Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst in Sorge wegen Corona-Impfskepsis in der Bevölkerung
  2. Wählt die Freiheit! Zeigt den Impf-Spaltern die Rote Karte!
  3. 'Abtreibung ist Krieg gegen unschuldige, ungeborene Kinder'
  4. Nicht geimpft - Schwangere Opernsängerin verliert Job
  5. Über die Misere konfessioneller Buchhandlungen
  6. "Lest die Texte auf Homepage des Synodalen Weges!" - Dafür gibt es kein anderes Wort als "Irrlehre"
  7. Die österreichischen Bischöfe möchten wieder FFP2-Masken bei Messen - Auch für Geimpfte!
  8. Genderkompatible Monstranz
  9. Papst Franziskus: "Abtreibung ist ein Mord, wer eine Abtreibung durchführt, tötet!"
  10. Papst Franziskus lehnt Rücktrittsangebot des Hamburger Erzbischofs Heße ab
  11. Ein 'Katholik aus dem Rheinland'
  12. Frankfurter Bibelhaus Erlebnis Museum bringt ‚Jesus als queere Person’ auf die Bühne
  13. Offener Brief an Papst Franziskus führt zu Suspendierung von Opus-Dei-Priester
  14. "Lag Kardinal Woelki doch nicht falsch? Den Kritikern in Köln geht es nicht um die Missbrauchsfälle"
  15. „Wir müssen mal schnell ein Bambi retten!“

Kasper: 'Für eine bloße Phantomdiskussion ist das Problem zu ernst!'

22. April 2014 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kardinal zu kath.net: „Ich habe klar ausgeschlossen, dass zu Lebzeiten des ersten Partners eine zweite kirchlich anerkannte Ehe möglich ist“ – „Die Behauptung, ich sehe Ehebruch als die einzige Sünde, die ohne Reue vergeben werde, ist barer Unsinn“


Vatikan (kath.net/pl) „Die Behauptung, ich betrachte den Ehebruch als die einzige Sünde, die ohne Reue vergeben werde, ist barer Unsinn, wie es Unsinn ist, Barmherzigkeit werde von mir als Toleranz des Bösen verstanden.“ Dies sagte Walter Kardinal Kasper gegenüber kath.net. Der emeritierte Kurienkardinal hatte Mitte Februar einen stark beachteten Vortrag vor dem Konsistorium gehalten. Papst Franziskus hatte die Gedanken Kaspers als “profunde“ und „kniende Theologie“ gewürdigt. Über diesen Vortrag entstand eine – teilweise heftig geführte – Diskussion um die Pastoral an wiederverheirateten Geschiedenen. In einem Interview in der katholischen Tageszeitung „Die Tagespost“ hinterfragte vergangene Woche Professor Juan José Pérez-Soba einige Thesen des Kardinals kritisch. Kardinal Kasper, der vor seiner Emeritierung Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen und zuvor Bischof von Rottenburg-Stuttgart gewesen war, erläuterte dazu am Dienstag gegenüber kath.net wörtlich:

„kath.net hat das Interview dokumentiert, das die ‚Die Tagespost‘ mit Prof. Juan José Pérez-Soba (Rom) geführt hat. Darin stellt Prof. Soba die Lehre der Kirche über das Sakrament der Ehe und die Unauflöslichkeit der Ehe gut dar. Dem Gesagten kann ich nur zustimmen, ich habe in meinem Vortrag mit fast denselben Worten in der Sache genau dasselbe gesagt.


Umso mehr bin ich verwundert, dass Prof. Soba – dann ohne einen Grund zu nennen – behauptet, ich würde eine andere Weise befürworten, das Eheband zu verstehen, die dieses seines Inhaltes entleert.

Dabei habe ich klar ausgeschlossen, dass zu Lebzeiten des ersten Partners eine zweite kirchlich anerkannte Ehe möglich ist und mir alle Mühe gegeben zu sagen, dass und wie die kirchliche Ehe-Lehre keine abstrakte Theorie ist, sondern dem wahren Glück des Menschen dient und darum die kirchliche Ehe- und Familienpastoral herausfordert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man das alles überlesen hat.

Ebenso erstaunt war ich über die Behauptung, ich würde verschweigen, dass ich schon 1977 eine ähnliche Lehre vertreten habe, welche dann von der Glaubenskongregation zurückgewiesen worden sei. Wahr ist, dass ich mich seither intensiv mit der Frage beschäftigt und mir erlaubt habe, dazuzulernen.

Es geht im Vortrag nicht mehr um die Zulassung zur Kommunion, sondern um die Zulassung zum Sakrament der Buße und damit zur Absolution. Die Buße setzt voraus, dass Schuld gegeben und bereut wird, aber ebenso dass Gott dem, der umkehrt, barmherzig ist und die Schuld vergibt. Die Behauptung, ich betrachte den Ehebruch als die einzige Sünde, die ohne Reue vergeben werde, ist barer Unsinn, wie es Unsinn ist, Barmherzigkeit werde von mir als Toleranz des Bösen verstanden. Gerechtfertigt wird selbstverständlich nicht die Sünde sondern der Sünder.

Schließlich noch ein weiterer Punkt, an dem Professor Soba hätte genauer lesen müssen. Er sagt, ich hätte zwei Mal das von ihm kritisch beurteilte Buch von G. Cereti zitiert; richtig hätte er sagen müssen, ich habe zwei Mal den damaligen Professor Joseph Ratzinger zitiert und mich auf ihn berufen. G. Cereti, mit dem ich nicht übereinstimme, habe ich im Vortrag überhaupt nicht, sondern nur in einer Anmerkung im Exkurs zusammen mit anderen Autoren zitiert, die anderer Meinung sind als er. Ich habe mich darauf beschränkt, auf die unterschiedlichen Meinungen der Historiker zur Frage hinzuweisen.

Im Vortrag kommt es mir nicht auf historische Fragen an, über die man unterschiedlicher Meinung sein kann, sondern auf das Sachargument. Mit meinem Vorschlag jenseits von Rigorismus und Laxismus berufe ich mich auf Thomas von Aquin und Alfons von Liguori, den Patron der Moraltheologen. Außerdem habe ich im Vortrag das Schreiben „Familiaris consortio“ von Papst Johannes Paul II insgesamt zwölfmal zitiert und an vier anderen Stellen weitere Dokumente dieses bedeutenden Papstes. Damit befinde ich mich in guter Gesellschaft, nämlich in bester kirchlicher Tradition.

Jeder mag auf die im Vortrag formulierten Fragen andere Antworten geben als ich sie andeute. Doch wer sich mit meinen Fragen auseinandersetzen will, sollte kritisieren, was wirklich dasteht. Für eine bloße Phantomdiskussion ist das Problem zu ernst!“


kath.net-Buchtipp:
Das Evangelium von der Familie
Die Rede vor dem Konsistorium
Von Walter Kardinal Kasper
Kartoniert, ca. 96 Seiten
Herder 2014
ISBN 978-3-451-31245-8
Preis 12,40 Euro

Bestellmöglichkeiten bei unseren Partnern:

- Link zum kathShop

- Buchhandlung Christlicher Medienversand Christoph Hurnaus:
Für Bestellungen aus Österreich und Deutschland: [email protected]
Für Bestellungen aus der Schweiz: [email protected]
Alle Bücher und Medien können direkt bei KATH.NET in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Christlicher Medienversand Christoph Hurnaus (Auslieferung Österreich und Deutschland) und dem RAPHAEL Buchversand (Auslieferung Schweiz) bestellt werden. Es werden die anteiligen Portokosten dazugerechnet. Die Bestellungen werden in den jeweiligen Ländern (A, D, CH) aufgegeben, dadurch entstehen nur Inlandsportokosten.

Die Katechese von Kardinal Kasper beim Eucharistischen Kongress, Köln, Juni 2013


Foto Kardinal Kasper (c) kath.net/Petra Lorleberg


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 




Mehr zu

Ehe

  1. Wie viele Schweizer Katholiken werden ihre Stimme gegen die Fake Ehe erheben?
  2. Papst: Eherichter müssen Wohl der Familie im Blick haben
  3. Die Liebe Gottes als Vorbild für das Liebesleben
  4. Er gab ihnen das Gesetz des Lebens zum Erbe
  5. Natürliche Empfängnisregelung oder Verhütungsmittel?
  6. Die Sprache des Leibes in der Wahrheit wiederlesen
  7. Das Buch Tobit – die Liebe als Bewährungsprobe
  8. Das Hohelied
  9. Die Ehe als das ursprünglichste Sakrament
  10. Die Erlösung des Leibes







Top-15

meist-gelesen

  1. Nicht geimpft - Schwangere Opernsängerin verliert Job
  2. Wählt die Freiheit! Zeigt den Impf-Spaltern die Rote Karte!
  3. "Lest die Texte auf Homepage des Synodalen Weges!" - Dafür gibt es kein anderes Wort als "Irrlehre"
  4. Papst in Sorge wegen Corona-Impfskepsis in der Bevölkerung
  5. KOMMEN SIE MIT! Romreise zu Ostern 2022 mit Bischof Marian Eleganti
  6. Götzen und Göttern oder Gott dienen?
  7. Papst Franziskus lehnt Rücktrittsangebot des Hamburger Erzbischofs Heße ab
  8. „Wir müssen mal schnell ein Bambi retten!“
  9. "Lag Kardinal Woelki doch nicht falsch? Den Kritikern in Köln geht es nicht um die Missbrauchsfälle"
  10. Offener Brief an Papst Franziskus führt zu Suspendierung von Opus-Dei-Priester
  11. Papst Franziskus: "Abtreibung ist ein Mord, wer eine Abtreibung durchführt, tötet!"
  12. Sieben von 68 katholischen Bischöfen/Weihbischöfen senden Grußwort zum Marsch für das Leben/Berlin
  13. Genderkompatible Monstranz
  14. Über die Misere konfessioneller Buchhandlungen
  15. Mel Gibson: ‚Ich bin ein Sünder, aber ich kenne den Unterschied zwischen Hirten und Mietling’

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz