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Eskalation um den Malteserorden

28. Dezember 2016 in Aktuelles, 55 Lesermeinungen
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Vatikan schaltet sich ein. Im Hintergrund tobt ein kirchlicher Machtkampf. Im Hintergrund geht es um das Thema "Entweltlichung". Auch kath.net wird bedroht


Rom (kath.net/red/af/pb)
Die Neubesetzung des Großkanzlers des Souveränen Malteser-Ritter-Ordens sorgt weiterhin für heftige Diskussionen in kirchlichen Kreisen und für Verstimmung im Orden und beim Vatikan. kath.net hat berichtet.

Im Hintergrund geht es unter anderem auch darum, dass Werke des Ordens wie beispielsweise Malteser International, die eingebunden in
internationale Hilfsaktivitäten der UNO und vieler NGOs in Krisengebieten sind, rund um den Erdball auch Kondome und orale Verhütungsmittel verteilt haben, ein Vorgang, der mit der Lehre der Kirche klar nicht vereinbar ist. Außerdem soll es sogar Projekte gegegeben haben wie beispielsweise im Kongo, wo nach Vergewaltigungen sogar spezielle „Pillen danach“ verteilt wurden, um eine Schwangerschaft zu verhindern.

Der erste Fall soll vor vielen Jahren in Afrika aufgetreten sein. Allerdings scheinen sich diese Vorgänge wiederholt zu haben und an
verschiedenen Orten bis heute fortdauern. Die Malteser kassieren für ihre Aktivitäten auch internationale Gelder wie zum Beispiel für ein Projekt für den Zeitraum von 2013 bis 2016 im Rahmen von „Save the Children“, wo es um einen Betrag von USD 2,1 Mio für „Global Fund to Fight HIV and AIDS“ geht.

In dem Zusammenhang hat jetzt ein unabhängiges US-Institut im Umfeld der amerikanischen Pro-Life-Bewegung, das Lepanto Institut, vor wenigen Tagen einen umfassenden Bericht über einige internationale Aktivitäten des Ordens publiziert. Dabei wurden direkte Internetlinks zu UN und anderen Dokumenten bereitgestellt, in denen die Malteser bis heute als Kooperationspartner für die Verteilung von Kondomen aber auch oralen Verhütungsmitteln aufgezählt werden. Außerdem zeigt der Report die Webseite des Aids Dienstes der Malteser in Österreich, wo Kondome und Femidome als Mittel gegen Aids aufgezählt werden. Sogar eine Jobannonce der Malteser aus dem Jahr 2014 wird gezeigt, bei der ein Mitarbeiter unter anderem mit Erfahrung zur Beratung für die Verwendung von Kondomen, gesucht wird.


Der für all diese internationalen Hilfsaktivitäten zuständige Malteser war Albrecht Freiherr von Boeselager, Großhospitalier von 1989-2014 sowie Präsident von Malteser International. Er wurde 2014 zum neuen Großkanzler des Ordens gewählt. Als vor einiger Zeit weitere Aktivitäten des Ordens aus der Zeit von Boeselager bekannt wurden, die nicht mit der Lehre der Kirche über Verhütung und Familienplanung im Einklang standen, bat der Fürst und Großmeister des Ordens, Frá Matthew Festing, Boeselager um
seinen Rücktritt. Es gibt dazu in Rom sogar das Gerücht, Boeselager habe den Orden nicht über die weiteren Aktivitäten in dem genannten Zusammenhang informiert und den diesbezüglichen Bericht anfänglich nicht an den Großmeister weitergegeben.

Erschwerend kam hinzu, dass Boeselager ein spezielles Gehorsamsversprechen gegenüber seinen Vorgesetzten im Orden, das sogenannte "Oboedienzversprechen" abgelegt hatte. Als Ritter in Oboedienz ist eine Verweigerung einer Bitte oder Anordnung seiner Vorgesetzten im Orden eine schwere Verfehlung gegen das Reglement des Ordens. Als er den gebotenen Rücktritt mehrfach verweigerte, wurde er suspendiert und das oberste Führungsgremium des Ordens wählte einen neuen Großkanzler.

Boeselager und einige Verbündete, vor allem aus Deutschland und Österreich begannen anschließend bei verschiedenen Stellen zu intervenieren. Aus dem Vatikan ist zu erfahren, dass unter anderem Kardinal Marx in dem Zusammenhang aktiv wurde. Die Einflussnahmen waren vorerst erfolgreich, denn kurz vor Weihnachten wurde eine "vatikanische Untersuchungskommission" einberufen. Laut ABC-News soll diese vor allem aus Leuten aus dem Umfeld von Boeselager bestehen.

Interessant in dem Zusammenhang ist, dass der Vatikan beim Malteserorden durch einen permanenten Vertreter, den vom Papst selber ernannten Kardinalpatron Raymond Kardinal Burke repräsentiert ist. Beim Großkanzler selbst handelt es sich um den Innen- und Außenminister des unabhängigen Völkerrechtssubjektes Malteserorden und nicht um eine
Funktion, die mit der Spiritualität des Ordens zu tun hat. Nur für diese kann aber de facto der Vatikan eine Zuständigkeit beanspruchen. Alle anderen Bereiche der Regierung des Ordens sind dessen unabhängige, innerstaatliche Angelegenheit und unterstehen nicht der obersten Jurisdiktion des Vatikan. Eine Vergleich: Das wäre so, als würde der Vatikan sich in die Regierungsgeschäfte oder Verfassungsfragen in Österreich oder Deutschland einmischen. Daher hat der Großmeister des Ordens den Vatikan klar auf diesen Umstand hingewiesen und die Untersuchungskommission, wegen mangelnder Zuständigkeit freundlich abgelehnt.

Kath.net hatte bereits Mitte Dezember über diese Vorgänge berichtet und dazu mit höchsten Vertretern des Ordens und des Vatikan gesprochen. Boeselager selbst schien der Bericht nicht zu gefallen und er ließ dessen angebliche Fehler durch seine Anwälte aufzählen. In einem Anwaltsschreiben wurde kath.net gedroht und zum Widerruf, zur Abgabe einer Unterlassungserklärung und für den Fall eines Verstoßes dagegen zur Zahlung einer hohen Geldbuße aufgefordert. Das Schreiben der
renommierten Bonner Rechtsanwaltskanzlei ist im Ton aggressiv und verlangt von kath.net nichts anderes als erwiesene Tatsachen, für die es unter anderem namhafte Zeugen im Orden und im Vatikan gibt, zu verschweigen.

Am Ende bleibt die Frage, warum Albrecht von Boeselager trotz seiner Abberufung, seine Suspendierung nicht zur Kenntnis nehmen will und sich in Interviews weiterhin als rechtmäßiger Großkanzler bezeichnet. Der Großmeister des Malteserordens, Frá Matthew Festing, rief deshalb ebenfalls knapp vor Weihnachten alle Mitglieder des Ordens und hier vor allem jene kleine Gruppe in den deutschsprachigen Ländern, die sich hinter Boeselager stellten und die Entscheidungen der Ordensregierung angriffen, auf, sich loyal zum Ordens- und Staatsoberhaupt zu erklären und dessen Entscheidungen zu akzeptieren.

Weitere Infos:

http://www.lepantoinstitute.org


https://www.orderofmalta.int



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Lesermeinungen

 Bankster 2. Jänner 2017 


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 Bankster 2. Jänner 2017 

ad Landpfarrer

somit muß der Vatikan nichts tun, denn der Malteserorden ist bereits "ganz in die Unabhängigkeit entlassen" - es gibt keinerlei Abhängigkeiten vom Hl. Stuhl, außer, daß die Kirchen und Konventualhäuser des Ordens seinem obersten Jurisdiktionsprimat unterstehen - das kann man sicherlich leicht aufgeben.
Insofern ist der Malteserorden mit seiner über Jahrhunderte gewachsenen Laienspiritualität, ganz auf der Höhe der Zeit und hat seinen guten Platz im Rahmen des katholischen Umfelds.
Der Hl. Stuhl anerkennt auch, sowie ca. 140 weitere Staaten der Erde, die völkerrechtliche Souveränität des Ordens und seinen Status als "juristische Person". Der Cardinalis Patronus entspricht somit einem Nuntius. Man könnte hier sicherlich die Begrifflichkeiten dahingehend ändern. Alles andere sollte analog zu vielen anderen Organisationen oder Staaten beim status quo bleiben.
Die Ordensprälaten und Kapläne mit dem Titel Monsignore sind ein altes Privileg analog zu Privilegien anderer Organisationen.


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 landpfarrer 2. Jänner 2017 
 

Unabhängig vom konkreten Fall für dessen Bewertung mir die notwendigen Kentnisse des Ordensrechtes fehlen, stellt sich mir die Frage, ob eine Organisation wie der Malteserorden überhaupt noch einen Platz im Rechtsgefüge der Kirche hat. Einerseits will man ein Teil der Kirche sein und dieser dienen, dann entzieht man sich (der "Fall Boeselager" ist ja nicht das erste Mal) der Aufsicht der Kirche (konkret dem Jurisdiktionsprimat des Papstes unter Verweis auf die Souveränität als Völkerrechtssubjekt. Vielleicht wäre es nötig, dass die Kirche den Malteserorden ganz "in die Unabhängigkeit entlässt" mit allen Konsequenzen wozu auch gehörte, dass man Klerikern verbieten könnte, dort tätig zu sein und auch mit den vielen Ehrenämtern für Kleriker hätte es dann ein Ende (z.B. "Ordenskapläne" in Prälatensoutane) . So wären saubere Verhältnisse geschaffen und der Malteserorden eine Wohltätigkeitsorganisation wie andere. Ob dann die Souveränität noch eine Bedeutung hätte, ist zu fragen.


0
 
 Bankster 2. Jänner 2017 

rechtlicher Rahmen 3

Die Verfassung des Ordens sagt, daß der Orden souveränes Völkerrechtssubjekt ist. Darüber hinausgehend sagt die Verfassung, daß selbst die Mitglieder des 1. und 2. Standes, als Mitglieder in ewigen und zeitlichen Gelübden sowie Mitglieder mit Oboedienzversprechen, ausschließlich ihrem im Orden gegebenen Superior unterstehen und niemand sonst über sie, in Ordensangelegenheiten eine Juristiktion ausüben darf.
Der Orden ist eben nicht nur ein religiöser Laienorden innerhalb der Kirche sondern auch ein souveränes Völkerrechtssubjekt, analog zu jedem anderen Staat oder einigen internationalen Institutionen.
Somit hat der Vatikan keine Kompetenz hierzu tätig zu werden, außer über seinen, vom Papst ernannten Cardinalis patronus beim Orden und der darf, ähnlich einem Nuntius nur begleiten aber nicht exekutiv tätig werden. Falls der Vatikan seine Anerkennung der Souveränität des Ordens diesem entziehen sollte, könnte er theoretisch Angelegenheiten des 1. und ev. 2. Standes an sich ziehen.


