Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  2. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  3. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  4. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  5. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  6. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  7. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  8. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  9. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  10. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  11. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  12. Wir können NICHT schweigen!
  13. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  14. Was auch immer Synodalität sein soll
  15. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'

Ärzte für das Leben: 'Mensch-Schwein-Mischwesen beunruhigt zutiefst'

8. Juni 2016 in Kommentar, 20 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Entwicklung der Mischembryonen wurde am 28. Lebenstag abgebrochen, um das Gewebe zu analysieren – Tierschützer kritisieren diese Forschung wegen ihres Leidpotentials für das Schwein (!) - Prof. Cullen fordert vorläufigen Abbruch der Versuche


Münster (kath.net/pm) Laut Berichten britischer Medien haben Forscher um Prof. Pablo Ross an der Universität von Kalifornien in Berkeley zum ersten Mal Mensch-Schwein-Mischwesen hergestellt. Ziel ist es, menschliches Gewebe im Schwein für die Transplantationsmedizin heranzuzüchten. Prof. Paul Cullen vom Verein „Ärzte für das Leben“ bezeichnet diese Versuche als zutiefst beunruhigend. „Diese Forschung“, stellt Cullen fest, „stellt das Wesen des Menschen und somit den Urgrund der Menschenwürde grundsätzlich in Frage.“ Er fordert ein umfassendes Verbot solcher Versuche „bis ihre Implikationen geklärt und auf der Ebene der gesamten Gesellschaft zur Diskussion gestellt worden sind.“

Ross und Kollegen haben induzierte menschliche Stammzellen in Schweineembryonen gebracht, bei denen vorher die Gene für die Entwicklung der Bauchspeicheldrüse mittels der CRISPR/cas9-Technik ausgeschaltet worden waren. Hierdurch sind sogenannte Mensch-Schwein-Chimären entstanden. Die Entwicklung der Mischembryonen wurde am 28. Lebenstag abgebrochen, um das Gewebe zu analysieren. Mittelfristig möchte man auf diesem Weg im Schwein eine transplantierbare menschliche Bauchspeicheldrüse etwa zur Behandlung von Typ 1 Diabetes mellitus entstehen lassen. Gerade dieses Organ ist schwierig zu entnehmen, weshalb die Chimärenforscher sich zunächst hierauf konzentrieren.


Letztes Jahr hat die US amerikanische Gesundheitsbehörde National Institutes of Health entschieden, Chimärenforschung nicht zu unterstützen, so lange die Implikationen unklar sind und zitierte insbesondere das Risiko, menschliche Stammzellen könnten sich auch an der Entwicklung des zentralen Nervensystems des Mischwesens beteiligen.

Bereits Oktober 2011 fragte der Deutschen Ethikrat „ob schon die Konstruktion eines menschlichen Mischwesens … [nicht] eine vollständige Instrumentalisierung“ des Menschen bedeute. Laut Bundesverfassungsgericht ist die Menschenwürde “nicht nur die individuelle Würde der jeweiligen Person, sondern die Würde des Menschen als Gattungswesen.“

Während Tierschützer diese Forschung wegen ihres Leidpotentials für das Schwein kritisieren[1], sind die „Ärzte für das Leben“ vielmehr über ihre Implikationen für den Menschen in Sorge. Hierzu zitierte Prof. Paul Cullen, Vorsitzender des Vereins, den Philosophen Robert Spaemann, der die Herstellung von Mensch-Tier-Mischwesen als „Verbrechen“ und als, „absolute Horrorvision…, die schlimmste vielleicht, die je ausgedacht wurde“ bezeichnet hat. „Dem ist nichts hinzuzufügen“, sagte Cullen.

Prof. Dr. Paul Cullen gegen aktive Sterbehilfe (2015)



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bioethik

  1. Euthanasie an Kindern 1-12 Jahre. Die Schranken fallen
  2. Französische Nationalversammlung stimmt für neues Bioethikgesetz – „So sterben Zivilisationen“
  3. Pariser Erzbischof Aupetit nennt Humanae Vitae eine „Prophetie“
  4. Japan: Chimären sollen bis zu Geburt heranwachsen
  5. Bischof Fürst: Präna-Test lässt Druck auf die Eltern steigen
  6. Schweizer Parlamentarier lehnen Legalisierung der Eizellspende ab
  7. Genom-Editing: Weltweite Empörung über gentechnisch veränderte Babys
  8. "Kritik der Medien und vieler Wissenschaftler unglaubwürdig"
  9. "Schockierender Verstoß gegen die Menschenrechte"
  10. Ethikerin: Keimbahneingriff für Forschung ein Schlag ins Gesicht







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Australien: 400 Prozent Anstieg von Euthanasiefällen in fünf Jahren
  3. Frankreich: Über 23 Millionen Zuschauer verfolgten die Reise von Papst am Bildschirm
  4. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  5. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  6. ‚Mundus reconciliatus Ecclesia‘ – Die Sendung der Kirche in der Welt
  7. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  8. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'
  9. Satire aus den USA: Ungeborene tarnen sich als Todestrakt-Häftlinge, um Schutz zu erhalten
  10. Verwandtenheirat: Darwin vs. Heilige Schrift - Die Bibel hat Recht!
  11. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  12. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  13. Ein moderner Menschenhandel: Die Ersatzmutterschaft durch Kauf eines Kindes
  14. Wussten Sie, dass es einen Schutzpatron für Gewichtsheber gibt?
  15. Mexiko startet Jubeljahr der Guadalupe-Basilika mit Friedensappell

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz