Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  2. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  3. Papst Leo gratuliert der neuen Erzbischöfin von Canterbury
  4. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  5. Spanien am moralischen Abgrund
  6. Euthanasie-Skandal in Spanien: Wurde Noelia Castillo Ramos der Widerruf verweigert?
  7. Besser keine Laienpredigt
  8. Christliche Werte unerwünscht - Einschränkung der Meinungsfreiheit in Finnland!
  9. Die ÖVP - eine "Wählertäuschung"
  10. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Münster
  11. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  12. Dienst, Ordnung, Sendung: Die hierarchische Gestalt der Kirche
  13. Wien: Einziger Christ in der Klasse wird "Schwein" genannt
  14. Kardinal Eijk zelebriert erstes Hochamt im Vetus Ordo: „Eindrückliches, unvergessliches Erlebnis“
  15. IOC klärt: Künftig nehmen keine Transfrauen mehr an Frauenwettbewerben bei Olympischen Spielen teil!

Österreichweit gab es 2017 bis zu 750 Erwachsenentaufen

21. Jänner 2018 in Österreich, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Rund 75 Prozent davon sind Konvertiten mit muslimischem Hintergrund - Massiver Anstieg gegenüber 2016


Wien (kath.net/KAP) Österreichweit hat es im Jahr 2017 bis zu 750 Erwachsenentaufen gegeben. Das geht aus aktuellen Zahlen des Koordinationsbüros für Katechumenat und Asyl der Österreichischen Bischofskonferenz hervor. Von diesen 750 neuen Katholiken haben rund 75 Prozent einen muslimischen Hintergrund. Die Zahl der Erwachsenentaufen ist damit zuletzt deutlich angestiegen. 2014 verzeichnete die amtliche Statistik der Bischofskonferenz 305 Erwachsenentaufen, 2015 waren es 322 und 2016 bereits 433.

Hauptgrund für die Zunahmen ist die hohe Zahl von Taufbewerbern - sogenannten "Katechumenen" - aus muslimischen Ländern, die im Zuge der Flüchtlingsbewegung nach Österreich kamen und Christen werden wollen, wie Ulrike Dostal, Leiterin des Koordinationsbüros, gegenüber "Kathpress" erläuterte. Dazu kämen aber auch noch eine Reihe von Muslimen, die bereits längere Zeit in Österreich gelebt hätten.

Freilich werde sich der Zuwachs vermutlich nicht in gleicher Weise künftig fortsetzen, so Dostal, denn die hohe Zahl von 2017 sei zu einem Gutteil auf die große Zahl an Flüchtlingen zurückzuführen, die 2015 nach Österreich kamen, sich in Folge früher oder später entschlossen, zum Christentum zu konvertieren und dann die mindestens ein Jahr dauernde anspruchsvolle Taufvorbereitung absolvierten.


Deshalb rechnet Dostal damit, dass die Zahl der Erwachsenentaufen in Österreich zwar hoch bleibt, aber nicht mehr vergleichbare Zuwächse wie 2016 und 2017 zu verzeichnen sein werden. Für die Erzdiözese Wien rechne sie für 2018 mit bis zu 200 Erwachsenentaufen. 2017 waren es noch 255. Eine Unbekannte für die Zahlen 2018 ist zudem die Abschiebepraxis der heimischen Behörden.

Taufe, Firmung und Erstkommunion

Rund die Hälfte der Täuflinge wurden in der Osternacht in die katholische Kirche aufgenommen, der Rest im späteren Jahresverlauf. Die Taufvorbereitung dauert in der katholischen Kirche ein ganzes Jahr und ist sehr umfangreich: Zentrale Inhalte sind dabei die Bibel, die Sakramente und das Glaubensbekenntnis. Üblich ist auch, soweit möglich, die aktive Teilhabe am Pfarrleben.

Nach rund einjähriger Vorbereitungszeit steht dann oft am Beginn der Fastenzeit die Taufzulassung durch den Ortsbischof. In der Karwoche wird schließlich in den Domkirchen das Chrisam- und Katechumenenöl geweiht und in die Pfarren gebracht, wo dann in der Osternacht die Taufe selbst stattfindet. Erwachsene erhalten dabei in der Regel alle drei Initiationssakramente - Taufe, Firmung und Erstkommunion - in einer Feier.

Absurde Praktiken bei Asylverfahren

Kritik an "immer absurderen" Praktiken bei den Interviews im Asylverfahren hatte kurz vor Weihnachten der evangelische Oberkirchenrat Karl Schiefermair geäußert. Bei den "Glaubensprüfungen" würden Inhalte abgefragt, die "90 Prozent der österreichischen Evangelischen nicht beantworten" könnten, kritisierte der hochrangige Vertreter der evangelisch-lutherischen Kirche. Immer wieder würden in Folge Asylantrage wegen mangelnden Wissensstandes abgelehnt oder Scheinkonversion unterstellt. Nicht der Staat, sondern die Kirche habe die Ernsthaftigkeit des Taufwillens zu prüfen und über die Rechtmäßigkeit der Taufe zu entscheiden, betonte Schiefermair.

Von Seiten des Koordinationsbüros für Katechumenat und Asyl der Österreichischen Bischofskonferenz hieß es gegenüber "Kathpress", dass man mit den gleichen Problemen wie die Evangelische Kirche zu kämpfen habe. Dabei würden die Kirchen die Konversionen sehr ernst nehmen und mit der intensiven Vorbereitung und den damit verbundenen hohen Ansprüchen an die Taufwerber Scheinkonversionen vorbeugen.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Taufe

  1. Bistum Hongkong im Aufbruch: Erneut rund 2.500 Taufen zu Ostern 2026, davon 1.600 Erwachsene
  2. Niederlande: 40 Prozent Zunahme bei Aufnahme von Erwachsenen in die katholische Kirche
  3. Erzbistum Sydney: Rekordzahl an Aufnahmen in die katholische Kirche
  4. Belgien: Rekordzahl an Erwachsenentaufen zu Ostern 2026
  5. Nuntius Eterović: „Danken wir dem dreieinigen Gott von Herzen für das große Geschenk der Taufe“
  6. Exponentieller Anstieg von Bewerbern um die Erwachsenentaufe in Nordost-Spanien
  7. Georgischer Patriarch Ilia II. hat bereits 50.000 Patenkinder
  8. Vatikan: Bei Kirchenaustritt keine Löschung aus dem Taufregister
  9. Brasilianischer Fußballstar Ronaldo ließ sich mit 46 Jahren taufen
  10. Verbot von Taufen im Genfersee – Beschwerde beim Bundesgericht






Top-15

meist-gelesen

  1. Euthanasie-Skandal in Spanien: Wurde Noelia Castillo Ramos der Widerruf verweigert?
  2. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Spanien am moralischen Abgrund
  4. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  5. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  6. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  7. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Münster
  8. Papst Leo gratuliert der neuen Erzbischöfin von Canterbury
  9. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  10. Wenn das künftige nominelle Kirchenoberhaupt mit dem eigenen Glauben fremdelt
  11. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  12. Kardinal Eijk zelebriert erstes Hochamt im Vetus Ordo: „Eindrückliches, unvergessliches Erlebnis“
  13. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  14. Besser keine Laienpredigt
  15. Christliche Werte unerwünscht - Einschränkung der Meinungsfreiheit in Finnland!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz