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Jüdischer Verleger Weidenfeld rettet Christen vor IS-Gräuel

14. Juli 2015 in Aktuelles, 6 Lesermeinungen
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Aktion aus Dankbarkeit, weil britische Christen den in Wien Geborenen 1938 vor Nazis retteten - US-Präsident Obama verweigert Unterstützung


London (kath.net/KAP) Der jüdische Verleger Sir Arthur George Weidenfeld unterstützt eine Rettungsmission für Christen, die im Nahen Osten von der IS-Terrormiliz bedroht sind. Der heute in London lebende 95-jährige gebürtige Wiener sieht sich dazu aus Dankbarkeit verpflichtet. Weidenfeld war 1938 mit einem von britischen Christen organisierten Transportzug für jüdische Kinder nach Großbritannien gekommen. Die Mitglieder der Brüderbewegung ("Plymouth Brethren") retten ihn so vor der Nazi-Herrschaft.

Nun will Weidenfeld über die Aktion "Operation Safe Havens" die Rettung von 2.000 christlichen Familien aus Syrien und dem Irak vor dem IS-Terror und ihre Ansiedlung in Europa finanzieren. Eine erste Gruppe mit 150 syrischen Christen wurde am 10. Juli mit Zustimmung der polnischen Regierung nach Warschau geflogen. Sie sollen dort mit finanzieller Unterstützung der Initiative eine neue Heimat finden.


Laut einem Bericht der britischen Zeitung "The Times" gibt es auch Kritik an der Aktion, da sie sich ausschließlich der Rettung bedrohter Christen verschreibt, obwohl auch andere religiöse Minderheiten von den IS-Milizen bedroht werden. Offenbar haben etwa US-Präsident Barack Obama aus diesem Grund eine Unterstützung verweigert.

"Kann nicht die ganze Welt retten, aber..."

Weidenfeld selbst verteidigte gegenüber der "Times" das Projekt. "Ich kann nicht die ganze Welt retten, aber das ist eines besondere Chance für Juden und Christen. Andere können etwas für die Muslime tun." Er selbst habe eine Schuld zurückzuzahlen, verwies er auf seine eigene Lebensgeschichte und die Christen, die ihm als Kind bei der Flucht vor den Nazis geholfen haben. "Wir sollten auch dankbar sein und etwas für die bedrohten Christen tun."

Weidenfeld sagte, dass er sowohl von der IS-Gewalt als auch der zaghaften militärischen Reaktion der westlichen Regierungen entsetzt sei. Das vorrangige Ziel der von ihm unterstützten Aktion sei es, "die Christen zu sicheren Häfen zu bringen".


Copyright 2015 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich



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Lesermeinungen

 Christa.marga 15. Juli 2015 
 

Mit gutem Beispiel voran

Wenn mehr Menschen so handeln würden wie Herr Weidenfeld, dann wäre vielen wirklich unter Verfolgung und Gewalt leidenden Menschen geholfen. Wo bleiben Nachahmer?
In erster Linie geht es darum, verfolgte Christen und andere Menschen, die einer Minderheitenreligion angehören, aufzunehmen. Diese müssen ihres Glaubens willen um ihr Leben fürchten.
Politisch und religiös verfolgten Menschen eine sichere Zukunft geben - so sieht es auch das Grundgesetz vor.

Wann werden unsere Politiker und auch die Kirche endlich einsehen, dass wir nicht ganz Afrika bei uns in Europa aufnehmen können und der Exodus aus Afrika dringend gestoppt werden muß.


0
 
 Stefan Fleischer 15. Juli 2015 

Ohne Kommentar

Röm 12,13
Helft den Heiligen, wenn sie in Not sind; gewährt jederzeit Gastfreundschaft!


8
 
 Ulrich Motte 14. Juli 2015 
 

Danke Sir!

(Ich bin selber Christ).


7
 
 Selene 14. Juli 2015 
 

Wer Christen hilft,

kann "natürlich" mit keiner Unterstützung rechnen.

Viel "verdienstvoller" ist es, wenn katholische Klöster muslimische Flüchtlinge aufnehmen, damit kann man sich brüsten.


9
 
 Fink 14. Juli 2015 
 

Die reichen Staaten auf der arabischen Halbinsel

...sollen die bedrängten muslimischen Flüchtlinge aufnehmen. Warum tun sie es nicht? Warum kommen sie nach Europa?
-Wir dürfen und sollen uns auf unsere christlichen Brüder und Schwestern konzentrieren !?


15
 
 Prophylaxe 14. Juli 2015 
 

Die deutsche Islam- Regierung

tut auch nichts, gar nichts.


17
 

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