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 Bankster 2. Jänner 2017 

rechtlicher Rahmen der Absetzung 2

...der Großmeister hat aber die Kompetenz, lt. Kodex, jederzeit abweichende Regelungen von eben diesem Kodex, in Ausnahmefällen zu beschließen. Das bedeutet, er könnte Boeselager auch ohne 2/3 Mehrheit jederzeit aus dem Orden ausschließen oder auf lange Dauer suspendieren (denn wie lange eine derartige Suspendierung dauern darf, ist im Kodex nicht geregelt)

Daher noch einmal und ob es den Beteiligten gefällt oder nicht. Boeselager hat einem mehrfach und seit langem immer wieder geäußerten Wunsch des GM nach seiner Demission, nicht entsprochen. Er hat sich weiters geweigert, unter Oboedienz gegenüber seinem Superior, zurückzutreten. Daraufhin wurde lt. Kodex ein Disziplinarverfahren gegen ihn eröffent und der GM hat ihn innerhalb des laufenden Verfahrens suspendiert. Daraufhin hat der Souveräne Rat das damit vakante Amt (ein Ordensmitglied mit suspendierter Mitgliedschaft kann wohl kein Amt in diesem Orden innehaben!) per Mehrheitsbeschluß, wie im Kodex vorgesehen, neu besetzt.


6
 
 Bankster 2. Jänner 2017 

rechtlicher Rahmen der Absetzung 1

Einige in diesem Forum und in anderen Medien diskutieren, ohne die Verfassung des Ordens und den Kodex jemals selber gelesen zu haben und übernehmen die Logik einiger Beteiligter.
Fakt ist, daß der Großmeister sich absolut auf dem Boden der Verfassung und des Kodex bewegte als er Boeselager absetzte. Er und der Großkomtur sind die gegebenen Oberen für einen Inhaber der hohen Ämter, mit Wohnsitz am Sitz der Ordensregierung und universalem Auftrag. Lokale Obere können bestenfalls subsidiärer Superior eines Inhabers eines universalen Amtes sein (analog zur Kirche!)
Bei Verletzung der Oboedienz (wie vom GM angeführt!) muß lt. Kodex ein Disziplinarverfahren eingeleitet werden und der GM kann jederzeit und vorsorglich während eines solchen laufenden Verfahrens, einen Amtsträger suspendieren - genauso geschehen! Und daher ist folgerichtig ein neuer GK ad interim bestellt worden. Der finale Ausschluß kann nur mit 2/3 Mehrheit des Souveränen Rates geschehen daher derzeit nur Suspendierung.


6
 
 maska 2. Jänner 2017 
 

@geistlicher Rat

Lesen Sie bitte den Artikel zumThema in der Tagespost der letzten Woche. Es wäre zudem freundlich, wenn Sie nicht persönlich würden. Es argumentiert sich besser, wenn man sachlich bleibt. Meine Annahme, dass Sie das Recht des Ordens nicht kennen, infolge aus dem was Sie selber schreiben, siehe mein Kommentar, was die Absetzung Baron Boeselagers betrifft. Er kann auf diese Weise nicht abgesetzt werden. Und in der Tagespost finden Sie entsprechenden Kommentar vom Ordenskomtur.
Meinen Kindern Rate ich immer, wenn sie mit jemandem disputieren, ist es klug, in dessen Haus zu gehen und aus seinem Fenster die Welt zu betrachten. Sonst kommt es nicht zum Gespräch, sondern......


0
 
 geistlicher rat 31. Dezember 2016 

@maska

Schon interessant, was Sie da so von sich geben!
1) Woher nehmen Sie die Gewissheit, dass ich die Konstitution und das Recht des Ordens NICHT kenne?
2) Wenn Sie mein Statement nochmal aufmerksam, ohne Schaum vorm Mund, lesen, werden Sie feststellen, dass der GM B. zum Rücktritt aufgefordert hat um sich in Ehren zurückziehen zu können und als dieser ablehnte, hat er ihm den Rücktritt befohlen, zu was er jederzeit das Recht hat. Es war auch nicht der GM, der B aus dem Orden warf, sondern die Disziplinarkommision unter Vorsitz des Großkommandeurs v. Rumerstein. B war auch kein Professritter, sondern ein Oboedienzritter! Falls Ihnen der Unterschied nicht bekannt sein sollte, legen Professritter, wie andere Ordensmänner auch, die ewigen Gelübte ab und damit hat auch der Vatikan ein gewisses Mitspracherecht. B ist "nur" Laie, der dem GM (!) die absolute Treue und den Gehorsam geschworen hat, also kannte er sehr wohl die Konsequenzen, die der Ungehorsam gegen den GM nach sich ziehen wird.


8
 
 maska 31. Dezember 2016 
 

@ geistlicher Rat,

Es tut mir Leid, aber Sie verbreiten die Unwahrheit. Selbst wennetwas geschrieben steht (lLepanto), ist das keine Garantie für Wahrheit.
Sie kennen weder das Recht des Ordens, Festing kann Boeselager nicht absetzen, noch wissen Sie um weitere Hintergründe.
Worum geht es Ihnen? Bringt sie das im Himmel ein Stüfchen höher? Tun Sie lieber etwas Gutes,, wie auch immer, .....


0
 
 maska 31. Dezember 2016 
 

@geistlicher abrät


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 geistlicher rat 30. Dezember 2016 

@maska @chorbisch

Laut den Infos, die mir vorliegen, lief es so ab: der Großmeister (GM) bat Boeselager (B) um ein Gespräch. Zudem anwesend waren der Großkommandeur v. Rumerstein (R) und Kard. Burke. Der GM forderte B auf sein Amt niederzulegen, damit B sein Gesicht wahren könne und im Orden verbleiben, was B ablehnte. Dann forderte der GM ihn ein zweites Mal auf und erinnerte B an seine Gehorsamspflicht, aber B lehnte wieder ab. Daraufhin eröffnete R und nicht der GM (!) ein Disziplinarverfahren gegen B und mit Zustimmung des Souveränen Rates und der Mehrheit der Ritter wurde B aus dem Orden ausgeschlossen. Alles rechtskonform. Nachdem B dem 2. und nicht dem 1. Stand des Ordens angehört, hat der Vatikan hier gar nichts mitzureden, worauf der GM freundlich aber bestimmt hingewiesen hat.

Was die Krönung des Papstes anbelangt glaube ich schon, daß dann jeder Franziskus sagen würde. Georg VI. v. Großbritannien hieß vorher auch Albert v. Windsor aber niemand hat ihn nach der Krönung mehr so tituliert!


6
 
 anjali 30. Dezember 2016 
 

Kondome

@Pharao: Ich finde dass alle Sex wobei Kondome notwendig sein sollen,sowieso falsch ist und man soll das einfach vermeiden.


5
 
 Pharao 30. Dezember 2016 
 

Legitime Kondome

Bekanntlich hat Papst Benedeikt XVI. in einem Interviewbuch erwähnt, der Gebrauch von Kondomen durch Prostituierte sei legitim. (Logisch, da sie sich sóhnehin nicht an die kath. Sexualmoral halten und um Schlimmeres zu verhindern.) Manchmal wird hier der Eindruck erweckt, das Kondomverbot sei Teil des Credos und kenne keine Ausnahmen. Dem ist nicht so! Natürlich sind Kondome allein keine Lösung; sie können aber durchaus Schlimmeres verhindern.
Die Interna eines souveränen Völkerrechtssubjekts sind mir ziemlich egal; aber wenn ein kath. Verband sich an der AIDS-Bekämpfung beteiligt, finde ich das begrüßenswert!


1
 
 maska 30. Dezember 2016 
 

Zur Klarstellung, was den Gehorsam

im Malteserorden betrifft.
https://www.domradio.de/themen/weltkirche/2016-12-20/boeselager-sieht-sich-weiter-als-grosskanzler-des-malteserordens
So einfach und schwarz weiss geht es auf der Welt nicht zu. Sie ist bunt. So vom Herrgott geschaffen und fordert von uns Einfühlung, Verständnis und Aufeinanderzugehen.


1
 
 chorbisch 30. Dezember 2016 
 

@ geistlicher rat

Glauben Sie wirklich, kirchenkritische Leute hätten es nicht "gewagt" Papst Johannes Paul II. und Benedikt XVI. mit ihren bürgerlichen Namen zu nennen, wenn diese mit der Tiara gekrönt worden wären?

Warum sollten sie? Dene bedeutet das doch nichts.

Als Protestant könnte ich sagen, was gehen mich diese Gewohnheiten der "Katholen" an, aber selbst wenn ich so dächte, was ich nicht tue, wäre es für mich eine Frage der Höflichkeit, mich in einem katholischen Forum, an die hier üblichen Formen zu halten, lieber @Aegidius2.

Was die Malteser betrifft, haben Sie rein formalrechtlich recht. Aber wichtiger ist doch, ob Herr von Boeselager wirklich wegen der ihm vorgehaltenen Verfehlungen entlassen wurde.
Manche Medien behaupten ja, Kardinal Burke versuche den Orden in der Auseinandersetzung mit Papst Franziskus zur "Bastion der Konservativen" zu machen, und da wäre ein mit der deutschen "Amtskirche" sehr gut vernetzter Boeselager im Weg.
Ich weiß nicht, ob das stimmt, ich gebe es nur wieder.


0
 
 Aegidius2 30. Dezember 2016 

Geistlicher Rat, darauf einen Malteserkreuz, natürlich eiskalt.
In diesem Sinne: Prost!


1
 
 geistlicher rat 29. Dezember 2016 

@norbertus

Um Ihre Frage kurz zu beantworten: NEIN!

Ihnen das Warum auseinander zu setzen, würde den Rahmen sprengen! Die Malteser sind kein "normaler" Orden, wie die Benediktiner, Zisterzienser etc.pp. und unterliegen daher nicht dem Codex juris canonici (CIC) oder irgendeiner Kongregation. Was nun den Casus "Boeselager" anbelangt, ist der Fall eigentlich völlig klar, da es letztlich gar nicht auf das "warum" ankommt. Er war ein "Ritter in Obödienz", sprich zu absolutem Gehorsam verpflichtet. Nachdem er, trotz mehrfacher Aufforderung sein Amt niederzulegen, sich geweigert hat, kannte er die Konsequenzen vorher! Wenn ein Regierungschef (hier: Großmeister) einen Minister (hier: Großkanzler) zum Rücktritt auffordert und er dies nicht tut, dann wird er halt entlassen. Punkt!

