Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  2. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  3. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  4. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  5. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  6. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  7. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  8. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  9. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  10. „Wir werden erwartet“
  11. Nach Christus-Verhöhnung: CDU-Politikerin Bosbach legt Beschwerde gegen Jan Böhmermann ein
  12. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  13. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  14. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  15. Zisterzienserpater Isaak Maria Käfferlein aus Neuzelle: „Getauft sein reicht nicht!“

Katholische Kirche zum US-"Homo-Ehe"-Entscheid: Ein tragischer Fehler

26. Juni 2015 in Aktuelles, 23 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Vorsitzender der katholischen US-Bischofskonferenz, EB Kurtz: Entscheidung des obersten Verfassungsgerichts im Fall genauso wenig wie einst das Abtreibungsurteil «Roe gegen Wade» in der Wahrheit verwurzelt: Wird am Ende keinen Bestand haben


Washington (kath.net/KNA/red)
Der Vorsitzende der katholischen US-Bischofskonferenz, Erzbischof Joseph Kurtz, wertete die knappe Fünf-zu-vier-Entscheidung zugunsten der «Homo-Ehe» am Freitag als «einen tragischen Fehler, der dem Gemeinwohl und verletzlichsten unter uns schadet.» Die Entscheidung des obersten Verfassungsgerichts im Fall «Obergefell gegen Hodges» sei genauso wenig wie einst das Abtreibungsurteil «Roe gegen Wade» in der Wahrheit verwurzelt. «Beide werden am Ende keinen Bestand haben». Der Erzbischof sagte, es sei «unmoralisch und ungerecht» von der Regierung «zu behaupten, dass »zwei Menschen desselben Geschlechts eine Ehe schließen könnten«. Das sei allein dem »Bund von einem Mann und einer Frau« vorbehalten.


Der Vorsitzende der katholischen US-Bischöfe drückt die auch von anderen Religionsgruppen geteilte Sorge aus, das Urteil könne dazu benutzt werden, die Kirche zu zwingen, gegen ihre Überzeugungen zu handeln. »Ich fordere nun alle auf, ihre Macht und Befugnisse so auszuüben, dass sie die gottgegebene Freiheit derer respektieren, die die Wahrheit suchen, leben und Zeugnis dafür ablegen.«

Russell Moore von der größten protestantischen Kirche der USA, den Southern Baptist, fürchtet, die landesweite Legalisierung der »Homo-Ehe« könnte nun zu einer Diskriminierung religiöser Gemeinschaften führen - etwa durch die Aberkennung von Steuervorteilen für christliche Schulen und Universitäten, die gleichgeschlechtliche Ehepaare aufgrund ihrer Glaubensüberzeugungen nicht mit heterosexuellen Paaren gleichstellen wollten.

Moore und andere Kritiker des Urteils beziehen sich dabei auf Äußerungen des Justiziars der Regierung, Donald Verilli. Der hatte während der Anhörung im Frühjahr auf die Frage nach möglichen Konsequenzen einer Legalisierung der Homo-Ehe für die Steuerprivileg religiöser Einrichtungen erklärt: »Das wird ein Thema werden.« Die katholischen Bischöfe unterstützen einen Vorstoß der Republikaner im Senat und Repräsentantenhaus, der darauf abzielt, die Freiheit der Gegner der »Homo-Ehe« aus religiösem Gründen nicht zu beschneiden. »In einem Klima der Intoleranz wird solch ein Schutz gebraucht«, erklärten zuletzt die Erzbischöfe von San Francisco und Baltimore, Salvatore Cordileone und William Lori.

Diese Sorge teilt die unterlegene Minderheit im Supreme Court. Chef-Richter John Roberts schrieb in seiner abweichenden Meinung, die Mehrheit des Gerichts habe eine »soziale Institution verändert, die
über Jahrtausende das Fundament menschlicher Gesellschaften gebildet hat«. Dafür gebe es in der Verfassung keine Grundlage. »Wer denken wir, wer wir sind?«

Mit Material der (C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

USA

  1. Karmelitinnen in Pennsylvania bauen von Hand ein Kloster für 1.000 Jahre
  2. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  3. USA: Kontenschließungen von Banken bei Lebensschutz- und konservativen Gruppen
  4. 100. Stadt in den USA verbietet Abtreibungen
  5. US-Demokraten planen Abtreibung bis zur Geburt bei Wahlsieg im November
  6. USA: Frauen klagen Planned Parenthood wegen Druck in Richtung Abtreibung
  7. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  8. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  9. Eucharistische Evangelisationsbewegung ‚Adore Him‘ in den USA
  10. Präsident Trump nominiert Tochter von Franklin Graham zur Sonderbotschafterin für Religionsfreiheit







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Nach Christus-Verhöhnung: CDU-Politikerin Bosbach legt Beschwerde gegen Jan Böhmermann ein
  3. Medienpolitik: Bald verpflichtende Quote für öffentlich-rechtliche Inhalte in sozialen Netzwerken?
  4. Medjugorje: Erster Mariologie-Kongress mit Beteiligung des Vatikans
  5. Norwegen: Daniel (18) hielt Gott für einen Mythos – heute geht er jeden Sonntag in die Kirche
  6. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  7. Nicht Anpassung, sondern Verwandlung. Was die Kultur dem Christentum verdankt
  8. Zisterzienserpater Isaak Maria Käfferlein aus Neuzelle: „Getauft sein reicht nicht!“
  9. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  10. Neue Vatikan-Kommunikationschefin Montserrat Alvarado gibt Einblick in ihre Ideen
  11. „Alles wieder in den Urzustand versetzen“: Das Oxford Oratory wird wieder einen Hochaltar errichten
  12. Wenn das Scrollen in die Gnade eintaucht
  13. Äthiopien: Mehr als 60 Tote bei Angriffen auf Christen
  14. Venezuela: Machado kehrt zurück und besucht Marienheiligtum
  15. »Habt Mut: Ich habe die Welt besiegt!« (Joh 16,33)

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz