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Der Kampf um das Leben: Kultur des Todes und die Stadt auf dem Berg

7. Jänner 2014 in Kommentar, 7 Lesermeinungen
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Mit seinem impliziten Ja zur Abtreibung hat sich der Theologe Hermann Häring selbst exkommuniziert. Ein kath.net-Klartext von Bischof Andreas Laun


Salzburg (kath.net) Die Kirche bringt in erster Linie die Botschaft von Gott, von der Auferstehung, von der Vergebung der Sünden. Folgerichtig muss sie auch davon reden, was Sünde ist und worin die schlimmen und ganz schlimmen Folgen der Sünde bestehen. Je nach Akzeptanz einer bestimmten Sünde bei den Menschen und des Lügens über sie im Sinne des Schönredens muss die Kirche ihren Warnruf verstärken und wiederholen, bezüglich anderer Sünden darf sie die Warnung dem Gewissen des Einzelnen überlassen oder sogar der öffentlichen Meinung.

Was Abtreibung betrifft: Kaum eine andere Sünde bezüglich derer so schamlos gelogen wird und die für ein ganzes Volk so schreckliche Folgen hat: von dem persönlichen Trauma der betroffenen Frauen bis hin zur Zerstörung des moralischen Wissens einer ganzen Gesellschaft und, nicht zu vergessen, bis zum demographischen Tsunami, dessen Schaumkronen am Horizont schon sichtbar werden.

Darum ist es notwendig, das Thema immer wieder anzusprechen, nicht leise, sondern laut und immer wieder.

Ein weiterer Grund für diese „pastorale Belästigung“ der Menschen ist: Die Ideologie, die in ihrer extremsten Form Abtreibung sogar als Menschenrecht anerkannt wissen will, ist ein Stück weit sogar in die katholische Kirche eingedrungen. Sie wird das absolute Nein der Kirche, verwurzelt im Gebot Gottes, zwar nicht umstoßen können, aber als Häresie kann sie sich da und dort einnisten und hat es schon getan: Auf manchen Katholiken-Tagen dürfen Pro-Life-Gruppen ihre Informations-Materialien nicht verteilen, und das „Kirchenvolksbegehren“ lässt den emeritierten Theologen Hermann Häring zur Enzyklika Evangelii gaudium von Papst Franziskus schreiben: Es gebe in diesem Dokument zwar viel Gutes, aber leider auch „traditionell umstrittene, für unsere Reformideen wunde Punkte. Dieser reformfreudige Papst lehnt Abtreibung, Homosexualität, Frauenpriestertum und die Aufhebung des Zölibats ab.“


Von den anderen Themen rede ich hier nicht, nur von dem Recht auf Leben und der Leugnung dieses Rechtes durch die weltweite Abtreibungs-Ideologie: Mit seinem impliziten Ja zur Abtreibung hat sich Häring selbst exkommuniziert. Wenn es noch eines Beweise bedurft hätte: Das Kirchenvolksbegehren, das in diesem Ja offenbar die eigene Haltung dokumentiert, steht ein gutes Stück weiter außerhalb der katholischen Kirche als es zu befürchten war.

Das ist unsere Not, die zwar nicht schon „vollständige“, wohl aber teilweise schon bestehende Kirchenspaltung durch Leugnung von Glaubens- und auch Vernunft-Wahrheiten. Ihr, dieser Kirchenspaltung, muss das unser erstes ökumenische Bemühen gelten. Es besteht eine gewisse heilige Ironie darin, dass uns dabei viele Christen aus den evangelischen Gemeinschaften zu Hilfe kommen – sie sind dem Evangelium näher als so manche „Katholiken“. Gott sei Dank gibt es sie!

Gedanken der Verzweiflung? Nein, denn in derselben Kirche, in der solches geschieht, gibt es auch ganz, ganz andere Zeugen und Stimmen. Man denke an die Abstimmungen in Kroatien, in der Slowakei, in Slowenien zu Ehe und Familie, aber auch an die vielen Kundgebungen für das Leben in so vielen Städten Europas und der ganzen Welt.

Ein besonders berührendes Zeugnis einer einzelnen Frau möchte ich hier weitergeben. Er macht Mut und gibt Hoffnung, dass die Wahrheit tatsächlich nur kurz untergeht in dem Unsinn einer Ideologie, aber niemals ertrinkt. Erst vor kurzem erhielt ich folgendes Schreiben:

„Mit immer größerer Dankbarkeit habe ich Ihre Worte zum gemeinsamen Zeugnis für das Leben gelesen. Welche Ermutigung! Vergelt's Gott!! Bischöfe, die mit dem Volk gegen Abtreibung für das von Gott jedem Menschen geschenkte Leben Zeugnis geben, das wäre eine starke Geste.

Auch ich habe einen behinderten Sohn, und habe diesen Sohn als mein größtes Glück erfahren. Einem solchen Menschen würde die pränatale Diagnostik das Lebensrecht absprechen. Es gibt für einen behinderten Menschen heute keinen gefährlicheren Ort als den Mutterschoß. Niemand aber klärt eine Mutter darüber auf, was es heißt den eigenen Leib zum Grab gemacht zu haben. Mit dieser Erfahrung bleibt sie allein.

Heute ist mein Sohn Dirigent und Politiker und nach seinem letzten Konzert hat ein Zuhörer zu mir gesagt. "Das Leben ihres Sohnes hat sich wirklich gelohnt." Seien Sie dankbar, dass Sie in den Medien Gehör finden und damit viele Menschen zum Umdenken anregen dürfen.

