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Ministerpräsidentin für Kopftuchverbot in Schule und Gericht

30. August 2016 in Deutschland, 16 Lesermeinungen
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Die saarländische Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer (CDU) ist für ein Kopftuchverbot von Lehrerinnen und Richterinnen - Sie rief dazu auf, selbstbewusst zu betonen, dass Deutschland ein christlich geprägtes Land sei


Freiburg (kath.net/KNA) Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) ist für ein Kopftuchverbot von Lehrerinnen und Richterinnen. «In den Bereichen der Gesellschaft, die unsere Werte in besonderer Weise repräsentieren, das ist in der Schule und im Gericht der Fall, bin ich der Meinung, dass von Amtsträgern ein Kopftuch nicht getragen werden kann», sagte die CDU-Politikerin der in Freiburg erscheinenden «Herder Korrespondenz» (September). Das islamische Kopftuch sei ein «ambivalentes Symbol»: Es sei Ausdruck religiöser Tradition, stehe für viele aber auch für die Unterdrückung der Frau. Daher sende es etwa an Schülerinnen aus einem patriarchalen Elternhaus ein falsches Signal.


Kramp-Karrenbauer verteidigte zugleich das Aufhängen von Kreuzen in Gerichtssälen. «Das Kreuz verdeutlicht, dass der Mensch nicht das Maß aller Dinge ist.» Die NS-Justiz habe gezeigt, was es bedeute, wenn sich der Mensch zum absoluten Richter mache. «Deswegen hat es für mich keinen Sinn, das Kreuz generell aus Gerichtssälen zu verbannen», so die Ministerpräsidentin.

Sie würdigte das Verhältnis von Staat und Religion in Deutschland, das von Dialog und Kooperation geprägt sei. Wünschenswert sei es, auch mit den Muslimen zu Verträgen nach dem Vorbild der Staatsverträgen mit den Kirchen zu kommen. Zugleich rief sie dazu auf, selbstbewusst zu betonen, dass Deutschland ein christlich geprägtes Land sei. «Das hindert uns nicht daran, den Menschen, die zu uns kommen, auch das Recht einzuräumen, ihren Glauben zu leben.»

(C) 2016 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Foto Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer © CDU Saar


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