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Ex-Agent: Russischer Spion war Mitarbeiter von Papst Franziskus

8. Dezember 2016 in Chronik, 2 Lesermeinungen
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Früherer polnischer Geheimdienstmitarbeiter berichtet italienischem Online-Magazin über Spionagetätigkeit im Vatikan in den 1970er- und 1980er-Jahren


Rom (kath.net/KAP) Im Vatikan gaben sich in den 1970er- und 1980er-Jahren laut einem früheren polnischen Geheimdienstmitarbeiter zahlreiche Spione ein Stelldichein, angeblich auch ein Mitarbeiter des heutigen Papstes. Der Ex-Agent Tomasz Turowski sagte laut dem italienischen Online-Magazin "Faro di Roma" (Donnerstag), in jener Zeit seien in der Kirchenzentrale außer ihm auch Informanten aus China und den USA sowie aus weiteren Ostblockstaaten aktiv gewesen.

Ein unter dem Namen "Russe" bekannter Ordensmann habe bei Geheimverhandlungen des Heiligen Stuhls mit der Sowjetunion als Übersetzer mitgewirkt und beispielsweise schon im November 1981 Turowski berichtet, dass der Vatikan über eine bevorstehende Verhängung des Kriegsrechts in Polen in Kenntnis gewesen sei; diese erfolgte dann am 13. Dezember. Turowski sagte in dem Interview weiter, er könne den Namen des betreffenden Geistlichen nicht preisgeben, weil er bis vor kurzem für Papst Franziskus gearbeitet habe.


Der heute 68-jährige Turowski selbst war Ende der 1970er-Jahre unter Falschnamen als Theologiestudent und Novize in die römische Ordenszentrale der Jesuiten geschleust worden, angeblich mit einem Empfehlungsschreiben des damaligen Krakauer Erzbischofs Karol Wojtyla. Seine Aufgabe war nach eigenen Worten, jesuitische Militärgeistliche bei der NATO auszuspionieren. Zudem habe er nach der Wahl Wojtylas als Papst Johannes Paul II. den Auftrag gehabt, diesen vor Anschlägen zu schützen.

"Die Sekretäre der kommunistischen Partei wussten, dass, wenn dem Papst etwas passieren würde, sie die ersten Verdächtigen wären", sagte Turowski. Um den Vatikan auf Sicherheitsrisiken aufmerksam zu machen, habe er als Mitarbeiter von Radio Vatikan Tischgespräche im Beisein des Senderdirektors Roberto Tucci benutzt, in denen er beiläufig Informationen fallen ließ; Tucci war zugleich Organisationsverantwortlicher für Papstreisen und daher sensibel für Sicherheitsfragen.

Turowski wurde 1984 vor der geplanten Priesterweihe als Agent vom Vatikan abgezogen. Nach dem Ende des kommunistischen Regimes trat er 1993 in den Dienst des Außenministeriums. Später diente er als polnischer Botschafter in Russland und Kuba.

Copyright 2016 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich


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Lesermeinungen

 agnese 9. Dezember 2016 
 

Mehr.Schlegl.Danke für die Antwort.


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 SCHLEGL 8. Dezember 2016 
 

@agnese

Das sagt uns gar nichts! Natürlich ist der Vatikan als Völkerrechtssubjekt mit Kontakten in fast alle Staaten für Spione besonders interessant. Die Russen und der Amerikaner haben es hier zu wahren "Meisterleistungen" gebracht. Sowohl in der Umgebung höchster Politiker, so auch in der Umgebung von Päpsten (das hat es sicher früher auch gegeben)werden solche zwielichtigen Personen eingeschleust. Leider kann man an ihren Gesichtern ihre Identität nicht erkennen.
Die Alternative wäre, dass ein Papst überhaupt keine Mitarbeiter und keine Vertrauensleute mehr hätte.
Denken Sie an den Kammerdiener des Papstes Benedikt XVI, der Papiere entwendet und weitergegeben hat.
Oder an den Leibarzt von Papst Pius XII, der heimlich den sterbenden Papst fotografiert hat und diese Fotos für viel Geld veröffentlicht hat.
Alle diese Menschen werden einmal Gott als ihrem Richter gegenüberstehen.Msgr. Franz Schlegl


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