Auch ich würde gern von den Dächern schreien, welche Katalysatoren der Liebe die behinderten Menschen sind.

In Deutschland warten wir noch auf solche mutige Verteidigung der Gebote Gottes. Gott vergelte Ihnen reich Ihr Treue zu seinem Evangelium. Vielen Dank.“

Dieses Lob beschämt mich auf der einen Seite, aber es freut mich auch auf der Anderen, zumal es allen gilt, die sich für das Leben einsetzen. Das Zeugnis dieser Frau ist wichtig für uns alle. Aber wie bzw. wer auch immer, iIn diesem großen Kampf gilt: Gott allein ist es, der uns die Kraft schenkt und letztlich den Sieg geben wird!

Der große kath.net-Buchtipp!

Klartext I: Seht, wie sie miteinander streiten
Von Bischof Andreas Laun
150 Seiten
2013 Dip3 Bildungsservice GmbH
ISBN 978-3-902686-49-7
Preis 8.90 EUR

Bestellmöglichkeit: Link zum kathShop


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Lesermeinungen

 Marienzweig 8. Jänner 2014 

@Aventin

Sie erzählen von Ihrem Freund, der -gäbe es den Zölibat nicht- sich hätte vorstellen können, Priester zu werden.

Ihre Frage an alle hier im Forum:
"gibt es einen besseren Beweis fuer die Sinnhaftigkeit des Zoelibats?"

beantwortete vor einigen Monaten unser Dorfpfarrer in einem Gespräch so:
"Ohne Zölibat könnte ich gar kein Priester sein!"
Den Zölibat sieht er für sich als unverzichtbar für eine tiefe Priester-Existenz.
Das macht den Unterschied zwischen beiden klar!


1
 
 Medugorje :-) 8. Jänner 2014 

Lieber@Chris 2 :)

Wie immer kann es leider durch meine Falsche Schreibweise zu Missverständnissen kommen:)
Maria ist unserer geliebte Himmlische Mutter und hat durch Ihr JA uns ALLEN unseren geliebten Heiland ,Bruder und Freund geschenkt:)...
Aber das meinte ich nicht damit nicht als ich schrieb keine einzige Frau:)
Ich meinte damit KEINE GELIEBTE eines Priesters kann das geben.
LG.)
Gottes Segen


0
 
 Pascal13 7. Jänner 2014 
 

@Aventin

Erstmal danke Weihbischof Laun fuer die wie immer klaren und erfrischenden Worte! Wieviele mehr Launs braeuchten wir gerade in Deutschland!

@Aventin: es ist viel, sehr viel verlangt, aber vielleicht muessten Sie das tun?!


1
 
 Chris2 7. Jänner 2014 
 

Eine Frau konnte das schon

@Medjugorje Maria, denn sie hat uns durch ihr "ja" den Erlöser geschenkt. Ansonsten kann man Ihnen nur zustimmen: Wer sonst kann uns Gott ganz und gar schenken oder unsere Sünden vergeben, als Gott selbst, seine Apostel und ihre Nachfolger? Und Bischof Laun bringt des Pudels Kern wieder einmal ohne alle Windungen und "abers" auf den Punkt...


6
 
 Medugorje :-) 7. Jänner 2014 

Der Zölibat ist das kostbarste für einen Katholischer Priester:)
WAS JESUS den Priestern durch den Zölibat schenkt das kann KEINE FRAU der Welt jemals schenken können.
Sehr viele Priester irren wenn Sie meinen das Ihnen Ihre geliebte etwas geben könnte was Sie erfüllt oder was Sie benötigen um Glücklich zu sein...nein,nein das ist eine große Täuschung...GOTT vergibt und wartet auf die Rückkehr jedes einzelnen Priesters der vom Wahren Weg abgekommen ist.Damit er in Keuschheit und Liebe zu JESUS seinen Weg der Heiligkeit fortsetzt:)
Gott segne Alle Priester Weltweit:)
Gottes Segen


7
 
 kreuz 7. Jänner 2014 

danke WB Laun,

Sie sind ein treuer Rufer in der Wüste

www.kathtube.com/player.php?id=28858


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 Aventin 7. Jänner 2014 
 

Danke Bischof Laun fuer die

wie immer klaren Worte. Ein guter Freund von mir lehnt zwar die Abtreibung genauso ab wie ich, ist in anderen Punkten aber keineswegs auf Kirchenlinie. So hat er seine eigene Ehesakramentenvertragstheorie entwickelt, die mit der katholischen Ehelehre nichts zu tun hat. Aus diesem Grunde (und wohl auch anderen, die er nicht offen zugibt) hat er gar nicht erst kirchlich geheiratet, nur zivil. Zur Sonntagmesse geht er selten, da die Familie einfach nicht dazu komme. Selbstverstaendlich sind beide Kinder getauft worden, und werden auch die uebliche Sakramentenkarriere absolvieren. Da er sehr gut verdient, zahlt er sehr viel Kirchensteuer. Wer wollte ihm entgegentreten und sagen, dass es so nicht geht? Hoehepunkt war neulich bei einem privaten Beisammensein, dass er sagte, ohne den Zoelibat haette er durchaus erwogen, Priester zu werden. Frage an alle hier im Forum: gibt es einen besseren Beweis fuer die Sinnhaftigkeit des Zoelibats?


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