Noch einen kleinen Seitenhieb bzgl. Bergoglio/Franziskus (andere Päpste wurden auch genannt JPII, BXVI): das kommt davon, wenn man die Tiara und die Krönung abschafft! Dann bleibt man eben immer "bürglich"! NIX FÜR UNGUAD! :-)


8
 
 newtube 29. Dezember 2016 
 

@ Chorbisch: zu kurz gegriffen

Schauen Sie mal, werter Chorbisch ...
Wenn man den Papst begegnet, wird der Papst mit "Heiligkeit" angesprochen, von Familienmitgliedern mit Jorge, von alten Schulfreunden kollegial mit Bergoglio.
In der Historiographie wie im allgemeinen Sprachgebrauch kann man sich auf einen Papst sowohl mit seinem ausgewählten Papstname, als auch mit seinem Familienname, als auch mit beiden beziehen.
So häufig: Gioacchino Pecci, Leo XIII., Enea Silvio Piccolomini, Pius II., Giovanni Maria Mastai-Ferretti, Pius IX., Giuseppe Sarto, Pius X., Eugenio Pacelli, Pius XII., Josef Ratzinger, Benedikt XVI., usw.
Es wird sowohl in der Literatur als auch im allgemeinen Sprachgebrauch keineswegs als unhöflich erachtet, auf einen Papst mit seinem Familienname hinzuweisen, sondern als durchaus normal.
So wird es auch von den jetzigen Bewunderern des Papstes gehandhabt, ehemals Kirchenfeinden.
Deshalb weise ich den Vorwurf der Unhöflichkeit postwendend an dessen verschwörungsfreudigen Urheber zurück.


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 cooperator veritatis 29. Dezember 2016 
 

@Thekla

Liebe Schwester im Herrn! Da ich ein Feind des tierischen Ernstes bin, habe ich mir ausnahmsweise den Scherz erlaubt, die Stelle Mk 3,25 in der lateinischen Fassung der (Nova) Vulgata zu zitieren. Durch die Angabe der Fundstelle konnte jede/r spielend leicht in seiner deutschsprachigen Bibelausgabe die Übersetzung nachschlagen. Was Sie ja auch getan haben.
Wie bei manch anderen Stellen kann ich mich aber leider auch hier für die von Ihnen gewählte Version der sogen. Einheitsübersetzung nicht wirklich erwärmen. Besser finde ich diese Version: "Und wenn ein Haus mit sich selbst entzweit ist, so kann ein solches Haus nicht bestehen." Diese Fassung von Mk 3,25 stammt aus der sogen. HSK-Bibel. Das ist die "katholische" deutsche Bibelübersetzung von Hamp/Stenzel/Kürzinger.


3
 
 norbertus 29. Dezember 2016 
 

Frage

Aber sobald in einer Gemeinschaft auch Profess abgelegt werden kann - dies ist doch beim Malteser Orden möglich - untersteht man dann nicht doch auch dem Vatikan - der Religiosenkongregation?
Vielen Dank für die Antwort!


3
 
 newtube 29. Dezember 2016 
 

@ Chorbisch/Schlegel: ein kurzes Gedächtnis

Nicht nur unter Historikern und in seriösen Veröffentlichungen wird ein Papst mal mit seinem als Papst gewählten Namen, mal mit seinem Familienname bezeichnet. Im allgemeinem Sprachgebrauch ist es auch so.
An diesem Jahrhunderte alten Brauch scheinen keine namhaften Persönlichkeiten Anstoß genommen zu haben, denn andernfalls wären uns ihre werten Namen und die Gründe ihrer seltsamen Empfindlichkeit ja bekannt.
Bei Franz I. geht es nicht anderes als bei Benedetto und seinen Vorgängern.
Bei denjenigen, die ihn am lautesten anhimmeln, und die er anhimmelt, handelt es sich jedoch komischerweise gerade um Menschen und Medien, die die Kirche bis aufs Blut bekämpft haben, um Atheisten, Häresiarchen & häretisierenden Laien und Klerikern, kurzum, gerade um die Menschen, die Sie in Ihrem Beitrag erwähnen. Pannella, Bonino, Scalfari et al.
Auch diese benutzen wahlweise sowohl den Namen Bergoglio, als auch den Namen Francesco, um ihr Kultobjekt zu bezeichnen.
Mit größter Gelassenheit.


7
 
 chorbisch 29. Dezember 2016 
 

@ Aegidius2

Bin kein Jurist, aber für mich ist es ein Unterschied, ob eine staatliche Institution in Personalangelegenheiten der Malteser eingreifen will, oder ob es der Papst selbst tut. Der, liebe Redaktion, noch bis ins 20. Jahrhundert immer wieder versuchte, die Gesetzgebung von Staaten im Sinne der Kirche zu beeinflussen.

Weiter finde ich es erstaunlich, daß eine geistliche Gemeinschaft weltlich-staatsrechtliche Rechtsstandpunkte für wichtiger erachtet, als das Verhältnis zum Papst.
Daß der Orden diesen Status noch hat, ist Ergebnis eines Kompromisses beim Wiener Kongreß, da England Malta als Stützpunkt nicht aufgeben wollte und den Befürwortern des Ordens dieser nicht wichtig genug war, um es deswegen zum Konflikt kommen zu lassen. Ähnlich erging es da manchen weltlichen und geistlichen Herren, die vergeblich auf Restauration ihrer weltlichen Souveränität gehofft haben.

Vielleicht sollte der Großmeister erst mal eine Biographie Jaques de Molays lesen, bevor er wieder nach Rom schreibt :-)


1
 
 N. Jansen 29. Dezember 2016 

Amüsant

Es ist amüsant, wie Papst Franziskus Kardinal Burke zu den Maltesern versetzt, um ihn vermeintlich zu neutralisieren, und jetzt einen veritablen Verfechter der katholischen Familienlehre im Orden sitzen hat, der die Verteilung von Kondomen bestimmt nicht zulassen wird. Ein Schelm, der dabei hämisch grinst.


9
 
 SCHLEGL 29. Dezember 2016 
 

@ Aegidius2

Aber sonst geht es ihnen gut? :)


2
 
 Doctor Marianus 29. Dezember 2016 
 

Fällt hier niemandem auf, worum es geht?

http://rorate-caeli.blogspot.com/2016/12/guest-op-ed-upcoming-burke-bergoglio.html


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 schdrach 29. Dezember 2016 
 

alle unwissend

Mir leuchtet nicht so ganz ein, dass um diese Vorgänge mit den Verhütungsmitteln, die ja laut Artikel schon lange andauern, niemand gewusst hat. Sonst hätten sie ja Boeselager nicht gewählt. Oder wollten sie es etwa nicht wissen? So oder so scheint es da ein strukturelles Problelm zu geben....


4
 
 Aegidius2 29. Dezember 2016 

Quod licet Jovi, non licet bovi - oder gibt es doch einen Unterschied?

Im Gegensatz zu Chorbisch bin ich der Überzeugung, daß, wenn Seine Heiligkeit Papst Franziskus, der Bischof von Rom, Stellvertreter Jesu Christi, Nachfolger des Apostelfürsten, Oberster Priester der Weltkirche, Primas von Italien, Erzbischof und Metropolit der Kirchenprovinz Rom, Souverän der Vatikanstadt, Diener der Diener Gottes - kurz der Pontifex Maximus - , in die rein weltlichen Verwaltungs- und Führungsangelegenheiten des Souveränen Malterserordens hineinregieren wollte (ganz unsynodal oder augenhöhenmäßig bescheiden), dann möge Seine Heiligkeit der Ehrlichkeit halber gleich wieder die Tiara mit Reichsapfel aufsetzen, Zeichen der Priester-, Hirten-, und Lehrgewalt, im Verbund mit der weltlichen Macht.

Wenn Seine Eminenz der Erzbischof von München und Freising sich, seine nichtsouveräne Erzdiözese oder seine deutschkatholische Kirche nicht als Filiale von Rom ansehen, bezieht sich das offensichtlich auf die Abwehr des päpstlichen Lehramts in Glaubens- und Moralfragen.


15
 
 SCHLEGL 29. Dezember 2016 
 

@newtube

Chorbisch hat Ihnen bereits die richtige Antwort gegeben!
Ich habe jedenfalls KEINEN der Päpste jemals irgendwo mit seinem Familiennamen apostrophiert, weil sich das nicht gehört!
Wenn Sie jetzt noch meinen Namen (Schlegl NICHT Schlegel) richtig lesen und wiedergeben könnten,wäre das auch schon ein Fortschritt.
Aber von mir aus können Sie mich anreden, wie Sie wollen,Chorbisch hat Ihre Unhöflichkeit bereits verurteilt.Msgr. Franz Schlegl


6
 
 chorbisch 29. Dezember 2016 
 

Fortsetzung

Verehrte Redaktion: Mich würde interessieren, was genau Herr von Boeselager nicht mehr berichtet haben will. Dann könnte ich mir besser ein Bild machen, worum es geht.
Es sei denn, eine solche Veröffentlichung wäre angesichts drohender weiterer Rechtsstreitigkeiten nicht ratsam.

All jenen, die sich über die Intervention des Papstes erregen und den Großmeister preisen, bitte ich zu bedenken, daß, Rechtslage hin, Rechtslage her, auch für das Selbstverständnis eines Großmeisters des Souverainen Malteserordens der Papst immer noch ein klein wenig über ihm stehen sollte.
Also sollte er, bei aller Wahrung seines Rechtsstandpunkts, die Intervention des Papstes nicht mit einem kindlich-trotzigen "Das geht Dich gar nix an!" vom Tisch fegen.

Aber wer weiß, vielleicht hören wir demnächst aus Malta, der Orden sei doch "keine Filiale von Rom" :-)

Wenn zwei das Gleiche tun ...


6
 
 chorbisch 29. Dezember 2016 
 

@ newtube

Bitte korrigieren Sie mich, wenn mich meine Erinnerung trügt, aber danach begann die Unsitte, einen Papst weiter mit seinem "bürgerlichen" Namen zu nennen, in der Amtszeit von Johannes Paul II.
Getan haben das vor allem Leute, die mit der Kirche und ihrer Lehre nicht am Hut hatten und an den Worten und Taten dieses Papstes, wie auch seines Nachfolgers herumgemäkelt haben.
Man könnte sogar vermuten, mit dem Verzicht auf den Papstnamen sollte zum Ausdruck gebracht werden, daß man die besondere Amtsgewalt und Würde des Nachfolger Petri nicht anerkennen will (was ich Ihnen jetzt nicht unterstelle!).
Und spätestens seit den ersten Amtshandlungen von Papst Franziskus, hat sich diese Unsitte leider auch unter an sich sehr gläubigen Katholiken verbreitet.
@ Liebe Redaktion: Daß Personen Anwälte einschalten, um sich gegen aus ihrer Sicht falsche Darstellungen zu wehren, ist integraler Bestandteil des Rechtsstaats und nichts, worüber man sich besonders empören müßte, auch wenn's ärgerlich ist.


5
 
 Ottaviani 29. Dezember 2016 

@kath leser

nur zur Info der Kardinal Patron ist nur der Nuntius im Orden das Gegenstück zum Botschafter des Malteser Ordens beim Heiligen Stuhl
daher hat ihn ja auch der zuständige Prälat des Ordens in die Schranken gewiesen als er die Idee hatte Priester zu weihen und in den Orden zu inkandinieren
der Malteser Orden ist eben kein normaler Orden ihn zu so etwas zu machen versucht der Vatikan alle paar Jahrzehnte und scheitert natürlich


2
 
 maska 29. Dezember 2016 
 

Es ist schon traurig zu sehen,

wie Menschen, die sich Christen nennen, ohne wirkliche Sachkenntnos einzuholen, über den Grosskanzler Boeselager herfallen, wie kleine Wadenbeißer.
Boeselager selbst hat keine Chance sich zu verteidigen. Lange Jahre hat er dem Orden und der Kirche gedient. Wer ihn einen "Liberalen Katholiken " nennt, kennt ihn nicht.
Ich bitte um Einhalt in der Diskussion, um Christi Willen! Es ist lieblos und ungerecht!


2
 
 newtube 29. Dezember 2016 
 

@ Schlegel: Orpheus flötet und dichtet ....

Sagen Sie mal, Schlegel, wer ist dieser Pacelli? Oder dieser Woityla?
Strengen Sie sich ein bisschen an, und sind Sie gedanklich dabei: ja, es handelt sich um unsere zwei geliebten Päpste!
Hurrah! Mangel an Respekt? Schisma sogar? Warum nicht auch eine mit der Leugnung des Primats verbundene Häresie?
Lesen Sie gerne Inspector Morse Romane, Herr Schlegel?
Wie wäre es, wenn man vom Hohenflug der Phantasie wieder auf Planet Erde landen würde?


11
 
 SCHLEGL 29. Dezember 2016 
 

@ newtube

KORREKTUR:
Ihr ZITAT: "Ein gezielter Affront Bergoglios führendem Kritiker gegenüber." ENDE
Sagen Sie, wer ist dieser "Bergoglio"? Sollten Sie etwa den Papst meinen ???
Ganz gleich, ob Ihnen der Papst passt oder nicht, sollten Sie als Katholik ihm RESPEKT als Oberhaupt der Kirche erweisen! Oder befinden Sie sich im Schisma? Msgr. Franz Schlegl


7
 
 Thekla 29. Dezember 2016 
 

Et si domus super semet ipsam disperiatur non poterit domus illa stare.

Wird die Aussage denn verstärkt, wenn sie in einem deutschsprachigen Medium auf Latein formuliert wird?

Die entsprechende Stelle aus Markus 3,25 kann so übersetzt werden:
„Wenn eine Familie in sich gespalten ist, kann sie keinen Bestand haben“


8
 
 cooperator veritatis 29. Dezember 2016 
 

Marcus 3,25

Et si domus super semet ipsam disperiatur non poterit domus illa stare.


1
 
 newtube 29. Dezember 2016 
 

Much ado about nothing ... und die Sottise des Vatikans Kard. Burke gegenüber.

Was die Malteser getan haben, haben die U.S. Catholic Social Services auch getan, um die finanzielle Unterstützung der amerikanischen Regierung für ihre Projekte in Afrika und anderswo nicht zu verlieren. Die Catholic Social Services entsprechen mehr oder weniger der Caritas in Deutschland und sind von der U.S. Bischofskonferenz abhängig.
Der Skandal wurde publik und schlug hohe Wellen.
Vom Vatikan gab es keine Reaktion, nicht einmal die vom Papst geliebte Kommissionierung bzw. eine Abordnung von Vatikanexperten in die USA. Nichts. Keinen Ton, keinen Handlungsbedarf.
Beim nach internationalem Recht unabhängigen Subjekt Malteser Orden nun das.
Kard. Burke, der qua Amt in primis einbezogen hätte sein sollen, wurde einfach ignoriert. Ein gezielter Affront Bergoglios führendem Kritiker gegenüber. Die geplante Kommissionierung ist natürlich unsinnig. Und Kard. Burke ist nicht eines weiteren Posten los, wie der Barmherzige sich sehnlich gewünscht hätte.
Hony soit qui mal y pense!


9
 
 trueman 29. Dezember 2016 

Der Name wäre eigentlich Verpflichtung

Die Herkunft und der Name, den man als Adeliger trägt, sollten eigentlich Vorbild und Verpflichting sein, sich nicht in den Kampf gegen die Kirche und ihre Lehre einzureihen, schon gar nicht, wenn man den Namen von Boeselager tragen darf, der in Deutschlands jüngerer Geschichte eigentlich für Tapferkeit und Aufrichtigkeit steht! Was soll man seitens der Kirche von einfachen Menschen schon erwarten und verlangen, wenn der Adel schon so schwach und banal auf der Ebene des primitiven Mainstreams daherkommt (Pille, Kondom) und der Kirche in den Rücken fällt - welch ein Segen ist doch die amerikanische Pro Life Bewegung und welch ein Mut gehört dazu, sich gegen eine übermächtige Abtreibungs und Pharmalobby zu stellen! Wie man in den USA sieht ist Gott doch noch der Stärkere und wird in absehbarer Zeit die Dinge wenden! Es wäre für den Johanniterorden deshalb an der Zeit, die Zeichen der Zeit zu erkennen und nicht Dinge (Pille, Abtreibung)
zu fördern, deren Zeit abläuft!


9
 
 Richelius 29. Dezember 2016 
 

Ich frage mich gerade, ob ein Zusammenhang besteht zwischen der Gruppe von Malteser- (hoffentlich nur Oboedienz- bzw. Ehren-) Rittern und der Tatsache, daß Österreich immer noch keinen Fürstgroßprior hat, obgleich es wieder zwei Profeßritter gibt. Es gab auch Klagen von Geistlichen, daß man sich zu wenig um Berufungen (für Profeßmitglieder) kümmere.


2
 
 Mag. Oswald Putzer 28. Dezember 2016 
 

Le style c'est l'homme

"Ich gehe davon aus, dass Kardinal Burke hier aktiv tätig war."

Einfach und klar statt..


