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Vom 'Kölner Klinik-Skandal' zum Kölner Medien-Skandal

27. Jänner 2014 in Deutschland, 2 Lesermeinungen
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Für fragwürdige Medienberichte bekommt der Verantwortliche nun sogar einen Preis. Ein Gastkommentar von Rudolf Schöttler


Köln (kath.net) Der Kölner Stadt-Anzeiger (KStA) schreibt am 31.12.20013, „Peter Berger, NRW-Korrespondent des ‚Kölner Stadt-Anzeiger‘“, hat bei der vom ‚Medium Magazin‘ ausgeschriebenen Wahl zum Journalisten des Jahres in der Kategorie Lokales den zweiten Platz belegt“. Die Jury würdigte seine Recherche der Geschichte einer vergewaltigten Frau, die „von zwei katholischen Krankenhäusern in Köln abgewiesen wurde“. Die Preisverleihung findet am 3. Februar 2014 im Deutschen Historischen Museum in Berlin statt.


In einer achtseitigen Analyse von Werner Rothenberger veröffentlichte kath.net am 15. Januar 2014 erstmals den genauen Verlauf der Vorgänge vor einem Jahr. Danach lief die vom KStA initiierte und dann allgemein übernommene Berichtsserie unter dem oben genannten Slogan. Jeder Kundige wusste aber, dass der Anruf der Notfallärztin, die die Frau medizinisch versorgt hatte, wegen einer gynäkologischen Spurensicherung bei den beiden Krankenhäusern im Wesentlichen deshalb abschlägig beschieden wurde, weil diese die Untersuchung weder durchführen konnten noch durften (kath.net hat berichtet)! Trotz dieser und anderer Faktenhaben dann Günther Jauch und ARD die Berichterstattung in der Linie des KStA fortgesetzt und verstärkt.

Ein zweites Blatt aus der Kölner Medien-Gruppe DuMont Schauberg, der „Express“, war ein Jahr später wegen seiner Dokumentation des Nacktprotestes im Kölner Dom am ersten Weihnachtstag 2013 auch Gegenstand einer Fachtagung Anfang Januar dieses Jahres in Köln mit dem Thema „Täuschung, Inszenierung, Fälschung“ (Kirchenzeitung Köln vom 17.1.2014). Der Münchener Medienwissenschaftler Professor Alexander Filipovic bezeichnete dort den „Express“ praktisch als „Mitveranstalter der fragwürdigen Protestaktion“.

Eine Preisverleihung für den „Express“ ist noch offen.

Der Verfasser, Prof. Dr. Rudolf Schöttler, lebt in Bensberg


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