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'Hilf uns gegen das Volk der Ungläubigen!'

11. Juni 2014 in Aktuelles, 33 Lesermeinungen
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Jetzt musste auch "Radio Vatikan" bestätigen, dass beim Friedensgebet ein nicht vorgesehenes Gebet eines muslimischen Geistlichen vorgetragen wurde.


Vatikan (kath.net/RV)
Beim Friedensgebet am Sonntag am Abend im Vatikan gab es offensichtlich definitiv ein nicht vorgesehenes "Gebet für die Ungläubigen". Am Mittwoch hat jetzt offensichtlich auch Radio Vatikan (RV) dies bestätigt. Wie kath.net gestern berichtet hat, hat ein Imam – über das Programm hinausgehend - auf Arabisch die letzten drei Verse aus der zweiten Sure des Koran zitiert. In einer möglichen Übersetzung heißt dies: "Verzeih uns (Allah), vergib uns und erbarm dich unser! Du bist unser Schutzherr. Hilf uns gegen das Volk der Ungläubigen!" In verschiedenden Internetforen gibt es darüber heftige Auseinandersetzungen. Der Islamwissenschaftler Pater Felix Körner, ein Jesuit, der an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom lehrt, meint gegenüber RV zu dem Vorfall: "Dieser Vers, vielleicht spontan ausgesucht von jemandem, der dann auch auswendig den Koran vortrug, passte eigentlich sehr gut in den Gesamtzusammenhang des Friedensgebetes! Es gab immer drei Schritte bei den drei Religionen. Wir erkennen den Schöpfer an und preisen ihn, wir erkennen unsere Schuld an und bekennen sie, und wir bitten um das Geschenk des Friedens. Und all das kommt in diesen drei Koran-Versen sehr schön vor. Dir, Gott, gehört alles. Wir bereuen unsere Schuld und bitten um Vergebung. Und wir brauchen deine Hilfe, damit Frieden und Gerechtigkeit entstehen können. Das ist der Inhalt dieser drei Verse, und deshalb war das eine ganz nachvollziehbare Auswahl - vielleicht spontan getroffen, aber jedenfalls gut gewählt."


Körner gestand ein, dass das Rezitieren aus dem Koran bei Christen eine gewisse Unruhe auslösen könne. Er verwies aber darauf, dass in den Vatikanischen Gärten die Religionen nicht zusammen kamen, um zusammen zu beten, sondern "jeder hat in der eigenen Weise Gebetstexte vorgetragen". Der Jesuitenpater verwies dann auch auf den Psalm 25 aus dem Mund eines Rabbiners beim Gebetstreffen. "Darin heißt es, viele Christen kennen das ja auch auswendig: Lass meine Feinde nicht über mich triumphieren. Das ist ein ganz ähnlicher Vers wie der jetzt als so schwierig inkriminierte Koranvers. Wir Christen beten die Psalmen als die Gebete Jesu und ordnen sie deshalb von vornherein richtig ein. Wir wissen, dass wir von Gott Schutz brauchen und dass das Freund-Feind-Denken nicht weiter hilft, dürfen aber selbst solche Gefühle im Beten ausdrücken, damit Gott uns wandelt. Und deswegen haben wir hier kein Missverständnis, aber wenn man schräg hört, hört man etwas Missverständliches."

Papst Franziskus, Patriarch Bartholomaios, Schimon Peres und Mahmud Abbas - Das eindrucksvolle Treffen in voller Länge, deutscher Kommentar, Teil 1


Kurzvideo: Papst Franziskus, Peres, Abbas und Bartholomaios I. - Friedenstreffen im Vatikan (engl., Rome Reports)



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Lesermeinungen

 willibald reichert 13. Juni 2014 
 

Wiederkunft

Wie soll der Friede kommen, wenn die Hamas
w e i t e r h i n!!! die Vernichtung des
jüdischen Staates zum Ziele hat?! Für
mich ist die gemeinsame Regierung nur ein
t a k t i s c h e s Manöver, um vielleicht
neue finanzielle Unterstützung einzuheim-
sen, um dann bei erstbester Gelegenheit
wieder aus der gemeinsamen Regierung
auszusteigen und die eigenen Ziele
unbeeinflußt zu verfolgen. Im übrigen
sind die palästinensischen Autoritäten
total korrupt und kassieren zunächst
einmal selber für die eigene Tasche.
Arafat soll in der Schweiz seinerzeit
einige hundert Millionen Euro!!! als Privatvermögen angelegt haben. Die
staatlichen Angestellten erhalten viel-
fach Geld, ohne überhaupt den Finger zu rühren!


