Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  2. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  3. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  4. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  5. Jeder zweite Deutsche wünscht sich ein Leben nach dem Tod
  6. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  7. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“
  8. „Die Bibel steht eindeutig im Visier der Regierung“
  9. Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘
  10. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  11. Glaubensbekenntnis vor Millionenpublikum: Spanische Fashion-Influencerin Susana Arcocha getauft
  12. Vatikan sagt für September in Rom geplanten Weltkindertag ab
  13. Radikale Feministin Michelle Bachelet könnte nächste UN-Generalsekretärin werden
  14. „Junge Menschen, die zum Glauben zurückkehren, wollen den ‚vollen fetten Glauben‘“
  15. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit

Weihbischof Laun: Lebensrecht, egal ob vor oder nach der Geburt

27. August 2015 in Interview, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Laun kritisiert in „Profil“-Sommerinterview auch den Abtreibungsgrund „Behinderung“: „Ich wurde mit schwerer Hasenscharte und einem Wolfsrachen geboren... Auch hier gilt die genannte Logik: Darf man mich töten?“


Salzburg (kath.net) Dass der Islam eine missionierende Mission ist, nehme er den Muslimen nicht übel, „solange sie es ohne Gewalt tun. Aber sie haben es schon am Beginn getan, es steht im Koran, und heute haben wir die ISIS! Dankbar füge ich an: Es gibt auch anders denkende Muslime.“ Dies sagte der Salzburger Weihbischof Andreas Laun (Foto) im Sommerinterview mit dem österreichischen Nachrichtenmagazin „Profil“. Manchen Strömungen müsse man allerdings schon in den Anfängen Widerstand leisten, erläuterte Laun und erinnerte: „Heute wird oft beklagt, dass man den Nationalsozialismus nicht schon früher als Teufelswerk erkannt hat. Mein Vater hatte einen jüdischen Freund, der immer gesagt hat: ‚Herr Laun, machen Sie sich doch keine Sorgen, das ist das Volk des Goethe, der Dichter und Denker.‘ Was dann herausgekommen ist, wissen wir ja.“


Angesprochen auf seine Vergleiche der Abtreibung mit den Gaskammern der Nazis erwiderte Laun: „Das ist doch keineswegs absurd: Da werden Hunderttausende Menschen getötet, nur eben vor der Geburt“. Die Kirche sage: „Es gibt bezüglich Lebensrecht keinen Unterschied zwischen Menschen, ob sie alt oder jung, schwarz oder weiß, vor oder nach ihrer Geburt sind. Und wenn man beginnt, Menschen als ‚Untermenschen‘ oder ‚Zellklumpen‘ abzuwerten, führt das böse Wort irgendwann zur bösen Tat!“

Eine vergewaltigte Frau dürfe nicht abtreiben, weil auch ihr Kind das Recht auf Leben habe und weil das Unrecht gegenüber der Frau nicht durch ein weiteres Unrecht rückgängig gemacht werden könne, so Laun. Er kenne persönlich die aus einer Vergewaltigung entstandene Amerikanerin Rebecca Kiessling. Sie überlebte drei Abtreibungsversuche, die Mutter hat das Kind dann zur Adoption freigegeben. „Mit 20 entstand in der Frau der glühende Wunsch, ihre Mutter kennenzulernen. Sie hat sie tatsächlich gefunden, und sie sind sich dann weinend in den Armen gelegen. Heute ist sie Rechtsanwältin, hat selbst Kinder und wenn eine Diskussion über Abtreibung nach Vergewaltigung geführt wird, sagt sie immer: ‚Aha, Sie meinen, man darf mich töten?‘“

Auch den Abtreibungsgrund „Behinderung“ kritisierte der Bischof. „Ich wurde mit schwerer Hasenscharte und einem Wolfsrachen geboren. Meine Mutter hätte sich wohl eher selbst töten lassen, als mich abzutreiben. Auch hier gilt die genannte Logik: Darf man mich töten?“

„Ja, natürlich gibt es den Teufel und die Hölle“, beantwortete der Salzburger Bischof eine entsprechende Frage. „Wenn Jesus so oft darüber redet, dann gibt es sie. Ich halte mich nicht für gescheiter als ihn.“

Link zum Interview in voller Länge: Weihbischof Laun: ‚Natürlich gibt es den Teufel‘

Foto Bischof Laun (c) Erzdiözese Salzburg


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 SpatzInDerHand 28. August 2015 

@Hanswerner:

Wenn Sie so argumentieren, sollten wir auch den Mord von geborenen Menschen straffrei stellen - auch den Mord an Ihnen? - denn Gott lässt ja auch die Gebornen sterben. Sogar 100% von ihnen ;) ... es ist ja alles nur eine Frage der Logik und der Vernunft, nicht wahr?


5
 
 klauswerner 28. August 2015 
 

Genial

"Da werden Hunderttausende Menschen getötet, nur eben vor der Geburt"

Und bei 50% der Aborte ist Gott selbst verantwortlich - soviele geschehen nämlich von alleine.


1
 
 Spondeo 27. August 2015 
 

Ein Bischof

wie es sein soll! Mutig, klar und ohne Herumgerede. Danke!!!


11
 
 Dismas 27. August 2015 

Unser guter Bischof Laun, herzlichen Dank

für diese Hirtenworte. Geradlinig und stimmig, vollkommen im Licht des Glaubens und der wahren kirchlichen Lehre. Auch seine Worte zur Vernichtung der Juden..unvorstellbare Verbrechen auch ich sehe hier diese Analogie zu den heutigen Abtreibungsmorden. Wenn man das richtig durchdenkt, spürt man einen Abscheu zu unserer heutigen Umwelt und Staatsordnung. Nie hat ein "guter Staat" so etwas erlaubt und gefördert!!Wenn man weiter denkt...so sind wir nicht besser als damals. Und was tun wir heute dagegen, wenn wir einstens gefragt werden? Vielleicht müssen wir uns aber auch schon solche Fragen unserer Urenkel gefallen lassen.-Nein, auch unsere heutigen "Rechtsstaaten" fördern das Töten, so grausam und furchtbar es klingt!!


9
 
 Isidoro 27. August 2015 
 

Danke!


5
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Laun

  1. Requiem für Bischof Andreas Laun am 13. Januar im Salzburger Dom
  2. Wir sehen uns (hoffentlich) im Himmel wieder, lieber Andreas!
  3. Hat Corona mit Gott zu tun?
  4. Abtreibung – das globale Blutbad im Blutrausch der Welt
  5. NEIN. NEIN und nochmals NEIN!
  6. „Gott liebt auch die Tiere“
  7. Wenn ein Rechtsstaat (ungeborene) Kinder schreddern lässt
  8. „Mich mit dieser Entscheidung vor Gott stellen“
  9. Woran die Kirche leidet
  10. „Es hat in meinem Leben nie eine Kirchen-Situation gegeben wie heute“







Top-15

meist-gelesen

  1. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  2. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  3. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  4. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  5. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  6. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  7. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  8. Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘
  9. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  10. Visitation im Stift Heiligenkreuz abgeschlossen
  11. Vatikan sagt für September in Rom geplanten Weltkindertag ab
  12. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“
  13. Sieg der „rebellischen Nonnen“
  14. Kardinal Arborelius: In Schweden „weiß jeder, dass die katholische Kirche Abtreibung ablehnt“
  15. Gleichgültigkeit und Dekadenz – Die größte Hoffnung für iranische und russische Diktatoren

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz