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USA: Aufdecker des Planned Parenthood Skandals angeklagt

28. Jänner 2016 in Chronik, 5 Lesermeinungen
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David Daleiden, der mit seinen verdeckt gedrehten Videos den Skandal um Planned Parenthood wegen des Verdachts auf verbotenen Organhandel aufgedeckt hat, ist wegen Urkundenfälschung angeklagt. Ihm drohen bis zu zwanzig Jahre Gefängnis.


Houston (kath.net/LSN/jg)
David Daleiden, dem Gründer der Lebensschutzorganisation „Center for Medical Progress“ (CMP), drohen bis zu 20 Jahre Gefängnis. Eine Grand Jury in Houston (US-Bundesstaat Texas) hat am Montag entschieden, gegen ihn Anklage zu erheben. Sie wirft Daleiden vor, amtliche Unterlagen gefälscht zu haben. Zusätzlich wird ihm zur Last gelegt, gegen das Verbot des Erwerbs menschlicher Organe verstoßen zu haben. Gegen Sandra Merritt, eine Mitarbeiterin Daleidens, hat die Grand Jury die gleiche Anklage wegen Urkundenfälschung erhoben. Sie hat sich bei der Gründung der Gesellschaft BioMax unter dem Namen „Susan Tennenbaum“ als Geschäftsführerin eingetragen.


Das Recht des Staates Texas sieht eine derartige Anklage nur vor, wenn die handelnde Person in der Absicht gehandelt hat, andere zu betrügen oder ihnen zu schaden. Der Strafrahmen beträgt mindestens zwei und höchstens zwanzig Jahre Gefängnis.

Daleiden und Merritt traten als Geschäftsleute auf, die Organe und Gewebe abgetriebener Föten von Planned Parenthood zu Forschungszwecken kaufen wollten. Verdeckt gedrehte Videos des CMP von Besprechungen mit Vertretern von Planned Parenthood wurden in den letzten Monaten veröffentlicht.

Ursprünglich war die Grand Jury, die in Texas für die Anklageerhebung zuständig ist, mit der Untersuchung von Planned Parenthood beauftragt worden. Anlass dafür waren die bereits erwähnten Videos. Die Grand Jury entschied sich, die Vorwürfe gegen PP fallen zu lassen und Daleiden und Merritt anzuklagen.

Das CMP respektiert das Vorgehen der Behörden in Texas, weist aber darauf hin, das es keine anderen Methoden angewendet hat als andere investigative Journalisten dies seit Jahrzehnten tun würden. Einen Käufer embryonaler Organe könne es außerdem nur dann geben, wenn es auch einen Verkäufer gibt, schreibt Daleiden auf dem Blog des CMP mit Bezug auf Planned Parenthood.


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