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 Wiederkunft 12. Juni 2014 
 

Papst Franziskus

Wie der Papst über die Worte des Iman denkt können wir nicht beurteilen. Doch ich bin sicher der Papst weis genau was er tut. Er will Frieden im Heiligen Land. Das die zwei Präsidenten dieser Einladung gefolgt sind ist schon ein Wunder. Beten wir alle zum Heiligen Geist, dass dieser Friede kommen wird!


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 doda 12. Juni 2014 

@ Stefan: Nein, kein St. Floriansprinzip!

Wenn er öffentlich erklärt, er habe mit den Ungläubigen ... keine Ahnung wen, jedenfalls nicht uns gemeint, dann ist gut.
NEIN, dann ist es immer noch nicht gut, denn zur blutigen Verfolgung Anderer können wir Christen niemals schweigen.
Gerade habe ich hier auf kathnet gelesen, dass alle Christen aus Mossul/Irak geflohen sind!


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 speedy 12. Juni 2014 
 

Papst franziskus wollte von ganzem herzen etwas für den frieden tun, und eigentlich sollen wir auch für die ungläubigen beten, die angst haben vor dem kreuz


3

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 talsperre 12. Juni 2014 
 

Unser Papst ist viel zu gut für diese Welt ,er sieht in Allen nur das Gute und meint es auch ehrlich.Aber leider sieht die Wirklichkeit anders aus.


8

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 elisabetta 12. Juni 2014 
 

Mut zum Bekenntnis - ohne Wenn und Aber!

Wir Christen müssen ohne "Wenn und Aber" selbstbewusst zu unserem Glauben stehen und dürfen diesen nicht verstecken, indem wir den Moslems z.B. den Anblick eines Kreuzes, das unser oberstes Erkennungsmal als Christen ist, ersparen wollen -wie jetzt wieder geschehen beim Friedensgebet. Diese Rücksichtnahme finde ich total verkehrt – auch in Anbetracht dessen, was Moslems den Christen zumuten, z.B. entweder Zwangsbekehrung zum Islam oder Tod. Indem wir Christen in ihren Augen als Ungläubige gelten, stehen wir genauso auf ihrer Abschussliste, es ist nur eine Frage der Zeit - also: Wehret den Anfängen!


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 StephanSy 12. Juni 2014 
 

Der Immam muss eine Erklärung abgeben.

Ganz einfach: warum er gerade diesen missverständlichen Koranvers rezitiert hat und wie er ihn versteht. Wenn er öffentlich erklärt, er habe mit den Ungläubigen ... keine Ahnung wen, jedenfalls nicht uns gemeint, dann ist gut.

Und eine Entschuldigung wäre eigentlich auch angebracht.


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 horologius 12. Juni 2014 
 

Ungläubige?

An dieser Stelle kann man eigentlich nur noch den Qur'an zitieren, Sure 9,30-31: "Und es sprechen die Juden: Esra ist Allahs Sohn. Und es sprechen die Nazarener: Der Messias ist Allahs Sohn. Solches ist das Wort ihres Mundes. Sie führen ähnliche Reden wie die Ungläubigen von zuvor. Allah schlage sie tot! Wie sind sie verstandeslos! Sie nehmen ihre Rabbinen und Mönche neben Allah und dem Messias, dem Sohn der Maria, zu Herren an, wo ihnen doch allein geboten ward, einem einzigen Gott zu dienen, außer dem es keinen Gott gibt. Preis Ihm, Er steht hoch über dem, was sie neben Ihn setzen." Soviel zur muslimischen Vorstellung von Juden und Christen.


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 Chris2 12. Juni 2014 
 

Jesuitische Schläue oder einfach Blindheit

Man ist fassungslos, wie raffiniert die heutigen Jesuiten wirklich alles schön- (bzw. - wenn es unseren Glauben betrifft - kaputtreden) können. Die perfekte PC oder schlicht "sehen, und doch nicht sehen"? Ich bin sicher, viele - insbesondere radikale - Moslems haben das ganz anders verstanden, nämlich als erste Siegesfahne im Herzen des abendländischen Christentums. Die Umstände legen aber leider auch genau diesen Schluß nahe und daß es nicht nur rein virtuell irgenwelchen dekadenten Ideen sonstwo auf dem Globus galt. Und was lernen wir daraus: Miteinander im Gespräch bleiben aber billige Kompromisse oder (gemeinsame) 'Friedensgebete' lassen. Es irritiert nur die jeweils eigenen Gläubigen und letzteres macht buchstäblich unglaubwürdig. Vor allem angesichts 'einseitiger Aufrüstung'...


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 Christin16 12. Juni 2014 

Bei den Erklärungsversuchen

kommt mir wirklich die Galle hoch!
Angesichts der Realitäten verstehe ich unter dem Wort "Ungläubige" zuerst einmal die Bezeichnung eines Moslems gegen alle, die nicht seines Glaubens sind. Also auch gegen Christen. Dass dies nicht ganz abwegig sein kann, zeigen die aktuellen Übergriffe und Verbrechen gegen Christen. Ungläubige können auch Glaubenslose sein, sicher.
Aber: Sind wir nun Christen oder nicht? Stehen wir zu der Aussage Christi: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Oder nicht? Ich jedenfalls schon! Und diese hier berichteten Ausflüchte lasse ich nicht gelten. Punkt. Diese Schwurbelei sehe ich als Verrat an jenen an, die bereit sind, für ihren Glauben an Christus Jesus als das Licht der Welt in den Tod zu gehen. Ich darf auch als Christin sauer sein, den Moslems wirds doch auch zugestanden, siehe Regensburg! Wehe wenn es andersrum gelaufen wäre! Der Zorn der Moslems würde hohe Wellen schlagen. Ich habe das langsam echt satt! Euer Ja sei ein Ja! Schon vergessen?


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 Gipsy 12. Juni 2014 

@ bellis

"Der Allah des Islam ist nicht der dreifaltige Gott, der Vater Jesu Christi, nur das getrauen sich nicht alle zu sagen."

--------------------------------------
weil sie es nicht wissen ,oder nicht sehen können.
Wenn der Papst es nicht einmal sehen kann.
Das Problem ist, dass sich alle drei auf Abraham berufen, was ja auch richtig ist, nur irgendwo zwischen den Zeiten ,ist da der Verwirrer dazwischengekommen.
Zwei Erzengel Gabriel wobei jeder der "Zweien" etwas ganz anderes kundtut ?


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 confrater-stefan 11. Juni 2014 
 

@balikal
Seit wann dürfen muslimische Frauen nicht-muslimische Männer heiraten? Das wäre mir neu.


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 geistlicher rat 11. Juni 2014 

Gebet gegen Christen und Juden

Ich weiß ja nicht, woher manche ihre Korankenntnisse haben oder ihr Wissen um die Hadithen oder die Schari'a. Allerdings ist eine Heirat zwischen einem Mohammedaner und einer Christin/Jüdin durchaus möglich, da der Islam eine Geburtsreligion ist, was bedeutet, wenn der Vater Mohammedaner ist, sind es seine Kinder automatisch auch. Umgekehrt ist es allerdings unmöglich, außer der Mann konvertiert.
Im übrigen Sure 5:51ff: "O ihr Gläubigen! Nehmt nicht die Juden und die Christen zu Freunden. Sie sind Freunde gegeneinander. Und wer von euch sie zu Freunden nimmt, der gehört fürwahr zu ihnen. Wahrlich, Gott weist nicht dem Volk der Ungerechten den Weg...O Leute der Schrift, ihr grollt uns nur deswegen, weil wir an Allah und an das glauben, was zu uns herabgesandt und was schon vorher herabgesandt wurde, und weil die meisten von euch Frevler sind...Es sind, die Allah verflucht hat und denen Er zürnt und aus denen Er Affen, Schweine und Götzendiener gemacht hat." (Götzendiener=Trinitätslehre)


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 Annamia 11. Juni 2014 

@balikal , ich glaube nicht, daß die Muslime Christen als

Gläubige ansehen.Für die Muslime ist Jesus ein Prophet und nicht der Sohn Gottes.Es heißt im Islam wer Allah jemand beigesellt ,betreibt Shirk und das ist die schwerste Sünde die nicht vergeben wird.Männliche Muslime dürfen Christinnen heiraten, aber nicht umgekehrt.Weil die Religion des Vaters auf die Kinder übergeht.Übrigens dürfen katholische Männer und Frauen Muslime heiraten.Das geht aber nur mit Dispens und wenn versprochen wird,daß die Kinder christlich erzogen werden. Ein gläubiger Muslim wird damit wohl nicht einverstanden sein.


15

0
 
 doda 11. Juni 2014 

"Dieses Gebet richtete sich sicher nicht
gegen uns Christen!"
Bitte, was meinen Sie genau?
Natürlich meint dieses Gebet auch uns.
Und es meint in der heutigen Praxis a l l e Nichtmuslime.
Ihre Formulierung hat mich gerade sehr erschreckt!
Sie wollten doch sicher nicht aussagen, dass wir Christen beruhigt sein können, weil wir ja nicht gemeint seien.
Und die Anderen?
Sehen Sie sich nicht in der Verantwortung für die eine Wahrheit und damit für die Würde aller Menschen einzutreten?


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 Prophylaxe 11. Juni 2014 
 

Deutsche Mainstram- und Kirchenhassmedien

berichten kein Wort.
Die Schundblätter wären nur voll, wenn die Worte des Imams der Papst gesprochen hätte.


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 Diadochus 11. Juni 2014 
 

Kontext

Der zitierte Koranvers ist im Kontext der Geschichte und der anderen Koranverse zu sehen. So gesehen ist er ein Affront. Das kann so nicht unwidersprochen bleiben. Mit Backe hinhalten ist es da nicht getan. Ein Widerspruch ist nicht gleich eine Feindschaft. Das muss um der Wahrheit willen sein. Gegen Juden war die kath. Kirche in ihren Gebetstexten übrigens nie feindlich eingestellt. Es ist eine Pflicht, darauf zu verweisen, dass ohne die Taufe an Christus niemand gerettet werden kann, wollen wir das Evangelium ernst nehmen. Das Heil ist kein Exklusivanspruch der Christen. Im Evangelium steht auch, dass es ohne Christus keinen Frieden geben kann. Was ist das Friedensgebet der anderen Religionen nun wert, als nur schön daher gesagte Worte?


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 kathuser 11. Juni 2014 
 

Irrtum

Hier hat sich niemand gegen den Imam versündigt! Mich stört sein Gebet nicht, denn es zeigt seine Überzeugung. Auch ich als Katholik habe eine klare Meinung, nämlich dass die kath. Kirche die einzige wahre Religion ist, und die Anhänger falscher Religionen nicht im Vatikan beten sollen, da so getan wird, als seien diese Religionen gleichberechtigt, was aber ein fataler Irrtum ist!


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 bellis 11. Juni 2014 

Arabisch

Es ist extrem unhöflich und gegen jede guten Sitten der Gastfreundschaft in Anwesenheit des Gastgebers oder anderer Gäste in einer Sprache zu sprechen, die nicht verstanden werden kann. Weiter ist es extrem unhöflich, sich nicht an Absprachen zu halten und egoistisch zu machen, was man nur selbst will. Ich hätte erwartet, dass der Imam den islamistischen Terrorismus der Boko Haram in Nigeria aufs schärfste verurteilt. Und wie gut Muslime Buchgläubige heiraten dürfen sieht man an der ägyptischen Ärztin, die mit einem Säugling und einem Kleinkind in der Todeszelle sitzt. Der Allah des Islam ist nicht der dreifaltige Gott, der Vater Jesu Christi, nur das getrauen sich nicht alle zu sagen.


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0
 
 placeat tibi 11. Juni 2014 
 

Geht ja wohl v.a. auch darum, daß jemand damit ein wohlausgefeiltes diplomatisches Gefüge auf heiklem Terrain - was das Verhältnis von Juden und Moslems besonders in dem Fall betrifft- eigenmächtig durch Einfügen gesprengt hat.


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 balikal 11. Juni 2014 
 

Dieses Gebet richtete sich sicher nicht

gegen uns Christen!

Im muslimischen Verständnis sind Muslime, Juden und Christen gläubig (s.g. Buchgläubige)

Diese dürfen sogar untereinander heiraten (was z. B die kath. Kirche nicht erlaubt).

Mit den Unterstellungen haben wir uns hier gegen den Imam ordentlich versündigt.


2

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 Schott 11. Juni 2014 
 

Interview auf der Seite von Radio Vatikan

Wenn man das Interview mit Pater Felix Körner auf RV in ganzer Länge liest, erscheint es sehr reflektiert und sehr schlüssig. Gemeint war mit der besagten Sure des Koran vielleicht, dass Gott uns vor den Ungläubigen aller drei Weltreligionen bewahren möge. Das muss nicht dezidiert gegen Christen oder Juden gerichtet gewesen sein. Dass Unruhe unter Juden und Christen entstehen kann, ist dagegen nachvollziehbar. Nachdenklich macht mich eher, dass als Ort der Garten des Vatikan auch mit der Begründung gewählt wurde, das Kreuz als Zeichen des Christentums könne die Vertreter der anderen Religionen stören. Da ist dann die Erklärung, man habe sich im Garten des Vatikans in Gottes guter Schöpfung getroffen zwar sinnfällig, wirkt aber ein wenig weit hergeholt.


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 Christine 11. Juni 2014 

Schöngeredet

Wie wohl der Papst darüber denkt?


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 Stefan Fleischer 11. Juni 2014 

Wer von uns hier

hat nicht auch schon darum gebetet, dass Gott uns gegen den Islam helfen möge?
Dass das entsprechende Gebet unter diesen Umständen gesprochen wurde, ist ein diplomatischer Fauxpas. Das muss auf diplomatischer Ebene geregelt werden, sofern Papst Franziskus sich daran gestört hat. Dass nun aber deswegen die ganzen Friedensbemühungen im Trubel der Sensationen und Skandale unterzugehen drohen, ist ein geschickter Schachzug Satans. Das ist meine Meinung.


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 jadwiga 11. Juni 2014 

Die Helden des Christentums heißen eben Märtyrer. Wir müssen uns immer den Feinen gegenüber sanft und lieb verhalten. Papst Franziskus hat alles richtig gemacht.

"Wenn jemand dir eine Ohrfeige gibt, dann halte die andere Wange auch noch hin. Wenn dir einer den Mantel wegnimmt, dann weigere dich nicht, ihm auch noch das Hemd zu geben. Gib jedem, der dich um etwas bittet, und fordere nicht zurück, was man dir genommen hat.
So wie ihr von anderen behandelt werden möchtet, so behandelt sie auch."


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 AngellNo 11. Juni 2014 
 

Für oder gegen die Juden?

Es hat noch bis ins 20. Jahrhundert, vielleicht jetzt auch noch, judenfeindliche Ausdrücke in katholischen Gebeten gegeben.
Nicht immer nur mit dem Finger auf andere zeigen.
Im Karfreitagsgottesdienst des Jahres 1963 hat Papst Johannes XXIII. den Gebetssprecher dahingehend korrigiert, dass er ein entsprechendes Gebet benutzt und judenfeindliche Ausdrücke verwendet hat, die der Heilige Vater nicht verwendet wissen wollte.


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 resistance 11. Juni 2014 
 

"Gegen" heißt nicht "für".

Wenn er noch gesagt hätte "hilf den Ungläubigen" könnten wir damit leben.

Karfreitagsgebet für oder gegen die Juden?

Fromme Mädchen kommen in den Himmel, Jesuiten überall hin.


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 kmh 11. Juni 2014 
 

Was meint denn Gott, wer mit "Unglaeubige" gemeint ist?

Moege Gott dieses Gebet erhoeren und uns gegen das Volk der Unglaeubigen helfen! Damit schlagen sie sich doch selbst, koennen sie doch ruhig beten!


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 AngellNo 11. Juni 2014 
 

Wir können alle über Nacht krank werden.
In Rom sind es um die 30 Grad und Papst Franziskus hat sich nach der Heilig Land Reise nicht geschont.
Ich möchte unsereins mal sehen in dem Alter bei der Arbeitsbelastung und dann noch Auslandsreisen.
Ich habe daher bereits Sonntagabend den Eindruck gehabt, dass der Papst erschöpft wirkte.
Ich werde das Gefühl nicht los, dass, hätte Papst Benedikt XVI. ein solches Friedensgebet initiiert und wäre dabei dieser Fehler passiert, die Reaktion von so manchen deutschen Katholiken wäre Papstfreundlicher.


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 Lukas Martin K. 11. Juni 2014 
 

So ändern sich die Zeiten

Tja, früher waren die Jesuiten bekannt dafür, mit Schlauheit und scharfter (verbaler) Klinge den katholischen Glauben zu verteidigen und zu verbreiten. Heute bemühen sie sich eher, mit allerlei geistigen Verrenkungen den Zeitgeist katholisch bzw. den Katholizismus zeitgeistig aussehen zu lassen.

NB: Unser wunderbarer Heiliger Vater ist sicher kein typischer heutiger Vertreter seines Ordens.


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 AngellNo 11. Juni 2014 
 

Viel. hilft das gegen den verschurbelten jesuitischen Kommentar?

http://de.radiovaticana.va/news/2014/06/11/islamfachmann:_koran-rezitation_bei_friedensgebeten_ist_legitim/ted-806221


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 Mysterium Ineffabile 11. Juni 2014 

Man muss schon sagen

Wie man als "Islamwissenschaftler" die Leute so für dumm verlaufen will - das ist eigentlich ein starkes Stück.


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 OStR Peter Rösch 11. Juni 2014 
 

Krank.

Was ist denn das für ein verschwurbelter jesuitischer Kommentar?
Was meint der Kommentator denn, wer mit den "Ungläubigen" gemeint ist?
Und das in den Vatikanischen Gärten!
- Soviel ich weiß, hat sich der Papst am darauffolgenden Tag krankgemeldet.


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