Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  2. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  3. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  4. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  5. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  6. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war
  7. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"
  8. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  9. Influencerin bezeichnet Trans-Politiker als Mann: zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt
  10. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  11. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  12. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  13. Deutschland: Katholische Kirche verzeichnet mehr Erwachsenentaufen trotz Mitgliederrückgang
  14. "Satanisches Lachen" - US-Demokraten aus Massachusetts feiern Ermorden von Kindern bis zur Geburt!
  15. Kardinal Aveline: „Der christliche Glaube hat heute viel mit Widerstand zu tun“

China: Nichts ist so gefragt wie der christliche Glaube

5. Jänner 2015 in Weltkirche, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Sonntagszeitung: Die Zahl der Christen wächst schneller als der Autoabsatz


Frankfurt am Main (kath.net/idea) In der Volksrepublik China mit der dynamischsten Volkswirtschaft der Welt wird nichts so stark nachgefragt wie der christliche Glaube. Die Zahl der Christen wächst um jährlich zehn Prozent – schneller als der Autoabsatz. Nach Schätzungen des Religionswissenschaftlers Fenggang Yang könnten im Jahr 2030 eine Viertelmilliarde Menschen getauft sein. Darüber berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) am 4. Januar.

Die Zahl der Christen, die derzeit auf bis zu rund 130 Millionen geschätzt wird, übertrifft bereits die der 85 Millionen kommunistischen Parteimitglieder. „Während in säkularisierten westlichen Gesellschaften die Menschen aus der Kirche austreten, treten sie in China ein, je moderner das Land wird“, schreibt FAS-Autor Hendrik Ankenbrand. Der Protestantismus, besonders der evangelikaler Prägung, sei für die Chinesen attraktiver als die katholische Kirche. Dabei muss man zwischen den staatlich anerkannten Kirchen und den nicht registrierten Hausgemeinden unterscheiden. Die Chinesische Akademie der Sozialwissenschaften spricht von 29 Millionen Christen in staatlich anerkannten Gemeinden – 23 Millionen Protestanten und sechs Millionen Katholiken. Nicht berücksichtigt sind dabei die romtreuen Katholiken und jene protestantischen Hausgemeinden, die sich nicht der Kontrolle des Staates unterwerfen wollen.


Gefühle zeigen: Weinen wegen Jesus

Diese Christen treffen sich beispielsweise auch in McDonalds-Restaurants, so die FAS. Attraktiv sowohl für die wirtschaftlichen Verlierer wie auch für Unternehmer und Akademiker sei unter anderem, dass sie ihre Gefühle zeigen dürften. Die Menschen weinten, wenn sie hörten, dass ihnen der Heiland geboren und Jesus für sie gestorben sei. Die evangelikalen Gemeinden propagierten einerseits Leistungsbereitschaft und Moral, sorgten andererseits aber auch für solidarischen Ausgleich. Sie befriedigten auch die dringendsten Wünsche der Chinesen. Dazu zähle angesichts einer allein im letzten Jahr um 13 Prozent gestiegenen Scheidungsrate die Eheberatung. Christliche Unternehmer nähmen ihre Geschäftspartner auch bisweilen in die Kirche mit. In den Betrieben förderten sie die christliche Kultur. So gebe es keine Saufgelage; Mätressen würden nicht geduldet.

Wie der Staat auf christliches Leben reagiert

Chinas kommunistische Machthaber reagieren unterschiedlich auf das Wachstum der Christenheit in ihrem Land. Einerseits dulden sie staatlich sanktionierte Religionsausübung; so besteht etwa in Nanjing die größte Bibeldruckerei der Welt. Andererseits werden laut FAS Gottesdienste der staatlich registrierten Gemeinden und auch mancher Hausgemeinden überwacht. In der Provinz Zhejiang haben die Behörden 2014 rund 360 große Kreuze von Kirchengebäuden entfernt und etwa 230 christliche Gebäude zerstört. Die Aktionen richteten sich sowohl gegen Untergrundgemeinden wie auch gegen staatlich anerkannte Kirchen. Zentrum ist die acht Millionen Einwohner zählende Stadt Wenzhou, wo rund eine Million Christen leben. Dort gibt es mehr als 2.000 Kirchengebäude. Unter der kommunistischen Herrschaft wurde das Christentum in China vor allem von 1949 bis Ende der siebziger Jahre – besonders während der Kulturrevolution – brutal unterdrückt. Danach lebte es trotz staatlicher Einschränkungen wieder auf.

Chinesische evangelische Christen erhalten eigene Bibeln - bewegend!


China: Behörde reißt Kirche ab - Gemeinde hatte wochenlang vergeblich einen menschlichen Schutzwall gebildet - Gebäude hatte Architekturpreis (engl.)


Kardinal Zen berichtet über die großen Schwierigkeiten der Kirche in seiner Heimat China (englisch, von Catholic News Service)



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

China

  1. Bistum Hongkong im Aufbruch: Erneut rund 2.500 Taufen zu Ostern 2026, davon 1.600 Erwachsene
  2. "Ein tragisches Unrecht"
  3. Chinas Bevölkerung wird nächstes Jahr um 3,2 Millionen schrumpfen
  4. China schränkt Aktivitäten ausländischer Christen weiter ein
  5. Chinesischer Bischof wegen ‚illegaler‘ Messe verhaftet
  6. GfbV kritisiert Wiederwahl von China in den UN-Menschenrechtsrat scharf
  7. China reagiert auf Grußtelegramm von Papst Franziskus
  8. China steuert auf Bevölkerungskrise zu
  9. Peking düpiert Vatikan mit Bischofsernennung
  10. Vatikan kritisiert unerlaubte Bischofsernennung in China






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  3. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  4. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  5. "... der Sieg, der die Welt besiegt hat, ist unser Glaube” (1 Joh 5,4)"
  6. Grösse
  7. Angeklagt, weil er einen schismatischen Bischof nicht rehabilitierte: Armeniens Patriarch Karekin II
  8. ALfA startet „von-Galen-Projekt“ zum 85. Jahrestag der Predigt von St. Lamberti
  9. William Donohue: Bürgermeister Mamdani soll nicht an Gedenkveranstaltung zu 9/11 teilnehmen
  10. „Warum ich katholisch bin“
  11. Was Papst Leo XIV. in Südamerika erwartet
  12. Deutschland: Katholische Kirche verzeichnet mehr Erwachsenentaufen trotz Mitgliederrückgang
  13. Wenn der Sturm den Glauben prüft - Der Friede Christi mitten im Gegenwind
  14. Expertin fordert nach Aufsichtsversäumnissen in den Provinzen nun nationalen Sterbehilfe-Watchdog
  15. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz