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Ist die Weihnachtsgeschichte nur eine Legende?

5. Jänner 2016 in Deutschland, 30 Lesermeinungen
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Evangelischer Landesbischof sorgt mit Interviewaussagen für Irritationen – Leserbriefschreiber kritisierten daraufhin, dass nach einem solchen Verständnis viele neutestamentliche Berichte über Jesus als erfunden verstanden werden müssten.


Braunschweig (kath.net/idea) Der Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig, Christoph Meyns (Wolfenbüttel), hat mit Aussagen zur historischen Zuverlässigkeit der biblischen Geburtsgeschichte von Jesus Irritationen ausgelöst. In einem Interview mit der „Braunschweiger Zeitung“ anlässlich des Weihnachtsfestes bezeichnete Meyns die biblische Weihnachtsgeschichte als eine „Legende“. Mit Blick auf die Frage nach der Vaterschaft von Josef meinte er, man solle die neutestamentlichen Berichte nicht naturwissenschaftlich interpretieren. Vielmehr handele es sich dabei um „Metaphern“ (Bilder). „Die Frage ist, welche Bedeutung diese Metaphern transportieren und wie sie uns ansprechen“, so der Landesbischof. Was das für den Einzelnen bedeute, sei „sehr unterschiedlich“. In Leserbriefen an die Lokalzeitung wurde bemängelt, dass nach einem solchen Verständnis viele neutestamentliche Berichte über Jesus als erfunden verstanden werden müssten.


Der Vorsitzende der Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis in Braunschweig, Pfarrer Wolfgang Jünke, kritisierte gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea die Aussagen. Man dürfe der biblischen Überlieferung Vertrauen schenken. „Wunder bleiben Wunder. Sie sprengen lediglich unseren Denk- und Erfahrungshorizont. Und wenn das der Bischof nicht für sich gelten lassen will, ist das seine Sache“, so Jünke.


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