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Evangelischer Pfarrer: Hamas hat Schuld an der Eskalation der Gewalt

3. August 2014 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Ungewohnt deutliche Worte: Israel sieht sich einem Feind gegenüber, der das internationale Recht verachtet und verletzt – „Wenn Israel die Zivilbevölkerung vor einem Angriff warnt, hindert die Hamas sie an der Flucht.“


Bad Boll (kath.net/idea) Mit ungewohnt deutlichen Worten hat ein Vertreter der württembergischen Landeskirche um Verständnis für das israelische Vorgehen im Gazastreifen geworben. Wie der evangelische Beauftragte für das Gespräch zwischen Christen und Juden, Pfarrer Michael Volkmann (Bad Boll), in seinem Internet-Rundbrief schreibt, sieht sich Israel einem Feind gegenüber, der das internationale Recht verachtet und verletzt: „Die Hamas ist seit ihrer Machtübernahme in Gaza verantwortlich für über 10.000 Raketen auf die israelische Zivilbevölkerung. Sie gräbt Tunnel unter der Grenze hindurch auf israelisches Gebiet, um dort Terroranschläge oder Entführungen durchzuführen – ihre Kämpfer sind kriegsrechtswidrig in israelische Uniformen verkleidet. Sie lagert Raketen und andere Waffen in Wohnvierteln, Schulen, Moscheen, Krankenhäusern und sogar UN-Gebäuden und macht sie durch diese Rechtsverstöße zu legitimen militärischen Zielen.“


Volkmann zufolge tut die Hamas nichts zum Schutz der Zivilbevölkerung in Gaza, vielmehr missbraucht sie diese als menschliche Schutzschilde für ihre Waffenlager: „Wenn Israel die Zivilbevölkerung vor einem Angriff warnt, hindert die Hamas sie an der Flucht.“ Ein eklatanter Rechtsverstoß seien auch die Raketenangriffe der Hamas gegen den zivilen Luftverkehr in Israel. Während man vermute, dass in der Ostukraine prorussische Separatisten ein malaysisches Verkehrsflugzeug versehentlich abgeschossen haben, ziele die Hamas nach eigenen Angaben in voller Absicht mit Raketen auf zivile Verkehrsflugzeuge.

Zivilisten werden gewarnt

Volkmann ist überzeugt, dass Israel mehr als jede andere Armee in den Schutz der gegnerischen Zivilbevölkerung investiere. Auf bevorstehende Angriffen werde mit Flugblättern, telefonisch oder mit Warnschüssen hingewiesen. Manche Angriffe, die Zivilisten gefährden würden, seien abgebrochen worden. Israel halte auch die Versorgung der Bewohner Gazas mit Wasser, Energie, Lebensmitteln, Medikamenten und Treibstoff aufrecht. Das seien Standards, die in keiner anderen Auseinandersetzung im Nahen Osten Anwendung fänden.


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