauer und Belgrader Patriarchen
  11. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August
  12. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  13. In Zell am Ziller eröffnet ein Museum über den Heiligen Engelbert Kolland
  14. Das Ziel, für das der Mensch bestimmt ist. Die Aufnahme Mariens als Verheißung des ewigen Lebens
  15. Vor 100 Jahren: Guadalupe-Bild heimlich in Kleiderschrank versteckt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz