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Katholische Kirche zum US-"Homo-Ehe"-Entscheid: Ein tragischer Fehler

26. Juni 2015 in Aktuelles, 23 Lesermeinungen
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Vorsitzender der katholischen US-Bischofskonferenz, EB Kurtz: Entscheidung des obersten Verfassungsgerichts im Fall genauso wenig wie einst das Abtreibungsurteil «Roe gegen Wade» in der Wahrheit verwurzelt: Wird am Ende keinen Bestand haben


Washington (kath.net/KNA/red)
Der Vorsitzende der katholischen US-Bischofskonferenz, Erzbischof Joseph Kurtz, wertete die knappe Fünf-zu-vier-Entscheidung zugunsten der «Homo-Ehe» am Freitag als «einen tragischen Fehler, der dem Gemeinwohl und verletzlichsten unter uns schadet.» Die Entscheidung des obersten Verfassungsgerichts im Fall «Obergefell gegen Hodges» sei genauso wenig wie einst das Abtreibungsurteil «Roe gegen Wade» in der Wahrheit verwurzelt. «Beide werden am Ende keinen Bestand haben». Der Erzbischof sagte, es sei «unmoralisch und ungerecht» von der Regierung «zu behaupten, dass »zwei Menschen desselben Geschlechts eine Ehe schließen könnten«. Das sei allein dem »Bund von einem Mann und einer Frau« vorbehalten.


Der Vorsitzende der katholischen US-Bischöfe drückt die auch von anderen Religionsgruppen geteilte Sorge aus, das Urteil könne dazu benutzt werden, die Kirche zu zwingen, gegen ihre Überzeugungen zu handeln. »Ich fordere nun alle auf, ihre Macht und Befugnisse so auszuüben, dass sie die gottgegebene Freiheit derer respektieren, die die Wahrheit suchen, leben und Zeugnis dafür ablegen.«

Russell Moore von der größten protestantischen Kirche der USA, den Southern Baptist, fürchtet, die landesweite Legalisierung der »Homo-Ehe« könnte nun zu einer Diskriminierung religiöser Gemeinschaften führen - etwa durch die Aberkennung von Steuervorteilen für christliche Schulen und Universitäten, die gleichgeschlechtliche Ehepaare aufgrund ihrer Glaubensüberzeugungen nicht mit heterosexuellen Paaren gleichstellen wollten.

Moore und andere Kritiker des Urteils beziehen sich dabei auf Äußerungen des Justiziars der Regierung, Donald Verilli. Der hatte während der Anhörung im Frühjahr auf die Frage nach möglichen Konsequenzen einer Legalisierung der Homo-Ehe für die Steuerprivileg religiöser Einrichtungen erklärt: »Das wird ein Thema werden.« Die katholischen Bischöfe unterstützen einen Vorstoß der Republikaner im Senat und Repräsentantenhaus, der darauf abzielt, die Freiheit der Gegner der »Homo-Ehe« aus religiösem Gründen nicht zu beschneiden. »In einem Klima der Intoleranz wird solch ein Schutz gebraucht«, erklärten zuletzt die Erzbischöfe von San Francisco und Baltimore, Salvatore Cordileone und William Lori.

Diese Sorge teilt die unterlegene Minderheit im Supreme Court. Chef-Richter John Roberts schrieb in seiner abweichenden Meinung, die Mehrheit des Gerichts habe eine »soziale Institution verändert, die
über Jahrtausende das Fundament menschlicher Gesellschaften gebildet hat«. Dafür gebe es in der Verfassung keine Grundlage. »Wer denken wir, wer wir sind?«

Mit Material der (C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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Lesermeinungen

 Diasporakatholik 29. Juni 2015 
 

Mich erinnert der derzeitige Zustand der Welt an die Voraussagen der Geheimen Offenbarung

Trotz großer Krisen und Katastrophen ebenso wie der Demographiekatastrophe hierzulande geht die (westliche) Menschheit weiter auf einem höchst verderblichen Weg des Abfalls vom christlichen Glauben, der wahrscheinlich zu einem massenhaften Abfall führen wird.
Liebe Mitchristen, bleibt NÜCHTERN und WACHSAM und erkennt die Zeichen der Zeit!
Wenn möglich, stellt Euch gegen den Zeitgeist - aber in JEDEM Fall:

Betet und hofft auf den HERRN!


8
 
 Suarez 29. Juni 2015 

@valtental / belastbare Belege/Quellen für Ihre recht eigenwillig konstruierten Beispiele

Es ist durchaus nicht abwegig die sich ausbreitende Dekadenz infolge einer sich sittlich entfesselnden Sexualität in der Weimarer Zeit für die nachfolgende Katastrophe mit verantwortlich zu machen. Das sehen durchaus seriöse Historiker so.

Und der Kollektivismus der UDSSR hatte direkte Auswirkungen auf die traditionellen Familienstrukturen, die restlos zerschlagen wurden. Die Erziehung der Kinder lag schon im frühesten Kindesalter allein in staatlicher Hand und die Eltern waren im Produktionsprozess komplett anonymisiert. Die Familie als Insel der Freiheit vom Systemzwang löste sich so im verordneten Kollektivismus auf, wobei das neue Verständnis von Gesellschaft dann den Zerfall herbeigeführt hat. In Russland vollzog sich also nicht nur eine wirtschaftliche sondern auch eine moralische Katastrophe.

Worin sehen Sie bitte die Ursache für den Niedergang des Römischen Reiches nach Augustus? War die römische Gesellschaft in der Zeit nach Nero etwa noch sittlich?


7
 
 valtental 29. Juni 2015 
 

@Talitha kumi

"Man könnte in die Bibel schauen, in der ja auch Beobachtungen von Völkern über Jahrzehnte und Jahrhunderte hinweg eingeflossen sind."
Sie meinen wohl solche Geschichten wie Sodom und Gomorra? Ich bevorzuge allerdings eher überprüfbare Daten der Geschichtswissenschaften, wenn es nicht um Glaubensfragen, sondern um die Einordnung und Bewertung heutiger gesellschafticher Entwicklungen geht.

"...da einerseits die RKK wegen der weiter bestehenden Nichtheiligung der Homoehe haßerfüllt bekämpft werden..."
Ich glaube hier bringen Sie weltliche und religiöse Sphäre durcheinander. Die RKK wird nicht für ihre (rein innerkirchlische) Nichtheiligung der Homoehe kritisiert, sondern für ihre Bekämpfung der Homoehe als bürgerliches Recht. Ob in der RKK Homos gesegnet werden oder nicht, dürfte den meisten Befürwortern der Homoehe völlig schnurz sein, weil diese gar keine Katholiken sind.


2
 
 Suarez 29. Juni 2015 

@ChemMJW - Da muss ich Ihnen widersprechen

Allein schon die Entscheidung des obersten Verfassungsgerichts zeigt, dass Ihr Urteil nicht zutreffend ist. Die amerikanische Gesellschaft ist dominiert von einem verabsolutierten Freiheitsbegriff, der mittlerweile dazu führt, dass alles Bindende in dieser Gesellschaft relativiert und auf ein gleiches Niveau gehoben wird, so auch jetzt die Ehe. Damit wird aber das verabsolutierte Freiheitsverständnis selbst zu einer Ideologie, die zunehmend totalitäre Züge annimmt und die Gesellschaft in ihren Fudamenten bedroht. Totale Freiheit führt in letzter Konsequenz immer zur Anarchie.

In Europa haben wir dagegen eher die Tradition einzelne, durchaus wechselnde "Tugenden" zu verabsolutieren. Das resultiert aus dem Staatsverständnis Rousseaus, das in Europa nach der Französischen Revolution bestimmend wurde. Die Gefahr in Europa besteht daher darin, dass diese Verabsolutierung einzelner "Tugenden" in massiven "Tugendterror" umschlägt, der sich moralisch rechtfertigt.


4
 
 Suarez 29. Juni 2015 

@valtental - Lesen Sie bitte etwas sorgfätiger

Es ging um den Verfall der Familie und da finden sich genügend Beispiele, so der Verfall Griechenlands in der Antike oder der Niedergang des Römischen Reiches auf Grund einer allgemein um sich greifenden Dekadenz. In moderner Zeit ließe sich die Sowjet-Union nennen, die eindeutig auch an ihrer moralischen Dekadenz auf Grund der Auflösung der Familie zugrunde gegangen ist. Auch die Situation vor der Französischen Revolution war geprägt von einer feudalistischen Dekadenz, deren Hauptmerkmal extreme, auch sexuelle, Ausschweifungen waren. Lediglich Gesellschaften, in denen die traditionelle Familie einen hohen Stellenwert eingenommen haben, wie anfangs im Römischen Reich, waren in der Geschichte über längere Zeiträume stabil. Erst mit dem Niedergang der familiären Tugend kam dann der Verfall des ganzen Römischen Reiches, der sich unerbittlich vollzogen hat. Man könnte auch die zunehmende Dekadenz des Feudalismus kurz vor der Franz. Revolution nennen.

Benötigen Sie noch mehr Beispiele?


7
 
 Talitha kumi 29. Juni 2015 
 

@valtental

„Mich würden mal die "genügend Beispiele der Geschichte" näher interessieren?"//
Man könnte in die Bibel schauen, in der ja auch Beobachtungen von Völkern über Jahrzehnte und Jahrhunderte hinweg eingeflossen sind. Oder, wem das nicht genügt, z.B. solche Betrachtungen:
http://www.dijg.de/sexualitaet/joseph-unwin-sex-culture/
Dabei kommt es gar nicht auf Homosexualität und Umgang mit dieser, sondern auf eine völlige Sexualisierung der Gesellschaft (heute: nur dem heterosexuellen Mann als „Sexismus“ mimosenhaft verboten) an. Außerdem muß man sehen, daß leider auch heute ein kultureller Niedergang nur die Auslöschung von außen vorbereitet, da einerseits die RKK wegen der weiter bestehenden Nichtheiligung der Homoehe haßerfüllt bekämpft werden wird und andererseits jede andere Religion mit identischen Positionen sogar bei Atheisten den Status einer unberührbaren Heiligkeit hat. Ich denke, man sollte verstärkt fragen: warum tut ihr das, warum?!


5
 
 marienkind 29. Juni 2015 
 

@Dottrina wer ist den gegen Exorzismus

Da habe ich wohl was verpasst? Ein Katholik kann doch nicht gegen Exorzismus sein!

Das sind doch nur starke Befreiungsgebete um böse Geister zu vertreiben, von wo auch immer.

Wir sind am Ende der Endzeit, in der Zeit des Antichristen, gerade jetzt ist es am notwendigsten. Dort wo viel Sünde begangen wird, sind besonders viele böse Geister und fast überall ist Abtreibung, jetzt kommt noch Euthanasie und Sexualisierung der Kinder ....

An Orten, an denen schwer gesündigt wurde (im Krieg, etc.) darf man sich nicht wundern wenn Menschen schwer zur Sünde neigen (Unkeuschheit, Selbstmord, ...)

Eigentlich täglich notwendig. Mit Obama fangen wir an :-)


3
 
 Steve Acker 27. Juni 2015 
 

Paul P

" die Themen dieser 1% Minderheit werden sich schon noch von selber in der Öffentlichkeit tot laufen."
Das wird sich leider keineswegs totlaufen.
Die Homolobby wird immer neue Dinge finden, wo sie sich "diskrminiert" fühlen und dagegen klagen. Als nächstes muss dann die größte "Diskriminierung" beseitigt werden, nämlich die, dass sie durch eigenes Tun keine Kinder kriegen können. Da kommen dann Forderungen nach Leihmutterschaft und anderen Dingen hoch.
Langfristiges Ziel ist die Zerstörung von Ehe und Familie.
Nein, wir müssen uns zur Wehr setzen, sonst haben wir bald die totale Diktatur der Gender/Homolobby.
In Frankreich wurden Leute festgenommen,weil sie ein T-Shirt mit
einer Familie drauf trugen (Vater,Mutter, Kinder)


11
 
 Steve Acker 27. Juni 2015 
 

chemjw - Gender in den USa

Das ist ein großer Trugschluss zu meinen,dass Europa in sachen Gender und co.den USA weit voran. Das Gegenteil ist der Fall. Alles ist erlaubt, "Geschlechtsumwandlungen" völlig normal.
Sehr effizient wird die Diskriminierungswaffe angewendet. Um Partikularinteressen durchzusetzen, wird einfach gegen Diskriminierung geklagt. Das zieht immer.
Ein Beisp. für den Irrsinn. Eine Schülerin beschliesst als Bub leben zu wollen(Transgender),Schule unterstützt sie dabei.Sie benutzt daraufhin die Jungentoilette. Das führt zu Beschwerden bei den Jungs und deren Eltern.Daraufhin wurde eine Transgendertoilette eingerichtet. Da sie die einzige ist die das benutzt, fühlt sie sich diskriminert und hat jetzt dagegen geklagt.


12
 
 Dottrina 27. Juni 2015 
 

Den Teufel freut es!

Je dekadenter die Welt wird, wo Ungleiches einfach nur gleich gemacht werden soll, weil Menschen sich immer mehr von Gott abwenden, desto mehr freut es den Bösen, den Diabolos, der genau diese widerwärtigen Szenarien genießt. Sei es Gender-Schwachsinn, die widerwärtige Homo-Verschwurbelung (obwohl diese Menschen eine Minderheit darstellen), die bewußte Zerstörung von Ehe und Familie, Mißbrauch schon Kleinster durch die Frühsexualisierung etc. usw., das ist vom Bösen gewollt. Hier wäre wirklich auch einmal ein Großer Exorzismus aller europäischen Bischöfe inkl. Papstes über Europa vonnöten. Ich weiß, daß einige Leser dieses jetzt kritisieren werden, aber wir müssen wirklich viel beten.


20
 
 bedrohter Christ 27. Juni 2015 
 

Steuerbefreiung in Gefahr?

hier sieht man, wohin der Haase läuft: es geht, wie immer, nur ums Geld.
Das ist die eigendliche Sorge.


9
 
 Leandra 27. Juni 2015 
 

Liebe

Herr Huber - ja, Liebe ist wunderbar.
Das Problem ist aber nicht, Menschen die Liebe zu untersagen, sondern alles gleich zu machen. Ein Mann ist keine Frau, eine Frau ist kein Mann. Darum ist es eben nicht gleich, wenn zwei Männer 'heiraten' oder zwei Frauen. Darum kann ein Mann keine Mutter sein und ein Kind sich sein Geschlecht später nicht aussuchen.....
Glaubte man bis vor kurzem. Diese Gender Ideologie hat schon jetzt viel Verwirrung gestiftet.


15
 
 Fides Mariae 27. Juni 2015 
 

Jurisdiktur

Tragisches Fehlurteil. Eine Schande für die "Katholiken" unter den Richtern. Bei solch tiefgreifendenden Entscheidungen an sieht man immer wieder, dass die Macht, die Amerikas obersten Richtern eingeräumt wird, zutiefst undemokratisch ist.


13
 
 maryellen 27. Juni 2015 
 

Bedankt euch bei Obama

Im Wahlkampf hat Obama noch die Stellung vertreten die Ehe
sei ausschliesslich zwischen Mann und Frau.
Er aenderte spaeter seine Meinung und befuerwortete die Homo Ehe.
Es existiert ein Brief von ihm von bevor 2008 (der ist echt, mit seiner Unterschrift) in dem er beschreibt, er war schon immer fuer die Homo Ehe, aber dass er das nicht oeffentlich sagen koenne weil dies momentan von den Waehlern noch nicht akzeptiert werden wuerde.
Wie wir wissen aenderte er spaeter seine Meinung, bejubelt von den linken.
Auch hatte Amerika noch nie einen so abtreibungsbegeisterten Praesidenten. Ich sah und hoerte ihn sagen er wolle nicht dass seine Toechter einmal "mit einem Baby bestraft wuerden"

Bedankt euch auch bei Obama fuer die Fluechtlingsstroeme aus Afrika und dem nahen Osten, er zog die Truppen aus dem Irak ab was zu den heutigen Zuestaenden dort fuehrte, und entfernte Gaddafi mit einer NICHT vom Kongress authorisierten Bombing Kampagne um dann Lybia sich selbst zu ueberlassen.


17
 
 Es 27. Juni 2015 
 

Es

Die Ehe hat schon lange vor der christlichen Tradition und Kirche existiert. Die Kirchen sollten diesen Begriff nicht so vereinnamen. Niemand nimmt irgendjemandem irgendetwas weg.


5
 
 alfons.schaefers1 26. Juni 2015 
 

US Supreme Court Same-sex marriage

Das Urteil war zu erwarten. Die von der Mehrheit und der Minderheit vorgebrachten Argumente sind von der Sache "Windsor" her bekannt. Kennedy als Mann in der Mitte hat auch hier für die Mehrheit für eine zeitgeistkonforme Entscheidung gesorgt. Selten hat ein Präsident des Gerichtshofs die Mehrheit mit derartig scharfen Worten gegeißelt, wie das Roberts in dem Votum der Minderheit tut: nicht der demokratische Prozess in den vier beklagten Staaten zählt, sondern der politische Wille von fünf Richtern zählt. "Wenn ihr nicht auslegt, legt was unter". In der Tat eine Perversion des Rechtsstaats. AS Bonn


8
 
 Markus Huber 26. Juni 2015 
 

Viele heiraten einfach

aus Liebe.


3
 
 ChemMJW 26. Juni 2015 
 

@Suarez

Was "die Hybris" die "mittlerweile in einigen Institutionen der Gesellschaft" betrifft, da sind die Amerikaner nicht mit den Europäern zu vergleichen. In Europa sind wahnsinnige Themen wie Gender-Ideologie, Zerstörung der traditionellen Familie, Ökobewegung als neue Staatsreligion usw viel verbreiteter und viel stärker in der Mainstream-Politik verankert als in den USA.


4
 
 Paul.P. 26. Juni 2015 
 

Richtige Taktik ?

Die Hebel sind halt immer tragische Geschichten:
When Ms. Spyer, a psychologist, got multiple sclerosis, Ms. Windsor, an early computer programmer, quit her job to care for her. They loaded Ms. Spyer’s wheelchair into a van for a trip to Ontario, where they legally married in 2007. They were still at it, the fine grain of love raised by the needs of their aging bodies, when Ms. Spyer died in 2009.

To obtain the estate tax benefits that widowed people get when their spouses die, Ms. Windsor went to court....

Ich frage mich, ob es nicht besser wäre, wenn die Kirche angesichts solcher Fälle für eine privilegierte Partnerschaft eintreten würde, aber bei Homo-Ehe & Adoption hart bliebe. Im übrigen sollte man mit Stellungnahmen sparsam sein, die Themen dieser 1% Minderheit werden sich schon noch von selber in der Öffentlichkeit tot laufen.


3
 
 Leandra 26. Juni 2015 
 

Schade!

5 zu 4 Stimmen die einen Welttrend bestätigen.
Das Christentum ist derzeit schwach, der Islam tritt aggressiv und stark auf. Für mich bleibt das Christentum, der richtige Weg. Es sind alles 'christliche' Länder in denen es nun die Homo-Ehe gibt. Warum?
Vielleicht weil es im Christentum die Barmherzigkeit gibt. Weil hier verziehen werden kann. Nur leider werden derzeit die Regeln dazu vergessen.


9
 
 dominique 26. Juni 2015 
 

Moderne Gesellschaften

müssen wohl solche Spaltungen aushalten und geduldig ertragen. Mag das Wort "Ehe" noch so sehr von andersartigen Verbindungen usurpiert werden, die jeweiligen Lebenswirklichkeiten werden immer unverwechselbar "für sich" sprechen.


10
 
 Ulrich Motte 26. Juni 2015 
 

Das oberste Gericht der USA

hat kein einziges evangelisches Mitglied. Evangelische dürften klar über 40 % der Bewohner des Landes stellen, allein rund 25 % der Amerikaner gelten als evangelikal= evangelisch-konservativ(er).


6
 
 Suarez 26. Juni 2015 

»Wer denken wir, wer wir sind?«

Die Frage des Chef-Richters John Roberts macht deutlich, welche Hybris mittlerweile in einigen Institutionen der amerikanischen Gesellschaft vorherrscht. Man möchte die Schöpfung aus den Angeln heben. Dieser Geist, geboren in der Französischen Revolution, dort schon die seltsamsten Blüte treibend, wird uns immer weiter in einen Zustand treiben, den man wohl als Ausdruck moderner Dekadenz bezeichnen muss. Eine Gesellschaft, die sich von der traditionellen Familie wegbewegt und die Ehe in eine sinnentleerten Zweckgemeinschaft mit einer äußerst geringen Halbwertszeit umdefiniert, kann auf Dauer keinen Bestand haben, sie wird an ihren inneren Widersprüchen zerbrechen. Die Geschichte gibt uns dafür genügend Beispiele.


31
 

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