6
 
 Gandalf 28. Dezember 2016 

@schlegl

Man darf durchaus annehmen, dass Kardinal Burke hier im Hintergrund durchaus nicht inaktiv tätig war... ;-)


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 SCHLEGL 28. Dezember 2016 
 

Wichtige Aufgabe

Also das wäre eine wirklich wichtige Aufgabe für Kardinal Burke, er ist für den Malteser-Orden zuständig! Es ist unglaublich, wenn diese Orden die "Pille danach" usw. verteilt. Wo bleibt der Krach unter Protest von Kardinal Burke? Also darauf warten jetzt viele!Msgr. Franz Schlegl


8
 
 agnese 28. Dezember 2016 
 

Von Kardinal Marx habe ich noch nie etwas positives gehört,wenn man seinen Namen hört entsteht nur Ärgernis.Ich denke jetzt nicht von der Berichterstattung
des kath.net sondern von seinen Reden, seiner Meinung sind Benähmen in Jerusalem
Usw. Leider ist er auch exklusiv Berater des Papstes.(unter den acht Berater)


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 Hadrianus Antonius 28. Dezember 2016 
 

Bon courage!

Ein sehr interessanter Artikel!
Bitte weiter sehr ausführlich berichten über die anwältliche Interventionen seitens Hr. Boeselager, und natürlich auch über die Interventionen v. Kard. Marx.
Kein Wunder, daß keine Zeit übrig bleibt um die 5 dubia der 4 Kardinälen zu beantworten...
Jeden Tag singe ich extra das Salve Regina (tonus solemnis) ("of the Templars"/Youtube) für den tapferen Malteseorden und für die 4 Kardinäle.
@Ottaviani: im 20. Jhdt hat der Malteserorden in zumindest 3 Fällen noch härter reagiert.


18
 
 W.S. 28. Dezember 2016 

Der designierte US-Präsident Donald Trump hat seine Meinung zur gegenwärtigen Rolle der Vereinten Nationen zum Ausdruck gebracht. „Die UNO besitzt ein solches großes Potential, aber gerade jetzt ist es nur ein Klub, in dem Leute sich treffen, unterhalten und gut amüsieren. Es ist so schade!


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 wedlerg 28. Dezember 2016 
 

Bleibt aufrecht und berichtet weiter!


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 girsberg74 28. Dezember 2016 
 

Gefahr für kath.net?

Wenn der Rechtsanwalt von Boeselager gute Gründe hat für das Verlangen, erwiesene Tatsachen zu verschweigen, so kann er sich im Ton sicherlich moderat halten, ohne etwas zu verlieren.

Sonst ist eher anzunehmen, dass die Position von Boeselager nicht so gut ist.


18
 
 Chris2 28. Dezember 2016 
 

Marx und Woelki

haben leider ihre(n) Beruf(ung) verfehlt. Sie hätten Politiker werden sollen. In dieser Funktion hätten sie vielleicht sogar segensreich wirken können, z.B., indem sie in der "CD"U zumindest einen Rest an christlichen Positionen verteidigen. In Sachen "Deutschland als Spielwiese für Kriminelle und Islamisten" könnten sie dann auch gerne hinter Merkel stehen. Das "geistliche Ärgernis" wäre dann jedenfalls wesentlich kleiner...


22
 
 Mysterium Ineffabile 28. Dezember 2016 

Anscheinend zählen weder Lehre noch Recht

Was wird im Vatikan an dem Adjektiv "souverän" bei "souveräner Malteserorden" nicht verstanden? Ist die Autokratie so weit fortgeschritten, dass sie meint, ein Völkerrechtssubjekt nicht respektieren zu müssen? Eine Untersuchungskommission??? Brechen jetzt auch die diplomatischen und juridischen Dämme?


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 kathleser 28. Dezember 2016 
 

kathleser

In dieser zunehmend heiklen Angelegenheit, sollte der Vatikan Recht und Gesetz achten und, wenn überhaupt, sich zuerst an den vom Papst ernannten Kardinalpatron wenden. Ich meine, es war nicht sehr "klug", eine Untersuchungskommission zu bestellen, die praktisch auch nur aus "gleichgesinnten/Freunden" des Abgesetzten Großkanzler zusammengesetzt ist, ohne den offiziellen Vertreter des Vatikans vorher zu konsultieren. Dahinter steckt sehr "wahrscheinlich" die sehr reiche und aggressive, neuprotestantische deutsch-österr. Clique, welche die Familiensynode so erfolgreich unterwandern konnte. Aber der Malteserorden ist ein Völkerrechtssubjekt und als solches untersteht er nicht dem Vatikan. Mit anderen Worten, es handelt sich hier nicht um die armen "Franziskaner der Immaculata", die man nach dem Recht des Stärkeren behandelt hat! Es ist eine sehr bedenkliche Sache und wir dürfen sehr gespannt auf die nächste Folge warten.


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 carl eugen 28. Dezember 2016 

Ja, ja, der "Kardinal" mal wieder!

Hätte mich auch gewundert, hätte er nicht die Finger im Spiel.


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 Michmas 28. Dezember 2016 
 

Kard. Marx

Was sielt er hier für eine Rolle?? Die Typisch Deutsche???


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 Stefan Fleischer 28. Dezember 2016 

Ein anschauliches Beispiel dessen,

was passiert, wenn das "Gewissen" über der Lehre der Kirche steht!


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 chriseeb74 28. Dezember 2016 
 

Tja...

da bleibt einem ja nichts anderes übrig als für diesen Verein vorläufig keinen müden Euro mehr zu spenden!


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 Ottaviani 28. Dezember 2016 

Interessant ist

daß der Großmeister sehr scharf reagiert hat auf die Intervention des Papstes


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