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Morddrohung an ehrenamtliche Kirchenhelfer während Pegida-Kundgebung

9. April 2015 in Deutschland, 57 Lesermeinungen
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Dresden: Weil die Glocken der evangelischen Kreuzkirche zum traditionellen Friedensgebet riefen, fühlten sich Pediga-Anhänger in zeitgleich stattfindender Kundgebung gestört - Superintendent erstattet Strafanzeige


Dresden (kath.net) Zwei ehrenamtliche Helfer der evangelischen Kreuzkirche in Dresden wurden am Ostermontag mit dem Tod bedroht. Nach Darstellung des Superintendenten Christian Behr hatten Unbekannte den Mitarbeitern angekündigt, ihnen die Kehle durchzuschneiden, wenn das Glockengeläut während der Pegida-Demonstration nicht aufhöre. Darüber berichtete der MDR. Der Superintendent erstattete Strafanzeige.

Die Personen – ein Paar etwa Mitte vierzig und eine etwa 65-jährige Frau – störten sich am Glockengeläut der Kirche. Die Kreuzkirche läutete ab 16.55 Uhr, um zum seit über dreißig Jahren in der Kirche stattfindenden Friedensgebet zusammenzuläuten. Dies wollten die ehrenamtlichen Kirchenhelfer den Pegida-Anhängern erklären. Diese empfanden das Läuten der Glocken allerdings als ein Protestgeläut gegen die zeitgleich stattfindende Pegida-Kundgebung. Die Personen hatten Fahnen und Transparente der Pegida-Demonstration bei sich.

Superintendent Behr stellte fest: „An einem Ostermontag läuten nunmal in vielen Kirchen die Glocken. Das ist nun einmal so. Und wenn man neben einer Kirche eine Demo macht, muss man darauf gefasst sein. […] Wenn man das christliche Abendland retten will, dann muss man eigentlich positiv auf ein Glockengeläut reagieren.“

Die Polizei Dresden sucht nach Zeugen und weiterführenden Hinweisen: „Kirchenmitarbeiter bedroht - Zeugenaufruf“.

Pfarrer und Mitarbeiter der evangelischen Kreuzkirche Dresden berichten über eine Morddrohung von PEGIDA-Teilnehmern



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Lesermeinungen

 Nikolaus96 16. April 2015 
 

Lieber Suarez,

das habe mir fast gedacht, dass das Wörtchen "viel" Sie gestört hat. Aber "viel" ist relativ. Und ganz ehrlich: an Hochhuth habe ich jetzt noch gar nicht gedacht (vielleicht hat mein Unterbewusstsein mir gesagt, dass der Name hier ein rotes Tuch ist). Ich behaupte ja nicht, dass die von mir genannten Herren Nazis waren. Ich gestehe auch einem Erzbisch und Kardinal zu, nur Mensch zu sein, schwach zu sein und nicht den Mut des einfachen Priesteramtskandidaten Leisner oder des Löwen von Münster (ich bleibe in meinem Heimatbistum) zu verfügen. Aber an diese Irrtümer sollten wir uns erinnern. Nur das war mein Anliegen. Unser Andenken an die Märtyrer und Mutigen muss darunter nicht leiden. Im Gegenteil.


1
 
 Suarez 16. April 2015 

Lieber Nikolaus96, nun sind wir gar nicht mehr so weit auseinander

„darunter bekanntermaßen auch viele Priester und Bischöfe - die in der Nazizeit Hitler und Co. willkommen hießen und ihmzujubelten, weil sie glaubten“

Mich stört das "viele".

Ich darf nochmals auf den renommierten Historiker Saul Friedländer verweisen, der zwar kritisiert, dass der Vatikan sich zu diplomatisch gegenüber dem nationalsozialistischen Regime verhalten habe - worüber man sich wiederum trefflich auseinandersetzen kann - der aber sehr deutlich Unterstellungen zurückweist, es habe irgendeine Kollaboration gegeben. Im Gegenteil, er verweist deutlich darauf, dass in der Katholischen Kirche, anders als bei protestantischen Gemeinden, keinerlei Begeisterung zu vernehmen war. Auch Roul Gilberg, ein anderer Historiker des Holocaust, sieht die Katholische Kirche in einem klaren Gegensatz zum Hitler Regime. Wie sollten auch Sympathien von Amtsträgern einem dezidiert antichristlichen Regime entgegengebracht werden. Man sollte Rolf Hochhut nicht zu einem Historiker machen.


0
 
 Adson_von_Melk 16. April 2015 

@satcitananda, @Carolus: Glockenläuten u. Lichtabschalten sind so legal wie Demonstrieren

und dürfen durchaus ohne Voranmeldung erfolgen.

Wo ich wohne, läuten die Glocken übrigens etwa fünf Minuten vor Beginn eines Gottesdienstes, 16:53 würde mich also keinesfalls "wundern". Und wenn die Verantwortlichen der Kreuzkirche angesichts einer Pegida-Demonstration vor dem Haus meinen, das Friedensgeläut inniger als sonstanstimmen zu müssen, kann ich das Verstehen - und die Morddrohung hat die Glocken sofort bestätigt.

Darüberhinaus:

WENN die Drohung Ausbruch des spontanen Volkszorns wegen überraschend lauten Läutens war, DANN fällt die Theorie von geplant eingeschleusten Provokateuren dahin, die es unten auch schon gab (und die erschreckend nahe ist an meinen "grünen Aliens" vom 13.04. unter http://www.kath.net/news/50048)

Und das Thema "selbstzufriedene Rechtschaffenheit" würde ich hier und heute lieber nicht anschneiden.


2
 
 Nikolaus96 16. April 2015 
 

Im Übrigen:

Ich kann nicht erkennen, dass Pegida irgendetwas christliches oder gar katholisches repräsentiert. Und egal aus welchem Grunde die Glocken der Kreuzkirche geläutet haben mögen: war das ein Grund, Kirchendiener im Gotteshaus mit dem Tode zu bedrohen? NEIN.


2
 
 Carolus 15. April 2015 
 

Bewusste Störaktion? (3)

Aber davon war es nun bekanntlich nichts, was am 6. April stattfindet. Zum Gebet rufe nur die Betglocke und auch nicht so lange, war im Internet zu lesen. ...
https://castorfiberalbicus.wordpress.com/2015/04/07/der-doktor-und-die-glocken-von-dresden/
https://www.youtube.com/watch?v=STuysWo-80A#t=6300


3
 
 Carolus 15. April 2015 
 

Bewusste Störaktion? (2)

durchschneiden“ gefallen. Das sei völlig inakzeptabel, weshalb die Kirchenleitung am Dienstag pressewirksam Anzeige in der nahegelegenen Schießgasse, dem Polizeirevier Dresden-Mitte, erstattete. Denn das laute Läuten sei keineswegs als Provokation gedacht gewesen, sondern nur der Ruf zum allmontäglichen Friedensgebet, das es so schon seit 30 Jahren gäbe. Das sagten drei ältere Herren der Kirche mit Gesichtern, deren Ausdruck nur schwer eine gewisse selbstzufriedene Rechtschaffenheit verbarg, der Boulevardpresse. Nun ist das hier aber Dresden und da hat man es auch auf der anderen Seite mit Menschen zu tun, die die Noten lesen können. Oder Freunde haben, die sich mit den kirchlichen Gepflogenheiten ihrer Stadt auskennen. Demzufolge tauchte schon bald auf Facebook die Recherche auf, dass der Ruf mit allen fünf Glocken des Kreuzkirchengeläuts, dem sogenannten Plenum, ausschließlich zu den hohen kirchlichen Feiertagen Christvesper, Silvester und Gründonnerstag erklingt.


3
 
 Carolus 15. April 2015 
 

Bewusste Störaktion? (1)

Ich möchte mich dem anschließen, was der Kardiologe eben geschrieben hat, und einen Kommentar des „Elbebibers“ hier zitieren, der das Ganze vor Ort verfolgt hat:
... Den Höhepunkt bildete der Wiener Satiriker Dr. Alfons Proebstl, der auf eine wachsende Fanschar seines Youtube-Kanals blickt. ... Und der Wiener Grantler legte gerade los über die traumatisierten Flüchtlinge, die mit Smartphone und Rollkoffer vor Krieg und Verfolgung flüchten, als die Glocken der Kreuzkirche zu läuten begannen. Und das ungewohnt laut, sodass der Verdacht aufkaum, es handele sich wieder um eine Gegenaktion der Kirche, nachdem man das Lichtausschalten nicht praktizieren konnte, weil die Veranstaltung schon um 15 Uhr begann. Das Läuten begann etwa sieben Minuten vor 17 Uhr, was viele wunderte. Ein Pärchen mit Fahnen sei kurz nach Beginn des Läutens in die Kirche gekommen, und hätte sich über das laute Läuten beschwert, hieß es von Verantwortlichen der Kreuzkirche. Dabei seien Sätze mit den Worten „Kehle


3
 
 satcitananda 15. April 2015 
 

Geflissentliches Geläut

Mir fällt auf, dass manche Glocken zufällig gerade dann läuten und manche Dombeleuchtung gerade dann abschaltet, wenn nebenan eine demokratisch legale Versammlung von Menschen stattfindet, die nicht dem linken Spektrum angehören.


3
 
 Antigone 15. April 2015 
 

@Suarez (Fortsetzung)

Da kommt so einiges zusammen, in Sachsen z.B. die Abschottung zu DDR-Zeiten und eigentlich auch noch heute. Wenn man arbeitslos ist, kann man eben nicht in die Welt fahren, und wenn man von Ausländern nur hört und keine kennt, entwickeln sich leicht diffuse Ängste, Neiddebatten und solche Sachen. Ich habe in Ostsachsen da die bösesten Erfahrungen in der Diskussion gemacht und das, ich würde beinahe sagen, flächendeckend. Und wissen Sie was? Die Leute wünschen sich die DDR zurück, "nur ohne das Politische". Ein sehr, sehr weites Feld...


2
 
 Antigone 15. April 2015 
 

Lieber Suarez,

natürlich haben Sie Recht, dass man Extremismus nicht auf eine einzige Wurzel zurückführen kann. So habe ich das aber eigentlich auch nicht geschrieben.
Das ist schon ein sehr weites Feld und ein Thema, mit dem ich mich sehr ausführlich beschäftige. Was ganz bestimmt nicht als Argument taugt, sind die schönen Innenstädte (in Leipzig neuerdings, in Dresden schon sehr viel länger), durch die die Demonstranten zwar marschieren, in denen sie aber nicht wohnen. Sie kommen schon eher aus den kleinen Städten und aus dem ländlichen Raum, und da sieht es noch etwas anders aus. Die Frustration über die Entwicklung nach der Wende spielt eine Riesenrolle, das weiß ich aus vielen persönlichen Gesprächen. Das ist ein sehr komplexes Thema und nicht in 1000 Zeichen abzuarbeiten. Dass die DDR-Vergangenheit eine Rolle spielt, würde ich nicht abstreiten, aber die Jüngeren haben die DDR gar nicht selbst erlebt. Und wie ist es in Frankreich und anderen westlichen Staaten? (Fortsetzung)


2
 
 Suarez 15. April 2015 

Liebe Antigon, da vertreten Sie aber das Klischee der mangelnden Teilhabe

Wer sich einmal Leipzig und Dresden heute im Vergleich vor 25 Jahren anschaut und dann dagegen die Entwicklung von Städten wie Offenbach am Main, Mannheim, Duisburg oder Bochum setzt, um nur einige zu nennen, der kann über das von Ihnen gemalte Bild nur schmunzeln. Zudem ist die aus dem Marxismus entlehnte Theorie, dass allein materielle Gründe, respektive materielle Ungleichheit, Extremismus begünstige, längst als viel zu kurz gegriffen widerlegt. Der Extremismus hat viele Wurzeln, die sowohl im Materiellen als auch im Geschichtlichen und im Geistigen liegen. Gerade dort, wo der Glaube verkümmert, findet sich ein durchweg aggressiver Extremismus. Fällt diese Entwicklung dann noch auf historisch fruchtbaren Boden, weil eben in der DDR über einen langen Zeitraum totalitäres Denken gedeihen konnte, so führt das zu den Entwicklungen, die wir heute gerade in Ostdeutschland sehen. Jeder Extremismus ist auf Zerstörung aus, da gleichen sich Rechts- wie Linksextremismus.


1
 
 Kardiologe 15. April 2015 
 

Zur Sache

Die Diskussion geht doch wirklich weit auseinander und immer mehr vom eigentlichen Thema weg. Zunächst ist von den zuständigen Stellen zu ermitteln, ob wirklich eine Bedrohung im Sinne des StGB stattgefunden haben könnte, die dann zur Anklage zu bringen wäre. Desweiteren ist fraglich, ob die Drohung auch der PEGIDA zuzurechnen ist, das kann auch nicht einfach unterstellt werden.


2
 
 Theodor69 14. April 2015 
 

@Suarez

Wenn man Ihre Antwort auf Adson_von_Melk liest, dann glaubt man, Adson_von_Melk habe Pius XII eine Sympathie zu Hitler unterstellt und ihm gar Juden ausgeliefert....


3
 
 Antigone 14. April 2015 
 

Links und rechts

Links- und Rechtsextremismus gibt es im Osten wie im Westen. Im Osten mehr rechts, im Westen mehr links. "Held der Arbeit" hat ein bisschen was über mögliche Gründe mitgeteilt. Es kommt sicher noch viel mehr dazu. Soziale Verhältnisse zum Beispiel, Chance auf Teilhabe... Grob gesagt, (junge) Menschen aus abgehängten Verhältnissen neigen eher zu rechtsradikalen, (junge) Menschen aus übersatten bürgerlichen Verhältnissen eher zu linksradikalen Einstellungen.
In den Hort, der übrigens Schulkinder betreute, nicht "Menschen im frühkindlichen Alter", sind in der DDR viele gegangen, die meisten. Ohne dass sie heute politisch extrem sind. (Ich übrigens nicht. Ich bin nur in den katholischen Kindergarten gegangen.)


3
 
 Suarez 14. April 2015 

@Held der Arbeit - War es wirklich eine Unterwanderung

Letztendlich blieb das Denken totalitären Strukturen verhaftet, auch in der Entgegensetzung. Das ist ja gerade das Perfide an solchen totalitären Systemen wie der DDR oder des Nationalsozialismus, dass in ihnen der Widerstand, wo ihn keine innere Wahrheit, wie der christliche Glaube trägt, schnell selbst totalitäre Züge annimmt. Zudem gab es in der DDR eine subtile Herabsetzung des Menschen auf eine Produktivkraft. Die Vietnamesen lebten z.B. für sich und wurden in den Betrieben und außerhalb nur als bloße Arbeitskraft gesehen. Man begegnete ihnen auf der Ebene abstrakter Hierarchie. Insofern wohnte schon dem DDR System ein tiefes Ressentiment inne.


@Adson_von_Melk
Es gab keine Kollaboration der Katholischen Kirche mit dem Nationalsozialismus, im Gegenteil, Papst Pius XII. hat das Hitler Regime zutiefst verachtet. Die Kirche hat vielen Juden bei der Flucht aus Deutschland geholfen - Saul Friedländer verdankt diesem Wirken der Kirche sein Leben.


5
 
 Held der Arbeit 13. April 2015 

@Suarez et @Nikolaus96

Wobei gerade für Jugendliche in DDR rechts zu sein, eine effektive Art war, den "antifaschistischen Staatskult" zu unterwandern. Da hieß zwar, den Teufel mit dem Belzebub austreiben, war aber vielfach für Jugendliche nichts anderes, als im Westen Punker zu sein. Deswegen ist diese "Tradition", so dumm das ist, in den neuen Bundesländern immer noch relativ ausgeprägt und zwar im Empfinden, "subversiv zu sein, und sich gegen die Mächtigen zu richten."

@Nikolaus96: Es gibt keine real existierende Gefahr einer erneuten Machtergreifung à la 1933. Das merken Sie daran, dass es im vergleichbaren Zeitabschnitt sehr mutig war, "gegen Rechts" zu sein, während es heute einfach nur opportun ist und sie von einem Verein der "gegen Rechts", "antifaschschistisch" und "wehret den Anfängen" für "Vielfalt und Toleranz" agiert, gut auf Staatskosten werden leben können.


1
 
 Adson_von_Melk 13. April 2015 

@Nikolaus96: Es ist schon wahr, dass sich viele Kirchenvertreter zunächst

vor dem Kommunismus mehr gefürchtet haben als vor dem Faschismus, der sich außerhalb Deutschlands auch mehr national-konservativ als national-sozialistisch gab. Die Berichte aus Mexiko, der Sowjetunion und dem spanischen Bürgerkrieg dürften zu der Angst beigetragen haben.

Selbst im Fall Hitlers meinten viele, sich mit den neuen Verhältnissen arrangieren zu können/sollen/müssen (Nichtzutreffendes streichen), zB. Kardinal Innitzer in Wien. Zur ganzen Wahrheit gehört aber auch, dass viele dieser Kirchenvertreter ihren Irrtum eingesehen haben. Besonders rasch zB Kardinal Innitzer in Wien.

Im großen und ganzen war das katholische 'Milieu' sogar recht widerstandsfähig gegen die Nazi-Propaganda, die ja letztlich eine anti-christliche Religion predigte. Es gab nicht nur die Mitläufer, es gab auch die Märtyrer.

@Theodor69:
Vielen Dank, das hat mir ein Posting erspart. Die Pfadfinder waren es laut obigem Artikel wohl nicht, die geklingelt haben. ;-)


3
 
 Theodor69 13. April 2015 
 

@Reichert

Kann mich noch gut erinnern, wie die Kommentare im Forum waren, als kath. Kirchen Vandalenakten zum Opfer fielen. Da war keinerlei Hinweis auf die Täter und viele haben schon ganz genau "gewusst" wer dahinter steckt. Wie ich damals vor voreiligen Schlüssen gewarnt habe, wurde ich im Forum heftig angegriffen.... Mir scheint, dass hier sehr mit zweierlei Maß gemessen wird.


5
 
 Suarez 13. April 2015 

@Antigone - Sie haben Recht

Es waren in der Tat Vietnamesen, ich hatte das nicht mehr so genau in Erinnerung. Tangiert aber dieser Irrtum nun meine eigentliche Aussage?

Die DDR war ein totalitäres System, dass die Menschen schon im frühkindlichen Alter (Hort) prägte und in einem gewissen Sinne auch deformiert hat. Hinzu kam, dass in der DDR eine extreme Repression gegen nicht systemimmanentes Denken herrschte, bei gleichzeitig bis in die feinstes Nuancen ausgeprägten Hierarchien. Insofern erstaunt es nicht, dass totalitäre Gruppierungen sowohl im linken wie im rechten Spektrum gerade in der ehemaligen DDR häufiger anzutreffen sind, womit ich nicht sagen will, dass alle Pegida-Teilnehmer einer solchen Gruppierung zuzuordnen sind.

Ich sehe weiterhin, dass wir allgemein eine Gefahr eines wachsenden Extremismus haben und zwar von links und von rechts, wobei dem linken Extremismus definitiv ein erheblich größeres Wirkungspotential schon durch die mediale Unterstützung zukommt.


5
 
 Antigone 13. April 2015 
 

Fidschis

hießen die Vietnamesen. Auch kein netter Name. Aber "Fremdarbeiter" von den Philippinen hatten wir nicht.


1
 
 Suarez 13. April 2015 

@Nikolaus96 - Ich halte Ihren Kommentar für perfide

Angesichts der Tatsache, das etliche katholische Priester von den Nationalsozialisten in KZ gesteckt wurden und dort den Tod fanden, sind ihre völlig unreflektierten Aussagen einfach nur beschämend. Belegen Sie bitte Ihre Aussage mal konkret mit Namen.

Im Übrigen finden sich merkwürdigerweise die stärksten Ausprägungen des Rechtsextremismus in der ehemaligen DDR, also dort, wo vorher eine linke totalitäre Ideologie vorherrschend war. Offensichtlich ist für das Erstarken des Extremismus hier eine totalitäre Prägung noch aus den Zeiten des Sozialismus verantwortlich. Der "real existierende Sozialismus" kannte eine sehr ausgeprägte Fremdenfeindlichkeit. So nannte man "Fremdarbeiter" aus den Philippinen gerne abwertend "Fitschis".

Wo schon im Kleinkindalter eine totalitäre Ideologie aufoktroyiert wird, da verfestigt sich der totalitäre Charakter auch dann, wenn das totalitäre System längst verschwunden ist.


6
 
 Reichert 13. April 2015 
 

Suarez

Danke Ihnen vielmals. Es macht mich sehr
betroffen, daß Adson_von_Melk in dieser
Angelegenheit trotz der noch laufenden
Ermittlungen der Pegida-Bewegung die
Schuld in die Schuhe schieben will. Als
vor einiger Zeit Linksextremisten in ih-
ren Aktivitäten gegenüber Pegida über die Stränge schlugen, sagte der auf ih-
rer Seite mitdemonstrierende Bundesjus-
tizminister Maas, daß er dafür nicht in
die Pflicht genommen werden könne. Das
wurde klaglos von unseren Medien akzep-
tiert. Es ist ganz schlicht und einfach
so, daß unsere grundgesetzlich verbürg-
te Meinungsfreiheit in der Realität
vielfach einem dominierenden Mainstream
zum Opfer fällt. Weh dem, der sich dem
entgegenstellt. Ich erinnere nur an den
früheren Bundestagspräsidenten Philipp
Jenninger, Martin Hohmann, Eva Herman
und ganz aktuell die Bürgerrechtlerin
Vera Lengsfeld, die aufgrund eines Ein-
spruchs der antidemokratischen Splitter-
gruppe Grass Lifter von den Zwickauer
Tagen für Demokratie und Toleranz ausge-
laden wurde.


10
 
 Nikolaus96 13. April 2015 
 

Ich befürchte,...

...dass diejenigen Katholiken, die PEGIDA (nicht nur die Mitdemonstranten, sondern auch die Organisatoren) verharmlosen und relativieren, ein ähnlich böses Erwachen erleben werden, wie ihre Glaubensbrüder - darunter bekanntermaßen auch viele Priester und Bischöfe - die in der Nazizeit Hitler und Co. willkommen hießen und ihmzujubelten, weil sie glaubten, er würde sie vor dem Kommunismus beschützen. Mich würde es nicht wundern, wenn noch jemand einwendet, dass die bedrohten Kirchendiener ja keine Katholiken sind.


3
 
 Suarez 13. April 2015 

@Adson_von_Melk

"Darum geht es hier, es ist ihnen in all Ihren langen Postings aber keine Erwähnung wert. Hm!"

Wie war das noch mit "Hermeneutik des Verdachtes"?

Ich habe die Kommentare von @Reichert nicht als Rechtfertigung oder Verharmlosung von Morddrohungen gelesen.

Sie versuchen hier wieder einmal mehr oder weniger geschickt, die Ihnen nicht genehmen kath.net Leser in eine bestimmte Ecke zu stellen. Hintergrund ist, dass Ihnen nicht behagt, dass diese Leser nicht ihr "Dialog/Diskurs"verständnis bezüglich der katholischen Glaubenslehre haben.


6
 
 Adson_von_Melk 13. April 2015 

Ja, und was soll uns das alles sagen, @Reichert?

Hat es das geringste mit dem obigen Artikel zu tun? Rechtfertigt es eine Morddrohung?

Was, wenn ein Türke einem Deutschen droht, ihm die Kehle durchzuschneiden? Sind Sie dann nicht der erste, der erklärt wie entsetzlich das ist, und außerdem wie typisch und bezeichnend für eine ganze Gruppe?

Aber hier haben Pegidas das harmlosen evangelische Küster fürs Glockenläuten am Ostermontag(!) angetragen. (Zumindest DIESE Kämpfer gegen die "Islamisierung" dürften eine Kirche noch kaum je von innen gesehen haben.)

Darum geht es hier, es ist ihnen in all Ihren langen Postings aber keine Erwähnung wert. Hm!


3
 
 Konrad Georg 11. April 2015 
 

Ist es den Dresdener

Pegidaspaziergängern zu verdenken, daß sie als Nichtglaubende sich vor der fortschreitenden Islamisierung fürchten und Sorge um ihren Kopf haben?


8
 
 Konrad Georg 11. April 2015 
 

In Deutschland gibt es 6 extreme Parteien

SPD
DIE LINKE
FDP
GRÜNE
PDS
NPD Punkt!
Mindestens 5 von ihnen stellen das Lebensrecht der Ungeborenen in Frage und tun alles dafür, daß es so bleibt. Bei der NPD weiß ich in diesem Punkt nicht Bescheid.

8, i.W. acht, Millionen Todesopfer gehen auf Rechnung der Fünf. Die NPD hatte nie etwas zu sagen.

Mit 13 Jahren, bei der Niederschlagung des Ungarnaufstandes durch die Sowjets wurde ich Antikommunist und UNO-Skeptiker. Nicht wegen der Ideologie, sondern wegen der Taten. Damals schrieben große Geister noch Hymnen auf Stalin. Nie in meinem ganzen Leben bin ich auf eine Ideologie hereingefallen und kritische Bücher lese ich sehr kritisch. Seit Jahrzehnten stehe ich neben dem Kirchen- und Medienmainstream.

Als ewiger CSU-Wähler habe ich bei der €-Wahl AfD gewählt und werde das weiter tun, weil diese Partei nichts Schlimmeres anstellen kann, als was wir bereits dank von der Leyen und der sozialistischen Jetztministerin in der Familienpolitik haben. Bis zum BVerfG haben wir zerstörerisch


8
 
 Suarez 11. April 2015 

Eigentümliche Verengungen des Blickes (III)

Selbst im Bundestag finden sich Mandatsträger, die in der Vergangenheit offen Sympathien für die RAF gezeigt haben. Der Ministerpräsident von Baden Würtemberg gehörte, nebst anderen heutigen Bundestagsabgeordneten, dem Führungskader des KBW (Kommunistischer Bund Westdeutschlands) an. Dieser KBW idealisierte den Terror von Mao und Pol Pot und rechtfertigte Massenmord.

Man stelle sich einmal vor, im Bundestag säßen Leute, die die Taten des NSU idealisiert oder Hitler offen bewundert hätten. Da bräche, völlig zu Recht, ein Sturm der Entrüstung aus. Warum bleibt aber der Sturm der Entrüstung in den genannten Fällen aus. In den 70er Jahren beherbergte die Partei der Grünen höchst zwielichtige Leitfiguren, die dem Nationalsozialismus nahe standen.

Wie schnell der Wechsel von Rechtsextremismus zu Linksextremismus und umgekehrt vonstatten gehen kann, zeigt das Beispiel Horst Mahler. Insofern sind klare Abgrenzungen im Extremismus immer schwierig.


9
 
 Suarez 11. April 2015 

Eigentümliche Verengungen des Blickes (II)

Offenbar waltet in Teilen unserer Medienlandschaft die Auffassung vor, es gäbe einen guten (linken) Extremismus und einen schlechten (rechten) Extremismus. Dass aber Extremismus, in welcher politischen Ausprägung auch immer, Gewalt immer zum Gegenstand des eigenen Handelns macht, wird gerne von denen übersehen, die dem Linksextremismus noch eine bessere Moral andichten. Um als gut zu gelten, genügt es, wenn man mit den entsprechenden Phrasen aufwartet. Wer z.B. gegen "Diskrimierung" kämpft, darf dies auch mit brutalster Gewalt, weil er sich ja der guten Sache verschrieben hat. Solche Verkürzungen des Extremismus und seiner realen Gefahren haben heute dazu geführt, dass linksextreme Gruppen im Dunst medialen Schweigens offen gewalttätig werden können. In Frankfurt sind vor kurzem Demonstrationen von Blockupy Aktivisten völlig eskaliert und haben zu unvorstellbaren Gewaltausbrüchen geführt. Die "Linke" sitzt aber immer noch unbehelligt von Kritik in den Parlamenten.


11
 
 Suarez 11. April 2015 

Eigentümliche Verengungen des Blickes

Ich denke, belegbar für mich in Anspruch nehmen zu können, keinerlei Sympathie für nationalsozialistische Ideologien zu hegen. Hitler stellt für mich, ich habe das mehrfach betont, das absolut Böse dar. Die Ideologie des Nationalsozialismus steht dem katholischen Glauben diametral entgegen, insofern kann man bei Hitler von einer satanischen Gestalt in der Geschichte sprechen. Es ist also durchaus richtig, die Verbrechen des Nationalsozialismus anhand von Studien aufzuarbeiten. Saul Friedländers Standardwerk "Die Jahre der Vernichtung" sollte jeder kennen, der sich mit dieser mörderischen Ideologie seriös auseinandersetzt.

Leider ist das Phänomen zu beobachten, dass der historische Linksextremismus in einem Nebel des Schweigens gehüllt ist und die Verbrechen des Stalinismus, die denen des Nationalsozialismus glichen, gar nicht oder nur selten thematisiert werden. Die wenigsten wissen um die Millionen Kleinbauern, die Stalin in Sibirien in den Tod schickte.


11
 
 marienkind 11. April 2015 
 

Ich habe in meinem Umfeld

Türken, Zigeuner und eine Afrikanerin ist sogar eine gute Freundin. Ich mache keinen Unterschied in der Behandlung der Menschen wegen Herkunft und Hautfarbe.

Trotzdem kann ich die Bedenken von besorgten Bürgern verstehen, die Angst entwickeln, wenn sie fehlenden Integrationswillen sehen, ihre Töchter als Nutten auf dem Schulhof beschimpft werden und Muslime Frauen umbringen, weil diese Ihnen nicht gehorchen und ihr eigenes Leben bestimmen möchten.

Ich habe selbst erlebt, wie Deutsche Frauen von Türken wie Unwertes Leben behandelt wurden. Das ist rassistisch, sexistisch und sie wurden leider auch noch übergriffig. Betatschten und ohrfeigten.

da muss jetzt natürlich die Politik Mittel und Wege finden so etwas zu unterbinden. Leider muss da erst eine Pegidavereinigung gegründet werden, damit die Politik hinschaut und nicht mehr den islamophobieknebel gebrauchen kann.

Rassismus ist mir zuwider. Nationalität ist mir egal. Ich suche das Gute im Menschen und bin für seinen Schutz.


8
 
 Reichert 11. April 2015 
 

Adson

schnell einzudeutschen. Das alles nur, um die Fassade aufrechterhalten zu können, um
sich nicht peinlichen Fragen stellen zu müssen. des scheiterte an den gesetzlichen
Bestimmungen. Die Zeit war einfach zu
knapp. Auch dazu fand sich in unseren "Qualitätsmedien" natürlich kein Wort.
Die Süddeutsche Zeitung schrieb:"Seit
Khaled B. erstochen aufgefunden wurde,
trauen sich seine Mitbewohner nicht mehr allein aus dem Haus. Asylbewerber ldeben gefährlich in Dresden, beklagte
Sachsens Flüchtlingsrat. Es ist ein
Klima der Angst, in dem Verständnis für
Pegida wichtiger sei als die Sorgen der
Flüchtlinge"Ironischerweise hatte diese
Zeilen der Mörder den Schreiberlingen der Süddeutschen diktiert. Die Tagesschau interviewte den Mörder sogar.


9
 
 Reichert 11. April 2015 
 

Adson_von_Melk

geschürt hatte.Eine Zeitung faßte das so
zusammen:"Noch am Mittwoch hatte die Poli-
zei keine Anhaltspunkte für eine Fremein-
wirkung erkennen wollen. Dies war weithin auf kritik gestoßen. Inzwischen wurdeauch
bekannt, daß zwei Hakenkreuze an die Tür
der Wohngemeinschaft des Opfers geschmiert worden waren." Die Hakenkreu-
ze hatte Hassan S. - wie man heute weiß-
dort angebracht.Nun muß man wissen, daß
die Meldungen über den von deutschen
"Rassisten" in Dresden getöteten Asylbe-
werber Khaled weltweit von jedem Sender
aufgegriffen wurden.Die BBC berichtete
darüber ebenso wie der US-Sender CNN und
das arabische Programm Al Jazeerah. Und wie in solchen Fällen üblich, ist es
dort keine Nachricht wert, das Khaled von einem Afrikaner!!! getötet wurde.
Ach ja, als feststand, das der Eritreer
Khaled von einem Landsmann getötet wurde, da überlegten die deutschen Innnen- und Justizminister für einen
Moment allen Ernstes, den Täter vor der
offiziellen Bekanntgabe der Ermittlungs-
ergebnisse


9
 
 queenie 10. April 2015 
 

Superintendent

handelt folgerichtig. Auch wenn Miß-
verständnisse und strafmilderne Umstände bei den Tätern wahrscheinlich sind.


3
 
 W.S. 10. April 2015 

Christliche Reden bei Pegida?

Eigentlich kann sich jeder von Pegida ein Bild machen, denn die Verstanstaltungen werden jeden Montag aus Dresden im Internet übertragen.
Das wohl nur ein geringer Teil der Reden katholischen Predigten entspricht liegt unter anderem womöglich daran, dass unsere Bischöfe und Priester nur bei 100% sauberen Veranstaltungen, wie etwa dem Marsch für das Leben oder bei Gender- Bildungsplan Demos sprechen.
Was!Entschuldigung aber das machen Sie ja auch nicht???
Und die Priester welche bei Pegida sprachen.........oh je !
Die Sprechen nirgends mehr.
Wenn die Kirche zu diesem Themen schweigt, bin ich froh wenn andere trotz der vielen Anfeindungen und Gewaltandrohungen nicht mehr schweigen!
Auch bei Pegida würde sich ein christlicheres Bild vertiefen , würden sich Seelsorger um die Menschen dort kümmern!


9
 
 Antigone 10. April 2015 
 

@Herbstlicht

Wo wohnen Sie denn? Die Pegida-Leute in Dresden wohnen da, wo überhaupt keine Muslime sind, that's it! Eines kann ich Ihnen versichern, ich kenne das Problem nicht aus der Ferne. Weder das der Problemviertel noch das der Leute, die in Dresden auf die Straße gehen. Das ist unbestritten eine völlig inhomogene Gruppe. Aber es sind Leute, die entweder offen rechts sind oder sich von rechts instrumentalisieren lassen. Und auch das hat vielfältige Ursachen, aber es ist keineswegs harmlos.


3
 
 burchard63 10. April 2015 
 

@Held der Arbeit

"Denn es gibt keine wirklich ernstzunehmende Gefahr von Rechts." Abenteuerlich. Als hätte es die NSU-Morde nie gegeben.


5
 
 Herbstlicht 10. April 2015 
 

@Antigone

Sie fragen:
"Ist hier noch irgendjemand wirklich für Pegida?
Wie naiv muss man denn sein?"

Ich gehöre zu diesen Naiven!
Meine Überlegungen sind grundsätzlicher Natur.
Jeder sollte demonstrieren dürfen, ungeachtet der politischen Inhalte, mit denen man sich identifizieren kann oder auch nicht.
Wohne ich evtl. auf dem Land, im schnuckeligen eigenen Häuschen oder in schöner Mietwohnung, habe mein gesichertes Einkommen, kann ich gut gegen Pegida sein.
Liegt mein Domizil hingegen mitten in einem problematischen Stadtviertel, sehe wie muslimische Kinder auf dem Schulhof das Sagen haben, kann ich den Anliegen der Pegida schon naturgemäß etwas mehr abgewinnen.
Die Gutmenschen sind sind sich einig:
Die Pegida-Leute sind die Bösen.
Wenn dann noch Morddrohungen ausgesprochen werden, bestätigt dies doch nur deren Vorurteile.
Die beiden haben unverzeihlich gehandelt.
Doch bitte ich Sie trotzdem: Urteilen Sie nicht voreilig!


14
 
 Theodor69 10. April 2015 
 

@Weinberg

Dass die Medien „linksfreundlich“ sind, möchte ich gar nicht bestreiten. Dennoch sollten wir als Christen bei gleicher Sachlage nicht bei dem einen politischen Spektrum eine „Schuldvermutung“ annehmen und bei der anderen eine „Unschuldsvermutung“. Rechte Auswüchse werden nicht dadurch harmloser weil die Medienlandschaft links ist. – Und wenn Sie schreiben, dass Morddrohungen von linksextremen Demonstranten gar nicht angezeigt werden, so verwundert mich das etwas. Wer zeigt denn an? – doch wohl der Empfänger der Morddrohung. Wenn „rechte bedrohte Opfer“ nicht anzeigen, dann ist dies deren Schuld.


3
 
 Held der Arbeit 10. April 2015 

@ rappix

Die Morddrohungen an Mitglieder der evangangelischen Kirche sind absolut schändlich und zu verurteilen. Dieses "Wehret den Anfängen" jedoch, dass Sie aussprechen, ist in vieler Hinsicht zumindest problematisch, da es, ohne Ihnen nahetreten zu wollen, in unserer Gesellschaft sehr leicht ist, "gegen rechts" zu sein. Denn es gibt keine wirklich ernstzunehmende Gefahr von Rechts. Die Probleme vor denen wir in unserer Gesellschaft stehen, kommen viel mehr aus den Zentren der Macht, sind neomarxistisch, wie Gender Mainstreaming, dass ohne demokratische Debatte zum Leitprinzip deutscher Familienpolitik wurde. Insofern ist es sehr einfach, "gegen Nazis" zu sein, denn man hat hier den Rückhalt und die Förderung der Mächtigen zu erwarten. Was nicht heißt, dass man für rechte Gruppierungen sein sollte, man sollte vielmehr differenzieren und hinterfragen, denn Geschichte wiederholt sich in solch einfacher Form zumindest, ganz sicher nicht.


11
 
 Adson_von_Melk 10. April 2015 

@Weinberg: Haben Sie irgendwelchen Grund oder Beleg für die Annahme

dass die linksextremen Brandsätze und verletzten Polizisten nicht zur Anzeige und ggf. Strafverfolgung gelangt sind? Nur weil Sie von etwas nicht gehört/gelesen haben, heißt das ja noch lange nicht, dass es nicht stattgefunden hat. Manches überliest oder vergisst man auch. (Daran muss ich mich selbst immer wieder erinnern. Google und Wiki helfen da aber sehr.)

Narrenfreiheit für Brandsätze wäre mir jedenfalls neu.

Ein Zweites:

Was hat die polizeiliche Behandlung oder auch Nichtbehandlung von Linksextremisten eigentlich zu tun mit der Beurteilung der Ziele, Methoden und öffentliche Erscheinung der Pegida durch katholische Christen?

Ein Letztes:

Ich bin erleichtert, dass die Zahl der Pegida-Versteher auch in unserem Forum stark zurückgeht. Wenn wir mit dem @Freisinger auch jemanden unter uns haben, der sicht- oder hörbaren Protest von kirchlicher Seite gegen die Pegida für irgendwie "links" hält.


5
 
 rappix 10. April 2015 

Wehret den Anfängen!

Mir kam soeben Kardinal Theodor Innitzer in den Sinn.

1938 erfolgt der Kurzschluss (ich schreibe bewusst von Kurzschluss und nicht Anschluss) von Österreich mit dem Deutschen Reich, respektiv die Heimkehr ins Deutsche Reich.

Während des Kurzschlusses liess Kardinal Innitzer in Wien die Glocken läuten. Schmerzvoll musste Erzbischof Innitzer erfahren, was die Deutschen vom katholischen Glauben hielten:

Zitat Wikipedia:

"Rosenkranzfest Oktober 1938
Am 7. Oktober 1938 hatte Kardinal Innitzer wie jedes Jahr die Jugend zu einer Andacht zum traditionellen Rosenkranzfest eingeladen. Aufgrund des bestehenden Verbots katholischer Vereine rechnete man mit 300 oder höchstens mit 2000 Jugendlichen. Doch füllten ca. 9000 Jugendliche den Stephansdom bis auf den letzten Platz, so dass eine eindrucksvolle Atmosphäre entstand. Innitzer predigte zu den Jugendlichen die berühmt gebliebenen Worte: „Jetzt [müssen wir uns] umso standhafter zum Glauben bekennen, zu Christus – unserem Führer!"


5
 
 Weinberg 10. April 2015 
 

@ Theodor69

Morddrohungen und andere Verbalinjurien linksextremer Demonstranten werden erst gar nicht angezeigt oder gar von Presse, Politik und Kirchenvertretern thematisiert - hat man doch ein gemeinsames Feindbild. Im Gegenteil: es wird schon als Erfolg von Deeskalation gefeiert wenn es "nur" zu martialischen verbalen Drohungen seitens der linken Chaoten kommt und sich ansonsten die manifesten Verletzungen im Rahmen halten.
Bei einer Pegida-Demonstration in München wurden von Linksextremisten Brandsätze geworfen und fünf Polizisten verletzt. Kein Aufschrei in den Medien, nur ein dünnes Statement der Polizei, dass man die Tricks der Chaoten nun durchschaut habe und die Polizeitaktik entsprechend anpassen werde.

Wie naiv muss man denn sein, um nicht zu erkennen, dass linksextremistischen Gewalttätern von Politik, Medien und Kirchen jegliche "Narrenfreiheit" zugestanden wird, während eine gewaltfreie Organisation mit vernünftigen und liberalen Grundsätzen wie Pegida maßlos dämonisiert wird.


15
 
 Held der Arbeit 10. April 2015 

Linksruck der Gesellschaft

Die Gesellschaft hat in den letzten zehn Jahren einen massiven Linksruck erfahren, was dazu führt, dass ehemals bürgerliche Postitionen heute als rechtsradikal gelten. Das führte für mich zu einer anfänglichen Sympathie für Pegida, und zwar nicht wegen des Themas Zuwanderung, sondern weil generell in vielen Punkten wie Gender Mainstreaming ein Diskussionsverbot in der Öffentlichkeit herrscht und hiergegen endlich aufbegehrt wurde. Wie dann die Leitmedien geschlossen auf Pegida eingedroschen haben, hat das meine Sympathie noch verstärkt.

Aber: bei genauem Hinschauen stellte sich heraus, dass es in der rechten Gegenbewegung erstens starke neuheidnische Elemente gibt und zweitens antichristliche Tendenzen, gerade in Bezug auf das Übernationale der katholischen Kirche. Drittens würde ich mich, trotz aller Erfahrungen, wenn ich zwischen den Extremen wählen müsste, dafür entscheiden, im Kommunismus zu leben, als bei den Nazis. Daher sehe ich Pegida inzwischen skeptischer...


5
 
 Rose73 10. April 2015 
 

Zeigen ihr wahres Gesicht....

Man muss schon ganz schön naiv sein, um nicht das braune Gedankengut zu durchschauen. Das hat mit Christlichkeit nichts zu tun , sondern Förderung von Fremdenhass.


3
 
 Antigone 9. April 2015 
 

Um Gotteswillen,

ist hier noch irgendjemand wirklich für Pegida? Wie naiv muss man denn sein?


5
 
 Theodor69 9. April 2015 
 

@Ottov.Freising

Wären Sie auch so vorsichtig mit voreiligen Schlüssen, wenn es sich um eine "linke Demonstration" handeln würde?


9
 
 marienkind 9. April 2015 
 

Nichts beschönigen, aber

Bitte auch nicht alle über einen Kamm scheren. Ich denke da laufen Leute unterschiechster Coleur mit, die aus echter Besorgnis und mit Erfahrungen mit Deutschenhass gemacht haben.

Der ist leider gar nicht so selten. Ich denke die wenigsten sind dort echte Nazis.

Es gab auch schon Fake-Nazis unter den Demonstranten. Deswegen wäre ich vorsichtig. Nicht alles ist manchmal so wie es scheint.

Eine Morddrohung ist aber IMMER kriminell.

Wer es auch war. Christen waren es wohl nicht, es fehlt die demütige und friedliche Haltung und das Wissen, dass Ostermontag schon mal Kirchenglocken läuten können.


19
 
 Ottov.Freising 9. April 2015 

@confrater-stefan

1. wurden die angeblichen Morddrohungen nicht von dem Pegida-Organisaionsteam, sondern von irgendwelchen einfachen Demonstrationsteilnehmern geäußert - und wie Sie wissen kann niemand daran gehindert werden, an angemeldeten Demonstrationen teilzunehmen. Diese Äußerungen auf Pegida insgesmt zu beziehen ist unredlich.
2. sind die Ermittlungen zu dem Brandanschlag noch überhaupt nicht abgeschlossen. Auch hier ziehen Sie einfach eine Verbindung zu Pegida, obwohl beispielsweise - und in diese Richtung wird auch ermittelt - möglich wäre, daß dieser Brandanschlag von linken Kreisen verübt wurde, um Pegida zu diskreditieren.
3. Eine Instrumentalisierung des Christentums übrigens momentan in viel größerem Maße von links statt: Es sei nur an den verdunkelten Kölner Dom erinnert und auch Glockenläuten gegen Pegida ist ja nichts Neues - daher wird auch der Unmut mancher Demonstrationsteilnehmer - auch wenn dies selbstverständlich keine Morddrohung rechtfertigt - zumindest menschlich verständlich.


25
 
 Reichert 9. April 2015 
 

confrater-stefan

Das haben Sie aber ausgezeichnet politisch
korrekt formuliert. Das muß man Ihnen
schon lassen.


17
 
 confrater-stefan 9. April 2015 
 

Die Maske fällt: Pegida ist

Die bisherigen Kommentare ("unschön", "unsympathisch, "unklug") und dann noch die Einschränkungen "Immer vorausgesetzt, dass alles so stimmt, wie es veröffentlicht wird" (Quelle ist immerhin kath.net selbst) und dass man das nicht beurteilen könne scheinen mir Pegida wenn nicht zu verharmlosen, dann aber doch in der Gefährlichkeit zu unterschätzen. Das waren Morddrohungen! Und die Erfahrung mit dem NSU zeigt, dass man in rechten Kreisen auch heutzutage nicht vor Mord zurückschreckt. Bei dem Brandanschlag auf das Asylbewerberheim vor einigen Tagen hätten Leute zu Schaden kommen können. Wo gab es Sympathiebekundungen für die Hinterbliebenen von Khaled Idris Bahray?
Immer mehr wird deutlich, dass es Pegida nicht um das Christentum geht und dass wir Christen nur instrumentalisiert worden sind und dass die Maske fällt? Pegida ist national. Im Christentum ist kein Platz für Nationalismus, aber genau das ist doch Pegida, wenn auch nur in anderer Verpackung.


7
 
 Herbstlicht 9. April 2015 
 

nachträgliche Ergänzung

Bedenken könnte man, dass auch Provokateure dahinterstecken könnten, um die Pegida in Misskredit zu bringen.
Man denke nur an den RTL-Reporter (sein Name ist mir im Augenblick nicht präsent), der sich vor wenigen Monaten als Pegida-Anhänger ausgab.
Doch sein Auftrag war ein ganz anderer.
Als die Sache aufflog, trennte sich RTL von ihm, statt dass sich der Sender zu seiner Verantwortung bekannte.


28
 
 Herbstlicht 9. April 2015 
 

Demos müssen friedlich bleiben!

Immer vorausgesetzt, dass alles so stimmt, wie es veröffentlicht wird, ist das Verhalten beider PEGIDA-Leute mehr als unklug, es ist schädlich und läuft dem Anliegen der Bewegung zuwider.
Das Läuten war ja nicht gegen sie gerichtet, wenn es schon jahrelang um diese Uhrzeit praktiziert wurde.
Die PEGIDA-Demonstrationen verliefen bisher im Großen und Ganzen friedlich, ganz im Gegensatz zur Randale der parallel agierenden Antifa. Sie müssen es auch weiterhin bleiben, wenn sie ernstgenommen werden sollen.
Allerdings habe ich bis jetzt nichts von Anzeigen gegen die Antifa gehört, die nachweislich Sachbeschädigung zu verantworten hat.


24
 
 HX7 9. April 2015 
 

Jesus kann helfen

Diesen Vorfall kann ich persönlich wegen der aktuellen Berichterstattung nicht beurteilen. Christen finden Hilfe beim Herrn. Die evangelische Allianz betet 30 Tage zu Ramadan für die muslimische Welt. Es gibt dort immer mehr Muslime, die Jesus finden. Lasst und doch lieber bei solchen Dingen mitmachen.


9
 
 SpatzInDerHand 9. April 2015 

Die Pegida-Bewegung befördert sich immer mehr selbst ins Abseits!


5
 
 Held der Arbeit 9. April 2015 

Unschön...

Man mag den Vorfall als Resultat der medial hochgekochten "Anti-Pegida-Berichterstattung" bewerten, die Demonstranten verstehen inzwischen jegliche "Lautmeldung" als unter die Gürtellinie zielende Kritik. Dennoch wird mir auch die politische Rechte zunehmend unsympatisch (die politisch Linken sind sind mir schon lange unerträglich). Bei den Rechten kommen jedoch immer mehr antichristliche Stimmen zu Wort... Man sollte als Christ jeglicher politschen Bewegung gegenüber skeptisch sein, die in weltlichen Veränderungen ihr Heil sucht, oder wie Jesus das formuliert: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt."


11
 
 rappix 9. April 2015 

Schon Don Camillo griff zur Sprache der Glocken

um die Kommunisten in die Schranken zu weisen, sehr zum Missfallen der oberen kommunistischen Parteibonzen aus der Stadt.


6
 

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